Leipzig 416 - Neues Stadtquartier (bis zu 3.000 WE in Pl.)

  • Dekoratives Anführungszeichen

    was wird mit den städtischen Angeboten (Schulen etc., Kita ist ja schon abgesagt)

    • Nur eine der beiden Kitas ist aus der städtischen Bedarfsplanung aktuell gestrichen.
    • Die Gemeinbedarfsflächen will die Stadt zügig kaufen, um dort (irgendwann) eine Schule zu bauen. 9 Millionen soll die Projektgesellschaft eigentlich beisteuern. 4 Millionen davon waren Stand 2024 laut LVZ überwiesen.
    Dekoratives Anführungszeichen

    wird der Gewinnerentwurf überhaupt noch umgesetzt incl. des Freiflächenplans

    • Der rechtsverbindliche Bebauungsplan Nr. 416 (daher der Name des Quartiers) wurde vor zwei Jahren beschlossen und sieht u. a. den Quartierspark gemäß Wettbewerbssieger vor. Zudem gilt ein umfangreicher städtebaulicher Vertrag, der z. B. die Trennung von Regen- und Abwasser (Schwammstadt) festschreibt.
    • Für zumindest einen Teil des Parks liegen Bankbürgschaften vor.
  • Naja, was aus den Kitas und Schulen wird, werden wir mal sehen. Demnächst wird die Leipziger Bevölkerungsvorausschätzung 2026 erstellt und soll im späten Frühjahr 2026 veröffentlicht werden.

    Leipziger Bevölkerungsvorausschätzung 2026 (Ausgangslage, Methodik und Zeitplan)
    https://t.co/gwhedZKJvL

    Bei den Einjährigen liegt die tatsächliche Zahl den Leipziger Kindern 15,6 % unter den prognostizierten Zahlen, bei den Unter-Einjährigen sogar 26,1 %. Die prognostizierten Zahlen bildeten die Grundlage für die Bedarfsplanung von Kitas und Schulen. Und es sieht aktuell nicht danach aus, dass das so schnell wieder anderes werden würde mit den Geburtenzahlen.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Bei den Einjährigen liegt die tatsächliche Zahl den Leipziger Kindern 15,6 % unter den prognostizierten Zahlen, bei den Unter-Einjährigen sogar 26,1 %. Die prognostizierten Zahlen bildeten die Grundlage für die Bedarfsplanung von Kitas und Schulen. Und es sieht aktuell nicht danach aus, dass das so schnell wieder anderes werden würde mit den Geburtenzahlen.

    Die Abschätzung der Einwohnerentwicklung ist ähnlich verlässlich wie saisonale Wettervorhersage oder der Blick in die Glaskugel. Zumindest was Zuzug und damit mittelfristigen Bedarf an Kitas/Schulen angeht. Bundes- und Geopolitik spielen eine essenzielle Rolle, was sich jedoch nicht vorhersagen lässt. Städte in DE wachsen weitgehend ausnahmslos nur noch durch Migration. Die ultrarechte, verfassungsfeindliche Abschottungspolitik wird somit nicht nur das Ende von Leipzigs (Bevölkerungs-) Wachstum bedeuten, sondern generell die wirtschaftliche Entwicklung hemmen. Insbesondere auch durch fehlende Innovation einer noch schneller alternden Bevölkerung. Hoch lebe die Gerontokratie. Rat an die Stadt daher: Am besten langfristig schon mal die Umwidmung von Kitas und später Schulen einplanen. Es sei denn - und darauf hoffe zumindest ich inständig - die Geopolitik ändert sich doch noch mal zum Besseren. Zurück zu Menschlichkeit wäre ein spannendes Konzept ;)

  • Ultrarechte, verfassungsfeindliche Abschottungspolitik? Keine Ahnung von welcher Stadt oder welchem Land sie reden. Deutschland bzw. Leipzig kann das nicht sein.

  • "Die Abschätzung der Einwohnerentwicklung ist ähnlich verlässlich wie saisonale Wettervorhersage oder der Blick in die Glaskugel."

    Das ist schlichtweg falsch, was auch ein Blick in das verlinkte Dokument zeigt. Bevölkerungsvorausberechnungen sind immer Wenn-Dann-Aussagen. Wenn wir mit den genannten Annahmen rechnen, also häufig bestimmte Entwicklungen der letzten Jahre fortschreiben, dann werden die Bevölkerungszahlen in etwa so aussehen. Wenn sich Verhältnisse wesentlich verändern, weil z.B. die Geburtenraten deutlich einbrechen, oder durch politische Maßnahmen die Außenwanderung verringert wird bzw. werden soll (Was das tatsächlich bewirken kann müssen wir noch sehen.), dann ändern sich die Einwohner*innenzahlen zumindest mittelfristig. Das macht die Bevölkerungsvorausberechnungen aber nicht schlechter. Man muss dann eben neue machen mit den neuen Annahmen. Das passiert demnächst für Leipzig.

  • Die Vorhersagen werden nur noch kurzfristig treffsicher sein. Bereits mittelfristig reicht eine globale Krise und neue nicht mehr zurückweisbare Flüchtlingsströme verändern sämtliche Annahmen. Hier meine ich nicht mal Kriege mit eingesperrter Bevölkerung (Gaza-Krieg), sondern ich sehe vor allem die Klimaveränderung als Auslöser von Wanderungsbewegungen in unplanbaren Ausmaßen. Die globale Erwärmung reißt ja nahezu tägliche Rekorde, so dass durchaus mittelfristig riesige Landstriche unbewohnbar werden. Irgenwohin müssen dann mehrere Hundertmillionen Menschen. Dann funktioniert auch keine europäische Abschottung. Die wäre eher tödlich. Aber das ist genauso unplanbar oder unkonkret, wie bisher alle Vorhersagen nach wenigen Jahren meilenweit neben der Realität lagen. Den Verfassern soll das nicht zum Vorwurf werden, denn die Voraussetzungen ändern sich halt rapide.

  • Ich versuche es mal wieder zurückzuführen auf die Frage nach den Kitas und Schulen u.a. auf dem Baugelände des ehem. Eutritzscher Freiladebahnhofs. Ob und wieviele von denen demnächst noch benötigt und damit neu gebaut oder saniert werden, hängt so gut wie gar nicht von der Außenwanderung ab, sondern davon, wieviele Kinder aktuell geboren werden und dann demnächst in die Kinderkrippe, in drei Jahre in den Kindergarten und in sechs oder sieben Jahren in die Grundschule kommen. Bis zum späten Frühjahr 2026 wird nun die Leipziger Bevölkerungsvorausschätzung 2026 erstellt werden mit einer Berechnung für verschiedene Altersgruppen in den unterschiedlichen statistischen Ortsteilen. Danach wird die Kita- und Schulnetzplanung angepasst werden.


    "Die Ergebnisse der Bevölkerungsvorausschätzung sollen als einheitliche Planungsgrundlage für die Arbeit von Stadtentwicklung, Stadtplanung und Verkehrsplanung sowie für die generelle Steuerung der Bereitstellung wohnungsnaher städtischer Infrastrukturangebote wie Kindertagesstätten, Schulen oder anderer Einrichtungen dienen. Auch die L-Gruppe nutzt für ihre Infrastrukturplanungen die Ergebnisse der Leipziger Bevölkerungsvorausschätzung. ...


    Mit Blick auf die Treffsicherheit der Annahmen für die Altersstruktur zeigt Abbildung 4 bei den meisten Altersgruppen eine sehr hohe Validität. Eine Ausnahme stellen die Altersjahrgänge der 0- bis unter 2-Jährigen dar (siehe Abbildung 5).

    Die beiden jüngsten Kohorten der 0- und 1-Jährigen ergeben sich in der Bevölkerungsvorausschätzung aus den Annahmen zum Geburtenverhalten. In der Datenbasis zum Jahresende 2022 waren diese beiden Kohorten noch nicht vorhanden. Die Abweichung zwischen der erwarteten Anzahl der 0- bis unter 2-Jährigen ist eine Folge von Fehlannahmen zum Geburtenverhalten. ...

    Zwar beeinflusst das Geburtenverhalten kaum die Gesamtzahl der Einwohnerschaft, ist jedoch die maßgebliche Einflussgröße für die neu entstehenden Kohorten. Aktuell betrifft die Fehlannahme zum Geburtenverhalten also die Geburtsjahrgänge der 0- und 1-Jährigen, wird in den Folgejahren aber von Jahr zu Jahr weitergetragen. Die Fehlannahme führt in der aktuellen Kohorte der 0-Jährigen zu einer Fehlschätzung von 26 Prozent, in der Kohorte der 1-Jährigen von 16 Prozent (jew. Abb. 5). Aufgrund der Relevanz dieser jungen Kohorten für alle Planungen um Bildungs- und Sozialinfrastruktur für Kinder- und Jugendliche ist eine Neuberechnung der Bevölkerungsvorausschätzung dringend geboten. ..."

    https://ratsinformation.leipzig.de/allris_leipzig…7&refresh=false

  • Schule am Freiladebahnhof

    Gemeinschaftsschule

    Maßnahme: Neubau

    Adresse: Delitzscher Straße, Mitte / Zentrum-Nord

    Planungsbeginn: 2028

    Baubeginn: 2031

    Bauende: 2035

    https://www.leipzig.de/jugend-familie…freiladebahnhof

    • eine Oberschule mit 2-fach gestapelter 3-Feld-Sporthalle und Sportfreiflächen (auch für das Leibniz-Gymnasium nutzbar)

    • eine Grundschule mit 2-Feld-Sporthalle (alternativ gestapelte 1-Feld-Sporthalle) und Sportfreiflächen

    --> Entwurfsgrundsätze des Schulcampus: Planung einer 4-zügigen Grundschule mit gestapelter Einfeld-Sporthalle, einer 5-zügigen

    Oberschule sowie einer gestapelten Dreifeld-Sporthalle

    Es sind im Gebiet zwei Kitas in Übereinstimmung mit den Zielsetzungen für Größe und Ort der Kitas geplant:

    • Kita Ost (165 Plätze) – Lage im Wohngebiet am östlichen Rand des Vorhabengebietes mit Zufahrt von der Roscher- und der Theresienstraße

    • Kita Süd (165 Plätze) – Lage im Wohngebiet am südlichen Rand des Vorhabengebietes mit Zufahrt von Roscher- und Eutritzscher Straße

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Es sind im Gebiet zwei Kitas in Übereinstimmung mit den Zielsetzungen für Größe und Ort der Kitas geplant

    Wie ich oben bereits zweimal schrieb, steht in der Bedarfsplanung jetzt nur noch eine der beiden Kitas.

    Die Leibniz-Schule am Nordplatz wird 2027-30 erweitert, dazu hatte die Stadt 2019 die Eutritzscher Straße 17 angekauft, die heute Unterkunft für Asylsuchende ist und es zu einem Teil auch bleiben wird. Das Vergabeverfahren für den Umbau ist abgeschlossen. 2030 wird dann das Stammhaus des Leibniz-Gymnasiums saniert. Ob am Ende mehr Schüler einen Platz im Leibnizgymnasium finden oder nur die innere Organisation durch die Erweiterung verändert wird, weiß ich nicht.

    Den Punkt der (mitgenutzten) Turnhalle bei 416 für das Leibnizgymnasium finde ich spannend. Deren "Turnhalle" befindet sich derzeit im Keller (zudem gibt es einen Fitnessraum und einen kleinen Sportplatz). Man ist eigentlich ganz stolz darauf, "eigene" Sportmöglichkeiten zu haben. Als Freiraum für Pausen dient der Nordplatz.

  • in der heutigen LVZ steht, dass in der gestrigen Stadtratssitzung der Nachtrag zum städtebaulichen Vertrag von 2023 beschlossen wurde. Investorenseitig kann es nun losgehen.

    https://www.lvz.de/lokales/leipzi…AVGSZTH35E.html

    (mit Bezahlschranke, jedoch umgehbar...)

    Auszugsweise: "....

    Die Teilflächen vom Eutritzscher Freiladebahnhof, die in diesem Modell farbig markiert wurden, will die Stadt Leipzig bis spätestens 2029 als Gemeinbedarfsflächen für Bildung, Kultur, Sport, Soziales, Erholung und Natur übernehmen

    https://cloudfront-eu-central-1.images.arcpublishing.com/madsack/LKRTYH…ZWH7GKH444E.jpg

    "

    Allgemein: Hochbauten sollen 2027 starten, 2029 erste Familien einziehen

  • In der LVZ vom 30.1. war zu lesen, dass die Stadt für eine große Schule + Sporthalle und 2 Sportplätze die Grundstücke für 130 Euro/m2 bekommen soll.

    Die Wege, Straßen und Grünflächen sind kostenlos zu übergeben.

    Auch sind 30% der Wohnungen sind mit sozialer Förderung zu errichten. Auf dem 1. Bauabschnitt sollen etliche Häuser von der LWB zusammen mit einem nicht genannten Bauunternehmen gebaut werden, was ich mir aber bei den zu erwartenden Grundstückskosten nicht vorstellen kann.

    Die Arbeiten für die Erschließung beginnen zuerst neben der Eutritzscher und Delitzscher Str.

  • Die Grünfläche / Park ist wieder einmal maximal solipsistisch "De"platziert. Anstelle sich in übergordnete städtbauliche (Grünflächen)räume zu integrieren, wird es einfach ohne Nachdenken in die Mitte geflanscht. Bzw. das Nachdenken ist auf den Mikrokosmos, "ich bin beauftragt einen "Stadtteil" zu gestalten." Wobei das dürfte man eigentl nicht Stadtteil nennen, denn so wird es kein Teil der Stadt. So ist es ein weiteres Gebäudeensamble.

    Welchen Sinn macht es Bitte schön, den Park
    1. hin zur Delitzscher zu öffnen. Einer der meist befahrenen Straßen in Gohlis? Was ist das für eine Aufenthaltsqualität, wer möchte da ein Picknick machen?
    2. Warum wird nicht versucht die Grünfläche an der Balzacstraße (Türkis) fortzuführen / zu integrieren? (ggf sogar einen Bogen bis Nordplatz spannend)
    3. Oder nach Norden hin Richtung Erlenstraße (pink). Wenn man die zB zu einer Art Spielstraße mit üppiger Beflanzung machen würde, bestünde ein idealer Anschluss an die Grünflächen am S-Bahnhof Gohlis und man hätte fast einen richtigen Park(strang) entlang der Bahn.
    4. Warum ggü der Blumenstraße? Da ist einfach nix (außer eine recht unspektakuläre Hausflucht). Entweder man schließt da einen Block entlang der Delitzscher oder greift den Straßenzug auf und setzt einen Kreuzungspunkt.

    Manchmal verzweifelt man echt ...

    syd.png

  • Ohne ins Detail gehen zu wollen: bei 415 gab es wirklich Abwägungen, Diskussionen und Beteiligungen ohne Ende. Dass da jemand schnell und bedenkenlos eine Beauftragung abgearbeitet hat, kann man wirklich nicht sagen. Ins Thema einarbeiten kann man sich hier: Eutritzscher Freiladebahnhof - Stadt Leipzig

    Nebenbei: Bisher ist die Hausflucht der Blumenstraße für mich durchaus ein wenig spektakulär, denn die Straße scheint etwas erhöht und durch die Nicht-Bebauung von 416 sieht man am Ende der Straße nichts als Himmel. Das fällt mir immer wieder auf und scheint es wohl nicht so oft zu geben.

  • Dekoratives Anführungszeichen

    Also wenn du die Delitzscher Straße wegen der Aufenthaltsqualität (zu Recht) kritisiert, dann wäre ein Park entlang der Bahn (pink) - auch wenn es die Fortführung einer anderen Grünfläche wäre - ebenso verfehlt.

    Aber ansonsten stimme ich mit dir überein; mehr Sinn würde die türkisene Fläche machen.