Rebstockgelände mit Stadtviertel "Rebstockpark"

  • Ah, verstehe. Das leitet sich also aus dem übergeordneten Konzept ab. Dann kann ich dem lieben Stararchitekten die gestalterische Sinnlosigkeit des ganzen zumindest nicht mehr unterstellen... aber gefallen tut´s mir trotzdem nicht. Sorry.

  • Nun, wir haben einen Prof. an der Uni, der ein ziemlicher Fan der ursprünglichen Planung ist und Eisenmans Vorstellungen auch einmal näher erläutert hat. Demnach sind diese Putzlinien eben auch unterste Kategorie. Eisenman hätte es lieber gehabt, die Gebäude würden eher aussehen wie Libeskinds Jüdisches Museum in Berlin, bzw. 3-Dimensionale Verwerfungen in Metall- und Glasfassaden.
    Aber das kommt eben dabei raus, wenn man einen deskonstruktivistischen Künstler und Computerphilosophen ein Projekt für bezahlbaren Wohn- und Büroraum in dieser Lage planen lässt und dann die Grundstücke mit unterschiedlichen Investoren langsam auffüllt.


    Ich halte mich da mit der Bewertung relativ neutral. Ich respektiere Eisenmans Anspruch und das Quartier hätte das Potenzial gehabt richtig "Avantgarde" zu sein. Aber andererseits hätte man das jetzige Ergebnis, was nicht gerade so überzeugend ist, auch wirklich absehen können.


    Dennoch werde ich in den nächsten jahren dort unbedingt einmal hinpilgern müssen. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass durch die Gesamtheit der schrägen Linien eine interessante Wirkung entsteht.
    Deshalb Frage an die Einheimischen und Fotografen: Merkt man da schon etwas? Also wirken die schrägen Kanten irgendwie als Konzept oder eher wahllos?

  • Zumindest drängt sich Konzept bislang nicht auf. Selbst dann nicht, wenn man sich etwas damit befasst hat. Allerdings sind weiterhin die vielen Baustellen dominierend, zur Ruhe gekommen ist das Viertel noch lange nicht.


    An den einzelnen fertigen Gebäuden wirken die Putzlinien, vereinzelt sind auch schräge Steinsockel zu sehen, bisher ziemlich irritierend. Meist sind sie aber auch viel dezenter ausgeführt als bei den Frank-Häusern, oft fallen sie auf den ersten Blick gar nicht auf. Eisenmans Konzept wird man später meiner Erwartung nach eher an den ungewöhnlichen, geknickten Baulinien, auf dem Plan gut erkennbar, festmachen können.

  • Das Konzept auf Schmittchens Link lies ja tatsächlich die Vermutung zu, dass dies ein interessantes, weil eben nicht 08/15-Projekt werden würde. Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, ist das Ergebnis letztenendes wiedermal ein fauler Kompromiss, der vom Wünschenswerten das Machbare (weil Bezahlbare) übriggelassen hat. Schade eigentlich.


    Die Bezeichnung der Putzlinien als irritierend ist, denke ich, sehr passend.

  • Welcome-Hotel

    Die ersten Fenster sind eingebaut. 2 Etagen fehlen noch. Die Westseite.


    By thomasfra, shot with Canon PowerShot A710 IS at 2010-03-20


    By thomasfra, shot with Canon PowerShot A710 IS at 2010-03-20

    Die Ostseite


    By thomasfra, shot with Canon PowerShot A710 IS at 2010-03-20

    Im Erdgeschoss stehen diese Holzstützen, vielleicht werden die stehen gelassen und für eine kanadische Holzfällerbar. :D


    By thomasfra, shot with Canon PowerShot A710 IS at 2010-03-20

  • Ich komme erst jetzt dazu, diese schon ein paar Wochen alten Bilder einzustellen. Sie geben vom Radisson-Hotel aus gesehen einen schönen Überblick über das Gelände des Rebstockparks. Leider hat's geregnet, und dann war da noch das spiegelnde Glas...









    Bilder: Miguel

  • Welcome-Hotel

    Mittlerweile wurde fast alle Fenster in den Robbau eingesetzt. Als nächstes kommt vermutlich eine Dämmschicht auf die Beton-Außenwände und danach Putz. So lässt es jedenfalls die Computergrafik vermuten.


    Zwei Bilder von heute:



  • Welcome-Hotel (2)

    Ergänzend zu Beggi hier noch die heutige Ansicht von vorne. Die unteren beiden Geschosse warten noch auf ihre Fenster bzw. Glaselemente:



    (Bild von mir)

  • Montgolfier-Allee

    Zuletzt in den Beiträgen #140 - #145 wurde die Diskussion geführt, ob das städtebauliche Konzept von P. Eisenman erkennbar wäre bzw. 'funktionieren' würde. Davon angespornt, habe ich mir heute durch einem Spaziergang die Montgolfier-Allee hinab einen Eindruck verschafft.


    Zur Erinnerung: Zum Projekt und Konzept, siehe hier. Einen Überblick über die Baufelder hat Schmittchen hier hochgeladen.


    Die Montgolfier-Allee ist die Ost-West-Achse südlich von und parallel zur Hauptachse Leonardo-Da-Vinci-Allee. Hier ein Blick von Osten (Höhe Baufeld 16.1) in die Allee...



    ...und von ca. der Mitte der Allee (Höhe der KiTa) auch nach Westen:



    Das wirkt schon recht geschlossen, und von irritierenden Knicken bekommt man so noch nichts mit. Links und rechts entlang der Montgolfier-Allee gibt es nur noch wenige Baulücken, bspw. die Kopfbaufelder 17.1/18.1 sowie die Baufelder 16.1-16.3. 16.1 ist teilweise bebaut. Hier der heutige Stand aus zwei Perspektiven:




    Der Vermarkter (oder Bauherr?) Wüstenrot berät übrigens auch am Sonntag fleißig.


    Hier der Blick nach rechts auf die Bebauung auf den Feldern 11.1 und 11.3:



    Es geht weiter Richtung Westen. Blick nach rechts...



    ...und nach links (hier sind die Eisenmanschen Knicke gebaut und nicht gemalt):



    Aus anderer Perspektive:



    Die Architektur erinnert insgesamt an sanierte Wohnblöcke. Große Einheiten, eher kleine Fenster, oft keine Balköne, alles verputzt, Flachdächer. Ab und zu auch mal ein architektonischer Ausrutscher (auf der Allee selbst):



    Weiter geht es mit gemalten Knicken, wie hier im Forum schon öfter gesehen:



    Und noch ein Beispiel:



    (Bilder von mir)


    Mit dem vielen Grün, der KiTa in der Mitte, kleinen Lebensmittelläden ("Nahkauf") und insbesondere dem über die komplette Länge südlich angrenzenden Rebstockpark ergibt sich eine durchaus gemütliche, ruhige Wohngegend. Die Eisenman-Knicke wirken auf mich nicht dominant, sondern angenehm rhythmisierend.


    Auf der Leonardo-Da-Vinci-Allee hingegen gibt es noch viel zu tun. Fortsetzung folgt sicherlich...

  • Auch wenn ich aus Erfahrung und tiefster Überzeugung einer der letzten Menschen wäre, der in einen solchen Neubaupark ohne jeglichen Altbaubestand ziehen würde, muss ich doch gestehen dass die Bilder des vorigen Beitrages meine Erwartungen übertroffen haben. Insbesondere das erste und zweite Bild der Montgolfier-Allee versprüht eine gemütliche, angenehme, entspannte, nette, ruhige und freundliche Atmosphäre. Zumindest bei Sonnenschein.


    Dem auf der Internetpräsenz zitierten avantgardistischen, ganzheitlichen Gestaltungsprinzip kann ich jedoch mitnichten zustimmten. Eher einem "ganzheitlichen Gestaltungsprinzip mit Freiräumen für architektonische Interpretationen", da die Allee im Gesamten doch relativ homogen wirkt. Fazit: Zweifellos interessanter als der Riedberg.

  • Welcome-Hotel

    AHGZ Online meldet am vergangenen Freitag, das Welcome Hotel feiere Richtfest. Das Bild eines Musterzimmers ist ebenfalls zu sehen:



    (Bild: Welcome Hotel)


    Laut Hotel-Broschüre (PDF) ist die Übernachtung in einem der 173 Zimmer des Drei-Sterne-Hotels ab 59 Euro exkl. Frühstück zu haben. Die Eröffnung sei immer noch für Oktober 2010 geplant.

  • Maison de Montgolfier

    Gestern war Spatenstich für die neue Wohnanlage "Maison de Montgolfier" an der Ecke Römerhof/Montgolfier-Allee (auch oben #135). Es entstehen 103 Eigentumswohnungen. Bis Sommer 2011 soll das Projekt fertig gestellt sein. Auszüge aus einer aktuellen Pressemitteilung:
    [INDENT]Das Spektrum der Wohnungen reicht von der 50qm Single-Wohnung bis hin zur großzügigen 150qm Wohnung und auch attraktive Penthouses werden in der modern und offen gestalteten Wohnanlage zu finden sein. Mit 2,5 bis 4 Zimmern bietet die Wohnungsauswahl für verschiedene Ansprüche das passende Objekt und mit Tiefgarage, Aufzügen und geräumigen Balkonen ist in der vom Architekten Dipl. Ing. Heinrich-Peter Schmitz aus Cochem entworfenen Anlage Wohnkomfort garantiert.


    Mit einem Quadratmeterpreis von rund 3.300 € rangieren die Wohnungen im ‘Maison de Montgolfier’ von Amadeus im oberen Segment und kommen der Preisklasse gehobener Frankfurter Wohnlagen wie dem Nordend oder dem Holzhausenviertel nahe. Dass bereits jetzt 50 Prozent der ersten, 34 Wohnungen umfassenden Wohneinheit ihre Käufer gefunden haben, ist ein weiteres Indiz dafür, dass der Rebstockpark einen guten Ruf als neuer Wohnstandort genießt.[/INDENT]
    Einen Bericht der FNP gibt es hier, Grundrisse und Preise an dieser Stelle. Visualisierung:



    Bild: Amadeus Gesellschaft für Wohnungsbau mbH / Heinrich-Peter Schmitz

  • Die Grundrisse der Wohnungen zeigen, dass ein reines Platzieren der benötigten Einrichtungen wie Zimmer, Küche und Bad, ohne über die Nutzung nachzudenken, zu beeindruckendem Unsinn führt.


    Das geht los mit dem gefangenen Schlafzimmer in der WE26 bzw. Kinderzimmer(!) in der WE28, das die Bewohner beim Gang zum Bad zum Slalom durch die ganze Wohnung zwingt. Ein Kinderzimmer, das direkt an das Wohnzimmer angrenzt ist in Anbetracht der gewöhnlich gewünschten, unterschiedlichen Schlaf- und Wachzeiten auch eher zweifelhaft.


    Richtig gut gelungen ist eigentlich nur die WE24, wobei hier ein Roller für die langen Wege zwischen den Schlafzimmern und dem Bad mitgeliefert werden sollte.


    Die Krönung stellt m.E. jedoch die 400K€ teure WE22-23 dar, bei der man ein innenliegendes Wannenbad mit einem Gäste-WC und einer Abstellkammer mit Tageslicht kombinierte, wobei in beiden Fällen das Fenster hinter(!) den Installationen bzw. dem eingezeichneten Stauraum liegt.


    Dass bis auf die WE24 keine abgeteilte Küche vorhanden ist, die Wohnzimmerküche nur in der WE34 wenigstens am Fenster bzw. an einer Außenwand gelegen ist und der Planer für die restlichen Küchen noch nicht einmal Abluftschächte geplant hat, ist dann nur noch meine Standardkritik.(Brate mal einer in der WE22-23 Lachs für die neun Personen, die im Esszimmer und an der Küchenbar darauf warten können - um danach auszulüften muss man bei dieser Konstruktion in der Garderobe und am Essplatz das Fenster öffnen. Schönen Gruß vom Passivhauskonzept.)

  • ^ WE26 und WE28 werden bei einer Größe von 45 bzw. 60qm (ohne Balkon und Diele) wohl kaum von einer Familie mit Kind bewohnt werden. Das sind bei heutigen Wohnansprüchen klassische Singlewohnungen, zumal das angegebene Kinderzimmer der WE28 gerade mal nur 10qm misst. Mir gefallen die Wohnungen auch ganz und gar nicht, aber sie gehen offensichtlich immer weg wie warme Semmeln. Ansonsten vermisse ich am Rebstockpark eher den architektonischen Aspekt, wie er für diese zentrale Lage einer Großstadt eigentlich gelten sollte.

  • Projekt E1 von Bouwfonds

    An der Leonardo-da-Vinci-Allee baut die Bouwfonds Immobilienentwicklung GmbH ein Mehrfamilienhaus mit 92 Eigentumswohnungen. Die Wohnungsgrößen liegen zwischen 62 und 175 Quadratmeter. Der Kaufpreis beträgt laut FNP 2.900 Euro je Quadratmeter.




    Bilder: Bouwfonds Immobilienentwicklung GmbH

  • Welcome-Hotel

    Die Fassade des Welcome-Hotels ist fertiggestellt:



    Die unteren beiden Geschosse sind mit Steinplatten verkleidet, die oberen mit sich abwechselnden Putzbändern, die zusätzlich mit Metallkrägen gegliedert sind. Die Leuchtklötzchen mit dem Schriftzug fehlen noch. Hochgucker:



    Bilder: epizentrum


    Ein richtiger Hingucker ist das Gebäude nicht geworden, will es aber wohl auch nicht sein. Wenn man ganz genau hinguckt, kann man aufgemalte Eisenmansche Alibi-Falten erkennen.

  • Ein Hingucker ist das Welcome-Hotel schon, aber in negativer Hinsicht wie es seines Gleichen in Frankfurt unter den neueren Bauten sucht. Ist ja fast schon kriminell was da gebaut wurde :nono:


    Na wenigstens steht dieser halb-verputzte Schuhkarton mit rechteckigen Löchern nicht direkt an der A 648/Theodor-Heuss-Allee! Kann man das Hotel eigentlich von dort aus sehen (also wenn man zB stadteinwärts fährt)?