Frag das Chemnitz-Forum

  • bezüglich Erwähnung im Brühl-Strang:


    Das T30 vor Schulen, Kitas, Altenheimen oder öff. Gebäuden wurde vielerorts nun angeordnet, da es eine Lockerung in den Vorschriften gab.
    Aber sagt, ist das neue T30 bei euch auch nur einseitig (also direkt anliegend je Institution) oder fahrtrichtungsmäßig beidseitig?
    (Bei 4-spurigen Straßen ist es ein Sonderfall - da kommts drauf an wie es sich vor Ort gestaltet.)


    Diese Frage stelle ich gern auch nach Leipzig, wo diese Anordnungen weitgehend schon vor der Novellierung angeordnet wurde. Einseitig oder beidseitig?


    In Dresden wurde T30-Neues vornehmlich einseitig anliegend gemacht, da kapiere ich aber schon an 2-spurigen Normalstrassen den Sinn nicht, denn es soll dem
    Schutz der Querenden (wem sonst) dienen - man fällt quasi von der einen T30-Spur direkt in die T50-Spur hindurch. Totaler Quark.
    (Ich muß derweil noch die Neuregelung erlesen, um überhaupt mal die Festlegungen zu hören.)

  • Also zumindest bei den Schulen / Krankenhäusern an denen ich regelmäßig vorbeifahre gilt T30 für beide Richtungen. Alles andere macht ja auch keinen Sinn - das sehe ich genau so wie du.


    Noch ist das aber nicht an allen Standorten so. Entlang der Dresdner Straße wird nach wie vor "geheizt", wohingegen beim Bethanien schon lange eine 30er Zone ist - mittlerweile auch verlängert bis zur TerraNova Schule - zumindest zu bestimmten Uhrzeiten. Das finde ich übrigens auch gut gelöst, dass sich das T30 an Schulen immer auf eine Zeit zwischen 6 und 17 Uhr bezieht.


    Das einzige was ich bei den neu geschaffenen Zonen ziemlich unklug finde ist, dass die Ampeln scheinbar nicht entsprechend angepasst werden, so dass man jetzt unnötig oft vor roten Ampeln steht. In meiner Heimat hat man seinerzeit mal versucht an möglichst vielen Straßen "grüne Welle bei 40" einzuführen, was am Ende oft dazu geführt hat, dass viel weniger gerast wurde und der Verkehr generell flüssiger lief.


    Besonders aufgefallen ist mir das neulich an der Kreuzung Dresdner Straße / Frankenberger Straße an der Sachsenallee. Von der Kripo kommend bekommt der Fahrstreifen Richtung Frankenberger früher grün, als der rechts auf die Dresdner abbiegende Fahrstreifen. Auf der Dresdner gibt es dann weiter oben erneut eine Ampfel die man nur noch bei hoher Geschwindigkeit (habe das mal getestet ;)) und freier Bahn gerade noch schafft. Da die Fahrtstreifen an der Kripo als Entlastung der Kreuzung August-Bebel /Dresdner gedacht sind (hier staut es sich auf der Linksabbiegerspur tagtäglich ewig weit zurück) erschließt sich mir der Sinn dieser Ameplregelung überhaupt nicht - zumal es aus meiner Sicht überhaupt keinen Grund gibt, warum die Rechtsabbieger dort später und länger grün bekommen als die, die geradeaus fahren.


    Mit geringfügigen Veränderungen könnte man den Verkehr sehr viel flüssiger gestalten - was schlussendlich ja eigentlich nur Vorteile hat...


    Das mit den 30er Zonen finde ich schon mal einen guten ersten Schritt und ich hoffe die Verantwortlichen kommen noch auf mehr sinnvolle Ideen.

  • ^ Danke für Infos, die Kommunen sind noch dabei, also abwarten. Die Wirkung auf Ampelphasen dürfte dem Straßenamt bekannt sein, LSA-Umstellungen sind (zeit)aufwendig, kannst ja mal beizeiten nachfragen ob man das kennt und was man macht... usw.


    nun aber nochmal zum T30 vor Kitas/Schulen/Heimen etc.:
    Es geht ja zurück auf eine Änderung der VwV-StVO zu Zeichen 274 (zuläss. Hö.Geschw.) durch den Bundesrat im März 2017.
    Relevant ist also diese Verwaltungsvorschrift (im Range eines Gesetzes) in betreffendem Satz 13, den ich hier mal in toto zitieren möchte:
    Quelle: /bernd.sluka.de/VwV_zu_Ze274.txt


    Voraussetzungen sowie Einschränkungen dieser neuen Regelanwendung sind gut dargelegt und klar.
    Die Bezeichnung darin oben "im unmittelbaren Bereich" bezieht sich aufs größere Umfeld jeweiliger Einrichtung, daher unten dann die "max. 300m-Grenze" für die Lokalität.
    Jedoch ist damit nicht die "unmittelbare" angrenzende Fahrspur an der Einrichtung gemeint.


    Unten (fett) steht weiterhin, daß die Fahrtrichtungen differiert betrachtet werden KÖNNEN, aber gleichsam eben auch explizit nicht müssen.
    Damit tendiert die Vorschrift mE eher zur sinnfälligen Regelanordnung auf beiden Richtungen, und eröffnet den Freiraum einer Nichtanordnung auf Gegenrichtung für die Behörde quasi nur bei örtlichen Gründen.
    Diese zugestandene Flexibilität für die anordnenden Straßenverkehrsbehörden wird nun in Dresden durch jene dortige Behörde mal wieder andersrum und autofreundlich ausgelegt. Es ist zwar nicht rechtswidrig, aber äußerst fraglich und die Vorschrift strapaziös beugend.
    Die Vorschrift selbst bleibt in dem Punkt leider undeutlich. Es widerspricht mE auch dem auf Sicherheitserwägungen basierenden Eingangssatz "IST vor ... anzuordnen". Im Zweifel gilt der Ermessenspielraum für die Behörde. Besser wäre das Wort "sollen": Die beiden Fahrtrichtungen sollen dabei gleich behandelt werden.


    weitere Info bei zukunft-mobilitaet.net

  • Bülow AG Chemnitz

    Mal eine Frage in die Runde.
    Beim stöbern im Netz habe ich bei der Firma Steinert Bauplanung aus Hartmannsdorf folgendes Projekt gefunden. Kann jemand etwas dazu sagen?
    Link

  • ^Hierbei handelt es sich nur um eine Mögliche Bebauung an der Zwickauer, Ecke Reichsstraße..Kaßberg/Zentrum.


    >Standort<


    Eine ähnliche Visualisierung für das Areal gab es bereits. Diese ^ im Link zu sehende ist Neu.


    Aktuell scheint das Grundstück noch zum Verkauf zu stehen.?


    Es ist aber auch das Grundstück, wo bereits ein Teil mit einem Discounter bebaut werden sollte.
    Dieses Vorhaben wurde aber von Seiten des Rathauses bisher blockiert. Was ich persönlich durchaus richtig finde.


    Das Grundstück des besagt, geplanten Discounters befindet sich links neben dem Bestandsgebäude, an der Pornitzstraße, dort wo in der Visu der mit weißer Fassade zu sehende Eckbau steht.


    Eine Massive Bebauung, wie es in der Visualisierung zu sehen ist, ist absolut wünschenswert, und nicht irgendein Discounter mit Parkplatz. Diese Zeiten sollten zumindest im und um die Innenstadt vorbei sein.

  • Vielen Dank für die schnelle Antwort, (dwt).
    Leider ist es wahrscheinlich nur eine Studie für den Standort. Aber diese Art von Bebauung würde mir dort schon gefallen.
    Aus eigener Erfahrung kann ich auch sagen, dass in Chemnitz ein Mangel an hochwertigen, großflächigen, Büroflächen besteht. Vielleicht tut sich ja doch was.

  • ^Siehst Du wirklich einen Mangel an hochwertigen Büroflächen in Chemnitz? Ich kann nichts außer einem Gefühl beisteuern, aber mir kommt da als erstes das ehemalige Technische Rathaus in den Sinn. Wurden dort schon Nachmieter in Größenordnungen gefunden? Auch der angekündigte eins-Neubau wird andernorts Büroflächen in Größenordnungen freimachen. Kann die Nachfrage mit diesen Flächenzuwächsen wirklich Schritt halten?

  • Auch wenn das Ding noch nicht gebaut ist und es sich nur um eine mögliche Bebauung handelt:


    Ich freue mich auf den Tag, an dem solche Buden gesprengt werden und sich dann endgültig "zusammenfalten"...


    Langsam haben wir doch echt genug solcher Bauten in Chemnitz.... Ja, wir sind eine der ältesten Städte Deutschlands, aber müssen wir das ständig mit diesen monotonen Falt-Blöcken noch besonders hervorheben? ;):nono:


    Auch wenn ich das Ding von Intenta im Detail nicht gut umgesetzt finde - an sowas sollte man sich ein Beispiel nehmen, gerade an der Zwickauer Straße. Dann wird das auch mal ne interessante Meile.


    Ich glaube kaum, dass es in der Stadt einen Mangel an großen Büroräumen gibt - und selbst wenn, dann stünden dafür innenstadtnah genügend Flächen bereit die man einfach nur wiederbeleben müsste.

  • @ lguenth1:

    Zitat

    Siehst Du wirklich einen Mangel an hochwertigen Büroflächen in Chemnitz?


    Wir hatten uns im letzten Jahr auf die Suche nach ca. 500qm zusammenhängende Bürofläche, moderner Standard, in Chemnitz gemacht. Wir sind im Vorfeld von massenweisen Angeboten ausgegangen.
    Durch diverse Makler wurden uns genau 3 Liegenschaften angeboten. Eine davon auch noch unterirdisch in der Ausstattung.
    Dann kam schnell raus, dass es schon freie Flächen gibt, aber nicht in der geforderten Größe. "Kleinere" Flächen sind natürlich enorm viele vorhanden.

  • Auf der Website von KPM sind unter 'Projekte in Vorbereitung' Entwürfe für Neubauten auf dem Kaßberg und in Rabenstein vorgestellt. Weiß jemand wo diese entstehen werden?


    Ich befürchte für den Kaßberg wieder schlimmes...

  • sanierungsbedürftiges MFH in Chemnitz

    Hallo zusammen,


    ich bin vor wenigen Wochen durch Chemnitz gefahren und habe viele Immobilien entdeckt, die leer stehen. Bei einschlägigen Seiten (Immobilienscout etc.) habe ich lediglich 1-2 solcher Objekte gefunden.
    Könnt ihr mir helfen, ob es evtl. lokal eine Zeitung oder ein Forum gibt, bei dem mehr Angebote zu finden sind. Bzw. wie kann ich recherchieren wer der Eigentümer ist, um zu fragen, ob ein Verkauf interessant ist. Ich denke z.B. da an die Kanalstraße (ich glaube Haus 21, das Eckige).
    Danke Euch im Voraus und einen schönen Abend! LG Dimitrij

  • Meinst Du eventuell das Gebäude Fritz-Matschke-Straße 18? Zum Vergleich, ein bisschen eckig wäre das:

    Bild: (dwt).


    Das war früher im Eigentum der städtischen GGG und wurde 2010 für läppische 11.000 Euro versteigert (siehe hier). Da bis heute keine ernsthaften Sanierungsbemühungen stattgefunden haben, könnte ich mir vorstellen, dass der Eigentümer einem Verkauf nicht ganz abgeneigt wäre. Das Preisniveau ist mittlerweile aber ein ganz anderes, also bitte keine falschen Vorstellungen. Dort hat man vermutlich auch den ein oder anderen Tipp zu potentiellen Kaufobjekten. Mein Eindruck ist aber auch, dass momentan recht wenige Chemnitzer Altbauten auf dem Markt sind.


    Zur Ermittlung des Eigentümers würde ich es über die Agentur Stadtwohnen versuchen, die genau für solche Verbindungen zwischen potentiellen Käufern und Verkäufern gegründet wurde (Link). Die gehören zur Stadt und dürften somit die Möglichkeit haben, den Eigentümer ausfindig zu machen.

  • Wow, danke Dir für die schnelle Rückmeldung. Ja genau dieses Haus habe ich damit gemeint. Ist eine echt schöne Gegend und ich bin ein riesiger Fan von solchen architektonischen Eckhäusern, wenn sie noch renoviert und saniert sind dann wertet es die Straße bzw. das Stadtbild total auf (meiner Meinung nach).
    Ich werde mich mit der Agentur in Kontakt treten. Gerade schon versucht nur geht da niemand ran.
    11.000 Euro!! Das ist schon der Wahnsinn, da hatte jemand ganz schönen Schnapper gemacht. Dein Bild ist etwas älter, auf meinem Bild sieht man, dass schon die Fenster ersetzt wurden, also vielleicht bin ich eh schon zu spät:
    https://picload.org/view/dloalidw/img_3959_copy.jpg.html

  • (dwt). hatte Mitte 2017 schon wegen der neuen Fenster geschlussfolgert, dass dort wohl ein, wei Wohnungen hergerichtet worden sein müssen (siehe hier). Wenn dort wirklich jemand wohnt, könnte man also auch einfach mal klingeln, entweder öffnet der Eigentümer oder jemand, der weiß, an wen er seine Miete überweist. Vielleicht macht das jemand aus dem Forum für 10 Prozent Maklerprovision :-).


    Ob man bei der Agentur Stadtwohnen wirklich noch jemanden erreicht, wäre mal ganz interessant. Die hatten früher mal dutzende Häuser auf Ihrer Webseite, mittlerweile ist das aber auf Null reduziert und ich frage mich schon manchmal, ob die nicht mittlerweile als Untote unter uns weilen...

  • Du hast bei der ersten Anfrage schon sehr schnell geholfen, kannst du evtl. auch was über die Ritterstraße 11 sagen? Das Haus scheint auch schon eine Weile leer zu stehen.
    Wurde das auch mal im Rahmen der ZV erworben? Wenn ja findet man die Info wann und von wem?
    Gibt es so eine Datenbank für MFH und ETWs bei dem die Ergebnisse der ZV kommuniziert werden, auch wenn sie Jahre zurückliegen?

  • Die Ritterstraße 11 wurde 2011 mal für 80.000 € oder 95.000 € auf einer Auktion angeboten (siehe hier). Die wichtigsten Infos stehen in meinem Beitrag, den genauen Beschreibungstext finde ich aber nicht mehr. Zu solchen Preisen wurden damals aber noch keine Häuser versteigert, deshalb blieb es ein Ladenhüter. 2012 gab es dort ein Feuer (Link). Seitdem hat man nie wieder etwas davon gehört.


    Nach einer Übersicht über die Ergebnisse von Zwangsversteigerungen hatte ich hier auch schon mal gefragt. Ich kann mich nicht genau an die Antworten erinnern, aber wenn es so etwas geben würde, hätte ich es mir gemerkt.

  • Hallo, gibt es/kennt jemand Möglichkeiten, sich über aktuelle oder bald entstehende Baugebiete (Eigenheimsiedlungen aber auch z.B. kleinere Mehrfamilienhäuser) zu informieren? Man bekommt das ja meistens erst so richtig mit, wenn der Zug eigentlich schon abgefahren ist... .

  • Zu jedem Baugebiet muss es einen Bebauungsplan geben. Die kann man sich eigentlich im Themenstadtplan anzeigen lassen, indem man links auf "Stadtentwicklung" und dann auf "Bebauungspläne" klickt. Dann würde man vermutlich genug Informationen für eine Google-Suche nach dem Bebauungsplan finden, allerdings funktioniert das bei mir irgendwie nicht. Bitte selber mal probieren, vielleicht gibt es nur bei mir oder nur heute irgendein Problem. Frühzeitig bekommt man neue Pläne mit, wenn man im Ratsinformationssystem die Sitzungen von Planungs-, Bau- und Umweltausschuss sowie Stadtrat verfolgt. Ich mache das, berichte aber über die für mich uninteressanten und architektonisch eher abstoßenden Eigenheimgebiete in der Regel nicht hier im Forum. Ausnahme war das Wohngebiet an der Max-Planck-Straße, vielleicht ist das ja was für Dich :-). Wenn das alles nicht hilft, einfach mal bei der Stadt durchtelefonieren.

  • Realis Chemnitz

    Guten Abend!


    Ich lese schon einige Jahre im DAF und finde es spannend zu sehen, wie sich Chemnitz entwickelt und wie im Forum neue Bauprojekte verfolgt werden.


    Da wir selbst einige Projekte entwickeln und andere im Verkauf begleiten, möchte ich fragen, ob Sie sich wünschen/ihr euch wünscht, dass ich Rede und Antwort stehe.


    Mit besten Grüßen



    Eric Müller, Realis Chemnitz

  • Klar, es wäre sicher interessant, wenn auch mal die Marktlage oder ein Bauprojekt aus erster Hand vorgestellt werden. Ein Bautagebuch mit ehrlicher Darstellung aller Herausforderungen fände ich zum Beispiel spannend. Die Herausforderung ist dabei natürlich die Forenregel, dass Werbung nicht gestattet ist und ganz unterschiedliche Meinungen bestehen können, wann man die Grenze zwischen sachlicher Information und plumper Reklame überschreitet. Aber nur Mut beim Versuch...