Rebstockgelände mit Stadtviertel "Rebstockpark"

  • Klar kann man es noch von der A648 sehen, aber da lenken schon die (positiv oder negativ) auffälligen Bauten an der Franklin-Allee genügend ab. Auf dem ersten Foto siehst Du im Hintergrund bspw. das Radisson-Hotel. Die A648 verläuft dazwischen; das ist etwa in Höhe Opel-Rondell.

  • Ich finde den Bau nicht so schlecht, kein Sicht- oder Waschbeton, im unteren Bereich Naturstein (leider nicht verfugt) und im oberen Bereich nicht einfach gleichmäßig verputzt. Über die Form kann man streiten, aber man sollte bedenken, wo dieses Hotel steht, welche Gebäude beispielsweise gegenüber stehen und welche Gebäude in Zukunft im direkten Umfeld noch entstehen. Außerdem wird man das Hotel aller Voraussicht nach zukünftig nicht mehr von der A648 sehen, da dazwischen noch ein Baugelände liegt und dort bestimmt keine Bungalows gebaut werden. Kann aber noch dauern.

  • Was mich vor allem stört ist diese unnötige Geschmacklosigkeit, die hier an den Tag gelegt wurde. Klar, nicht jeder Hotel-Neubau muss & sollte toll aussehen, zumal es auch immer eine Kostenfrage ist. Aber hier hätte man mit den einfachsten Mitteln ein deutlich schöneres Gebäude hinbekommen. Zb:


    - Fassade: Bei dieser Fassadenkombination sollte sich der verputzte Teil farblich an den Naturstein anpassen. Beige oder Weiss wäre schon ein Meilenstein bei diesem Gebäude. Aber die weiß-blassgrau-Lösung tut wirklich im Auge weh.


    - Form: Ein fast schon komplett anderes Gebäude vom Erscheinungsbild her wäre es, wenn die Ecken abgerundet wären.


    Dadurch entstandene Mehrkosten dürften sich im niedrigen einstelligen Prozentbereich bewegen, wären also durchaus zu verkraften. Zumal diese Kette ja 3 & 4 Sterne Hotels nur im Angebot hat (wieviel Sterne wird dieses Hotel eigentlich haben, auf der Webseite der Kette habe ich keine Angabe hierzu gefunden), kann man erwarten, dass da auch auf das äussere Erscheinungsbild etwas Wert gelegt wird. Scheinbar ist es aber so (siehe auch Webseite von denen), dass sie da eine ganz einfache & billige Rechnung gemacht haben: Hotel in unmittelbarer Nachbarschaft der Messe = gutes Geschäft auch mit so einer Fassade.
    Aber ich gebe ThomasFRA recht, es werden noch einige Bauten in dieser Ecke folgen, so dass man - glücklicherweise - sich nicht ganz so sehr aufregen muss.

  • merlinammain , da muss ich dir leider wirklich reicht geben. aber was erwartet man von welcome hotels? für ihre schöne architektur sind die nirgendwo bekannt.
    thomasfra die formgebung erinnert aber leider wirklich an die von dir beschriebenen fassadenmaterialien. wenn, dann hätte man doch ehrlich sein müssen und auch waschbeton oder sichtbeton benutzen müssen ;)

  • Wer meine Kommentare kennt, weiß, dass ich solche Kästen normalerweise nicht für akzeptabel halte. ABER, an die dieser Stelle stört es niemanden, denn wer die gegenüberliegende Siedlung aus den ich glaube 60ern kennt, der wird dieses Gebäude als „schön“ bezeichnen. Das Haus wird durch seine Lage an der Messe trotz seines Aussehens bestimmt eine gute Auslastung haben.
    Ich halte die Aufregung für etwas übertrieben. Meiner Meinung nach gibt es in Frankfurt andere Projekte an prominenterer Stelle, über die sich das Aufregen eher lohnt.
    @ porteño: Ob ich mich in einem Hotel willkommen fühle, hängt vom Personal ab und auch von der Inneneinrichtung, denn wenn ich drin wohne, sehe ich das Hotel ja nicht. ;)
    @ merlinammain: Ein anderes Erscheinungsbild des Hotels, also abweichend von der Kastenform, erfordert Kosten die in der Regel nicht im einstelligen Prozentbereich bleiben. Ich weiß das von meinem Brüderchen, der wegen einer Gasleitung an seinem Haus eine nicht vorgesehene Ecke einbauen musste. Mich erinnert das Hotel (wird 4 Sterne haben) ja auch an meine ersten Legostein Kreationen mit 3 Jahren.
    @ master11x: Die Kette hat hier und da schon ansehnliche Häuser, z.B. im Bamberg oder Meißen (siehe hier)

  • Projekt "Fair Side Suites"

    Die Domus Vivendi GmbH, Königstein im Taunus, plant ihrer Website zufolge ein Wohngebäude mit 130 Eigentumswohnungen. Projektname ist "Fair Side Suites". Die Brutto-Grundfläche wird mit 16.300 m² angegeben, die Kosten mit 38 Millionen Euro.


    Wenn ich diesen winzigen Plan richtig interpretiere, soll östlich der Unfallkasse Hessen (Thread) gebaut werden. An der Nordseite der Leonardo-da-Vinci-Allee also, auf Baufeld 1.5 am Rebstockwäldchen. Dem Lageplan zufolge sind auf diesem Baufeld bis zu zehn Geschosse möglich:



    Grafik: Rebstock Projektgesellschaft

  • Grundschule am Rebstockpark

    Mit dem Bau der Grundschule, die oben ab Beitrag #129 schon Thema war, soll nun im April 2011 begonnen werden.


    Der Entwurf nimmt das städtebauliche Konzept des amerikanischen Architekten Peter Eisenman auf. Die expressiv geneigten Außenfassaden erhalten eine goldfarbene Aluminiumverkleidung. Ungewöhnlich auch die unmittelbar neben der Grundschule geplante Sporthalle - diese wird aus baurechtlichen Gründen 7,5 Meter in den Boden eingegraben. Die Fassade zur Leonardo-da-Vinci-Allee soll gleichzeitig als Schallschutz dienen. Das Dach der Sporthalle ist als begrünte Dachlandschaft geplant; es soll teilweise begehbar werden.


    Die Gesamtkosten werden mit 19,5 Mio. Euro angegeben (Quelle: Jahresbericht des Hochbauamts). Ergänzendes Bild zu dem oben in #130:



    Bild: PFP Architekten / Stadt Frankfurt

  • Hört sich interessant an. Im Rebstockpark finde ich solche Experimente gut, und die geneigte Fassade passt gut zum Konzept des Areals. Die Visualisierung ist zwar noch nicht besonders aussagekräftig, aber goldenes Alumimium und blau verspiegelte Glaselemente könnten was hermachen. Schau mer mal.

  • Fertigstellung: Die von Schmittchen in Beitrag 114 (Ende 2007, laut Suchfunktion einziger Beitrag) vorgestellte "Residenz Rebstockpark" (Ecke Colsmannstraße / Leonardo-da-Vinci-Allee) ist fertiggestellt und eröffnet. Statt der geplanten 32 Millionen Euro investierte die Ries GmbH & Co. Wohnbau aus Groß-Gerau letztlich rund 35 Millionen Euro in den Neubau. Betreiber des Hauses ist die Margarethenhof GmbH aus Krefeld.


    Neben 88 barrierefreien Appartements stehen 150 Pflegeplätze in 108 Einzel- und 21 Doppelzimmern zur Verfügung. Unterschiedliche Einheiten zwischen 42 und 100 Quadratmeter stehen zur Verfügung. Alle Einheiten verfügen über einen großzügig bemessenen Balkon mit Parkblick (Quelle: FNP).

  • Finale Phase für Rebstockpark-Bebauung: Die Bebauung des Rebstockgeländes geht mit dem Spatenstich zum Bau eines 92 Eigentumswohnungen umfassenden Mehrfamilienhauses an der August-Eule-Straße in ihre finale Phase, es ist das vorerst letzte Wohnbauprojekt im Rebstockpark. Unterm Strich "hat sich das Rebstockgelände weitaus schneller und besser entwickelt, als erhofft", so Baudezernent Edwin Schwarz.


    Bereits vor Beginn der einjährigen Bauarbeiten sind rund die Hälfte der Eigentumswohnungen verkauft. Im Sommer des kommenden Jahres sollen die 92 Eigentumswohnungen des Mehrfamilienhauses "E1" bezugsfertig sein. Die Wohnungen sind mit einem Quadratmeterpreis ab 2450 Euro ausgewiesen. Rund 30 Millionen Euro wird die Errichtung des Gebäudekomplexes samt integrierter Tiefgarage voraussichtlich kosten. Neben den rund 100 Quadratmeter großen Eigentumswohnungen sollen im Obergeschoss des Neubaus auch zwei 172 Quadratmeter große Penthäuser mit angeschlossener Dachterrasse entstehen.


    Einziger Wermutstropfen: Das Gewerbe stockt. Für die auf der anderen Seite der Da-Vinci-Allee gelegenen brachliegenden Bauflächen, welche im Bebauungsplan mehrheitlich als Gewerbeflächen ausgeschrieben sind, finden sich nach wie vor keine Investoren. Lichtblick: Schwarz hat angeboten, den Bebauungsplan zugunsten einer Wohnbebauung zu ändern. Die nahe Autobahn A 648 sowie der drohende Wertverlust stünden einer Umwidmung jedoch im Wege. Vorerst könne man nur hoffen, dass sich der Markt für Gewerbe-Immobilien bald erhole, so Schwarz (FNP).

    4 Mal editiert, zuletzt von Project () aus folgendem Grund: Orthographie.

  • Ja, das wäre doch was: Stadt, Insolvenzverwalter und vor allem Banken, Wirtschaftsprüfer etc. einigen sich darauf, endlich mal den Gordischen Knoten zu zerschlagen. Befreit mal ein paar Parzellen aus der Holzmann-Pleite und führt sie gemeinsam mit der Stadt dem Wohnungsbau zu, das Beispiel Adlerwerke hat zwar auch wehgetan, aber verdaut es endlich!

  • Montgolfier-Flaneur

    Am Sonntag habe ich das Rebstockviertel besucht und ein paar der neueren Objekte abgelichtet. Angesichts der fortgeschrittenen Stunde im stichwortigartigen Schnelldurchlauf. Einige der Projekte sind hier bzw. auch auf der Rebstock-Seite beschrieben.


    Überblick über die Montgolfier-Allee vom westlichen Ende (Rebstockbad im Rücken) nach Osten:



    Rebstock-Residenz (Rebstockbad / Da-Vinci / Colsmann, Projektkarte




    Der Park wirkt noch etwas öde und verlassen:



    Beispiele an der Kätchen-Paulus-Straße:




    Detail:



    Dieses hier dürfte das MiB-Mietwohungsobjekt sein (Projektkarte)



    Detail:



    Gegenüber:



    Das bauwens-Projekt Ecke Montgolfier-Alle / Gebrüder-Wright-Straße:



    Nicht mehr ganz zeitgeistiges Kontrastprogramm, soweit ich weiß von planquadrat (Darmstadt), auch unter http://www.rebstockpark-ffm.de/rebstockpark_galerie.htm erwähnt:



    Park Domizil Rebstock (Melli-Beese-Straße, Projektkarte):



    EDIT: Diese Häuser gehören zum Projekt "ARGE Wohnanlage Rebstockviertel Frankfurt" (Montgolfier-Allee / Melli-Beese-Straße, Projektkarte):




    Nachbarhaus an der Montgolfier-Alle und eines derjenigen, bei denen die Faltung im Sockelbereich nicht einfach aufgemalt, sondern mit ansprechendem Naturstein umgesetzt wurde:




    Bilder: epizentrum

    Einmal editiert, zuletzt von epizentrum () aus folgendem Grund: Korrektur E1 -> ARGE Wohnanlage

  • Baufelder 16.2, 17.1 und 18.1

    Ein kurzer Blick auf den Baufortschritt am Römerhof:



    Was hier gebaut wird ist alles andere als optisch ansprechend, aber direkt am Rebstockpark gelegen.
    Anscheinend läuft der Verkauf gut (Baufeld 16.2):


  • Grundschule am Rebstockpark

    Das Tempo ist Schwindel erregend - für die hier schon mehrfach, zuletzt oben in #169 angesprochene Grundschule nebst Sporthalle an der Leonardo-da-Vinci-Allee hat das Hochbauamt nun die "Vorinformation" einer Ausschreibung veröffentlicht. Nun wird der Februar 2012 als Termin für den Baustart genannt, nachdem auch der zuletzt hierfür angekündigte April 2011 folgenlos verstrichen ist. Die Älteren unter uns werden sich vielleicht erinnern: Im Jahr 2001 wurde diesbezüglich ein Wettbewerb ausgerichtet, den das Hamburger Büro pfp Architekten für sich entscheiden konnte.

  • Baufelder 17.1 + 16.1 + 8.1

    Baufeld 17.1 von der Straße Am Römerhof aus gesehen (Plan hier)


    By thomasfra at 2011-10-02 vergrößern = Bild anklicken

    die Rückseite von der Montgolfier-Allee aus gesehen


    By thomasfra at 2011-10-02

    und eine Infoplane


    By thomasfra at 2011-10-02

    im Vordergrund der fertig gestellte 1.Teil Baufeld 16.1, im Hintergrund und auf dem 2 Folgefoto der 2.Teil


    By thomasfra at 2011-10-02


    By thomasfra at 2011-10-02

    Baufeld 8.1 - die Rückseite gesehen von der Montgolfier-Allee, die Front liegt an der Ecke Leonardo-da-Vinci-Allee/Käthchen-Paulus-Straße


    By thomasfra at 2011-10-02

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    Also wenn man sich über perverse Balkonkonstruktionen aufregen will, dann kann man das anlässlich des vierten Bildes in diesem Beitrag tun.


    Das sind Balkone, die kombinieren so richtig alles, was der Architekt unterlassen sollte:

    • Sie sind an der Nordseite des Gebäudes
    • Sie zeigen zur Straße hin
    • Die oberen Balkone überragen die darunterliegenden :nono:
  • Vier-Sterne-Hotel - Baubeginn Frühjahr 2012

    Der Herbstausgabe 2011 von planen + bauen zufolge sollen im Frühjahr 2012 Bauarbeiten für ein neues Vier-Sterne-Hotel beginnen (Seite 6). Im Herbst 2014 ist die Fertigstellung geplant. Gebaut werden soll nach einem Entwurf des Münchner Architekturbüros Pöhlmann GmbH. 202 Zimmer sind vorgesehen, dazu die üblichen Dinge wie Bar, Fitnessbereich etc. Besonderheit ist - darauf wartet das Viertel seit längerem - die im Erdgeschoss vorgesehene Einzelhandelsfläche.


    Als Standort kann der Beschreibung nach fast nur das Baufeld 18.1 in Frage kommen, das ist südlich des Welcome-Hotels. Für dieses Areal wurde vor zwei Jahren noch ein Boardinghouse-Projekt nach einem Entwurf des Büros JSK gemeldet, Investor sollte ein kasachisches Unternehmen namens Alfa-Aktobe sein. Möglicherweise wurde das Baufeld bzw. das Projekt weiterverkauft.


    Das Baufeld 18.1 auf dem Lageplan. Diese kleine Abbildung ließ sich ergooglen:


  • Wohnsolitäre (Am Römerhof 28-36)

    In der Kuhwaldsiedlung hinter dem Tryp-Hotel am Katharinenkreisel, direkt an der östlichen Grenze zum Rebstockpark-Viertel stehen an der Adresse Am Römerhof 28-36 (Karte) fünf Mehrfamiliensolitäre. Eigentümerin ist die Deutsche Annington, die in Frankfurt unzählige Nachkriegsgebäude besitzt - beispielsweise diese hier - und sowohl vermietet als auch stückchenweise als Wohneigentum veräußert.


    Die Häuser Am Römerhof dürften aus den späten 1950er- oder frühen 1960er-Jahren stammen. Sie wurden gerade saniert:



    Frontal:



    Bilder: epizentrum


    Es dürfte sich u.a. um eine energetische Sanierung gehandelt haben. Darauf deutet etwas "zu" tief liegenden Schießschartenfenster unter dem Flachdach und die Putz-Unterkante an den Kellerfenstern hin. Ansonsten: Die abwechslungsreiche, sogar leicht verspielte Architektur gefällt.


    Verpasst habe ich übrigens den weiter südlich stehenden Neubau, Am Römerhof 12. Alexa Immobilien wirbt für Mietwohnungen ("Fertigstellung 2012") und einem Rendering. Steht das Haus schon? EDIT: Es handelt sich natürlich um das da. Falsche Adresse.