Klinikum Schwabing: Neubau und Umstrukturierung [im Bau]

  • Das bedeutet, dass sehr viele Betten abgebaut werden. Für das Schwabinger Krankenhaus finde ich das sehr schade. Ein toller historischer Klinikstandort wird zerstört.

  • Nunja, die damit frei werdenden Altbauten sollen wieder medizinischen Einrichtungen zugeführt werden bzw. eventuell Wohnungen für Klinikmitarbeiter möglich machen. Insofern bleibt das Areal ein medizinischer Großstandort.

  • Nachgereicht diese Meldung vom Spatenstich für den Neubau, vom letzten Herbst:

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    Symbolischer Schritt für neues Klinikzentrum

    (10.10.2016) Der Neubau des Klinikums Schwabing hat heute seinen symbolischen ersten Schritt genommen. Oberbürgermeister Dieter Reiter, Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml und Dr. Axel Fischer, Vorsitzender der Geschäftsführung des Städtischen Klinikums, nahmen den ersten Spatenstich vor. In den kommenden Jahren soll auf dem bisherigen Gelände ein neues Klinikzentrum entstehen.

    In vier Jahren soll der Neubau fertig sein
    Das Klinikum Schwabing am Kölner Platz ist das älteste und traditionsreichste der im Städtischen Klinikum München vereinigten Häuser. Nun soll ein Neubau das anerkannt hohe Niveau der für Kinder- und Jugendmedizin bekannten Einrichtung sichern. Kein Wunder also, dass auch einige kleine Patienten beim heutigen Spatenstich mithalfen, mit dem das Bauvorhaben symbolisch begonnen wurde. Künftig werden alle Abteilungen auf fünf Stockwerken untergebracht, die auf jeder Ebene durch verglaste Brücken mit dem denkmalgeschützten Haus 24 verbunden sind.

    Das Klinikum Schwabing wird dann über rund 415 Betten verfügen, die Gesamtinvestitionen liegen bei rund 140 Millionen Euro. Als Bauzeit sind vier Jahre veranschlagt, doch die Versorgung der Patienten ist zu jeder Zeit gewährleistet


    Quelle: http://www.muenchen.de/aktuell/2016-1…ter-reiter.html


    Quelle: http://www.ludes-generalplaner.de/projekt_detail…000063&kat=kat3

    Ansichten:


    Quelle der Bilder: http://www.ludes-generalplaner.de/projekt_detail…000063&kat=kat3

    Website der städtischen Kliniken: https://www.klinikum-muenchen.de/unternehmen/wi…ikum-schwabing/

    Laut SZ soll durch die Umstrukturierung des Areals nun auch Platz für Wohnraum geplant werden. Im nördlichen Teil könnte sogar ein 50-Meter-Wohnturm entstehen. Die Altbauten sollen dabei allesamt bewahrt werden, lediglich Erweiterungsbauten aus den 1960er und 1970er Jahren sollen abgerissen werden. Der Stadtrat hat dem Konzept noch nicht zugestimmt, das hier in dieser SZ-Übersichtskarte dargestellt ist.

    Aktueller SZ-Beitrag: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/plaen…umpft-1.3387529

  • Das finde ich gut, denn dieses wilde Hochhäuschen-Streuen wird mittlerweile viel zu willkürlich betrieben. Entweder man entwickelt ein verdichtetes Quartier mit entsprechender Hochhausbebauung (dann auch gerne viele solcher Gebäude) oder eben Blockrand. Aber bitte nicht an jeder Ecke diese Mini-Häuschen...

  • Ja, dieser Gedanke kam mir hier auch. Der Wildwuchs nimmt langsam störende Ausmaße an. Warum an dieser Stelle ein allein stehendes Hochhaus bauen, ohne Chance auf Clusterbildung, wenn anderswo bestehende Hochhäuser in hochhausverträglichen Gebieten nur so auf Nachbarn warten.
    Die Stadt soll bitte nicht den gleichen Fehler wie Anfangs der 2000er machen.

  • Ja und nein. Natürlich habt ihr recht, dass der Einfluss auf die Stadtskyline insgesamt eher gemischt ist. Enorm hoch ist aber doch die Lebensqualität bzw. in diesem Fall die Wohnqualität, die in München schon bei verhältnismäßig niedrigen Hochpunkten den vollen Blick aufs Alpenpanorma ermöglichen. Insbesondere hier im Norden der Innenstadt hat man dann noch den Blick über die gesamte Altstadt und dahinter die Berge. Und noch zum Thema Stadtskyline: 50 bis 60 Meter sind doch so wenig, das nimmt man in der Skyline doch kaum als Hochpunkt wahr, das geht doch völlig unter. Dann können irgendwann trotzdem nochmal die Cluster mit 100 bis 150 Meter in Schwabing Nord, am Arabellapark oder an der A94 entstehen. Das eine schließt doch das andere nicht aus.

  • Da hast du natürlich völlig Recht.
    Ich meinte das auch weniger in Richtung Panorama (da fallen sie de facto natürlich nicht auf) als in Bezug auf die Optik. Diese ganzen Stumpen - und davon werden bald so viele entstehen - sind aus Wirtschaftlichkeitsgründen meist in ihrer Formgebung beschränkt. Hinzu kommt, dass sie oft paarweise oder sogar in Gruppen identischer Höhe auftreten, siehe Hirschpark, Schwabinger Tor, Campus Süd, Bayernkaserne etc. Das erweckt zusätzlich den Eindruck von Langeweile. Dies wäre beim Klinikum hier zwar nicht der Fall, im Gegenteil würde er aber alleine herum stehen, in einer Umgebung, die nicht unbedingt ein Hochhaus braucht. Die Gefahr von Bürgerprotesten ist bei Wildwuchs natürlich entsprechend höher.
    Ein verdichtetes Quartier, dann von mir aus auch mit lauter Stumpen im Bereich von 40m-80m (z.B. um den Hauptbahnhof), wäre mir allemal lieber, als wenn jetzt in jedem Neubauviertel ein oder zwei solcher Türmchen mit entstehen. Ich weiß, dass ich in diesem Punkt mal anderer Meinung war :D

  • Vielleicht hat man einen Masterplan um diese Stumpen iwann mit den Stumpen am Schwabinger Tor in ein Cluster zu verdichten. In 1000 Jahren. Hässlicher als das ST. kann es ja nicht werden.

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    Nachnutzungskonzept für Klinikgelände Schwabing beschlossen; Rathaus Umschau 227 / 2017, veröffentlicht am 30.11.2017

    Die Vision eines Gesundheitscampus auf den nicht mehr genutzten Flächen des Klinikums Schwabing kann Realität werden. Ein entsprechendes, zukunftsweisendes Nachnutzungskonzept, das die gesundheitliche Versorgung des Menschen über seine gesamte Lebensdauer hinweg abdeckt, hat der Kommunalausschuss des Münchner Stadtrats heute beschlossen.

    „Der neue Gesundheitscampus in Schwabing wird nicht nur medizinische Angebote für alle Altersstufen von der Geburt bis hinein ins Seniorenalter bieten. Das Konzept berücksichtigt darüber hinaus die Versorgungskette ‚Vorsorge – Akutversorgung – Nachsorge – Rehabilitation‘, sowie alle Möglichkeiten der gesundheitlichen Vorsorge mit den Themen ‚Bewegung – Ernährung – Erholung‘. Zur zusätzlichen Effizienzsteigerung ist vorgesehen, auch klinikaffine Nutzungen wie psychiatrische Einrichtungen oder Mitarbeiterwohnungen auf dem Areal zu situieren,“ erläutert Kommunalreferent Axel Markwardt, dessen Referat federführend in die Erarbeitung des Nachnutzungskonzeptes eingebunden war und ist.

    Räumlich sind die verschiedenen Versorgungsbereiche eindeutig gegliedert auf dem Areal angeordnet: Von der reinen Krankenhausnutzung im östlichen Bereich an der Isoldenstraße bis hin zu den kliniknahen Nutzungen wie Wohnen für Mitarbeiter oder Rehapraxen in der Nähe der James-Loeb-Straße im Westen. Eine besondere Herausforderung dabei bleibt die Berücksichtigung des Denkmalschutzes sowie der geschützten Parkanlage. Die Neustrukturierung des Klinikgeländes in Schwabing ermöglicht zudem bessere Wegeverbindungen für Fußgänger und Radler in Nord-Süd-Richtung, also zwischen Bonner Platz und Petuelpark.


    Quelle: https://ru.muenchen.de/2017/227/Nachn…schlossen-75939