Nürnberger Norden (Thon, Wetzendorf, Großreuth h.d.V, Marienberg)

  • Nürnberger Norden (Thon, Wetzendorf, Großreuth h.d.V, Marienberg)

    Zeit für einen neuen Sammelthread. Die Stadt Nürnberg wächst, und aktuell habe ich das Gefühl, dass dies besonders im Norden spürbar wird. Hier wird die U3 verlängert, die Tramverlängerung bis "Am Wegfeld" wurde erst gestern feierlich eröffnet, und viele kleine und größere Bauprojekte rund um die Erlanger Straße, den Thoner Espan und entlang der Kilianstraße oder rund um den Flughafen bahnen sich an. Das beliebte Knoblauchsland gerät zunehmend unter Druck. Hier würde ich künftig alles hineinsortieren, was sich nördlich des Rings und westlich von Ziegelstein abspielt. Also im Westen in Wetzendorf



    und in Thon



    oder Marienberg



    alle Pläne: Google Maps


    oder eben nördlich davon. Der nordöstliche Bereich hat ja bereits seinen eigenen Thread allg. Projekte N. Nordost (NO-Bhf., Herrnhütte, Schoppershof).

  • Kilianstraße: Neubau und Erweiterung Elektronikmarkt

    Ohne viel Resonanz baut gerade der TEVI in der Kilianstraße sein Elektronikmarkt neu. Direkt neben dem bisherigen Markt, der mit dem Charme einer Wellblechhütte daherkommt, entsteht der Markt neu, zweigeschossig und etwas repräsentativer:





    Der Baufortschritt lässt sich auf der Website der Marktkette verfolgen:
    https://www.expert.de/nuernberg1/tevi/Inhalte/Neubau-TeVi


    Interessant finde ich, dass dieses Projekt zeigt wie offensichtlich man an die Zukunft dieser Adresse und dieser Lage im Norden glaubt. Genau wie der zweite TeVi im Süden an der Rothenburger Straße, um den herum bald das neue Stadtviertel "Tiefes Feld" entstehen soll, und auch bald eine U-Bahnstation vor der Türe entsteht (Station Kleinreuth an der U3), erwartet man auch hier dass die dicht bewohnte Stadt mittelfristig drumherum wächst und zusätzliche Kundschaft bringt.

  • Neubau Campus Marienberg

    Wie das DEAL-Magazin berichtet baut die Lorenz Tucher'sche Stiftung am Campus Marienberg ein weiteres Bürogebäude und wirbt mit der verkehrstechnisch exzellenten Lage. Mittelbar ist U-Bahn-Anschluss gegeben, die Autobahn ist nicht weit und der Flughafen ist direkt nebenan. Der Campus scheint sich zu einer feinen Büroadresse zu entwickeln.



    Visualisierung: Baum+Kappler, Nürnberg


    Der Entwurf des Baus stammt vom Nürnberger Büro Baum + Kappler, die bekannt sind für moderne, aber nüchterne Entwürfe. Sie haben die sehr gelungene Sanierung der Sparkassenkomplexes in der Lorenzer Straße gewuppt, aber auch die aus meiner Sicht unsägliche "Sanierung" der Stadtbibliothek, die am Gewerbemuseum völlig deplaziert ist.


    Erst vorkurzem hat ein nagelneues Parkhaus sein Betrieb aufgenommen:



    Quelle: http://www.campus-marienberg.de


    Für weiteres Wachstum wirbt der Eigentümer der Flächen mit bedarfsgerechter Erweiterung oder Ergänzung um zusätzliche Bürogebäude:



    Quelle: Tucher Stiftung Campus Marienberg GmbH & Co. KG


    Ich selbst bin da aber eher selten, nur im Sommer mit dem Rad, daher hab ich keine aktuellen Fotos vom Ort.

  • Straßenbahnverlängerung ins Knoblauchsland

    Gerade mit dem Straßenbahnneubau von der bisherigen Endhaltestelle "Thon" bis "Am Wegfeld" wird der Stadtteil hochwertig via Schiene erschlossen. Die gesamten Gebiete rücken so schlagartig an die Innenstadt heran, und die Grundstückwerte dürften massiv ansteigen. Für mich gilt: Bus= Provinz; Straßen- oder U-Bahn= Großstadt. Die VGN bedient die Linie aktuell teilweise im 4-Minutentakt, und an der Endhaltestelle stehen eine Menge Parc & Ride-Plätze zur Verfügung. Insofern glaube ich stehen die großen Projekte und Entwicklungen hier erst noch bevor.



    Das von arc_bn bereits 2014 hier vorgestellte Projekt in der Erlanger Str. / Wilhelmshavener Str. stebt unterdessen auch der Fertigstellung entgegen, und hat nun direkt eine Tramhaltestelle vor der Haustüre:



    Über die Architektur dieses Ensembles kann man geteilter Meinung sein. Aber es ist hierfür nur ein Autohaus umgezogen, also nichts baukünstlerisch Wertvolles verloren gegangen. Spannend wird die weitere Entwicklung an der Erlangener Straße werden. Zum einen forciert die Politik den Ausbau der Stadtumlandbahn, die mittelfristig nach Erlangen führen soll um v.a. die Unistandorte und Unternehmen miteinander besser zu vernetzen. Zum Anderen ist wohl schon mittelfristig zu erwarten, dass die direkt an die Straße grenzenden Ackerflächen irgendwann ebenfalls umgewidmet und bebaut werden.



    Denn direkt gegenüber dieses immerhin 8-geschossigen Baus liegen Ackerflächen des Knoblauchslandes. Erst in weiter Ferne lässt sich der Flughafen ausmachen.

  • Neue Mitte Thon

    Weitere Bilder von der Strecke und der Gegend findet ihr auf der toll bebilderten Seite von Steffen Setzer:


    http://dernuernberger.blogspot…r-die-straenbahn-auf.html


    Mit der Aufgabe des sog. "Thoner Plärrers" - ich meine das so mal irgendwo so gelesen zu haben - also dem Busbahnhof, den öffentlichen Parkplätzen und den Straßenbahngleisen mit allen Baulichkeiten ist natürlich auch ein riesiges Potenzial an Flächen nun sozusagen nicht weit von der Burg frei geworden.



    Die Gleise liegen zwar noch teilweise im Boden, aber die Fahrdrahttakelage wurde abmontiert, und heute sind die die Betonpfeiler abtransportiert worden. Verlassen stehen die Bushaltestellen und das öffentliche Klo in der Landschaft herum, während der neue Busbahnhof raus nach Erlangen, Kraftshof usw. nun am Wegfeld liegt.



    Die riesige, unwirtliche und zugige Fläche wird also bald neu bebaut werden. Die postmodernen Büropaläste rundherum zeigen wohin die Reise geht. Ich für meinen Teil könnte mir hier auch soetwas wie das Merianforum am Nordostbahnhof vorstellen, also ein oder zwei bescheidene Hochhäuser. Die Stadt Nürnberg hat hierzu im Sommer einen Wettbewerb durchgeführt unter dem Titel "Neue Mitte Thon".



    Visualisierung: ATP Architekten


    Die Wettbewerbsergebnisse sind einsehbar auf http://www.competitionline.com/de/beitraege/124033


    Die Sieger schlagen einen zentralen Platz vor, umgeben von solitären Büro- und Wohnhäusern.



    Visualisierung: Logo verde Ralph Kulak Landschaftsarchitekten GmbH, Landshut


    Ich weiss nicht wie konkret und verbindlich diese Pläne sind, aber ich frage mich schon wieso man den Platz nicht an die Straße setzt und ihn so in die städtische Wegestruktur einbindet, wie es sich gehört. Und dessen Begrünung könnte dann auch schalldämmend wirken auf die umliegenden Häuser. Dann hätte der Platz nicht diesen Hinterhofcharakter.


  • Ich weiss nicht wie konkret und verbindlich diese Pläne sind, aber ich frage mich schon wieso man den Platz nicht an die Straße setzt und ihn so in die städtische Wegestruktur einbindet, wie es sich gehört. Und dessen Begrünung könnte dann auch schalldämmend wirken auf die umliegenden Häuser. Dann hätte der Platz nicht diesen Hinterhofcharakter.


    Schön, dass sich in diesem zugigen Niemandsland mal was tut!


    Ich finde die Pläne gar nicht so schlecht so. Wenn die Bebauung näher an die Straße rückt, wirkt es urbaner. Zwischen Straße und Bebauung sollte es allerdings zumindest ein Baumreihe geben (ist ja nach den Plänen wohl auch vorgesehen und sollte eigentlich zum Standard gehören - was in Nürnberg m.E. zu selten der Fall ist).


    Die vierspurige Erlanger Straße ist ab dem bzw. von Norden her bis zum Nordring eine klassische Ausfallstraße, über die die Pendler brettern oder auf der sie in den Stoßzeiten als Blechlawine im Stau stehen. Da würde ich keinen Platz direkt an die Straße setzen.

  • Neubau BauindustrieZentrum (BiZ) Parlerstraße

    Passend zum geplanten Auszubildendenwohnheim in der Scheuerlstraße (Beitrag) plant der Bayerische Industrieverband e.V. an einem seiner beiden großen Ausbildungsstandorte in Wetzendorf den Neubau des Zentralbereichs mit Foyer, Vortragssaal, Speisesaal mit Küche und des Verwaltungsbereichs:



    Visualisierung: Goetz Castorph Architekten, München


    http://www.competitionline.com/de/ergebnisse/251450


    Den ausgelobten Wettbewerb hat das Münchner Büro Goetz Castorph Architekten gewonnen. Städtebaulich düfte das Projekt zwar eine untergeordnete Rolle spielen. Das Bildungszentrum des Bayerischen Industrieverbandes liegt an der Parlerstraße, relativ weit entfernt vom Thoner Plärrer (Maps). Jedoch auf diese Klientel wird es der Investor der Scheuerlstraße abgesehen haben, denn die dort Lernenden wollen ja auch irgendwo wohnen.
    Aber interessant an der Entwicklung ist die immer wieder auftauchende Frage nach der Reaktivierung der Ringbahn im Norden: "Die Ringbahnlinie hat ein Riesenpotenzial" gab die NN am 27.11.2016 den Chef der Nürnberger Bauverwaltung wieder. Und soweit ich das erkennen kann führt die Trasse direkt vor dem Zentrum des BIV vorbei und könnte dort halten. Überhaupt besteht da in Wetzendorf entlang der Ringbahn noch großes Entwicklungspotenzial, wenn man sich das Gelände da rundherum ansieht.

  • Tucher Offices

    Seit einigen Jahren war ich nicht mehr an Flughafenstraße rund um das Tucherland unterwegs. Auf dem Areal des ehemaligen Autokinos hinter dem Autohaus Feser-Graf ist zwischenzeitlich eine großzügige Bürogebäudelandschaft entstanden, die bekanntermaßen weiter wächst. Das Autokino ist längst verschwunden, zahlreiche Neubauten stehen dort. Das im Beitrag #3 gezeigte Parkhaus ist fertig, die "Tucher Offices" wachsen aus dem Boden:


  • Ehem. Schöller-Werke am Nordwestring

    Schon vor einigen Jahren wurde beschlossen, dass die lange Tradition der Eisproduktion - früher Schöller - in Nürnberg dem Ende entgegen geht. Mit dem Ende diesen Jahres ist es soweit, wie die NZ bereits letzte Woche berichtete. Zuerst trifft es Kühlhäuser, die nicht mehr benötigt werden und für die sich auch kein Interessent gefunden habe. Die Kühlhäuser stehen v.a. nördlich des Nordwestrings, und belegen eine Fläche von über 50.000 qm, auf dem Foto im hinteren Bereich ab der Ladebrücke:



    Ebenso werden aber auch die Fabrikgebäude südlich der Ringstraße bald aufgelassen:



    Die Stadt Nürnberg beabsichtigt derweil wohl nicht, dieses auf industriell-gewerbliche Nutzung gewidmete Gebiet dem Wohnungsbau zur Verfügung zu stellen, denn man wolle den Abbau der mehreren hundert Arbeitsplätze nicht Vorschub leisten, indem man die Tür zum profitablen Wohnungsbau - insbesondere dem Eigentumswohnungsbau öffne.


    Es bleibt also spannend, denn das Gelände ist städtebaulich wichtig: Eine verfallende Industrieanlage an dieser wichtigen Ausfallstraße nach Erlangen und zur Autobahn 3 will man sicherlich nicht riskieren, andererseits steht ebenfalls die Entwicklung des Thoner Plärrers an, nachdem dort die Straßenbahnwendeschleife zurückgebaut worden ist. An dieser Stelle werden bald noch wichtige Weichen gestellt. Der Eigentümer des Frabrikgeländes "Froneri-Schöller" hat hierzu eine nicht-öffentliche Ausschreibung gestartet, um mögliche Kaufinteressenten für das Gelände zu erreichen.

  • Vielen Dank! Deine Fotostrecke zeigt auch gut wie spannend das Gelände ist. Zum Einen die abweisende Fassadenreihe der Fabriken an der Ringstraße mit ihren 7 oder 8 Fahrspuren. Und zum anderen der rückwärtige Bereich, an dem direkt Wohngebiete anschließen, die wiederum sehr von der lärmabschirmenden Wirkung der Hallen profitieren.


    In den Kommentaren auf Nordbayern.de wird ja vorgeschlagen, hier die neue Uni anzusiedeln. Sicher nicht ganz uninteressant dieser Vorschlag.

  • Das Areal ist zwar nicht klein, für eine Uni halte ich es aber nicht groß genug. Vermutlich wäre Platz für einen Campus. Es sei denn Nürnberg würde einen Uniturm bauen und entsprechende Grünanlagen trotzdem anlegen können, die zu einer richtigen Uni auch dazu gehören. Aber einen Uniturm bezweifle ich stark.


    Meiner Einschätzung nach wird der nördliche Gebäudeteil umgebaut und in Büros umfunktioniert. Der Teil südlich der Ringstraße wird abgerissen und es kommen 0815 Büro- und Gewerbebauten hin, ähnlich wie etwas weiter nördlich auf dem Bereich des ehemaligen Busbahnhofs passieren wird.

  • Dass dieses Areal für die neue Uni geeignet ist, glaube ich ebenfalls nicht. Nicht nur dass man sich schon recht stark auf das Areal Brunecker Straße festgelegt hat. Dort bieten sich auch - durch die weitaus größere zur Verfügung stehende Fläche - deutlich bessere Möglichkeiten zum späteren Wachsen. Man sollte schon vorausschauend genug planen, dass die neue Uni nicht von Beginn an mit Platzproblemen zu kämpfen hat.


    Nach den Vorstellungen des Vorsitzenden der Strukturkommission soll es ja a) eine Campus-Universität werden, die b) später noch weiter wachsen kann und die c) ihre eigenen Liegenschaften [gewinnbringend] verwalten können soll. Auf einem kleinen Grundstück, das der Ring in zwei Hälften teilt, ist das alles schwerlich vorstellbar.
    http://www.sueddeutsche.de/bay…und-fein-werden-1.3606423

  • Über eine Universität an diesem Standort braucht man gar nicht mehr nachdenken. Die Bruneckerstraße gilt als gesetzt. Zudem wurde ja bereits seitens der Stadt kommuniziert, dass man sich an diese Stelle weiteres Gewerbe wünscht. Zudem würde es sich anbieten, entlang der B4 bis zur ehemaligen Tram-Wendeschleife Gewerbe anzusiedeln. Soweit ich mich erinnern kann, ist seitens mancher Planungsbüros sogar ein Bahnhof am Nordring mit angedacht worden, sollte man sich die Chance einer Ringbahn nicht komplett verbauen wollen. Allerdings sehe ich dies eher als Wunschdenken an.

  • Ich halte nicht viel von einer Ringbahn. Zum anderen gehört in einer solchen Lage sicherlich kein Bahnhof hin, sondern ein Hochhaus, das auch als Aushängeschild der Stadt agieren kann. Ähnlich dem Businesstower im Osten könnte man ein gleiches Bild für Personen aus dem Norden kommend entwerfen. Von der Lagepräsenz ist das eine absolute A-Lage. Bei regulärem Gewerbe wiederum halte ich die Gefahr für groß, dass der Block zu unattraktiv präsentiert wird. Weder Parkplätze, noch viel Laufkundschaft sind vorhanden. Von daher halte ich eine Büronutzung am besten, allerdings auch nur unter der Voraussetzung hier etwas im Sinne der Architektur akzeptables zu bauen.

  • Ich finde die Chance auf eine Ringbahn sollte sich die Stadt im Norden nicht verbauen. Zwar glaube ich nicht, dass der komplette Ring wiederkommen würde, aber wenn man sich vergegenwärtigt welche Punkte die alte Bahnstrecke miteinander verbindet (An der Fürther Straße, Erlanger Straße, Rollnerstraße, Äußere Bayreuther Straße) wird schnell deutlich, welches Potential die Verbindung grundsätzlich hat. Der Ringbus 35 ersetzt das nur hilfsweise, da er im chronisch zugestauten Nordring feststeckt ohne eigene Spur und die Fahrt entsprechend lange dauert. Außerdem ist die Strecke bereits vorhanden und der Platz für ein Bahnhof wäre zu vernachlässigen. Das einzige was fehlt ist eine überzeugende Anbindung an den vorhandenen schienengebundenen ÖPNV.

  • Das ist eine gute Idee, die immer wieder auftaucht und ebenso immer wieder von den Gutachten der VAG/VGN beerdigt wurde. Kommt eben immer darauf an, WER das Gutachten in Auftrag gibt. Andere kamen zu Ergebnissen von höherer Rentabiltät. Was die VAG da alles hinein rechnen ließ, was das Ergebnis unter die Rentabiltätsgrenze drückte, ist mir nicht bekannt.


    Auf einer lediglich zu modernisierenden Teilstrecke vom Nordostbahnhof bis zur Fürther Straße könnte so die Gräfenbergbahn und die Rangaubahn miteinander verknüpft werden.


    Ein neuer Haltepunkt (u.a.) an der Erlanger Straße wäre dann nötig und sinnvoll. Aber es ist ja im Moment nicht mal möglich, den Vorort Buchenbühl wieder an die Gräfenbergbahn anzuschließen. In typischer Nürnberger Verkehrspolitik-Weise vergibt man sich Chancen durch Engstirnigkeit und fehlendem Weitblick.

  • Hallo Steffen,



    nicht die VAG oder der VGN beerdigen da was, sondern die BEG (https://beg.bahnland-bayern.de/de/)



    Diese Gesellschaft ist zuständig für die Bestellung von Eisenbahnbetrieb auf Eisenbahnstrecken, die beiden von dir genannten Organisation haben mit der Ringbahn nichts zu tun.



    Solange die BEG ihre Prioritäten woanders setzt, tut sich hier nichts. Von Seiten der Stadt wird aber immer wieder auf das Potenzail der Ringbahn zwischen Fürth und Nordostbahnhof hingewiesen und eines Tages wird es hier sicher zu einem Ergebnis kommen. Die Strecke wird ja immerhin noch genutzt! Nur eben nicht mit Fahrgästen...



    d.

  • Ich halte nicht viel von einer Ringbahn. Zum anderen gehört in einer solchen Lage sicherlich kein Bahnhof hin, sondern ein Hochhaus, das auch als Aushängeschild der Stadt agieren kann. Ähnlich dem Businesstower im Osten könnte man ein gleiches Bild für Personen aus dem Norden kommend entwerfen. Von der Lagepräsenz ist das eine absolute A-Lage. Bei regulärem Gewerbe wiederum halte ich die Gefahr für groß, dass der Block zu unattraktiv präsentiert wird. Weder Parkplätze, noch viel Laufkundschaft sind vorhanden. Von daher halte ich eine Büronutzung am besten, allerdings auch nur unter der Voraussetzung hier etwas im Sinne der Architektur akzeptables zu bauen.


    Als urbanes Portal für die Pendler aus Norden kommend soll die Bebauung der ehemaligen Wendeschleife in Thon dienen. Hier wurden ebenso mehrere Entwürfe mit bis zu drei höheren Bürogebäuden angefertigt. Seitens der Stadtverwaltung wird eine solche urbane Eintrittssituation auch gewünscht.
    Dass mit "Gewerbe" nicht der Handyladen um die Ecke gemeint ist, sollte klar sein. Ein solches Areal lässt sich im Nürnberg des 21Jahrhunderts lediglich durch eine Neuansiedelung im Dienstleistungsbereich umwandeln, sofern keine Wohnbebauung gewünscht ist.


    Die Frage die ich mir hierbei stelle ist lediglich: Wer soll sich hierhin erweitern? Datev, sowie GfK ist versorgt... ansonsten ist mir nicht bekannt, dass andere Betriebe Erweiterungen anstreben. Aber vielleicht schafft ja die Gelegenheit neue Anreize?


  • Die Frage die ich mir hierbei stelle ist lediglich: Wer soll sich hierhin erweitern? Datev, sowie GfK ist versorgt... ansonsten ist mir nicht bekannt, dass andere Betriebe Erweiterungen anstreben. Aber vielleicht schafft ja die Gelegenheit neue Anreize?


    Theoretisch müsste grundsätzlich die Stadt etwas mehr Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Das schaffen Städte in gleicher Größenordnung, wie zB Leipzig wesentlich besser. Man kann hier auch als Stadt durchaus mal auf Unternehmen zugehen und Zugeständnisse machen in Form von Steuervorteilen, nur als Beispiel. Es zieht leider zu wenig Unternehmen nach Nürnberg und wenn ein solches Problem schon zu Boomzeiten passiert, dann kann man sich das in einer Rezession ausmalen. Gerade beim gehobenen Mittelstand sehe ich hier Potential, weil dort Verwaltungen teilweise nicht mehr ausreichen und sich dann nach einem alternativen Standort umgesehen wird. Nur leider fällt meist die Wahl nicht auf Nürnberg. Sehr schade, denn das Potential wäre vorhanden.