Rebstockgelände mit Stadtviertel "Rebstockpark"

  • Dabei sehen Gebäude bei Sonnenuntergang und blauem Himmel doch zumeist besser aus.
    Ernsthaft: Was hat sich der "Architekt" denn dabei gedacht? Ich weiß es beim besten Willen nicht.

  • 2. Rebstock Hotel („Hotel am Rebstock“)

    Auf dem Baufeld 2.1 ist ein weiteres Hotel geplant.


    Übersichtskarte:



    Quelle: http://www.rebstockpark-ffm.de


    Bmxican hat sich in diesem Thread schon einmal gefragt ob es gebaut wird.



    (c) Lehner Landschaftsarchitekten


    Heute habe ich im Netz folgende Bilder gefunden, aus einer Pdf-Datei vom Architekt John Seifert aus London der das Hotel im Auftrag der Korea Natermann GmbH (KONA) entworfen hat.
    Den Entwurf hat man offensichtlich stark abgeändert.




    17 Stockwerke!

  • Interessanter Fund, dankeschön, auch wenn es nach wie vor nicht sonderlich konkret zu sein scheint. Der Entwurf ist leider fürchterlich hässlich - Plattenbau meets Neunziger. Diese spitzen Gebäudeecken sieht man doch höchstens noch am Neubau einer Kreissparkasse in irgendeinem Provinzkaff. Dass Seifert es besser kann, hat er unlängst mit dem Radisson SAS und seinem Entwurf für das Hotel am Opernplatz bewiesen.

  • Die Entwürfe sind fast alle furchtbar, weil der Eisenman-Plan schon an sich furchtbar ist. "Architektur durch den Computer" - man legt ein paar Raster über die Landschaft gibt also nach einem als Philosophie bezeichneten Prinzip Zahlen in den Computer ein und rechnet das ganze etliche Male durch und schaut mal was hinten rauskommt. So ist das ganze entstanden, ein fast unbaubares künstlerisches Experiment, dass dann tausend andere Künstler mit ihren Bauten umsetzen sollen. Eisenman hat sich zugegebener Maßen viel Arbeit gemacht jeden einzelnen Baum in seinen Plan einzuberechnen, aber dabei eben leider jedes Ziel einer sinnvollen Stadtplanung dieser Größenordnug aus den Augen verloren.
    Ich finde den Enwurf von Seifert dafür doch ganz gelungen. Die Neubauten können sich für mich gar nicht weit genug von Eisenman entfernen und diese Postmoderne Standartarchitektur hat sich ja eigentlich als "funktionierend" bewehrt, auch wenn sich da jedem Architekten mit "Anspruch" der Magen umdreht.
    Ach ja das Ibis Hotel ist z.B. das Ergebnis nicht kompatibler Investorenvorstellungn mit Eisenmans plan. Nach Eisenman wären die schrägen gelben Flächen nämlich dreidimensionale Verwerfungen in einer reinen Glasfassade gewesen, entsprechend der überlappenden Flatung seines Rasters auf dem Gelände. Natürlich hat hier der Architekt in erster Linie versagt, aber man muss eben auch fragen weshalb der Architekt versagt hat und da sehe ich eben auch Eisenman und die zuständige Behörde, die es den Architekten hier sehr sehr leicht macht zu versagen.

  • Mich würde mal interessieren wer sich für diesen grausamen Anstrich des Ibis verantwortlich zeigt.
    Selbst bei dieser Missgeburt hätte zB. Naturstein Fassade noch viel retten können...


    Anderes zum Rebstock:


    Wüstenrot baut auf den Rebstockpark


    Das erste Bauprojekt der Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH im so genannten neuen Stadtteil «Rebstockpark» ist noch nicht einmal ganz fertig, da legt sie schon nach: Die Gesellschaft hat dort kurz vor Weihnachten noch ein rund 3000 Quadratmeter großes Grundstück gekauft und errichtet darauf eine weitere Wohnanlage mit insgesamt 65 Eigentumswohnungen. 14 Millionen Euro kostet der Neubau – der Grundstückskauf ist in der Investitionssumme schon enthalten. Auch der Bauantrag ist bereits bei der Stadt eingereicht worden...
    ...
    Innerhalb von 15 Monaten soll der Wohn-Komplex fertig sein, so dass die ersten Bewohner voraussichtlich schon im Herbst 2007 einziehen können...
    Das Ensemble besteht aus zwei jeweils sieben Stockwerke hohen Baukörpern, deren Bruttogeschossfläche 6600 Quadratmeter beträgt...


    Quelle:Frankfurter Neue Presse

  • ^
    Vielleicht wollte die Hotelkette aber einen solchen günstigen Zweckbau.
    Eine andere Fassade hätte hier noch viel rausreissen können aber wenn man einfach kein Geld ausgeben will kann der Architekt auch nicht viel draus machen.

  • Ibis

    irgendwo war doch zu lesen, dass der Architekt Vorstellungen hatte die mit dem Preis nicht vereinbar waren und die Farbbänder eine abgespeckte einfache Umsetzung der Pläne für aufwändigere Fassadenelemente sind. Da frage ich mich: Wenn ich als Architekt für Ibis baue dann weiß ich doch dass das Billig-Hotels sind sprich dass die keinen Protzbau wollen. Warum plane ich dann erst so etwas komisches wo am Ende so ein Scheiß rauskommt? Sorry aber ich finde es wirklich grässlich. Nein, schlimmer! :nono:

  • Was soll dieser schrecklich schräge (im doppelten Sinne) Fassadenanstrich? Auf der Westseite des Areals gibt es ja auch ein Wohngebäude-Enemble in schräger weiß/grauer Kriegsbemalung.


    Soll die Hülle von der Architektur ablenken? Anders kann ich mir das nicht erklären.

  • Die Art des Anstrichs steht in Zusammenhang mit der von Peter Eisenman für den Rebstockpark entwickelten Planung. Lies mal den Thread durch, da steht bereits eine Menge über den Eisenman-Plan.

  • An fast jeder Planung scheiden sich die Geister. Aber was bei Planungen von Stararchitekten herauskommt, überzeugt (mich) oftmals nicht. Zugegeben, teilweise recht revolutionäre Entwürfe. Aber ist die Planung zweckmäßig, umsetzbar, praktikabel und trifft den langfristigen Geschmack der Nutzer und Bewohner? Insbesondere die Umsetzbarkeit bleibt meist unberücksichtigt. Am Ende wird dann versucht, mit knappen Mitteln das Beste rauszuholen. Vom ursprünglichen Gesamtkonzept bleibt dann nicht mehr viel übrig bzw. es wird erheblich verfälscht.


    Ich bin wirklich froh, nicht jeden Abend in einen der Bunker von City-West/Rebstockpark "nach Hause" kommen zu müssen.


    Lebst Du noch, oder wohnst Du wieder?

  • meinst du die wohngebäude in der city west oder im rebstockpark?



    edit: die frage bezog sich auf den satz "Ich bin wirklich froh, nicht jeden Abend in einen der Bunker von City-West/Rebstockpark "nach Hause" kommen zu müssen." das wort rebstockpark stand dort vorhin nicht da. somit hat sich die frage auch erledigt.


    tut mir leid, aber ich finde die bereits fertiggestellten wohngebäude im rebstockpark ziemlich gut. hätte nichts dagegen, dort eine wohnung zu haben. die qualität der gebäude übertrifft bei weiten die anderer wohnprojekte in ffm, ausser vielleicht am westhafen und weseler werft.


    und auch die wohngebäude in der city west sind eigentlich ziemlich gut. vor allem athlon place gefällt mir.

  • Sorry für die Änderung.


    Wie geschrieben. Die Geschmäcker sind verschieden. Ich arbeite in der City-West und schaue in einen der Innenhöfe der Wohngebäude. Auf dem angelegten kleinen Spielplatz habe ich seit über zwei Jahren noch kein Kind spielen sehen. So ein von drei oder vier Seiten mit siebengeschossigen Bauten umschlossener Innenhof wirkt nicht sehr einladend und sehr erdrückend.


    Im Rahmen der Wohnungssuche habe ich mir auch mehrere Wohnungen auf dem Rebstockgelände angesehen. Aber ich bin mit dem Gedanken, dort zu wohnen nicht warm geworden. Auch der Rebstockpark reißt da nicht viel raus.


    Für mich liegt die Grenze für Wohngebäude bei 5 Stockwerken oder es muss sich gleich um ein modernes helles Wohnhochhaus handeln.


    Wohngebäude mit sieben Etagen und das auch noch auf großem Areal ist in meinen Augen nicht das Nonplusultra. Wie die Zukunft für solche Areale aussieht, möchte ich mir nicht ausmalen.