Nbger Südosten: Neues Stadtquartier in St.Peter

  • Luitpoldviertel Baufortschritt 12/2021


    Seit langem mal wieder vorbeigekommen, hier der aktuelle Stand der Dinge:

    Bei den Häusern in Bauabschnitt 1 ist man mitterlweile bei den oberirdischen Geschossen angekommen, Auch entlang der Hainstraße ist Erdgeschossniveau erreicht. Nach wie vor spannend bleibt es, wie die spitz zulaufende Ecke Hainstr./Regensburger Str. umgesetzt wird.


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    eigene Fotos.

  • Baustellen-Tour bei Regen, Teil 2:


    Das Luitpoldviertel in St. Peter auf dem ehemaligen Auto Krauss-Areal ist tatsächlich schon erstaunlich weit gediehen, selbst im Unterschied zu den gerade einmal ein paar Wochen alten Photos des Kollegen arc_bn.


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    Da der Bauträger KIB mit dem stimmigen Areal rund um die Tucher-Brauerei in der Nordstadt (mit den Teilbereichen Leopolds, Ludwigs, Isabellas & Co.) schon etwas Gelungenes abgeliefert hat, bin ich grundsätzlich hoffnungsfroh. Mit dem Luitpoldviertel knüpft er nun hoffentlich daran an. Auch hier geht es ja wieder um die Integration von einigen alten Bestandsgebäuden. Die Visualisierungen sind durchaus ansprechend.


    Auch aus den ehemaligen Hallen vom Autohändler lässt sich mit ein bisschen Phantasie bestimmt was Gutes machen – ob Restaurant, Galerie oder notfalls ein schönes Geschäft.


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    Insgesamt muss ich allerdings sagen: Das Gelände kommt mir ziemlich gedrängt vor. Und die Flächenversiegelung scheint nicht unerheblich zu sein.


    Hier noch zur besseren Übersichtlichkeit die Darstellung desaktuellen 1. Bauabschnitts:


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    © KIB-Gruppe

  • Danke für das Update!

    Ich bin auch recht erleichtert, dass es hier weitergeht und das Großprojekt nicht Opfer aktueller Umstände geworden ist.


    Die enorme Dichte des Viertels ist vielleicht kritikwürdig, ich finde sie jedoch verschmerzbar. Das westlich gelegene Gründerzeitviertel ist auch dicht bebaut und es handelt sich um ein klasse Grundstück in sehr guter, zentraler Wohnlage. Ich beobachte aber auch, dass Bauträger, die Projekte umsetzen bei denen Elemente unter Denkmalschutz stehen, den übrigen Teil der Projektfläche auch maximal ausnutzen. Das pauschal immer als unrentabel verschmähte Denkmal soll ja so irgendwie gegenfinanziert werden.


    Ich erinnere mich auch an hochwertige Visus, und ich hoffe das sie am Ende überzeugen. Die Materialität, die das Denkmal vorgibt, nämlich grau gestrichener Putz, Beton und einfache Fenster würden in den Neubauten zitiert ja eher wenig hergeben - ganz anders als am Schillerplatz, wo Gründerzeitarchitektur zitiert wurde.

  • Ich persönlich finde ja alle diese drei Studentenwohnungs-Projekte, die SteffenSetzer abgelichtet hat, allesamt gut gelungen. Bei zweien davon bin ich ebenfalls vorbeigekommen.


    Das größte Vorhaben in der Stephanstraße empfinde ich dabei gar nicht mal als erschlagend. Diese Ecke ist insgesamt dicht und hoch bebaut. Die Fassade ist aber gut gegliedert und wirkt mit den großen Fenstern offen und einladend. Gleiches gilt für die offene Erdgeschosszone an der Ecke. Wenn die gemäß Visualisierung geplanten sechs Bäume entlang der Stephanstraße gepflanzt sind, wird das eine gute Gesamtwirkung, gerade auch in Fortsetzung des westlichen Teils der stark begrünten Stephanstraße mit ihren Gründerzeitbauten.


    Beim ebenfalls recht großzügig wirkenden Eckgebäude in der Regensburger Straße gefällt mir, dass das Gebäude tatsächlich etwas aus der Ecklage macht und die Ecke selbst aktiv gestaltet.


    Und der Bau in der Pfründnerstraße fügt sich ebenfalls harmonisch und sogar aufwertend ins Umfeld ein. Hier ist das eigentliche städtebauliche Problem, dass das viereckige Gelände zwischen Stephan-, Pfründner- und Peterstraße einfach nur ein trostloser Parkplatz ist. Würde dieser zu einem Platz gestaltet bzw. zumindest komplett von einer Baumreihe umfasst werden, würde das ganze Viertel immens aufgewertet.

  • Also lieber Stefan, wenn man sich den Wettbewerbsentwurf weiter oben ansieht war der sogenannte Klotz bereits darin enthalten und wird auch, wenn die Bebauung insgesamt fertiggestellt ist kaum weiter stören, weil er Bestandteil der Platzkante ist.

  • Jetzt wurde auch im Bereich Regensburger Str-/ Hainstraße mit dem Aushub der Baugrube begonnen und rund um den zu erhaltenden Bestand ist das Bohrgerät im Einsatz.


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    eigene Bilder.

  • Wettbewerb Hainstraße / Ausstellung im Offenen Büro 31.05.-9.06

    Leider sind keine Details zu den Wettbewerbsgewinnern auf der Homepage der Stadt Nürnberg zu sehen.

    Auch der Immobilienentwickler bpd bouwfonds hat noch keine Infos herausgegeben.

  • Es war ja für dieses Frühjahr ein Architekturwettbewerb geplant. Dieser ist scheinbar jetzt entschieden.

    Auf der von Gerch erwähnten Webseite des Stadtplanungsamtes sind ja immerhin zwei kleine Bilder als Teaser zu sehen: https://www.nuernberg.de/internet/stadtplanung/

    Ich denke, die Ergebnisse des Wettbewerbs werden zeitnah auf der Projektseite des Entwicklers https://www.bpd-turm.de/ zu sehen sein, bin sehr gespannt, was uns da erwartet - auch auf der abgebrochenen Fläche direkt neben dem Hochhaus.

  • Wettbewerb Hainstraße / Ausstellung im Offenen Büro 31.05.-9.06

    Leider sind keine Details zu den Wettbewerbsgewinnern auf der Homepage der Stadt Nürnberg zu sehen.

    Auch der Immobilienentwickler bpd bouwfonds hat noch keine Infos herausgegeben.

    Bin heute (leider außerhalb der Öffnungszeiten) mal dort vorbeigekommen und konnte wenigstens ein Übersichtsfoto knipsen:


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    Quelle: eigenes Foto.


    Also meine Favoriten - rein optisch - wären das erste links oben und dritte Zeile ganz rechts gewesen. Aber es scheint ja primär auch um den Ökologischen Wert der Planungen zu gehen und da haben die Siegerentwürfe auf den ersten Blick natürlich deutlich mehr grün zu bieten.


    Beim Entwurf von Gräßel Architekten (erste Zeile, Mitte) finde ich die intensive Dachbegrünung spannend und das zweite Hochhaus mit der Unterbrechung im Bereich 5/6.OG eigentlich ganz cool. Das "Bestandshochhaus" dagegen ist schon sehr langweilig geworden :( Weitere Visualisierungen dazu findet man hier.


    Den Entwurf von blauwerk (dritte Zeile, Links) finde ich von der Kubatur ganz gelungen aber auch hier eine etwas eintönige Fassade. Weitere Visu dazu findet man hier.


    Auch auf der bpd-Webseite gibts nochmal neue Ansichten. Offensichtlich hat man sich für den Entwurf von Gräßel Architekten entschieden (obwohl es 2 Sieger gibt)?!

  • Danke für den Überblick, arc_bn !


    Mir persönlich hätte zweite Reihe links mit den diagonalen (Holz?)Streben am besten gefallen. Der Entwurf von Gräßel Architekten ist demgegenüber weniger großzügig und optisch weniger beeindruckend. Wenig überzeugend ist die nach Norden gewandte weitgehend geschlossene Seite des N-Ergie-Turms.


    Mein Eindruck ist, dass bei der Auswahl der Nachhaltigkeits-Gedanke eine große Rolle gespielt hat. Als besonders nachhaltig wird das Gesamtvorhaben ja auch beworben. Gräßel erhält den Bestandsturm, während viele andere Entwürfe auf Abriss und Neubau zu setzen scheinen und damit viel graue Energie freisetzen.


    Den etwas größeren neuen Turm finde ich zudem nicht so schlecht gelungen. Und dass städtebaulich ein kleiner baumbestandener Vorplatz entsteht, gefällt mir auch gut. Mal sehen, wie das Projekt sich weiterentwickelt.

  • Ein neues Hochhaus an der Hainstraße

    In der NZ stand es gestern bereits, heute online, allerdings hinter einer Bezahlschranke (Link). Ich gebe das gelesene mal frei aus dem Gedächtnis wieder: Das Grundstück hat nach dem Abriss des Fränkischen Überlandwerkes im letzten Jahr den Besitzer gewechselt und gehört nun dem BPD Investmentfonds, die in Nürnberg bereits an den Tramlofts investieren und am Nordbahnhofareal.

    Durch den Eigentümerwechsel haben sich auch die Pläne geändert: Das alte Hochhaus, das noch immer steht, bleibt auch stehen und wird aufgestockt. Zusätzlich soll ein weiteres, noch höheres Hochhaus an der Baaderstraße entstehen, also dort wo der Eingang des alten FÜW-Gebäudes war. Das neue Hochhaus soll aus einer Beton-Holz-Hybridbauweise bestehen und Dachgärten mit Bäumen erhalten. Die Website von BPD ist bereits eingerichtet, hat aber noch wenig Content.


    Der damalige Architektenwettbewerb hatte keinen Sieger, aber zwei Zweitplatzierte. Mit beiden habe man gesprochen und sich dann für Gräßel Architekten aus Erlangen entschieden. Die haben dazu allerdings auch nichts auf ihrer Homepage. Wir kennen dieses Architekturbüro aber von anderen, durchaus ansprechenden Projekten in Nürnberg, z.B. dem Neubau beim ehem. Blumenladen an der Schnieglinger Straße.


    Entstehen sollen um die 370 Wohneinheiten, mit erheblichem Anteil gefördertem Wohnraum. Baubeginn ist für Ende 2022/Anfang 2023 vorgesehen.


    Na ich bin gespannt, die Pläne finde ich jetzt garnicht mal schlecht. Sowieso finde ich, dass um ausgedehnte Parks gut auch Hochhäuer passen. Wer weiß, ob nicht auch das geplante Hotel an der Meistersingerhalle noch kommt, dann entstünde dort ein Hochhauscluster der imposanter ist als der am Wöhrder See oder am Tower Nürnberger Versicherung.

  • Ach sieh an, auf einmal ist das doch nicht unwirtschaftlich, den Hochhaus Bestand zu sanieren? Vielleicht hätte der nächste Investor dann auch den Erhalt des Fränkischen Überlandwerkes wirtschaftlich gefunden? Ich habe das Gefühl Investoren setzen zu oft alleine was sie wollen als Maßstab und nicht was mit dem Bestand möglich ist.

    Ansonsten sind es schon Ecken wie diese, wo mehr Hochhäuser hingehören. Ich hoffe aber inständig, dass das Hotel an der Meistersingerhalle in dieser Form nicht kommt, so einen ungelenken Klotz hat der Park nicht verdient. Es dürfte dann auch schwierig und langwierig sein, den später durch Umbau entsprechend zu korrigieren.

  • es ist schon schlimm, dass man in diesen Zeiten gleich beim Bau an Umbaumöglichkeiten denken muss. Das ist wie im Geschenkeladen, wenn man sich schon bei Kauf an der Kasse nach den Umtauschmodalitäten erkundigt

  • Die Gräßel-Architekten haben jetzt ihr Webseite aktualisiert und das Ganze als Leuchtturm-Projekt deklariert.

    U,a bauen die das Radloff-Gelände und einiges im Nordostpark


    Sieht ja eigentlich ganz nett aus mit dem vielen Grün, und wenn es ausnahmsweise wirklich mal so büschelig auch auf den Hochhäusern gestaltet wird, bekommt man von unten auch was mit. Nichtsdestotrotz ist auch nicht sichtbares Grün immer notwendig. Ob es so grün auch an der bestehenden Hochauswand wird, bleibt abzuwarten. Nicht zu ersten Mal sieht es dann am Ende Ende doch alles kahler aus. So wie Leuchttürme eben auch rotweiß-gestreift kahl sind.

  • Sehr interessant finde ich, dass das alte FÜW-Hochhaus stehen bleiben und saniert werden soll. Als es von der N-Ergie vor einigen Jahren verkauft wurde, hieß es noch, dass eine Sanierung bzw. Weiterbetrieb nicht möglich sei. Offene Schächte, fehlende Fluchtwege und andere massive Mängel beim Brandschutz wurden genannt, aber auch Statik und Schall, die man kaum bis nicht beheben könne...