Paketposthalle und Umgebung 2×155m [in Planung]

  • So sehr ich für eine hohe Dichte bei der Bebauung in der Innenstadt bin, so sehr bin ich auch für Abwechslung in der Höhenentwicklung. Das kann von einer einzigen Etage (etwa für mache Verbaruchermärkte, Kindertagesstätten) bis hin zu 10 und mehr Etagen gehen. Die Lücken, dh. die Stellen mit den kleinen Gebäuden sorgen dafür, dass Sonnenlicht wenigstens Teile aller Straßen trifft. Außerdem sieht Abwechslung immer gut aus. Eine einheitliche Traufhöhe wirkt, egal ob es 1 Etage, 3, 4, 7 oder 12 oder merh sind, immer sehr öde.

  • Wenn man sich auf dem Foto die neuen Wohnhäuser rechts neben der Halle ansieht :nono:


    Ich finde es schon auch sehr ärgerlich, dass man bei den ja noch ziemlich jungen Planungen des Areals östlich vom Briefzentrum überhaupt keinen Bezug zu der Halle hergestellt hat. Natürlich konnte man die jetzigen Entwicklungen einer Aufgabe der Halle und die damit verbundene Neuentwicklung und Öffnung des Areals noch nicht absehen - dennoch hätte man sich städtebaulich besser positionieren müssen. Ganz davon abgesehen, dass diese niedrigen Vorstadt-Häusschen mit Gärten im Erdgeschoss an einem zentralen Standort wie diesen ziemlich deplatziert wirken.


    Ansonsten gibt der AZ Beitrag Anlass zur Hoffnung. Eine kompette Öffnung der Hallenkonstruktion wäre etwas Wunderbares und HdM haben mit den Fünf Höfen gezeigt, dass sie auch mit Bestand gut umgehen können und daraus zusammen mit ergänzenden Neubauten spannende Lösungen entwickeln können. Ich bin daher sehr neugierig, was die Architekten vorschlagen werden. Vielleicht werden ja noch weitere der Bestandsbauten miteinbezogen, wie z.B. das Postgebäude an der Arnulfsraße...

  • Ein klassisches EKZ an dieser Stelle? Die Anbindung ist nicht übermäßig gut. Der Fußweg von der S-Bahn ein gutes Stück weit. Für speziellen Handel wie Möbel ein guter Standort aber nicht für den klassischen Mix einfacher Konsumgüter. Dafür gibt es bereits die Pasing Arcaden und die Innenstadt ist wirklich für die Einwohner Neuhausens / Nymphenburg gut erreichbar. Lieber EKZ mit unmittelbarem U-/S-Bahn Anschluss und interessantem Einzugsgebiet. Dann eher noch den Rotkreuzplatz stärken oder gleich am Laimer Platz ein EKZ bauen.

  • Ich war bei der Infoveranstaltung. Einen weiteren Arcadentempel wird es nicht geben. Vielmehr sollen innerstädtische Nutzungen komprimiert dort als zweites Stadtzentrum neu entstehen, also Kultur, Wohnen, kleinteiliger Einzelhandel, Gastronomie, Arbeiten, Soziales. Viel konkreteres gibt es noch nicht, man steht ganz am Anfang. Die Möglichkeiten über das neue "Urbane Gebiet", das wir Ex-Ministerin Hendricks zu verdanken haben, wurden besprochen. Diese Neuerung wird als Chance für das Postareal gesehen. Hochhäuser waren weder auf dem Podium noch im Publikum ein Tabu.


    Hinter vorgehaltener Hand wird eh darüber gesprochen dass die beiden Münchner Arcaden gar nicht so gut laufen. Von kleineren Projekten wie Mira und Mona ganz zu schweigen, da ist es ja kein Geheimnis, dass das Rohrkrepierer sind. Ich denke der Bedarf an EKZ ist gedeckt. Es lassen sich wohl nicht noch mehr Kunden aus der Innenstadt weglocken, und den Onlinehandel darf man dabei sowieso nicht vergessen.

  • Vielmehr sollen innerstädtische Nutzungen komprimiert dort als zweites Stadtzentrum neu entstehen, also Kultur, Wohnen, kleinteiliger Einzelhandel, Gastronomie, Arbeiten, Soziales. Viel konkreteres gibt es noch nicht, man steht ganz am Anfang.


    Das klingt sehr gut, ich freue mich auf das Konzept! Ich denke die Halle bietet die spannende Möglichkeit eines "Indoor-Stadtteilzentrums". Umso gespannter dürfen wir sein wie das gestaltet wird. Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen dass man die Seiten komplett gläsern und teildurchlässig (=offen) gestaltet und so einladende Bereiche schafft. Insbesondere für Gastronomie usw. wäre das sehr spannend.


    Mal sehen was Herzog und De Meuron präsentieren werden. Gab es denn schon eine grobe Ankündigung wann mit einem ersten Konzept zu rechnen ist?

  • Für mich zur Zeit defintiv das spannendste Projekt in der Stadt. Alle Beteiligten wirken entschlossen, es diesmal besser zu machen und die Fehler der Vergangenheit zu vermeiden. Und zwar in die Richtung dichter, höher, vielfältiger, gemischter und vor allem architektonisch innovativer. Dass hier HdM mit im Boot sind, nährt die Hoffnung, dass dieses Versprechen auch eingelöst wird :)

  • Paketposthalle als Alternative für den Gasteig

    Die FDP-Hut-Fraktion wollte die Paketposthalle als Alternative für den Gasteig geprüft wissen, nicht zuletzt aufgrund der davongaloppierenden Kosten und des ebenfalls sehr kostspieligen Interimsstandortes an der Schäftlarnstraße.


    Die Verwaltung begründet ihre Ablehnung ebenfalls mit den Kosten, die schon in die Planung der Gasteigsanierung geflossen sind sowie den bereits geschlossenen Verträgen. Zudem hält sie die Paketposthalle für zu klein, um die Nutzungen des Gasteigs unterbringen zu können, was zusätzliche Bauten auf dem Gelände erforderlich machen müsste.


    Hier geht es zu den Dokumenten:


    https://www.ris-muenchen.de/RI…kumente.jsp?risid=5125322

  • Oh Mann, die Stadt hat bei der Vergabe der Gasteigsanierung eine volle Bauchlandung hingelegt. Dazu kommt der völlig verkorkste Entwurf für die Konzerthalle am Ostbahnhof. Die Verantwortlichen mögen doch bitte zumindest hier die Finger aus dem Spiel lassen, bevor wir das nächste Architekturdesaster haben.


    Das Projekt Paketposthalle liegt jetzt in privater Hand. Ein Investor entscheidet jetzt und seine erste Entscheidung kann ich nur voll unterstützen: er plant das selbst (die Stadt ist hier maximal unterstützend aktiv)! Die nächste Entscheidung war noch besser - keinen Wettbewerb ausloben bei dem am Ende entweder treffsicher der schlechteste Entwurf prämiert oder Vetternwirtschaft aufgedeckt wird. Stattdessen wird direkt eines der besten Büros beauftragt. Sehr gut!


    Also bitte liebe Politiker, haltet euch hier bitte raus. Noch mehr Debakel braucht es nicht, zwischendurch darf auch mal etwas vernünftiges rauskommen. Danke.

  • ^


    Mit dem Konzertsaal am Ostbahnhof, den ich nebenbei gar nicht so schlecht finde, hat die Stadt nichts zu tun.


    Dass die FDP hier versuchte den Gasteig in die Paketposthalle zu verlagern war schon vor dem Antrag zum Scheitern verurteilt. Wie soll ein Kulturzentrum mit Bibliothek, Konzertsälen, Proberäumen, Verwaltung, Seminarräumen dort hinein passen :lach:?

  • Eines ist jedenfalls klar. Das H&dM Areal, wird das Werksviertel, architektonisch bei weitem toppen. Soweit ich weiß, haben sie mehr Fläche, als in Basel zur Verfügung. Trotzdem wird es in diese Richtung gehen. Also auch wohntower mit 35-40VG sehe ich als durchaus möglich. Dort paßt dann auch die Pyramide, inkl. Esplanade perfekt hin.



    Konzerthaus: https://i.pinimg.com/originals…c0cf106f76858f876861f.jpg


    Rest:


    https://www.immobilienbusiness…er-c-Herzog-de-Meuron.jpg


    https://images.cdn.baunetz.de/…694-b1d2148276d9d63c.jpeg


    https://www.detail.de/fileadmi…M-Basel-Nordspitze-03.jpg

  • ^


    Denkbar ist alles. Entscheidend ist, was die Politik bzgl. Gestaltung des Postareals zulässt bzw. was der Investor bereit ist, zu investieren. Beim benachbarten Hirschgarten hat das damals nicht funktioniert, fraglich, ob das heute anders laufen wird, die Bedenkenträger sind allgegenwärtig.

  • Sind natürlich sehr viele Spekulationen dabei. Doch so manches hört man aus diversen, zuverlässigen Quellen.


    Naja, aber die Büschl Gruppe würde ich da mal nicht unterschätzen. Das zeigt schon allein die Wahl, das gesamte Areal an H&dM zu übertragen. Weiß nicht, ob sich H&dM schonmal auf so einer großen Fläche austoben durften?


    Weiß ja von den Architekten der HH Studie, das eben dieses Areal in die HH Studie bereits aufgenommen ist. Das heißt, eine Höhenbegrenzung (zumindestens bis 150m) fällt hier schonmal weg.


    Wie lautet das Motto von Büschl: Visionen brauchen Macher


    https://www.bueschl-gruppe.de/



    Das Ganze kann auch gerne in den Hirschgarten thread verschoben werden.