Nbger Norden: Thon, Wetzendorf, Großreuth h.d.V, Marienberg

  • ^ Ich verstehe Euch da beide. In Parks und auf größeren Grünflächen sollte auch aus meiner Sicht der Natur ein möglichst freier Lauf gelassen werden. Zum Beispiel den Marienbergpark an der fraglichen Stelle direkt gegenüber könnte man noch viel mehr verwildern lassen. Direkt entland der Straße, wo es nur um ein paar mickrige Fleckchen Erde geht, muss man für meinen Geschmack aber nicht unbedingt alles Gestrüpp sprießen lassen.

  • Hr. Vogel sagte in dem Interview sinngemäß, dass man zunehmend naturnah arbeiten würde, und nur noch dort mäht wo es Sicherheitsbedenken gebe, z.B. weil Sicht versperrt würde, oder dort wo es die Art der Nutzung erfordere. Z.B. wird auf Bolzplätzen gemäht und dort, wo die Leute i.d.R. picknicken wollen.

    Die Nordkante des Marienbergparks entlang der Flughafenstraße ist ein perfekter Ort um es wild wachsen zu lassen. Dort wird kaum jemand seine Decke ausbreiten wollen.


    Das man die Grünstreifen entlang des Rings nicht mäht finde ich gut. Die vielen bunten Blumen gefallen mir sehr, und der Gegenverkehr wirkt weniger störend. Ich wüsste nicht was es bringen soll dort Geld auszugeben um es aussehen zu lassen wie einen Golfplatzrasen.


    Bei mangelnder Pflege störe ich mich tatsächlich mehr an dem Flickwerk auf Straßen und v.a. auf den Gehwegen (War in der Presse auch schon wieder Thema).

  • Klar, man kann die andere Ansicht ins Lächerliche ziehen, weil man selbst nicht reflektieren oder die Meinung verstehen kann oder man überlegt sich die Hintergründe. Die Grünanlagen sehen meiner Meinung nach alle verwahrlost aus und seltsamerweise haben Städte mit besserer finanzieller Situation scheinbar ähnliche Ansichten, denn dort wird das Grün gehegt und gepflegt. Den meisten geht es ja hauptsächlich um die Blumen durch die Bienenrettung usw., aber auch das kann kreativ integriert werden, ohne dass es wie bei einer heruntergekommenen Stadt aussieht.


    Aber hey, lieber auf das Autohaus reduzieren - macht die Argumentation ja einfacher und es muss nicht nachgedacht werden.

  • Ist hier ein Thread "Knoblauchsland o.ä. für den Bereich nördlich von Thon?
    Einige dürften es schon in der NN gelesen haben:

    https://www.nordbayern.de/regi…bald-verandern-1.11348448

    in Boxdorf gibts Neuigkeiten - aber nicht vom vertagten Neubauland zwischen Würzburger- und Erich-Rohrmüller-Straße

    und auch nicht von der Postler-Fabrik an der Erich-Ollenhauer-Straße.


    Nein, jetzt zieht der Alpha-Schmelzer den Plan aus dem Hut, den Kirchweihplatz zur sogenannten "neuen Mitte Boxdorf" umzubauen. Sollte er sich nicht lieber erstmal um die erworbenen Schöller-Eishallen kümmern, damit aus diesem Areal doch noch was Gescheites wird nach dem bisherigen Desaster? Oder lauft da im Verborgenen schon was?


    Die Boxdorfer sind jedenfalls offenbar und auch zu Recht irritiert. Sie fürchten um ihre Wiese auf der Südseite, um eine liebgewonnene Gastronomie, um den evtl. Verlust des Kirchwehplatzes (trotz Zusicherungen)...


    Und auch um die alte Ziegelei, die längst in ihrer Form zum Ortsbild gehört, wird man kämpfen müssen

  • Irgendwie habe ich das Gefühl dass Schmelzer bei der Nürnberger Politik eh mehr oder weniger Carte Blanche hat. Siehe auch Causa Deutsches Museum, bei der immer mehr ans Licht kommt. Die Ziegelei soll ja nach Möglichkeit erhalten werden. Oft genug gab es aber halt auch schon Fälle wo die Investoren erst mal sowas versprochen haben und dann ging das ganz unerwartet doch nicht (Eisenbahn Wandbild, oder die Bergung beim N-Ergie Relief + Mosaik lief ja auch ein wenig äh... holprig).

  • Off topic:


    Sprenggiebel: Was ist denn beim Deutschen Museum „ans Licht gekommen“? Da gab es jüngst zwei von der Landtagsopposition in Auftrag gegebene „Gutachten“. Eines davon hat den Augustinerhof (50 m vom Hauptmarkt entfernt) als „innenstädtische Randlage“ bezeichnet. Oder Quadratmetermieten für einen speziellen Museumsbau werden mit Mieten für Kleidergeschäfte verglichen. Das war pures Wahlkampfgetöse mit sehr zweifelhafter Substanz.


    Schmelzer ist schlichtweg clever genug, größere Grundstücke mit mittelfristigem Potential aufzukaufen und dann oft jahrelang zu warten, bis sich etwas ergibt.


    SteffenSetzer : Und warum sind die Boxdorfer „zu Recht irritiert“? Wenn ich mir Dein erstes Photo anschaue, sind die Bewohner der angrenzenden Reihenhäuser selber erst vor nicht allzu langer Zeit nach Boxdorf gezogen. Es hat doch niemand einen Anspruch darauf, dass sofort alle Entwicklungen einzufrieren sind, sobald man selbst irgendwo hingezogen ist.

  • Die Ziegelei soll ja nach Möglichkeit erhalten werden. Oft genug gab es aber halt auch schon Fälle wo die Investoren erst mal sowas versprochen haben und dann ging das ganz unerwartet doch nicht ...

    Na das hoff ich doch. Das wäre ein wunderbarer Markenkern für das Projekt. Andernfalls entsteht nur ein hochverdichtetes Schuhschachtelagglomerat.

  • @Sprenggiebell genau - "nach Möglichkeit" ist die Zauberformel, die sich dann oft genug irgendwelcher angeblich Wirtschaftlichkeit unterzuordnen hatte. Das muss man den Boxdorfern überlassen, wie stark sie sich einsetzen wollen.


    @nenntmichismael Deine Aussage ist grundsätzlich inhaltlich richtig. Ob es aber bei der Stelle im NN-Artikel "Manche Anwohner mit jüngeren Kindern trauern jetzt schon der grünen Wiese hinterher" um direkte Nachbarn geht. oder einfach nur ein großzügiges "Synonym für alles was im Dorf wohnt" ist, kann ich nicht entscheiden. Jüngere Kinder gibt es wohl dorfweit

    Mein Foto ist zwar nur 4 Jahre alt. aber laut Google Streetview ist die ganze Umgebung Minimum 12 Jahre schon so. Ab wann ein " vor nicht allzu langer Zeit" endet, und man sich ein Anrecht auf "Irritation" erwirbt, weiß ich nicht. :-)


  • SteffenSetzer : Einverstanden. Ich will ja auch nicht sagen, dass Entwicklung per se immer und grundsätzlich gut ist. Aber es gibt Immobilienentwickler, bei denen ich viel eher die Hände über dem Kopf zusammenschlagen würde, wenn sie in meiner Umgebung tätig würden, als beim hier in Rede stehenden.

  • Naja, es gab anscheinend auch den Verdacht Söder habe da ein wenig seine Connections spielen lassen für eine Argumentationshilfe für Schmelzers Standort: hier nachzulesen

    Eine neutrale Standort Suche wäre das dann definitiv nicht gewesen. Mich würde mal interessieren was die Miete (relativ zur Umgebung und absolut) gekostet hätte wenn man stattdessen den Standort am Schocken gewählt hätte - aber das ist ja rein hypothetisch.

    Zu Schmelzers Zeit als Club Präsident bzw. kurz danach, gabs da auch einige finanzielle Ungereimtheiten. Ein Heiliger ist er definitiv nicht. Ich stimme aber zu dass es Investoren gibt die deutlich mehr Ärger verursachen - zumal Schmelzer ja meist keine funktionalen Gebäude übernimmt und die totgentrifiziert, sondern Brachflächen oder leerstehende Problemimmobilien.