Hochhaus Nordhafen (81m) | Europacity [in Bau]

  • Hochhaus Nordhafen (81m) | Europacity [in Planung]

    Wie schon in einem anderen Thread berichtet, gibt es in der Europacity aktuell einiges an Aktivitäten zu verzeichnen. Laut Tagesspiegel stünden die Signale für den Bau eines 23-geschossigen Hochhauses im Teilbereich Nordhafen auf Start und man wolle im kommenden Jahr einen städtebaulichen Wettbewerb starten.


    Zur besseren Übersicht eine entsprechende Visu:



    (C) Quartier Heidestraße GmbH


    Städtebaulicher Wettbewerb --> Erstellung B-Plan --> Architektenwettbewerb (so meine Vermutung); das dürfte wohl noch gut 3 Jahre bis zum ersten Spatenstich dauern.

  • https://www.immobilien-zeitung…ne-in-berliner-europacity
    Demnach sehen die Pläne für das Hochhaus "Campus am Nordhafen" 70 m Höhe und 35.000 qm BGF Büro für 115 Mio. Euro vor.
    Im nächsten Schritt starte CA Immo einen Architektenwettbewerb. Ob das Haus spekulativ errichtet werde oder nicht, sei noch offen.


    Aus aktualisierten "Projektblättern" der Senatsverwaltung (siehe: http://www.deutsches-architekt…hp?p=582997&postcount=184) geht unter der Projektnummer 19 (Stand: 14.11.2017) allerdings abweichend von Obigem hervor, dass 23 Geschosse auf ca. 90,00 m Höhe seitens CA Immo geplant seien - und zwar für 29.000 qm Geschossfläche.


    Widersprüchlich-schleierhaft erscheint unverändert auch die Finanzierung des unmittelbar westlich dieses Gebäudes vorgesehenen S-Bahnhofs; eine "abschließende Entscheidung darüber" werde voraussichtlich 2018 getroffen..

  • Es scheint gezieltes Motto der Berliner Stadtentwicklung zu sein, keinen Hochhausplan zu verfolgen, sondern wahllos in der Stadt Hochhäuser ab 65 Meter zu platzieren.

  • ^ 65 Meter, woher kommt diese Höhe?


    Und dass in der "Europacity" mehrere Hochhäuser entstehen (sollen), ist seit 2009 Teil des Masterplans.
    Davon "sichtbar" wird Vieles (z.B. im direkten Hauptbahnhof-Umfeld) erst nach und nach, mit verursacht durch die Verzögerung bei der S-Bahn-Linie 21..

  • ^ 65 Meter, woher kommt diese Höhe?


    Und dass in der "Europacity" mehrere Hochhäuser entstehen (sollen), ist seit 2009 Teil des Masterplans.
    Davon "sichtbar" wird Vieles (z.B. im direkten Hauptbahnhof-Umfeld) erst nach und nach, mit verursacht durch die Verzögerung bei der S-Bahn-Linie 21..


    Reine Willkür - ab 65 Meter fallen mir Hochhäuser persönlich auf, darunter nehme ich sie meist kaum wahr und sie werden in der Regel in den Medien nicht sonderlich diskutiert.


    Bzgl. Masterplan: Das bestätigt wohl meine Gefühle...Es ist scheinbar Plan überall (planlos oder mit Plan) Stumpen in der Stadt zu verteilen, als diese irgendwo zu zentrieren.

  • ^ "Reine Willkür" gestehst du selbst dir also zu, anderen - z.B. dem Senat oder einzelnen Bezirken - aber nicht:confused:


    Im Ernst: Weil also deine persönliche Wahrnehmung geprägt wird von der Berichterstattung "in den Medien", heißt aus deiner Sicht ja im Umkehrschluss:
    Was in den Medien nicht vorkommt, kennst du nicht und ist per se schlecht?!


    Stichwort Wahrnehmung: Die Pläne z.B. runds ums Südkreuz mit dem Hotelturm sind dir wohl auch entgangen: http://www.deutsches-architekt…php?p=602737&postcount=55


    Deinen "Senf" hast du dagegen gegeben zur East Side Mall: http://www.deutsches-architekt…hp?p=603625&postcount=215
    Dort schreibt du, vielleicht werde das die "echte" City-Ost, während sich der Alexanderplatz ja immer mehr als absolute Mitte Berlins etabliere.


    Darf man das also als deine Vorstellung von "irgendwo zu zentrieren" auffassen?
    Und falls ja: "reine Willkür" - oder was? :D


    PS: http://www.deutsches-architekt….php?p=500598&postcount=4
    Die dort von Batō verlinkte Karte zeigt zumindest für die Innenstadt etliche Projekte - insbesondere Hochhäuser - auch in 3D.
    Wer also den Überblick verloren hat, einfach mal interaktiv virtuell durch/über Berlin fliegen..

  • Ja bei meinen Kommentaren oder Gefühlen nehme ich mir tatsächlich gewisse Freiheiten heraus. Bei der Stadtentwicklung Berlins dagegen, sollte man aber schon ein einigermaßen stimmiges Konzept haben oder nicht?


    Ja natürlich ist der Alexanderplatz ein „hotspot“ in der Stadt, ähnlich wie der Zoo und vielleicht und eventuell auch das Anschutz Areal, sowie der Potsdamer Platz. Aber es zergliedert sich zu sehr. Berlin würde gut daran tun, Hochhäuser anhand eines Rahmenplanes zu „ballen“ oder eben zentrieren – mir fällt eben gerade kein besseres Wort ein.


    Das ist ja auch keine besonders neue Erkenntnis.

  • ^Na ja, mir fällt da spontan eine Zentrierung von Hochhäusern am Alexanderplatz ein. Nur die Investoren wollen nicht so recht. Das ist die Erkenntnis.

  • Bei der fast schon feindlich eingestellten Stimmung der rot-roten Regierung zu den Hochhausplänen am Alex würde ich als Investor auch sehr zurückhaltend sein. Wenn man da 100derte Millionen investieren will sollte man schon freundlichere Unterstützung von der Stadt erwarten können als es hier der Fall ist.

  • ^ Unsinn. Die Investoren fehlen seit 20 Jahren. Jetzt gibt es erstmals konkrete Pläne für drei neue Türme am nördlichen Alex und Monarch hat für den 150-Meter-Turm neben dem Alexa seine Baugenehmigung. Der Hines-Turm scheitert derzeit am Streit mit der BVG. All das könntest Du wissen, denn Du warst an der Diskussion in dem Strang beteiligt. Aber ich weiß, man soll sich in seinen Vorurteile durch Fakten nicht irritieren lassen...

  • Bei der fast schon feindlich eingestellten Stimmung der rot-roten Regierung zu den Hochhausplänen am Alex würde ich als Investor auch sehr zurückhaltend sein. Wenn man da 100derte Millionen investieren will sollte man schon freundlichere Unterstützung von der Stadt erwarten können als es hier der Fall ist.


    Wieso sollte das so sein? Wenn man schon 100 Millionen hat und weitere verdienen will, warum sollte man dann auch noch außergewöhnlich unterstützt werden???
    Das hört sich doch sehr FDP Logik an.


    Die Stadt tut gut daran und das ist ein Grund für den Hochhausentwicklungsplan, nicht zum Spekulationsopfer zu werden.
    Den Investoren geht es nur ums Geld, mit möglichst wenig Einsatz möglichst viel Gewinn zu erzielen, was aus der Stadt danach wird ist denen egal.


    Wir wissen es heute noch nicht, aber es besteht auch die Möglichkeit, dass wir in Jahren zu dem Schluss kommen,
    dass die Zurückhaltung beim Bau von Hochhäusern richtig war.

  • Ich begrüße jeder größere Investition die hier gemacht wird auch in der Europacity und die Investoren fehlen nicht aber sie bauen ebend lieber woanders, wo man freundlicher unterstützt wird.
    Das würde jeder so machen. Große Investoren bauen dann eben erst mal bevorzugt in Sidney, Vancover, London, Moskau oder Shenzhen ect., die denken global und sind nicht auf Bittstellungen bei Berlins Bauamt angewiesen wo man sogar dagegen ist das sie nur einen müden Euro verdienen würden mit ihren Rieseninvestitionen.
    Und nein ich bin kein FDP-anhänger.

  • ^ Wo es etwas zu verdienen gibt, lässt man sich auch von den manchmal behäbigen Berliner Bauämtern nicht abschrecken. Z.B besteht Baurecht für das Monarch Gebäude. Und, passiert was?
    Mir wäre zudem neu, dass in Berlin nicht mehr gebaut würde.

  • Stand 2016:

    [..] man wolle im kommenden Jahr einen städtebaulichen Wettbewerb starten. [..]


    Im März 2018 startete ein nichtoffener Wettbewerb: https://www.competitionline.com/de/ausschreibungen/294788
    Demnach entsteht in unmittelbarer Nähe zum ca. 8.300 m² großen Grundstück der S-Bahnhof „Perleberger Brücke“. Mit einer maximal zulässigen Geschossfläche von ca. 36.500 m² sowie einer maximal zulässigen Höhe von 23 Geschossen komme diesem Gewerbegebiet als Höhendominante und nördliches Entrée der Europacity eine besondere Bedeutung zu.


    Letzte Sitzung des Preisgerichts: am 14. November 2018


    Aus dem Thread "Europacity Allgemeines" der letzte Stand in Sachen besagter neuer S-Bahnhof:

    [..]
    Lüscher antwortet auf parlamentarische Anfrage (Stand: 01/2018): http://www.stiftung-naturschut…ne_Anfragen/S18-13013.pdf
    [..]
    Die Deutsche Bahn habe im Dezember 2017 die Aufgabenstellung für den S-Bahnhof Perleberger Straße einschließlich einer Kostenschätzung an die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klima übersandt. Nach interner Prüfung werde ein Dienstleister mit der Erstellung einer Nutzen-Kosten-Untersuchung beauftragt.


    Aus dem "Berliner Stadtverkehr (Straße, Bus und Bahn, Gebäude)"-Thread dazu noch der Stand vom Mai 2018:

    [..] 4-seitiges PDF mit Streckenplänen: http://www.cnb-online.de/wp-co…8/05/AG-1-Bedarfsplan.pdf
    In letzterem PDF sind auf Seite 3 auch Pläne für die S-Bahn enthalten.
    Demnach sieht der Entwurf auch einen neuen S-Bahnhof ("Perleberger Brücke") am 1. BA der S21 vor, und zwar im "Umsetzungszeitraum 2020-2025". [..]

  • Architekturwettbewerb für Hochhaus am Nordhafen entschieden

    Kleihues + Kleihues haben den Architekturwettbewerb gewonnen. Die heutige Pressemitteilung von CA Immo:


    [Indent]Der Architekturwettbewerb um das Hochhaus am Nordhafen ist entschieden. Der Siegerentwurf stammt vom Architekturbüro Kleihues + Kleihues, Berlin. Mit je einem dritten Platz prämierte die Jury die Entwürfe von Schaltraum Architekten, Hamburg, und Meixner Schlüter Wendt, Frankfurt am Main. Das Hochhaus am Nordhafen bildet künftig das nördliche, weithin sichtbare Entree der Europacity. Insgesamt wird CA Immo etwa 140 Mio. Euro in die Realisierung des Hochhauses am Nordhafen investieren.


    CA Immo hatte in Kooperation mit dem Land Berlin und dem Bezirk Mitte einen zweistufigen und anonymen Wettbewerb für die Realisierung eines Hochhauses am Berliner Nordhafen ausgelobt. Eine Besonderheit des Wettbewerbs war, das neben 10 gesetzten Architekturbüros weitere 10 über ein Bewerbungsverfahren ermittelt wurden. Von diesen 10 wurden wiederum 5 Büros durch ein Losverfahren gefunden. Insgesamt waren damit 20 internationale Architekturbüros eingeladen, zunächst eine städtebauliche Grundidee zu entwickeln, die dann in der zweiten Stufe in den eigentlichen Architekturwettbewerb mündete. Die Jury unter dem Vorsitz von Prof. Johann Eisele (Darmstadt) sprach sich einstimmig für den Entwurf von Kleihues + Kleihues aus.


    Die Jury überzeugten neben den nötigen funktionalen und gestalterischen Qualitäten des Entwurfs von Kleihues + Kleihues vor allem die Bezüge, die das geplante Solitärgebäude mit der Umgebung herstellt. In der Begründung der Jury heißt es dazu: „Als freie Form sitzt das Gebäude so auf dem Grundstück, dass es unterschiedliche Freiraumsituationen ausbildet: Vorplätze zur Heidestraße und zur Perleberger Straße, die als direkter Bezug zum Nordhafenbecken wirken und einen platzartigen Erschließungshof als Vorfahrt zur Westseite. Wie selbstverständlich ergibt sich eine Eingangssituation, die ideal am Schnittpunkt der beiden im Grundriss 3-flügeligen Gebäudeteile gelegen ist.“ Weiterhin überzeugt der Entwurf vor allem auch durch seine flexiblen Grundrisse, die alle heute gängigen Bürokonzepte von der Einzelverzimmerung bis zum Open Space in gleich effizienter Form zulassen. Hierzu trägt auch ein sehr hoher Fassadenanteil der denkbaren Arbeitsplätze bei, so dass alle Büroformen mit einem Mindestmaß an innen liegenden Bereichen auskommen.


    Das geplante Gebäude wird über rund 34.000 m² Bruttogrundfläche (BGF) verfügen. Der Entwurf von Kleihues + Kleihues staffelt sich in drei dynamischen Schritten auf einen rd. 69 Meter hohen Endpunkt im Norden. Prägend für die Gestaltsprache des Entwurfs ist die geschwungene Klinkerfassade, die durch ihre Materialität einen abstrakten Bezug zu historischen Berliner Gewerbebauten herstellt ohne dabei an Modernität und Eigenständigkeit einzubüßen.


    Das Baufeld befindet sich im Norden der Europacity und grenzt direkt an das Becken des Nordhafens. Das Hochhaus am Nordhafen soll neben einem repräsentativen Foyer mit Empfang auch über ein Konferenzzentrum mit mehreren Besprechungsräumen verfügen. Konzeptionell vorgesehen sind auch Coworkingflächen im Erdgeschoss, Fahrradabstellplätze und ein großer Fitnessbereich, der für alle Mitarbeiter der künftigen Mieter zugänglich sein soll. Die Fertigstellung des Gebäudes ist in Abhängigkeit zur Marktnachfrage in ca. 4,5 Jahren vorgesehen.


    Daten und Fakten „Hochhaus am Nordhafen“:


    • Adresse: Europacity Berlin – Heidestraße/Perleberger Brücke
    • Grundstücksgröße: ca. 7.800 m²
    • BGF: ca. 34.000
    • Höhe: ca. 69 Meter
    • Stockwerke: 16
    • Nutzung: Büro
    • Zeitplan: ca. 4,5 Jahre bis zur Fertigstellung


    Teilnehmer des Architekturwettbewerbes:


    • AFF Architekten / Harry Gugger Studio Ltd., Berlin/Basel
    • ATP Frankfurt / ATP Berlin, Frankfurt/Berlin
    • bof Architekten, Hamburg
    • C.F. Møller, Århus
    • Chaix & Morel, Paris/Berlin
    • Code Unique Architekten GmbH, Dresden
    • Georg Scheel Wetzel Architekten GmbH, Berlin
    • Hascher Jehle Design GmbH, Berlin
    • Henning Larsen, München
    • Kleihues + Kleihues, Berlin
    • KSP Jürgen Engel Architekten, Berlin
    • Lehmann Architekten GmbH BDA, Offenburg/Berlin
    • Love architecture and urbanism zt GmbH / Architektur Consult ZT GmbH, Graz
    • Max Dudler, Berlin
    • Meixner Schlüter Wendt, Frankfurt am Main
    • Nieto Sobejano, Berlin
    • Schaltraum Architekten, Hamburg
    • SRA Architekten, Châtillon
    • Structurelab – Architekten, Düsseldorf
    • Thomas Müller Ivan Reimann Architekten, Berlin

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    Bilder: CA Immo

  • Das sieht doch mal gut aus und endlich auch mal kein viereckiger Klotz. Berliner Kleihues + Kleihues kann es also doch noch ;)
    Wenn dann noch die auf der Visu dargestellte klinkerfarbene Fassade auch so rüberkommt passt das so wirklich gut an die Stelle.