Hochhaus MK 2E | Europacity (84 m)

  • Vielen Dank für die Fotos an Alle. In diesem Strang schrieb mal jemand, dass die Lamellen an afrikanische Wellblechhütten erinnern. Als ich vor drei Wochen direkt vor der Einfahrt zur Baustelle stand und die Sonne direkt darauf schien, wirkten die Lamellen tatsächlich etwas wie Wellblech. An der schattigen Seite zum Hotelneubau hatten sie jedoch wieder eine völlig andere Wirkung. Auf jeden Fall wird das eine lebendige Fassade, was ja in heutiger Zeit schon ein Gewinn ist. Ich hoffe das Endergebnis wird gut, obwohl ich jetzt noch nicht weiß ob die Lamellen wie geplant aus Keramik sind oder nicht?!

    Was ich kritisch sehe ist halt die schachtelige Kubatur des Turms wie des Sockels. Die gesamte Europacity (am Alex gehts so weiter) besteht nur aus Zigarettenkisten mit Deckeln einmal liegend und einmal stehend. Zumindest der Kleihues im Norden der Europacity konnte sich etwas dem Schachtelhausen entziehen.

    Hier verweise ich nochmals auf den von Camondo im Strang "Frag das Berlin-Forum" verlinkten damaligen Alternativ-Vorschlag für das Delbrück-Gebäude am Potsdamer Platz. Da ist Postmoderne drin und über Geschmack lässt sich streiten, jedoch sehe ich in dem Entwurf etwas was uns heute in Berlin so sehr fehlt: PHANTASIE!

    Der Entwurf wirkt auf mich lebendig, offen und auch lebensbejahend. Zudem besteht er nicht nur aus zwei oben abgeschnittenen Schachteln (einer kleinen und einer höheren), sondern zeigt, dass sich Hochhäuser auch nach oben entwickeln können. Ich finde man kann den Entwurf gut mit den Kubaturen des Hochhaus in am Europaplatz vergleichen. Und man sieht was möglich sei könnte, abseits von Raster, Schachtel und uninspirierten Staffelgeschossen.

  • Von heute Mittag:

    Der Glasanteil wird wohl inzwischen nach jeweils 2 Stockwerken leicht erhöht, die weissen Streben rücken enger zusammen, die gesamte Fassade wird langsam immer flacher.

    Hier hat jemand die Tür zum S21 Tunnel offen gelassen...

    Alle Bilder (c) Betonkopf

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    Vom Weiten ähnelt die Fassade durchaus den Visualisierungen und gefällt mir vor allem mit dem zunehmenden Glasanteil ganz gut. Nur die Nahansicht ist weiterhin wenig elegant. Die Gitterelemente wirken zu unruhig und drängen sich in den Vordergrund, wodurch die anderen Effekte, also die Knicke und der zunehmende Glaseinteil, irgendwie nicht zur Geltung kommen.

    Die Kubatur finde ich auch gelungen - selbst die breitere Seite ist schön proportioniert und erscheint nicht zu fett.

  • Das MK 2E sieht gut aus, aber das Beeindruckendste an dem Bild ist der Schornstein. Da sieht man wenigstens mal welchen Effekt ein richtiges Hochhaus erzielen könnte, selbst wenn man bedenkt, dass der natürlich noch größer wirkt aufgrund der größeren Nähe.

  • Der Skywalk des Futuriums bietet einen hervorragenden Blick auf das Hochhaus und die umgebende Bebauung. Ich empfehle jedem einen Rundgang über die öffentlich zugängliche Dachlandschaft.


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    Die abgebildeten Fotografien sind durch mich am 23.10.2021 aufgenommen worden und bei Gebrauch mit ©RianMa zu kennzeichnen. Vielen Dank.

  • Die Fassade wandert in nem ziemlichen Tempo nach oben. Ich hoffe, dass man bald damit beginnt das Monnet 4 zu erweitern.


    Von heute


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    Also diese Fassade ist schon sehr fotogen.


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  • Schnelle Schnappschüsse von heute Morgen. Der Glasanteil wurde wieder signifikant erhöht.

    Alle Bilder (c) Betonkopf

  • Merkwürdige Fassade. Sie macht von weiter weg eine deutlich bessere Figur als von nahem. Normalerweise ist es eher umgekehrt. Der Ziehharmonika-Effekt gibt dem Gebäude zwar aus mittlerer Distanz eine gewisse Plastizität, verliert sich aber in der Ferne und wirkt mit der Doppelverglasung aus manchen, nahen Perspektiven etwas surreal, fast wie eine Fake-Fassade (zweites Bild von oben aus #215). Die nach oben subtil größer werdenden Fensterraster tun dem Gebäude aber sehr gut.

  • Auf den Fotos wirkt die Fassade auf mich klasse. Das würde ich mir auch in Frankfurt wünschen. Die Fassade ist im wahrsten Sinne des Wortes unheimlich Facettenreich. Den "Fake" Effekt den mein Vorredner beobachtet hat, finde ich ebenso ziemlich interessant. Ich würde es eher als Comicartig bezeichnen.


    Die Steigerung des Glasanteils nach oben hin halte ich für einen Geniestreich.

  • Ich finde, hier macht die auf Strecke gebaute Metamorphose Sinn. Und sie ist Vielfältiger, als zuerst vermutet. Dass sich die Fassade nach oben hin glättet, bis in den obersten Etagen vermutlich der Ziehharmonika-Effekt verschwunden ist, ist mir jetzt erst aufgefallen.

    Die Luftigkeit der vertikalen Streben, die scheinbar dünne Haut der ebenbündigen Verglasung - das alles macht zusammen mit der vertikalen Verwandlung den Eindruck eines fallenden Stoffes. Gefällt mir sehr.

    Nur diese aus der Ebene stehende Strebe in jedem Knick stört. Selbst wenn sie sich als Beleuchtung entpuppen sollte.