Neue U-Bahn-Linie 5 [in Planung]

  • ^^ Was sind denn die Vorteile von Seitenbahnsteigen? Die Vorteile von Mittelbahnsteigen liegen ja auf der Hand: Zugänge (Rolltreppen, Aufzüge) nur einfach nötig; Zugang für Fahrgäste, gerade ortsunkundige, einfacher; spontanes Umdisponieren der Fahrgäste möglich.


    (Ceterum censeo: Man sollte die Hochbahn fragen, ob dies jetzt die (End-) Station Bramfeld oder doch Steilshoop ist.)

  • Was sind denn die Vorteile von Seitenbahnsteigen


    ^^


    Das haegt sehr stark von der jeweiligen Lage, Erschliessung und Bauweise ab. Sofern die Station in offener Bauweise erstellt wird, faellt natuerlich erheblich (!) weniger Aushub an, da nicht vor und hinter der Station auf jeweils gut 100 Metern Laenge teure Tunnel-Aufweitungen gebaut werden muessen, die die Baukosten gleich um etliche Millionen in der Hoehe treiben. Die Gleisgeometrie ist bei Seitenbahnsteigen deutlich einfacher.


    Beim Bau in Schildvortrieb haegt es davon ab ob beide Richtungsgleise in einer gemeinsamen Tunnelroehre oder, wie in Hamburg, in zwei separaten Tunnels verlaufen. Im letzteren Falle (siehe Hafencity) ist der Mittelbahnsteig vorteilhafter, weil die Gleise in jedem Falle schon einen gewissen Abstand voneinander haben.


    spontanes Umdisponieren der Fahrgäste möglich.


    Soetwas sind doch Pseudo-Vorteile, die in der Realitaet nicht existieren. Kein normaler Fahrgast entscheidet spontan auf dem Bahnsteig in Steilshoop ob er in die Innenstadt will, oder doch lieber nach Bramfeld.

  • Also ganz ehrlich, ich finde die Gestalltung der Bahnhöfe unangenehm. Und das weniger was mit der farblichen Gestalltung zu tun als vielmehr mit der Glasscheibe vor den Gleisen, die dem Betriebskonzept mit dem automatischen Zügen geschuldet ist.


    Die Glasscheiben haben nichts mit den automatischen Zügen zu tun, sondern vielmehr mit Sicherheit. So kann einfach niemand - ob absichtlich oder unabsichtlich - auf die Gleise fallen.


    In sehr vielen anderen Städten ist das längst Gang und Gebe, obwohl die Züge nicht automatisiert ist, s. London Underground oder Tokyo Metro zum Beispiel.


    Natürlich machen die Glasscheiben eher bei geschäftigen Bahnhöfen Sinn. Aber an sich sehe ich keine Nachteile. Auf die Gleise schauen zu können bringt einem Fahrgast eigentlich keine Vorteile. Ich wundere mich schon lange, warum es das in Deutschland so wenig gibt. Gibt es überhaupt irgendwo in Deutschland Stationen mit Absperrungen an den Gleisen? Vielleicht weiß das jemand. Finde ich jedenfalls ziemlich erstaunlich.


  • Und interessanterweise wird die angebliche Haltestelle Steilshoop hier in der Visualisierung mit "Bramfeld" benannt. Hoffentlich weiß die Hochbahn, welche Station sie tatsächlich der Öffentlichkeit vorgestellt hat.


    Die Texte Bramfeld sind alle samt nur aus Richtung der wartenden Fahrgäste zu lesen. Diese sollten eigentlich wissen, wo sie sich befinden bzw. dürfte ihnen ziemlich egal sein. ERGO Zeigt Bramfeld das Ziel/Richtung in der der Zug auf diesem Bahnsteig fährt!


    PS: Im Hintergrund sieht man das bekannte Stationsschild und die Endung ..hoop ist zu lesen.

  • Und interessanterweise wird die angebliche Haltestelle Steilshoop hier in der Visualisierung mit "Bramfeld" benannt. Hoffentlich weiß die Hochbahn, welche Station sie tatsächlich der Öffentlichkeit vorgestellt hat.


    Der vom Bahnsteig aus lesbare Hinweis mit Richtungspfeilen an den Bahnsteigtüren soll wohl eher die Fahrtrichtung des Zuges angeben. Unrealistisch zwar, da man zumindest an jeder anderen Station dafür eigentlich Wechselanzeiger braucht.


    EDIT: aha, das haben zwei zur selben Zeit festgestellt.

  • @flow1an/micro: Danke für die Erklärung, das wird's wohl sein. Aber in der Tat eine ungewöhnliche Optik.


    Midas : Ich hab mich schon auf dem Bahnsteig spontan umentschieden. Meist natürlich eher in den vernetzten Zentren, wenn mehrere Wege zum Ziel führen.


    Seitenbahnsteige haben ihre Vorteile beim Bau. Das hatte ich axuh so im Kopf. Schade eigentlich im Bestandsnetz.

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    Die skizzierte S-Bahn Streckenführung von Westen kommend sowohl an Altona als auch Diebsteich vorbei Richtung Holstenstraße wäre ein Schildbürgerstreich.


    Für den Hamburger Westen ist Altona als Zentrum fast so wichtig wie die Innenstadt.

  • Na ja, es wäre zumindest konsequent. Wenn schon die S1/11 am neuen Fern- und Regionalbahnhof vorbeigeführt wird, dann kann man die zweite S-Bahn in den Westen auch daran vorbeiführen.
    Man plant ja auch die U5 unter der S1 hindurchzuführen ohne eine Unsteigemöglichkeit zu schaffen. Ich frage mich was bei den Hamburger Verkehrsplanern zur Zeit los ist

  • ^^


    Interessanter Aspekt, aber dann wäre wohl die Wirtschaftlichkeitsrechnung aufgrund der längeren Reisedauer in den kritischen Bereich gerutscht, so wie ich das verstehe. Ich hätte mir ja einen Haltepunkt im Bereich der jetzigen Ausfädelung gewünscht, über den dann jede von Altona oder Dammtor kommende S-Bahn geführt wird (Elbvororte und S32 dann verknüpft mit Dammtor, über Diebsteich führende Linien mit Altona, bahnsteiggleicher Umstieg untereinander).


    Im Übrigen ist die verlinkte NDR-Skizze ziemlicher Käse, da dann der Aufschrei um eine Nichtverknüpfung der Arenen-U-Bahn mit der S32 umso größer ausfallen müsste. Tatsächlich wird nur der östliche Rand der Arenen angefahren, wie hier zu sehen ist. Auch die anderen dargestellten Haltepunkte und Linienführungen passen hinten und vorne nicht.

  • Ein denkbarer Ausfädelungspunkt für die S32 wäre der Standort des geplanten S-Bahnhofes Ottensen. Mir ist klar, das der Drops gelutscht ist, denn die Aufträge für den Bau des in dieser Form IMHO weitgehend sinnfreien Bahnhofes sind bereits vergeben.


    Die Bewohner des nördlichen Ottensens werden künftig sage und schreibe 5 (!) S-Bahnhöfe im 1200m-Umkreis zur Wahl haben (Bahrenfeld, Diebsteich, Ottensen, Altona, und den "Bahnhof Nr 1" der S32), während die Luruper trotz 2er neuer Bahnlinien in den Hamburger Westen weiterhin mit dem Bus nach Altona zockeln werden.