Neue U-Bahn-Linie 5 [in Planung]

  • Neue U-Bahn-Linie 5 [in Planung]

    Ich eröffne mal einen neuen Thread.


    Alles in Infrastrukturprojekte mit Radwegen und Straßensanierung ist für dieses Projekt unwürdig.


    Die bislange Machbarkeitsstudie für den ersten Streckenabschnitt der U5-Bahnlinie ist abgeschlossen (Baustart: 2021. Fertigstellung: 2026) und sieht wie folgt aus.


    Verlauf: Bramfelder Dorfplatz über die Stationen Steilshoop (nahe Einkaufszentrum Schreyerring), Hartzloh, Rübenkamp, Sengelmannstraße und New York Ring (City Nord).


    Im ersten Quartal 2016 sollen die Entwürfe endgültig abgesegnet werden.



    Bild: Hamburger Hochbahn


    der HSV plädiert für eine eigene Haltestelle im Volkspark (ich übrigens auch!)


    http://www.abendblatt.de/hambu…nd-Barclaycard-Arena.html

  • der HSV plädiert für eine eigene Haltestelle im Volkspark (ich übrigens auch!)


    ^^ Da man jeden Euro nur einmal ausgeben und jeden U-Bahn-Streckenkilometer nur einmal bauen kann, muesste der HSV einmal erklaeren warum die Stadt Abermillionen ausgeben sollte um...


    ...eine U-Bahn zu einem Stadion zu bauen, wo an 17 von 365 Tagen fuer je einen halben Tag Verkehr ist (also zu 2.3% des Jahres), anstatt...


    ...fuer das selbe Geld anderswo zehntausende Menschen an den OePNV anzubinden, die an 260 Tagen im Jahr (52 x 5) jeden Morgen mit der U-Bahn zur Arbeit und abends nach Hause fahren wollen.


    Ausserdem sollte der HSV sich einmal fragen warum die Verkehrsplaner selbst beim Olympia Konzept fuer Hamburg ganz bewusst keine Haltestelle in direkter Stadion-Naehe geplant hatten.


    Nebenbei zu all den U-Bahn Plaenen Hamburgs: Fuer EUR 100 Mio kann man einen Kilometer U-Bahn bauen. Statt drei Kilometer fuer EUR 300 Mio zu bauen um irgendeine Siedlung zu erschiessen, sollte man lieber fuer das selbe Geld den Bau von z.B. 6,000 preisgebundenen Genossenschafts-Wohungen die direkt an bestehenden Schnellbahnen liegen mit je EUR 50,000 pro Wohnung bezuschussen. Das braechte unterm Strich wahrscheinlich mehr.

  • der HSV plädiert für eine eigene Haltestelle im Volkspark (ich übrigens auch!)


    http://www.abendblatt.de/hambu…nd-Barclaycard-Arena.html


    Früher hätte ich auch für eine Haltestelle bei den Arenen gestimmt, aber heute? HSV Handball ist nicht mehr, die Freezers sind auch tot, und wenn der HSV Fussball weiterhin so elendig im unteren Tabellenteil abhängt werden irgendwann auch die treuesten Fans die Schnauze voll haben.


    Würden die Arenen wesentlich weiter südlich liegen und die Arenen-Haltestelle wäre quasi nur ein zusätzlicher Halt an einer für Anwohner-/Firmen-relevanten Strecke (sprich etwa entlang der Luruper Chaussee), okay, kein Problem, aber eine Nordvariante der U5 (oder ggf eine vermeintliche S32) düfte nie einen Kostennutzungsfaktor erreichen, der die Mehrkosten gegenüber einer Südvariante rechtfertigen könnte.

  • Ich sehe eine Station Ebertplatz und dann eine gemeinsame Station Volkspark / DESY und später weiter Lurup Center bis Schenefeld (und eine kleine Schleife über Osdorfer Born)


    Oder einen Semi Geisterbahnhof, der nur bei Veranstaltungen aktiviert wird? Die Anreise zum Stadion ist jedenfalls müßig


    Und nur weil heute der HSV schlecht spielt heißt es nicht, dass in Zukunft auch so sein wird. Parallel entsteht noch der HSV Campus. Und sollte nicht noch eine Halle entstehen?
    Also langfristig wird die Nachfrage vorhanden sein.

  • Ich eröffne mal einen neuen Thread.
    der HSV plädiert für eine eigene Haltestelle im Volkspark (ich übrigens auch!)


    So lange die Anbindung der 'Arenen' mit einer besseren Erreichbarkeit des neuen Altona Bahnhofs am Diebsteich konkurriert, seh ich für die Norvariante keine Chance. Durch die Südvariante und einer Neugestaltung des Bahnhofumfeld am Deichsteich, entsteht dort nicht nur ein neues urbanes Zentrum (Potential für große Nahverdichtung), sondern Eimsbüttel und Altona wachsen auch endlich zusammen.

  • Ich tippe auch auf die Süd-Variante mit Anbindung des neuen Fernbahnhofs am Diebsteich. Eine Station Stadionstraße folgt dem Konzept der Entzerrung. Eine Station unter den Arenen wäre bei Veranstaltungen hoffnungslos überlaufen. Wer garantiert da für die Sicherheit der Fahrgäste?

  • @ all: Sorry, ich hatte ganz verdrängt, dass es für die U5 schon einen eigenen Thread gibt.


    Zur Ergänzung füge ich hier mal die Präsentations-Folien der Auftaktveranstaltungen ein, die im Rahmen der Bürgerbeteiligung erstellt wurden. Sie zeigen auch den aktuellen Planungsstand mit der Lage der Bahnhöfe.


    Station Bramfeld
    https://www.hochbahn.de/hochba…9cfb-e840a4c0a74a-ltd4y-y


    Station Steilshoop
    https://www.hochbahn.de/hochba…a05e-873f3e488cc5-ltc1dF7


    Barmbek-Nord:
    Station Hartzloh und
    Station Rübenkamp
    https://www.hochbahn.de/hochba…b8bb-2fb440c91a86-ltM5qFs


    City-Nord:
    Station Sengelmannstraße und
    Station New-York-Ring
    https://www.hochbahn.de/hochba…8dfc-dda60d6b9217-ltQHkLm



    Quelle:
    https://www.hochbahn.de/hochba…u5_ost_bramfeld_city_nord
    (Zum Teil sind auch die Protokolle der Auftaktveranstaltungen eingestellt.)

  • Muahuahuahua! Ich erinnere mich noch wie damals die (in meinen Augen hoechst sinnvolle) Hamburger Stadtbahn am Widerstand einiger weniger lauter NIMBY's gescheintert ist und unser heutiger Buergermeister den Menschen stattdessen die U-Bahn versprochen hat.


    Denn: Eine U-Bahn wird ja unterirdisch gebaut, das stoert ja niemanden. Jeder der schlau genug ist um durch eine Drehtuer zu gehen, hat natuerlich damals schon sehen koennen, dass eine U-Bahn natuerlich nicht nur X-fach teurer ist, sondern auch im Bau um ein vielfaches langwieriger, aufwaendiger und belastender fuer die Anwohner.


    Und : Oh, Wunder! Wer haette es ahnen koennen: Die Silberlockenfraktion hat sich in einer Initiative gegen die U5 Trassenfuehrung organisiert...


    Hier ist die grosse NIMBY-Gallerie zu bewundern.


    Zitate:


    Wir setzen uns für den Erhalt unseres Stadtteils ein und möchten verhindern, dass der Bau der U5 ihn nachhaltig zerstört.


    &


    Wir haben hier ein Fleckchen Erde und ein Miteinander, für das es sich zu kämpfen lohnt!


    &


    für die geplante U5 Haltestelle Hartzloh muss eine humanere (sic!) Alternative gewählt werden


    Zitate-Ende.

  • Der Bürger ist der Feind - zumindest, wenn er sich so geriert.


    Ich bin mir sicher, dass sich die lieben und guten Menschen vom Hartzloh bei ihren Alternativvorschlägen für den Stationsstandort intensiv mit den Anwohnern an den einzelnen Standorten beschäftigt und von ihnen eine uneingeschränkte Freigabe erhalten haben.


    Ansonsten könnte man am Ende glatt noch den Eindruck gewinnen, dass die Initiative einfach nur die Bauarbeiten bei sich verhindern will, es ihr aber ansonsten egal ist, wer von den Bauarbeiten möglicherweise belastet werden könnte.


    Ein Schelm, wer Blödes dabei denkt.

  • Weitere Steckenplanung U5 von der City Nord in die Innenstadt

    Die Konzeptstudie aus dem Jahr 2014 wird momentan in einer Machbarkeitsstudie vertieft. Es werden mehrere Streckenverläufe im Detail geprüft. Zum Schluss werden Vorzugsvarianten benannt. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie sollen Ende 2017 vorgestellt werden.


    Eine Mitnutzung der bestehenden Station Hauptbahnhof-Nord durch die U5 ist angeblich nicht vorgesehen. Dagegen sprechen bauliche Besonderheiten.


    Quelle: http://www.nahverkehrhamburg.d…r-innenstadt-fahren-7451/

  • Dem Bericht nach haben ja alle U5 Haltestellen-Kombinationen Jungfernstieg - Hauptbahnhof große Nachteile: Entweder gibt es schlechte Umsteigeverbindungen, eine deutlich längere Fahrtzeit, oder der Bau erfordert eine langfristige Sperrung des Wallringtunnel.


    Trotz Allem gibt es die Denkblockade, dass die U5 an beiden Stationen halten muss. ;)

  • ^^ Ich denke auch, dass die Haltepunkte Hauptbahnhof-Nord und Jungfernstieg am sinnvollsten sind. Ein U-Bahn-Bau geht nun mal mit der einen oder anderen tiefen Baugrube von statten. Wenn dadurch das bessere Ergebnis erreicht werden kann, sollt man diesen Weg gehen.


  • Ich bin mir sicher, dass sich die lieben und guten Menschen vom Hartzloh bei ihren Alternativvorschlägen für den Stationsstandort intensiv mit den Anwohnern an den einzelnen Standorten beschäftigt und von ihnen eine uneingeschränkte Freigabe erhalten haben.


    Die Bäumchen scheinen bei den Alternativstandorten jedenfalls keine Bedeutung mehr zu spielen. Schön find ich auch das hier:


    "Die U-Bahn wird direkt unter unserer denkmalgeschützten Kirche St. Gabriel hindurchführen – für uns eine Entweihung!" (http://lebenswerter.hartzloh.d…6-10-28-Quartierspost.pdf)


    Da werd ich das Gefühl nicht los, dass die Autofahrer aus dem Hartzloh einfach keine Baustelle haben wollen und sich nun alles erdenkliche aus den Fingern saugen. Und da ist ja keine Kita in der Nähe! Natürlich wird die Baustelle so offen (!) sein, dass die alle in die Grube fallen und sterben. Passiert ja täglich, während durch den MIV niemals Gefahren ausgehen.

  • Aber Kuddel, hast du nicht verstanden? Eine ENT-WEI-HUNG! Deine mangelnde Sensibilität gegenüber den religiösen Gefühlen dieser Menschen macht mich traurig und sehr betroffen.


    Wie immer, wenn eine solche Geschichte mit Bildern von bresig-trotzig dreinblickenden Leuten mit verschränkten Armen illustriert wird, ist die ganze Angelegenheit eine Posse und es werden in der Tat alle noch so absurden Argumente vorgebracht. Ich meine: hat sich überhaupt schon mal jemand damit befasst, ob da nicht irgendwelche Ley-Linien unter dem Gebiet verlaufen?


    Aber das Gute ist ja, dass zwar jeder eine Meinung haben und diese vorbringen darf, aber nicht jede Meinung in gleicher Weise berücksichtigt werden muss. Die Hochbahn wird sich also in ihrer planerischen Abwägung hoffentlich an gewichtigigeren Aspekten orientieren.


    Und ich möchte jetzt nichts von "Arroganz des Staats/der Planung" hören. Der Sinn von Öffentlichkeitsbeteiligung ist nicht der, dass die Gruppe, die am lautesten quiekt, schmollt und greint, Recht bekommt. Leider nur engagieren sich sehr viel schneller die Leute für etwas, die sich negativ betroffen fühlen und prägen das öffentlich wahrgenommene Bild entsprechend stärker als die Leute, die einem Vorhaben positiv oder zumindest gleichgültig gegenüber stehen.

  • Deine mangelnde Sensibilität gegenüber den religiösen Gefühlen dieser Menschen macht mich traurig und sehr betroffen.


    und das schreibst du, ohne rot zu werden. Böses Mädchen :lach:


    Bin mal ganz ehrlich:
    Ich dachte nur, dass die Hälfte der Leute vom Bild die Eröffnung (Baustart: 2021. Fertigstellung: 2026 - also in 10 Jahren) altersbedingt eh nicht erleben werden und die andere Hälfte dankbar sein müssten, dass die eine Bahnstation für ihren Nachwuchs (falls die bis zur Eröffnung nicht schon längst, da bereits junge Erwachsene, ausgezogen sind) oder sogar für sie selbst mangels Mobilität im Alter vorhanden ist.


    Also einen ganzen Stadtteil aus seinen jetzigen eigenen Gefühlen dauerhaft von einer Anbindung ans öffentliche Verkehrsnetz auszuschließen, weil man eine Baustelle befürchtet, ist hirnrissig.


    Die tun so, als ob eine Bahnanbindung eine Strafe sei.


    Ich empfehle einen Blick in die Vergangenheit:


    Bau der S Bahn 1975. Hier Reeperbahn:
    historisches Bild 1 und 2


    oder


    Der Bau der erweiterten Station Hauptbahnhof 1971


    Gab es da auch Proteste?


    Ja es gibt eine Baustelle. Aber der langfristige Nutzen der Allgemeinheit steht über dem kurzfristigen Magengrummeln und Befürchtungen.


    (allein Keine U Bahn zu Lasten von Umwelt und Mensch. Also keine Bahn und alle fahren mit dem Auto?)

  • Wieder einmal Journalismus auf HÖCHSTEM Niveau... schön, dass dieses Gossenmedium so offensichtlich aus der Wikipedia - aus dem von mir zu großen Teilen verfassten Artikel zur U5 - abschreibt und dabei auch noch so weit im Artikel liest...


    Wikipedia, erster Satz:
    Die U5 ist eine in Planung befindliche Linie der Hamburger U-Bahn, die bislang nur unzureichend erschlossene Stadtteile mit der Innenstadt verbinden soll.


    Bild:
    Die U5 soll die bislang nur unzureichend erschlossenen Stadtteile mit der Innenstadt verbinden.


    Wenn ich diese bresigen und selbstgefälligen Gesichter schon sehe... wobei ich mich nur frage, ob irgendjemand außer dem... nennen wir es in Ermangelung eines dümmeren Wortes einmal: Reporter der Bild von dieser Demonstration Kenntnis genommen hat...

  • ^Allein die Überschrift des Artikels ist schon Realsatiere pur: "Erste Demo der U5-Opfer"!
    Andere würden sich über eine bessere ÖPNV-Verbindung freuen ...


    Das ist ja fast auf dem Niveau der "Engagierten Wilhelmsburger" um meinem ehemaligen Hausarzt und einem wirren Professor.


    Mir bringt die U5 leider nichts mehr. Ich arbeite zwar in der City Nord aber bis die fertig ist, bin ich schon Rentner (hoffentlich).