Entwicklungsgebiet Neumarkter Str. [im Bau]

  • Das sind sehr gute News. Damit zieht tatsächlich mal das viel beschriebene NYC Feeling in München ein.


    Unverkennbarer HWKN Stil auch bei dem Projekt in NYC: http://hwkn.com/projects/25-kent/


    Auch von solcher Architektur bitte viel mehr!


    Ist halt wieder Ironie des (Münchner) Schicksals, dass jahrzehntelang hektarweise Filetgrundstücke mit Schuhschachtelarchitektur verstellt wurden und nun im wenig beachteten Berg am Laim mit New-York-Feeling gebaut wird.


    :confused:

  • Ja, stell Dir mal vor dieselben Architekten hätten damals den gesamten Arnulfpark als Spielwiese gehabt und die Stadt München wär einem leichen "Höhenrausch" verfallen und hätte teilweise Hochpunkte bis 80m oder sogar 90m zugelassen :)


    So bleibt es allerdings in Berg am Laim. Dort ist eben das Schicksal, daß diese tolle Architektur ziemlich alleine dasteht.


    Da müßte schon das gesamte Gebiet um die Neumarkter enormst aufgewertet werden und noch bis runter zum Werksviertel viel Neues entstehen.


    Aber halt...dazwischen baut ja Rohde&Schwarz seine flachen Zweckbüroklötze...


    Ach was...vergiss es...


    So wäre Architektur in München an vielen anderen Stellen auch gegangen...dennoch schön für Berg am Laim!

  • Dort ist eben das Schicksal, daß diese tolle Architektur ziemlich alleine dasteht.


    Hä?


    Wie soll denn ein Viertel bitte attraktiver werden, wenn man nicht irgendwo mal anfängt?


    Der alte Peter stand vor 800 Jahren auch ziemlich alleine in der Gegend herum. Genauso wie Alt Bogenhausen früher auf freier Wiese entstanden ist.


    Da müßte schon das gesamte Gebiet um die Neumarkter enormst aufgewertet werden und noch bis runter zum Werksviertel viel Neues entstehen.


    Woher weißt du, dass es dazu nicht kommt? Ich sehe, wie in Berg am Laim derzeit Münchens interessanteste Architektur entsteht. Werksviertel, die Macherei, Baumkirchen Mitte, Hawe-Umbau, geplant ist nun auch die Neubebauung der BfB Areale. Direkt auf der gegenüberliegenden Bahnseite entstehen die BVT und das Wohn(hoch)hausgebiet an der Eggenfeldenerstraße (zwar schon Bogenhausen aber macht ja nichts). Ich kann nicht nachvollziehen warum es jetzt wieder heißt "nur Berg am Laim". Denn ist es nicht gerade deshalb in den Fokus von ambitionierterer Architektur gerückt, weil es eben noch viel Entwicklungspotential und vor Allem Umstrukturierungsbedarf aufweist? Genau solche Voraussetzungen, dass die Umgebung eben nicht "perfekt" ist, führen dann zu mutigem Städtebau. Schaut euch doch den Ackermannbogen an, wo die Planung vor dem Olympiapark kapituliert hat.

  • Ich rede ja vom Ist Zustand. Hoffe, daß es dann nicht 800 Jahre, wie beim alten Peter dauert :)


    Klar kann sich da etwas entwickeln. Aber es wird vermutlich doch noch viel mehr Zeit brauchen, als ich Anfangs dachte.


    Außerdem muß man zuerst auch mal realitisch bleiben:


    - Wir haben keinerlei Ahnung, was auf dem BfB Areal gebaut wird, geschweige denn, wann das passieren wird.


    - Zu Hawe: Das haut mich nicht gearde vom Hocker: http://www.sueddeutsche.de/mue…usend-wohnungen-1.3405737


    - Und die Eggenfeldenerstr. ist ja auch noch nicht zu 100% sicher und schon etwas weit Ab von den anderen Dingen.


    Das ist nichts zusammenhängendes. Kein Cluster an HH oder schöner Architektur....weit verstreut, das Ganze.


    Aber lassen wir uns überrraschen, ob in der Ecke noch mehr passieren wird.

  • Das ist nichts zusammenhängendes


    Genau das spreche ich doch an.
    Wieso muss denn immer alles zusammenhängend sein (mal abgesehen von HH)? Große Neubauviertel aus einem Guss gibt´s hier genug. Wenn ich an fünf verschiedenen Punkten was Neues anfange, wieso sollte dann nicht die Möglichkeit bestehen, dass sich nach und nach weitere tolle Projekte dazugesellen. Brooklyn ist größtenteils auch alles andere als schön und sehenswert und dennoch werden laufend neue interessante Projekte eingestreut. Nach und nach entwickelt sich der Stadtteil. Natürlich nimmt das viel zeit in Anspruch; Das ist bei Stadtgestaltung und -Reparatur aber nichts Besonderes ;).

  • Ich glaube ja auch daran, daß sich in dieser Gegend das neue und architektonisch hochwertige München bilden wird.


    Ein München, daß dann auch wirklich in die Jahre 2020-2050 und darüber hinaus paßt.


    Aber wie ich es auch in der HH Diskussion beschrieben habe, sehe ich ohne einen Rahmenplan, keine so guten Chancen.


    Man sollte das Ganze schon etwas planen und gewisse Rahmenbedingungen stecken bzw. schon jetzt Plots vergeben, die dann die vielen Abbruchgebäude in dieser Gegend ersetzen werden.


    Sonst wird es wieder ein kunterbuntes durcheinander...hier ein Lidl mehr, da ein Schuhkarton Büroensemble mehr, etc.


    Warum kann man das nicht per Plan mal festlegen? Von mir aus solls 20-30 Jahre dauern, aber dann eben mal echte Stadtplanung betreiben.

  • Die Abwesenheit eines Planes gibt eher Anlass zur Hoffnung. Sobald ein Generalplan vorhanden ist kann man sich auf ein langweiliges Zeug einstellen, dass "sich in die Umgebung einfügt". Da habe ich lieber ein kunterbuntes Durcheinander, weil dann wenigstens die Hoffnung besteht, dass sich mal etwas ändert.

  • ^


    Das sehe ich ganz genauso.


    Munich_2030 :


    Ein Hochhausrahmenplan ist natürlich absolut sinnvoll. Dieser legt ja nur die Baumasse fest.
    Aber ein Plan für bestehende Gebiete der vorschreibt, wo Kreativität und interessante Architektur entstehen muss, ist, wie derzberb das schon darstellte, kontraproduktiv. Sobald irgendwo in den Behörden bekannt ist, was hier und dort entstehen soll, entwachsen diesen Reglementierungen und Auflagen in der Gestaltung. Bei der Macherei wollte der BA auch schon Änderungen vornehmen lassen, dafür war aber keine Zeit mehr. Bis jetzt hat sich das in Berg am Laim auch völlig ohne Masterplan absolut in die Richtige Richtung entwickelt.

  • Die Macherei: Update 13.08.2017:

    Auf dem Gelände werden die letzten Überbleibsel der ehemaligen Temmler-Werke entfernt sowie bereits Spundwände für die Baugrube gesetzt.


    Da die Bilder sehr dunkel geraten sind, musste ich leider einen Filter über sämtliche Aufnahmen legen, daher der etwas grelle Orangestich.


    Blick von West nach Ost:


    Blick von Nord nach Süd:


    Blick von Nord nach West:


    Blick von Süd nach Nord. Stellenweise gab es Kellergeschosse, die es nun noch abzutragen gilt:



    Noch sieht man von hier die BVT (2/4):


    Bilder von mir

  • Gewerbe weicht Hotels, weicht Wohnungen, weicht Allem!

    ^


    In diesem Fall noch näher liegender: Es fehlt an Gewerbeflächen. Dass der Volk-Verlag dem Hotelbau weichen muss, sehe ich eher nicht als gute Nachricht. Denn offensichtlich ist es selbst für ein zehn Mann Unternehmen wie dieses, schwer, passenden Ersatz zu bezahlbaren Preisen zu finden. Große Hotelketten haben damit freilich keine großen Probleme.


    In der benachbarten "Macherei" werden künftig wahrscheinlich eher höherpreisige Büro- und Künstlerräumlichkeiten entstehen.

  • Das könnte gut sein. Allerdings wird man von dieser Revitalisierung von der Neumarkerstr. aus gesehen, nicht viel sehen.


    Da stehen zuviele andere Gewerbehütten davor.

  • Umnutzung der Industrieanlage für Branntwein in Berg am Laim.


    Das klingt doch mal äußerst vielversprechend:


    Das Gelände besteht aus zwei Teilflächen, die mit Brücken über den Leuchtenbergring verbunden sind. Mit der neuen Planung soll die Umnutzung und standortgerechte Entwicklung der zentralen und sehr gut erschlossenen innerstädtischen Flächen in angemessener baulicher Dichte erfolgen. Zudem wird die Entwicklung einer prägnanten Stadtkante im Kontext mit der dort vorhandenen Hochhausbebauung angestrebt. Die Fuß- und Radwegebeziehung auf dem ehemaligen Rosenheimer Bahndamm im Osten soll aufgenommen und nach Westen in Richtung Werksviertel und Ostbahnhof weitergeführt werden. Der barrierefreie Zugang zur S-Bahn sowie die Querung der Bahnachse werden geprüft.


    https://ru.muenchen.de/2017/17…ein-in-Berg-am-Laim-74642

  • Die Macherei: Update 13.01.2018

    Die Baugrube ist mittlerweile größtenteils ausgehoben, die Kräne können kommen:



    Im Hintergrund entsteht das NEO:



    Hier werden noch einige LKW benötigt:



    Bilder von mir