Stadtgespräch Offenbach

  • Grenzen des Wachstums

    Die Stadt Frankfurt legte gestern (06.08.2018) Zahlen zur Einwohnerentwickung der "Metropolregion Frankfurt/RheinMain" vor. Danach ist Frankfurt ist mit jetzt rund 750.000 Einwohnern in den Jahren zwischen 2012 und 2016 mit 7,1 % am stärksten gewachsen. (Metropolregion | 5,721 Millionen Menschen)


    Dahinter kommen Offenbach (6,5 %), Darmstadt (6,4 %) und Mainz (5,3 %).


    Eine weiteres Wachstum der Einwohner ist nur mit der Ausweisung neuer Baugebiete möglich, auf den bisherigen Flächen sind die Grenzen des Wachstums bald erreicht.


    Offenbach Post vom 06.08.2018


    Insbesondere in Offenbach wird das Wachstum der Bevölkerung ab 2020 (wenn jetzt noch laufende Projekte abgeschlossen sind) meiner Einschätzung nach gegen 0 % gehen.


    80% der Stadtfläche von Offenbach unterliegen wegen Fluglärm des Frankfurter Flughafens der Siedlungsbeschränkung.


    Es dürfen keine "Lärm sensible" öffentlichen Einrichtungen (Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser oder Altenheime) mehr neu geplant und gebaut werden. Auch die Ausweisung neuer Baugebiete für Wohnungen auf den Flächen mit Siedlungsbeschränkung (80 %) sind nicht mehr möglich.


    Vom RB Darmstadt wurden beantragte Sondergenehmigungen um trotz Fluglärm bauen zu können, in der Vergangenheit bereits abgelehnt:


    z.B. Neues Wohngebiet auf dem Buchhügel (abgelehnt)
    z.B. Wohnen an der westlichen Hafenspitze (abgelehnt)
    z.B. Wohnungen auf frei werdenden Flächen am Kaiserlei (abgelehnt)
    z.B. Erweiterung der Edith-Stein-Schule (abgelehnt)
    z.B. Kita am Kaiserlei (abgelehnt)
    z.B. Planung einer Pflegeeinrichtung im Buchrain (eingestellt)

  • Um den Edeka mache ich mir wenig Sorgen angesichts des Goethequartiers, der New Frankfurt Towers und des Vitopia Kampus, zumal im Nordend bislang nur Discounter vorhanden sind.
    Schwieriger finde ich den Tegut auch wenn ich persönlich davon sehr profitieren werde, da die Entfernung zum KOMM nicht besonders groß ist und das Bio-Sortiment evtl. nicht ausreichend Abnehmer findet.
    Letztlich regelt das der Markt und wenn in den Penny wieder ein Getränkemarkt einzöge, wäre das ja auch nicht das Schlechteste.

  • OF-63067


    Trauriger Bestand?
    Das fällt von Aussen zum Glück kaum auf.
    (Stand ein Neubau je zur Debatte?)


    In solche sogenannten Shopping-Mails gehe ich sowieso nicht.


    In der Neubauanlage in der Bahnhofstrasse eröffnet ein Tegut.
    Der passt zu den neuen Bewohnern der Bahnhofstrasse und des Luisenhofs.


    Bewohner von dort kann man auf dem Märktchen kennen lernen.
    Immer Do 15:00 - 20:00 Uhr!


    Ackerlei (Obst & Gemüse)
    Dottenfelderhof (Brot und Milchprodukte)
    Feinkost (türkisch)
    Metzger mit Grillimbiss
    Honig direkt vom Imker aus OF Bürgel
    Die Suppe (Kleine Gerichte)
    (Namensvetter ;-) Francesco Mazzone mit live gebackenen Focaccias


    + Am Platz: Genussverstärker (Wein, Craftbier, Whiskey, …)


    Solche positiven Veränderungen wie eben Das Märktchen bedeuten mir mehr als z.B. die Schließung des Pizza Hut (in dem ich nie war) im OFF City Center! Und ob ein Lidl oder Penny schießen "muss" ist mir persönlich reichlich egal.


    Edeka?


    Sie meinen sicher den REWE (07:00 - 24:00 Uhr) in der Löwenstrasse. Der ist für REWE sicher eine "Goldgrube". Spät sind oft noch Warteschlangen an 3 besetzten Kassen.

  • Das Donnerstagsmärktchen hat definitiv die Werbeeinblendung verdient. Er sollte aber auch zu den Bewohnern des Nordends passen.


    Mit Edeka meine ich den neu geplanten Laden im Goethequartier.


    Anhand des OFF City-Centers sieht man m.E., dass eine "Flaniermeile" Berliner Straße (bisher) nicht funktionierte. Das Center ist jedoch auch ein Sonderfall; vom insolventen Bauträger bzw. Besitzer über Verwaltung durch Banken zum jetzigen Besitzer+Verwalter, der wohl noch kein schlüssiges Konzept hat.

  • Statt der Berliner Strasse hat sich jedoch meiner Meinung nach in den letzten Jahren die Frankfurter Strasse ausserhalb der bisherigen Fussgängerzone, in die "richtige Richtung" entwickelt.


    Mit der Soupreme Suppenbar | Better Burger - erstklassige Burger bzw. Burger Menü | ein Haus weiter beim Azzzuro Fischmarkt | sehr guten frische gegrillten Fisch. Absolut Spitze sind meiner Meinung nach dort die Calamaris, auf dem Teller oder als Calamari-Döner. ;-)
    Gegenüber beim Griechen Ovelos sind insbesondere die Speisen mit dem Haus-Icon zu empfehlen. (gegrillte rote Paprika mit Schafskäse, Tzatziki, dicke Bohnen in Tomatensoße, … sind hausgemacht) Dann die Pasticceria Sanremo, Café Cuore, das türkische Anatolia Restaurant ...


    Hier werden erste positive Ansätze des geänderten Bebauungsplans der Innenstadt und das Konzept des City-Kerns (Masterplan 2030 S.97) sichtbar.

  • Ist den ein Hotelbetrieb keine Diensteistung? In der OP wird über die Umwandlung von Bürogebäuden in Hotelgebäude berichtet. Es sind mindestens 4 im westlichen Teil, wenn man die 661 als Trennlinie betrachtet, 3 sind beim Umbau und 1 ist ja bekanntlich fertig.


    Oberbürgermeister Felix Schwenke meint u.a. dazu

    Zitat

    Besser als Leerstand sei eine Herberge freilich allemal.

    Das auf/an der Hanauer Landstraße (quasi gegenüber) auch sehr viele Hotels entstanden sind und noch entstehen, ist schon bemerkenswert!

  • @ Ffm60ziger


    Soweit mir bekannt ist sind Hotelbetriebe in Gewerbegebieten von Städten deutlich weniger beliebt als andere Dienstleistungs- und Gewerbebetriebe, da sie in der Regel im Verhältnis zu den benötigten Flächen nur eine geringe Gewerbesteuer an die Stadt abführen.

  • Immerhin zahlen Beherbungsbetriebe regelmäßig Gewerbesteuer, was man von den in Offenbach gerne so hoch gelobten Designern und Künstlern nur im Einzelfall sagen kann.

  • Kein neuer Stadtteil für Offenbach

    Hallo allerseits,


    das ist vielleicht ganz interessant: Laut einem Artikel in der FR, stellt sich die Rathausfraktion in Offenbach gegen Planungen für einen komplett neuen Stadtteil - zum Beispiel zwischen den Stadtteilen Bürgel und Waldheim.

  • ^
    Sehr interessant. Alle wollen billigen Wohnraum, aber bauen will keiner. :(


    Und wenn dann mal einer bauen will wie Frankfurt im Nordwesten, sind dann alle dagegen. Und dann wundert man sich über Politikverdrossenheit und die Abwanderung zu den linken und rechten Extremisten.

  • Kein neuer Stadtteil für Offenbach

    Bereits gestern, am 13.11. gab es zum Thema: "Neuer Stadtteil in Offenbach" einen Artikel in der FR | "Keine Denkverbote"


    Der Titel "Keine Denkverbote" passt perfekt, denn sobald man über die bestehende Gesetzeslage nachdenkt kommt man mehrfach zu dem Schluß: Eine Änderung des Flächennutzungsplans ist sehr unrealistisch.


    Den bestehenden Naturschutz könnte man vielleicht noch irgendwie aufheben (Ausgleichsflächen, analog zur Rodung des Bannwalds in Frankfurt), aber der größte Teil dieses Gebietes unterliegt der Siedlungsbeschränkung (80% der gesamten Stadtfläche) zum Schutz vor Fluglärm vom Frankfurter Flughafen.


    So ist in Offenbach Herr Paul Gerhard Weiss (FDP) für die Ressorts Bauen, Bildung, Umwelt, Flughafen zuständig.


    Eine merkwürdige Kombination mag man zuerst denken, aber ohne das Ressort Flughafen funktioniert in OF das Ressort Bauen seit der Genehmigung der NW-Bahn nicht mehr.


    Herr Weiss muss z.B. mit höchster Dringlichkeit einen Standort für ein Gymnasium finden. Da aber mögliche Standorte nur innerhalb der Siedlungsbeschränkung zu finden sind, ist ein sehr aufwändiger Ausnahmegenehmigungprozess mit dem RP Darmstadt notwendig.


    Hier ein Interview mit Herr Paul Gerhard Weiss aus der OP zu seinen Ressorts.

  • Kein neuer Stadtteil für Offenbach

    Nun schreibe ich auch mal was...


    Das Thema taugt nicht um Untätigkeit von Behörden und Politik anzuprangern.


    Grundsätzlich mal vorne weg:
    Offenbach ist die Flächenmäßig kleinste Großstadt Deutschlands. In der Bevölkerungsdichte unter den ersten 5. Dazu unterliegen 80% der Fläche einer Siedlungsbeschränkung.
    Nach heutiger Gemeindefinanzierungsgesetze (Gewerbesteuer), bräuchte die Stadt alleine zur Finanzierung der jetzigen Bevölkerung mindestens eine Verdopplung der Gewerbeflächen. Falls nicht eine internationale Großbank, oder besser noch FRAPORT, ihren Sitz an den Kaiserlei verlegt.
    In Offenbach kann und wird das Wohnungsproblem des Rhein-Main Gebietes nicht gelöst. Es bräuchte, gerade im sozialen Wohnungsbau, eher Entlastung.
    Für die nächste Zeit sind auch genügend Entwicklungsflächen geplant, auch wenn ich mir da eine viel dichtere Bebauung wünschen würde.


    Nun zum "neuen Stadtteil" zwischen Waldheim und Bürgel/Rumpenheim
    "Ein Blick auf die Landkarte spricht eine andere Sprache"...
    Hier hat ein völlig ahnungsloser Journalist (Sorry, soviel Bashing muss sein) also einen Blick auf die Landkarte gemacht...
    Das Gebiet zwischen Waldheim und Bürgel/Rumpenheim ist kein Landschaftsschutzgebiet weil es so eine herrlich einmalige Landschaft ist, sondern ein alter Seitenarm des Mains. Die alten Ortschaften Bürgel und Rumpenheim lagen sozusagen auf "Inseln" im Main. Noch heute dient - und jetzt wird das Thema erschlagen - dieses Gebiet als Flutungsfläche bei einem Deichbruch in Offenbach.
    Was passiert wenn man solche Gebiete bebaut kann man googeln unter z.B.: "Oderflut"


    Warum das Niemand erwähnt, ist mir ein Rätsel (oder Beweis für eine unglaubliche flächendeckende Ignoranz) Denn dieser war Thema bei der Planung der Deicherneuerung in Offenbach und die ist ja sooo lange nicht her, die Bauarbeiten haben nicht mal begonnen.


    Mein kleiner Beitrag zum Thema :)
    Andreas

  • Andreas OF: Ich stimme dir in allen Punkten zu.
    Dass dieses Gebiet auch Flutungsfläche ist, daran hatte ich nicht gedacht.


    Guter Vorschlag, dass Fraport seinen Firmensitz an den Kaiserlei legen sollte. ;-)


    Offenbach hätte dann vielleicht auch mal einen Vorteil vom Frankfurter Flughafen, anstatt nur die Wertminderungen, Zusatzkosten und aufwändigen Genehmigungsverfahren wegen der Siedlungsbeschränkung durch Fluglärm.

  • AndreasOF & Francesco :


    Also, mit Verlaub, vielleicht solltet ihr euch auch erst einmal informieren, bevor ihr Journalisten-Bashing betreibt. Im Siedlungsbeschränkungsbereich liegt das angesprochene Areal zwischen Bürgel und Waldheim meines Wissens nicht (hier eine Karte) und auf einer Karte der Retentionsräume ist das Areal ebenfalls - anders als zum Beispiel die Offenbacher Innenstadt - großteils ausgespart (siehe Deckblatt hier). Nur mal so am Rande.

  • Asche auf mein Haupt

    Erstmal, Danke an bushfreak!


    ...für's Schubsen vom "Hohen Ross"


    bushfreak hat natürlich recht mit der Kritik an mangelnder eigenen Recherche im Bezug auf das Überflutungsgebiet. Ich hatte es falsch in Erinnerung und habe die von Ihm verlinkte Grafik auf die schnelle nicht gefunden. Asche auf mein Haupt!
    Ich habe den Anteil der Überflutungsfläche im Bereich Kuhmühlgraben überschätzt.


    Ich habe mich beim Autor (Frank Scheuermann, dessen Artikel ich eigentlich sehr Schätze) entschuldigt.


    ZumTeil mit dem Grundsätzlichen stehe ich weiterhin. Der Platz und die Einnahmen in Offenbach sind äußerst gering und da nicht nur die Wohnbebauung sondern eben proporztional (in Offenbach eigentlich über-proporztional!) die Gewerbeflächen zur Finanzierung der Einwohner mit wachsen müsste, halte ich die Stadt nicht geeignet für größere Erweiterungen. Ich als Laie hatte das Maximum bei etwa 150.000 Einwohner geschätzt. Herr Weiß kommt auf 145.000.


    Um ein Beispiel zu nennen, wen ich meine wär dran wäre:
    Der neue Stadteil in Frankfurt an der A5 müsste eigentlich etwas südlicher entstehen - in Eschborn. Die Gemeinde hat durch Steuerdumping soviel Steuereinnahmen vernichtet und den Rest sich selbst einverleibt. Sie schuldet im Gegenzug der Region, plakativ gesagt, mindestens 20.000 Sozialwohnungen. Sie hätten dort die freie Fläche und die finanziellen Mittel dafür.


    Grüße
    Andreas

  • bushfreak : Sie haben Recht, die Karte zeigt es.
    Bauen ist also hier theoretisch möglich.


    Aber gehen Sie mal vor Ort.
    In diesem Gebiet herrscht nur schwer ertragbarer Fluglärm, davon habe ich mich täuschen lassen.
    In Realität ist es für mich nur schwer vorstellbar auch nur die Idee zu äußern, hier "lebenswerten" Wohnraum schaffen zu wollen.

  • Women in Real Estate“-Award 2018 für Daniela Matha | ©ƒ øπ©

    Der Geschäftsführerin der OPG (Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft), Daniela Matha wurde vorige Woche gemeinsam mit ihren OPG-Kolleginnen Bozica Niermann und Hanne Reichel in Berlin der „Women in Real Estate“-Award verliehen.


    Mit dem undotierten Preis werden zum vierten Mal „mutige Frauen“ aus der Immobilienbranche ausgezeichnet.
    Interview mit Daniela Matha in der FR vom 13.12.2018

  • Mietspiegel-Auswertung | So teuer ist Wohnen in Deutschland

    Heute in Spiegel Online: Mietspiegel-Auswertung | Städte | Top 30


    Erstmals seit 1998 steht Karlsfeld, die 22.000-Einwohner-Gemeinde im Landkreis Dachau, direkt vor den Toren Münchens beim Mietniveau vor München ganz oben. Ähnliches gilt für das Umland von Frankfurt auch die Mietpreise in Offenbach kennen nur einen Weg: steil nach oben.


    Hier ein Auszug der hessischen Städte aus den Top 30.


    Rang | Ort | Index
    10 | Darmstadt | 127
    15 | Wiesbaden | 124
    18 | Frankfurt am Main | 123
    24 | Offenbach am Main | 114