Platensiedlung: Nachverdichtung der ehemaligen US-Housing-Area

  • Platensiedlung: Nachverdichtung der ehemaligen US-Housing-Area

    Bis zu 2.500 neue Wohnungen will die städtische Wohnungsbaugesellschaft ABG Frankfurt Holding in den nächsten Jahren alleine durch Nachverdichtung bestehender Siedlungen schaffen. Den Anfang soll ein Stadtviertel in Ginnheim machen, die sogenannte Platensiedlung, gelegen zwischen Raimundstraße, Stefan-Zweig-Straße und Platenstraße. Dafür ein eigener Thread, auch weil dieses Projekt zum Muster für weitere Entwicklungen werden dürfte. Nachverdichtung kommt dem ABG-Geschäftsführer zufolge auch in der Hügel-Siedlung und der Friedrich-Wilhelm-von-Steuben-Siedlung (beide Ginnheim) in Betracht, auch in der Edwards-Siedlung (Berkersheim), der Fischstein-Siedlung (Hausen) sowie im Bereich der ehemaligen Bundesbank-Wohnungen an der Miquelallee (Westend-Nord).


    Die Platensiedlung besteht aus schlichten und mit nur drei Geschossen recht niedrigen Zeilenbauten mit Satteldach, die in den 1950er-Jahren für das US-Militär gebaut wurden. Zwischen den rechtwinklig zur Haupterschließung namens Sudermannstraße ausgerichteten Häusern liegen breite Grünstreifen, die allerdings kaum genutzt werden, im Wechsel mit ebenfalls breiten Wohnstraßen mit großzügig dimensionierten Fahrzeugstellplätzen. Mit einem Street View der mitten durch die frühere Housing-Area verlaufenden Sudermannstraße kann man sich gut ein Bild machen.


    Nach Rückzug der amerikanischen Streitkräfte gingen die Wohnhäuser 1995 vom Bund in den Besitz der ABG Frankfurt Holding über. Seitdem ist die Platensiedlung ein konventionelles Wohngebiet. Die Wohnungen sind sozial gebunden, die Bindungen laufen dieser Quelle zufolge alle zwischen 2016 und 2017 aus. Die Mieten betragen bisher 4,40 Euro pro Quadratmeter!


    Geplant ist, bis 2019 zunächst den nördlichen Teil der Siedlung nachzuverdichten und dabei komplett neu zu gestalten. Neu errichtet werden sollen Kopfbauten mit sechs Geschossen zur Verbindung der Zeilenbauten. Über der Sudermannstraße ist die Errichtung von Torbauten geplant. Darüber hinaus ist im Nordosten des Areals ein neues Mehrfamilienhaus vorgesehen. Die bestehenden Gebäude sollen nach einem Entwurf von Stefan Forster Architekten jeweils zwei zusätzliche Geschosse erhalten, in Modulbauweise und der Statik wegen aus Holz. Danach ist eine einheitliche Gestaltung der Fassaden geplant. In den Bestand soll nur äußerlich eingegriffen werden. Aufzüge sind nicht geplant, eine energetische Sanierung ist bereits erfolgt und auch Ver- und Entsorgungsleitungen müssen nicht erneuert werden. In den entstehenden Innenhöfen sollen private Gärten geschaffen werden, dafür ist der Wegfall von Erdgeschoss-Balkonen an der Eingangsseite der Häuser vorgesehen.


    Durch diese Maßnahmen sollen 700 neue Wohnungen entstehen, zur Hälfte als geförderter Wohnungsbau. Auch 250 Studentenappartements sind geplant. Die Miete in frei finanzierten Neubauwohnungen soll etwa zehn Euro je Quadratmeter betragen. Bei den Bestandswohnungen ist eine schrittweise Mieterhöhung auf 5,50 Euro vorgesehen - was fraglos immer noch sehr wenig ist.


    Nach Auffassung der ABG ist keine Änderung des Bebauungsplans erforderlich. Im Herbst soll ein Bauantrag gestellt werden, im Frühjahr 2017 könnten die Bauarbeiten beginnen. Investieren will die Wohnungsbaugesellschaft 95 Millionen Euro. Nach Fertigstellung des nördlichen Teils könnte die Verdichtung und Umgestaltung südlich der Platenstraße fortgesetzt werden.


    Genutzte Quellen sind heutige Berichte von FR und FNP sowie die Printausgabe der FAZ. Einige Ansichten:









    Bilder: Stefan Forster Architekten / ABG Frankfurt Holding


    Zunächst geht es um den Bereich nördlich der Platenstraße, rot umrahmt, später könnte der ähnlich strukturierte Teil südlich davon folgen; der blaue Pfeil kennzeichnet das für den L-förmigen Neubau vorgesehene Areal:



    Bild: Google, Markierungen: Schmittchen

  • Da ist ja einiges geplant. Finde die Pläne sehr ansprechend. Zumal es eine recht behutsame Verdichtung ist.


    Die Maßnahme bringt sicher auch wieder Schwung in die bereits angestoßenen Diskussionen um die Erweiterung des Nahverkehrs in diesem Bereich (Ring-Straßenbahn bzw. Ginnheimer Kurve).

  • Also ich weiß ja nicht. Die Überlegung diese 50er-Jahre-Siedlungen mit ihren unsäglichen Zeilenbauten und daraus entstehenden nutzlosen halböffentlichen Räumen nachzuverdichten und dabei mehr in Richtung Blockrandstrukturen zu gehen ist ja sehr sinnvoll. Die geplante Umsetzung dagegen erzeugt ziemliche Magenschmerzen.
    Mit Ausnahme vielleicht der noch halbwegs erträglichen Torhäuser ist die Architektur ein Graus. Weiß, eckig, null Gliederung, im Endergebnis eine absolut furchtbare Fensteranordnung, ... Da ist der aktuelle Zustand ja fast noch besser. Sorry, da habe ich mir gerade von Forster deutlich besseres erwartet. Und ausgerechnet diese Einfallslossigkeit soll dann das gesamte Viertel prägen.
    Letztlich wird man ohne zumindest Teilabrisse und konsequentere Orientierung an den Blockrandstrukturen und weiteren städtebaulichen Prinzipien der Gründerzeit keine sinnvollen Stadtgrundrisse in diesen Siedlungen hinbekommen. Und wie fast überall sonst, gilt auch hier: mehr Mut zu richtigen Dächern oder wenigsten anständigen Dachabschlüssen, und lange Baublöcke sind in ihrer Fassadengestaltung zwingend in mehrere Körper zu untergliedern, Wiederholungen der immer gleichen Fassaden tunlichst zu unterlassen.

  • Ich finde die Planung von Forster sehr gelungen. Die x-beliebige Zeilenödnis der in den 50ern mit bescheidensten Mitteln hochgezogenen Siedlung von der Stange bekommt mit den Torhäusern und den Aufstockungen endlich ein individuelles Gesicht. Wer da die Nase rümpft, hat etwas nicht verstanden: es geht um preiswerten Wohnraum in serieller Fertigung. Natürlich ist das Geplante nicht vergleichbar mit den von Forster für Privatinvestoren wie in der Windeckstraße gemachten Entwürfen, aber dort kostet dann die 4-Zimmerwohnung auch eine Dreiviertelmillion und die Miete liegt über 15 €/qm. Und nicht zu vergessen: die Pläne sorgen dafür, dass nicht wie bei den einstigen Abrißplänen von Edwin Schwarz entmietet werden muß. Es ist gut, dass die ABG hier eine andere Richtung eingeschlagen hat. Dass die Architektursprache dabei ein wenig die Wiener Gemeindebauten der 20er Jahre zitiert, ist ein schöner Zug dieser Planung. Schließlich steht ja an der Raimundstraße einer der schönsten Frankfurter Wohnhöfe aus dieser Zeit.

  • Ich hab das sehr wohl verstanden, dass es um günstigen Wohnraum geht. Aber auch mit einfachen Mitteln lassen sich deutlich bessere Ergebnisse erzielen als das. In Berlin sind in den 80er-Jahren ganze Sozialwohnungsblöcke mit gegliederten Fassaden neu entstanden die um ein Vielfaches besser aussehen als 90% aller Neubauten der letzten Zeit in Ffm.


    Grade von den 20er-Jahre-Zeug hat Frankfurt wirklich schon mehr als genug, kein Grund diese (städtebaulich ebenfalls alles andere als überzeugenden) Bauten auch noch zu zitieren.

  • Hm, meine erste Assoziation war in der Tat auch Ernst May und seine 20er-Jahre Siedlungen, die ich allerdings sehr schätze und für gelungen halte und die eigentlich einen guten Ansatz verfolgten (mehr Licht und Luft und Grün in die Stadtviertel), gleichzeitig aber fast immer noch in einem städtebaulichen Gesamtkontext funktionierten, anders als das dann wiederum in den 60ern und 70ern war, wo aus einer fast schon als degeneriert zu bezeichnenden Idee beispielsweise auch von May noch als Spätwerk die Siedlung in DA-Kranichstein entstand. Die "alten" May-Siedlungen jedenfalls "funktionieren" nach meinem Eindruck auch nachwievor was die Mieterstruktur betrifft. Von daher kann ich die Kritik an der "20er-Jahre-Optik" ersteinmal nicht verstehen, ist aber auch sicherlich zum Teil Geschmackssache. Ein anderer Aspekt wurde ja auch schon erwähnt: unter dem Thema Nachhaltigkeit und Sozialverträglichkeit ist ein Nachverdichten und Sanieren im Bestand fast immer der Abrissbirne vorzuziehen, solange es jetzt nicht DIE städtebaulich wichtige Stelle im Stadtgebiet ist, die es zu retten gilt(Anders z. B. in der Altstadt, wo bezüglich der 50er-Jahre-Blocks eine "Große Lösung" vielleicht eher vorzuziehen wäre). Daher von mir eher :daumen:

  • Ich habe ein paar Jahre lang in der Platenstraße in einem Mehrfamilienhaus dieser Bauart gewohnt. Wer denkt, diese Häuser wurden damals (übrigens schon 1956-59) billigst hochgezogen, der irrt.


    Es wurde von den Amerikanern für damalige bundesdeutsche Verhältnisse geradezu luxuriös gebaut, wenn man z.B. mit mit der Siedlung Industriehof (aus dem gleichen Jahrzehnt) vergleicht, die sehr kleine Zimmer und sogar noch Holztreppenhäuser haben.


    Den US-Wohnungsgrundriss halte ich auch heutzutage noch für sehr attraktiv (Trennung der Wohnbereiche - öffentlich: Wohn-/Esszimmer und teilintegrierte, große Einbauküche mit Platz für amerikanische Großgeräte - privat: Flur mit abzweigenden Schlafräumen und Riesenbad mit hotelähnlichem Doppelwaschbecken).


    Dass die Häuserzeilen von außen sehr schlicht und ungepflegt wirken, liegt eher an den derzeitigen Eigentümern.


    Deswegen ist es nur zu begrüßen, dass die alte Bausubstanz als Basis Verwendung findet.

  • Und schön wieder alles auf null: Aus Rücksicht auf ihr Klientel rückt die SPD offenbar von einer Nachverdichtung der Platensiedlung ab: http://www.faz.net/aktuell/rhe…n-frankfurt-14489204.html


    Wenn sie sich da mal nicht täuscht. Ob das wirklich so viele SPD-Wähler sind, die da wohnen, müsste erst mal geklärt werden. Entscheidend ist aber: Durch die Nachverdichtung würde die Siedlung gewinnen, insbesondere (aber nicht nur) in städtebaulicher Hinsicht.


    Wie toll Nachverdichtung wirken kann, sieht man an einem Projekt im Riederwald. In der FR gab es dazu auch einen Artikel mit Foto. Ein großer Gewinn, gerade auch für die Bewohner selbst. http://www.fnp.de/lokales/fran…gezeichnet;art675,2275592

  • Höchst zweifelhafter Verdienst der SPD ist nun, dass statt 700 zusätzlicher Wohnungen nur noch 600 bis 650 Wohneinheiten entstehen. Das ist der heutigen Tagespresse zufolge Inhalt einer nun erfolgten Einigung im politischen Streit um die Planung der ABG Frankfurt Holding (z. B. FNP). Jeweils ein Geschoss weniger als zunächst vorgesehen soll aufgestockt werden. Auch die Zahl der "Brückenbauten" über der Sudermannstraße wird verringert. Der Baubeginn ist im kommenden Jahr geplant. Nach drei Bauabschnitten soll das Vorhaben im Jahr 2022 fertig gestellt werden.

  • Immerhin kommt die Nachverdichtung doch noch und die meisten Wohnungen werden gebaut. Aber selbst die ursprüngliche Nachverdichtung war eigentlich ja moderat gehalten.

  • Super Idee mit den Torhaeusern! Aber um die Daecher ist es schade.
    Rote Ziegel und Silbern grauer Schiefer taeten dem Ganzen gut. Waeren auch besser isoliert, die Haeuser.
    Koennte werden wie die Gartenstadt in Dresden. Mal hier ein Fensterladen, mal dort einen Bogen und ein bisschen Bauhaus dazwischen. Ist ja keine Innenstadt.

  • Terminplan

    Jetzt wird es konkret. Die ABG hat einen generalstabsmäßig detaillierten Terminplan veröffentlicht. Demnach sind die umfangreichen und sicher nicht unkomplizierten Einzelmaßnahmen in und an den fast 20 Häuserzeilen in den folgenden Schritten geplant:


    • April 2018 bis April 2019 – Fundamentverstärkungen und andere Arbeiten in den Kellergeschossen. Dauer jeweils drei Monate. Jede Zeile mit eigenem Starttermin, zuletzt Zeile 17 ab Januar 2019
    • Juli 2018 bis Ende 2019 – Aufstockung, ebenfalls je Zeile zeitversetzt. Dauer jeweils ca. 6 Monate
    • September 2018 – Baubeginn für den südlichen, kleineren Verbinder "O" an der Stefan-Zweig-Straße
    • April 2019 bis Oktober 2019 – Baubeginn für die Errichtung der 4 Torhäuser an der Platenstraße
    • April 2019 bis Januar 2022 – Baubeginn für die 5 Endhäuser ("M" am Sophie-von-La-Roche-Weg mit Kita)
    • März 2019 bis Oktober 2019 – Baubeginn für die Tiefgaragen in den 5 Höfen
    • März 2021 bis April 2022 – Baubeginn für die 4 Brückenhäuser über der Sudermannstraße
    • Januar 2022 – Baubeginn für den großen Verbinder "P" (mit Kita) an der Stefan-Zweig-Straße


    Einen Lageplan mit Kennzeichnung der jeweiligen Bauteile gibt es ebenfalls:



    Plan: Stefan Forster Architekten, Frankfurt

  • Schön, dass in dem neuen Lageplan immer noch vier Brückenhäuser über der Sudermannstraße eingezeichnet sind. Wenn man das mit der weiter obenstehenden, älteren Computergrafik der ABG vergleicht, hat sich deren Anzahl nicht geändert. Gut so! Städtebaulich wäre das ein Verlust gewesen, wenn ausgerechnet diese Brückenhäuser der Verringerung der neu zu bauenden Wohnungen zum Opfer gefallen wären.


    Dass ausgerechnet die SPD hier weniger Sozialwohnungen bauen lassen will, verstehe ich nicht. Warum auch immer: anscheinend wurde eher an den Verbindungsbauten gespart, die jetzt laut Lageplan etwas kleiner erscheinen. Und der größte Brocken dürfte das L-förmige Gebäude nördlich der Sudermannstraße sein. Das entfällt komplett, stattdessen ist jetzt ein Spielplatz eingezeichnet. Städtebaulich kann man den Verzicht darauf wohl am ehesten verschmerzen, und es könnte auch leicht revidiert werden, wenn man bei der SPD wieder zur Vernunft gekommen ist und mehr statt weniger Sozialwohnungen zulässt.

  • Maßgebliche Teile der bisherigen Bewohner, die das Privileg genießen, für eine geringe Miete bei von der Stadtpolitik auf ein Prozent begrenzten jährlichen Mietsteigerung in guter Lage wohnen zu können, zeigen sich leider wenig solidarisch mit denjenigen, die eine bezahlbare Wohnung benötigen. Das ist laut FNP etwa bei dem heute von epizentrum erwähnten Verdichtungsprojekt an der Vatterstraße nicht anders (Bauherr ist hier die mehrheitlich landeseigene Nassauische Heimstätte). Aus meiner Sicht ist die Haltung der Bewohner ein Anlass zum Fremdschämen. Der SPD fehlt einmal mehr der Mut, von ihrem Klientel Solidarität einzufordern und mit Nachdruck auf die Notwendigkeit und die Vorteile solcher Projekte zu verweisen. Stattdessen wirkt sie darauf hin, die Planungen zusammenzustreichen, mit der unbefriedigenden Folge, dass längst nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden können.

  • Ein grösserer Rundgang über die Baustelle, da diese momentan sehr medial vertreten ist in Presse und TV. Und das zu Recht.
    Ein allemal sehr interessantes Projekt was Schule in Frankfurt machen dürfte.
    Potential für solche Nachverdichtungen und Erweiterungen gibt es noch genug in Frankfurt, zB. Niederrad usw.


    Zuallererst ein Plan mit meiner Gehrichtung durch das Viertel mit den Kameraperspektiven, gekennzeichnet durch das V in Fotografier-Richtung, die Bilder sind groß klickbar:



    Bild AGB, Frankfurt


    Von Norden kommend auf der Stefan-Zweig Straße ist noch nicht soviel zu erkennen. Der grosse "Verbinder" P kommt ja als letztes an die Reihe, links wurde das Haus Z03 auch noch nicht begonnen. Hinter Z03 sieht man das Gebäude Z04, welches bereits aufgestockt worden ist.


    1.Bild: https://abload.de/img/p_01s7kdq.jpg


    2.Bild: https://abload.de/img/p_02o8kc6.jpg


    Blick auf das Gebäude Z01, rechts Z17 (welches Teil des grossen Verbinders werden wird) und auf das bereits fast fertig gestellte Gebäude Z02. Nur an dessen Ostseite befinden sich noch einige Gerüste. Standort auf der Karte eingezeichnet, dort wird in Zukunft das erste Brückenhaus "E" über der Sudermannstraße errichtet werden. In den Höfen werden Tiefgaragen gebaut, die Baugruben hierfür werden bereits teilweise erstellt.


    3.Bild: https://abload.de/img/p_07ipj8s.jpg


    Details der Westseite von Teil Z02:


    4.Bild: https://abload.de/img/p_04pbjgl.jpg


    5.Bild: https://abload.de/img/p_05ldjr6.jpg


    6.Bild: https://abload.de/img/p_06fhkw3.jpg


    Gebäudeteil Z04:


    7.Bild: https://abload.de/img/p_03rak9c.jpg


    Blickrichtung Z01, links im Bild Z02, an Z01 wird in Zukunft das erwähnte Brückenhaus "E" anschließen und die Sudermannstraße überbrücken.


    8.Bild: https://abload.de/img/p_082xkfz.jpg


    Gebäudeteil Z07 ist bereits mit Modulen komplett aufgestockt, aber natürlich noch im Rohbau, alle unten liegenden Wohnungen bleiben und sind während der Baumaßnahme bewohnt, die Mieter zahlen eine verminderte Miete.


    Kommen wir nun zur Ostseite des Gebäudeteils Z02, die Ostseite hat Brüstungen in den Modulen:


    10.Bild: https://abload.de/img/p_0977jq6.jpg


    11.Bild: https://abload.de/img/p_10mfjtl.jpg


    Die südlich gelegenen Gebäudeteile Z05 und Z06 sind bereits komplett mit Modulen aufgestockt worden. Aber auch hier noch Im Rohbau, daher keine Bilder.
    Nördlich davon liegen die Gebäudeteile Z07 und Z08. Z07 ist bereits aufgestockt und bei Z08 ist der Dachstuhl bereits komplett abgetragen und dieser wird nun für die Montage der Module vorbereitet:


    12.Bild: https://abload.de/img/p_114ekzw.jpg


    13.Bild: https://abload.de/img/p_124fjq2.jpg


    An den Gebäuden Z11 und Z12 (im Hintergrund) wird der noch bestehende Dachstuhl bereits vorbereitet. Diese Maßnahmen laufen bei fast allen Gebäudeteilen die den Dachstuhl noch haben.


    14.Bild: https://abload.de/img/p_13h9j87.jpg


    Bei Gebäude Z09 läuft die Modulaufstockung gerade:


    15.Bild: https://abload.de/img/p_14kak1g.jpg


    16.Bild: https://abload.de/img/p_1549jup.jpg


    17.Bild: https://abload.de/img/p_16vgkt0.jpg


    Gebäudeteile Z10, Z13, Z14 sind bereits in der Vorbereitung für den Rückbau der Dachstühle.


    Nun die Ansichten aus der Platenstraße, zuerst Haus Z06:


    18. Bild: https://abload.de/img/p_195mkck.jpg


    Ein Übersichtspano, zu sehen sind von links nach rechts Haus Z17 (hinter den Bäumen), Haus Z01, Z02,Z05 und Z06.
    An dieser Front werden ab dieses Jahr die Gebäudeteile (Torhäuser) A,B,C und D entstehen. Diese schließen die Innenhöfe dann von der Platenstraße ab.
    Zudem diese im EG verklinkert werden und etwas Abwechslung in der Form der Gestaltung bringen. Denn die bisherigen Aufstockungen sehen bisher etwas trist aus. Man muss aber natürlich bedenken, dass dies alles wieder ganz anders wirken wird wenn alle Gebäudeteile wie Brückenhäuser, Torhäuser und Verbinder fertig gestellt sind, die Tiefgaragen erstellt und alles wieder begrünt ist. Das könnte durchaus etwas werden. Zudem die Mietpreise in den Modulen einfach unschlagbar sind.


    19.Bild: https://abload.de/img/p_17qyj5n.jpg


    Nochmal der Blick auf die Westseite des Haus Z02:


    20.Bild: https://abload.de/img/p_18aak4r.jpg


    Vergleich zwischen Z01 und Z02, bitte bedenken, hier entsteht noch das verbindende Element (Torhaus) A, für welches die Baugrube bereits erstellt wird:


    21.Bild: https://abload.de/img/p_208wkto.jpg


    22.Bild: https://abload.de/img/p_23nnjna.jpg


    Und noch einmal Z02, Ostseite:


    23.Bild: https://abload.de/img/p_21gcklg.jpg


    24.Bild: https://abload.de/img/p_22l0kzf.jpg



    Alles in allem gefällt mir das recht gut. Wenn es fertig ist wird es stimmig und ich hoffe, dass es südlich der Platenstraße weitergeht. Auch für andere Stadtteile wäre dies eine Möglichkeit nach ähnlichem Schemata.
    Architekt Stefan Forster und die AGB leisten hier gute Arbeit. Muss man auch mal sagen.


    Zu hoffen ist noch, dass der Statteil durch die Verlängerung der U-Bahn noch besser angeschlossen wird. Hierzu würde ich mir persönlich den Streckenverlauf Ginnheimer Kurve wie hier dargestellt wünschen.


    Alle Bilder: Adama
    Karte: AGB Frankfurt

  • ^ Danke für den tollen Überblick, Adama!


    Erfreulich ist die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum mit dem erstaunlichen Zuwachs von 2/5 der Gesamtfläche pro Wohnblock.


    Die enormen Aufstockungen sind in meinen Augen kein optisches Meisterwerk, bei Wohnblöcken dieser Art ist das jedoch zweitrangig. Ich finde es eher erstaunlich, dass die Statik der alten Gebäude derartige Gewichtsveränderungen verträgt. Interessantes Großprojekt!

  • In der Tat, über den spröden Charme eines Containerstapels reichen die aufgestockten Bauten nicht hinaus. Es ist jedoch zu bedenken, wie in #15 schon erwähnt, dass die Zeilen noch durch neu zu errichtende Torbauten ergänzt werden. Diese werden die besonders unansehnlichen, weitgehend fensterlosen Schmalseiten des Bestands verdecken. Und sollen, für sich gesehen, differenzierter gestaltet werden als die Zeilen. Siehe Visualisierungen auf der ersten Seite des Strangs. Ich gespannt, wie das dann als Ensemble wirken wird.


    Vielen Dank für den engagierten Beitrag, Adama.

  • Die Holzfolierung auf den Fenstern der Visualisierung ist schonmal eingespart worden. Das weiß in weiß ändert die Wirkung der Fassaden erheblich.

  • Ähnliche Wohnungen finden sich auch noch am Frankfurter Berg und südlich der Hügelstraße zwischen Rosa-Luxemburg-Straße und Eschersheimer Landstraße.


    Allein dort wären sicher mehrere hundert zusätzliche Wohnungen drin. Man muss das halt wollen. Dann geht das auch.

  • Bessere Lösung wäre aber allemal der Abriss und Neubau. Damit dürfte sich noch deutlich mehr Wohnraum schaffen lassen, da dann auch die völlig unnützen Abstandsflächen wegfielen (stattdessen hätte man durch die Bewohner deutlich besser nutzbare private Innenhöfe), und das Stadtbild würde ganz erheblich aufgewertet. Gegenüber dem was derzeit hier umgesetzt wird, ist ja sogar der Bestand noch regelrecht ansehnlich, und das will schon was heißen.
    Als Vorbild für die unzähligen anderen Nachkriegssiedlungen in Frankfurt mit ihren unsinnigen Zeilenbauten taugt das hier praktizierte Konzept jedenfalls überhaupt nicht.