Hochhaus Nordhafen (81m) | Europacity [in Bau]

  • Die DKB, Tochter der Bayrischen Landesbank, verlegt ihre Zentrale in die Europacity



    • Adresse: Perleberger Str./Heidestraße
    • Höchster Punkt: 82 Meter
    • Geschosse: 5, 11 und 19 über drei miteinander verbundene Gebäude
    • Bruttogeschossfläche: ca. 47.800 m² (oberirdisch: ca. 38.000 m², unterirdisch: ca. 9.800 m²)
    • Mietfläche: ca. 34.850 m²
    • Geplanter Start: 3. Quartal 2021
    • Geplante Fertigstellung: 4. Quartal 2025
  • Schönes Signal! Eine Bank mit einem Hochhaus, mitten in Berlin. Tatsächlich wäre es wünschenswert, wenn der Finanzsektor die Attraktivität von Berlin erkennt und evtl. neue Business Modelle und Geschäftskonzept hier ansiedelt (Krypto-Währungen, Internet Banken, etc.)


    PS: Wieso wird die Höhe hier nun wieder mit 82 Metern angegeben? Eigtl. stand doch fest das es auf die beliebte Berliner "Stumpen-höhe" von 69 Metern gekürzt werden sollte.

  • Schönes Signal! Eine Bank mit einem Hochhaus, mitten in Berlin...

    Na ja, die DKB ist eigentlich immer schon in Mitte in Berlin. Sogar noch deutlich "mittiger" ;): Tauben- und Kronenstraße. Allerdings über viele (z.T. schön renovierte z.T. neuere) Gebäude verteilt.

  • Ich gebe dir recht. Schade ist nur, dass die Zentrale nicht in einem Central business district, sondern am Rande zu einem städtebaulich ungeordneten Gebiet entsteht.

  • ^ Ich halte ein "central business district" nicht nur sprachlich für eine schlechte Idee, sondern auch städtebaulich: Große, meist zentral gelegene Viertel voller Büros, die Abends und am Wochenende tot sind - das sollte als Konzept der Vergangenheit angehören. Ist doch gut, dass es hier eine Menge Wohnungen und auch Geschäfte geben wird.

  • Ich bin auch kein Freund von Anglizismen, insoweit gebe ich dir recht. Allerdings können auch solche Viertel Wohnungen beinhalten und tun dies zwischenzeitlich auch. Selbst in Los Angeles, wo das Argument der nächtlich toten Innenstadt oder "Downtown" in den neunziger Jahren entwickelt und von deutschen Stadtplanern weitergetragen wurde, ist dies zwischenzeitlich so.


    Ich möchte lieber an bestimmten Orten der Stadt spektakuläre "Cluster" oder Agglomerationen mit gemischter Nutzung sehen, als das Bürogebäude vorrangig als aktive Lärmschutzbarrieren zu Verkehrsanlagen dienen.

  • ^ Ich halte ein "central business district" nicht nur sprachlich für eine schlechte Idee, sondern auch städtebaulich: Große, meist zentral gelegene Viertel voller Büros, die Abends und am Wochenende tot sind - das sollte als Konzept der Vergangenheit angehören. Ist doch gut, dass es hier eine Menge Wohnungen und auch Geschäfte geben wird.

    wer sagt das diese "tot" sind? So hat man das oft in der Vergangenheit geplant, aber so ist es doch lange nicht mehr in der Gegenwart. Sowohl am Alex, als auch in der MediaSpree werden die Hochhäuser so geplant und gebaut das die EGs vielfältig genutzt werden können.

  • ^^ Der Begriff CBD ist aber sinnbildlich für eine monozentrische Konzentration reiner Büronutzung in vorwiegend amerikanischen Städten, central in diesem Sinne gibt es in Berlin nicht. Na klar, macht man das heute in Europa besser und auch in der Europa-City. Deshalb ist der Begriff CBD für Gebiete mit Büronutzungen in Europa ungefähr genauso sexy wie der Begriff Wohnkomplex für Neubaugebiete mit vorwiegender Wohnnutzung.

  • Ich gebe dir recht. Schade ist nur, dass die Zentrale nicht in einem Central business district, sondern am Rande zu einem städtebaulich ungeordneten Gebiet entsteht.

    Wobei am Europaplatz KPMG gerade sein Hochhaus baut und auf der anderen Seite vom Humboldthafen PwC sitzt. Insofern passt die DKB hier ganz gut hin finde ich. Und die Idee eines mit Büros und Wohnungen durchmischten Quartiers entspricht modernen städtebaulichen Standards. Es sind gerade Bankenviertel wie in Frankfurt, die abends und am Wochenende tot sind, weil sich dort außerhalb der typischen Bürozeiten niemand mehr aufhält. Ich denke die Konzeption des Heidestraßen-Quartiers ist ganz gut gelungen (auch wenn an der ein oder anderen Stelle mehr in die Höhe hätte gebaut werden müssen, der Bedarf ist schließlich da und es gab noch keine direkten Anwohner:innen, die üblicherweise versuchen Bauprojekte zu verhindern).

  • Schade ist nur, dass die Zentrale nicht in einem Central business district, sondern am Rande zu einem städtebaulich ungeordneten Gebiet entsteht.

    Eine Frage der Perspektive: Der Standort ist ja nahe dran am Bayer Campus. Die Bayer Zentrale ist für sich genommen größer als die meisten Projekte in der Europa City...