Neues Hertha Stadion [Vision]

  • "Zuständiger Senator" Geisel?
    Geisel ist Senator für Inneres und Sport (siehe: https://www.berlin.de/sen/inne…geisel/artikel.548608.php) und somit NICHT für Stadtentwicklung und Wohnen zuständig (siehe: https://www.stadtentwicklung.b…de/wir_ueber_uns/leitung/).


    Der TS-Artikel ist angesichts etlicher Schreibfehler wohl mit genauso heißer Nadel gestrickt wie Geisels Vorschlag...


    Mehrere Bauleitplanverfahren für unterschiedliche Teilflächen des Noch-Flughafens Tegel sind im fortgeschrittenen Status: https://www.deutsches-architek…hp?p=617380&postcount=148


    PS:
    Man liest gar nichts dazu, wie Hertha das finanzieren will; im Übrigen sollte man dort vielleicht eher mal über eine sinnvollere Investition nachdenken - nämlich in Köpfe / Spieler...

  • ^ Schlechte Laune?
    Geisel ist für Hertha als größtem Berliner Sportverein also nicht zuständig?
    Manchmal ist es nicht schwarz und weiß, sondern komplexer, denke ich und frage: kannst Du Dir vorstellen, dass es für verschiedene Aspekte verschiedene Zuständigkeiten gibt, so dann letztlich mehrere Seiten an einem Tisch sitzen?
    Und ergänzend: hältst Du es für Deine Aufgabe, ungefragte Ratschläge an Hertha über "sinnvolle Investitionen" zu tätigen? Für mich bist Du am polemisieren. Zum lesen:
    Vor vier Tagen gab es ein Interview mit Schiller: Link
    Darin sagt er einiges zu den Themen Finanzierung, u.a. dass der Business-Plan durch zwei externe Institute auf Stresssituationen wie z. B. einen Abstieg geprüft wurde. Die Unterlagen liegen zur Einsicht im Datenraum des Abgeordnetenhauses.

  • ^ Der "Business-Plan [wurde demnach] durch zwei externe Institute auf Stresssituationen wie z. B. einen Abstieg geprüft" -
    offensichtlich aber nicht auf den - nun eingetretenen - Fall, dass "24 Mietparteien" bzw. die Häuser-Eigentümer(in) bzw. der Bezirk nicht "mitspielen" wollen.


    Abgesehen davon steht doch schon lange fest, dass 2025 Herthas Mietvertrag endet bzw. zur Verlängerung ansteht, das dürfte auch - dem ehemaligen Senator für *Stadtentwicklung* und Umwelt - Geisel nicht entgangen sein.


    Wenn man die Ausführungen von Herthas Finanzchef Ingo Schiller im Interview liest ("Atmosphäre im Stadion" etc.), so fehlt dort in der Aufzählung: 1.FC Union Berlin - Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft: https://www.rbb24.de/sport/bei…de-fuer-den-aufstieg.html


    Ich bin da übrigens sehr emotionslos, weil keiner der Vereine mein "Favorit" ist. Wenn mir etwas "schlechte Laune" bereitet, dann das:
    "Sachentscheidung/-frage" gebraucht Schiller mehrfach im Interview - er lässt aber gewisse Sachverhalte schlicht außen vor...

  • ^ Ja, Union, die haben ein eigenes Stadion und wollen es weiter ausbauen.
    Ansonsten wäre ein Stadtderby in der 1. Liga für jedes Stadion in Berlin ein Ereignis.
    Die Hertha würde sich für Union freuen. Link

  • Die Situation für Hertha ist ja etwas verfahren im Augenblick.
    So verständlich der Wunsch nach einem eigenen Stadion aus Ihrer Perspektive sein mag, so wurde vielleicht das Entgegenkommen des Senats etwas unterschätzt, aber das weiss ich natürlich nicht. Ebenso hat die Stadt ein Interesse, was mit dem Olympiastadion geschehen soll. Da sind Interessenskonflikte programmiert.
    Eine Lösung auf dem gegenwärtigen Areal - sei es als Neubau oder Umbau des Oly - sind wohl zur Zeit blockiert und keine Lösung absehbar. Die Drohung nach Brandenburg auszuweichen, glaubt auch kein Mensch und allein so etwas vorzuschlagen halte ich für ziemlich daneben.
    Von daher finde ich Tegel schon mal überlegenswert. Platz sollte in der Ecke ja irgendwo zu finden sein, allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass da in vier Jahren ein Stadion steht. Da wird es soviel Protest geben, sei es von Anwohnern oder Naturschützern oder anderen Interessenvertreter, von den elend langen Planungszeiten mal ganz abgesehen. Ich denke es wird erstmal auf eine Vertragsverlängerung im Oly hinauslaufen, denn bis 2025 ein Stadion hinzubekommen - egal wo, wird ziemlich knapp.
    Hertha muss natürlich auch erfahren, dass der Klub für Berlin ziemlich irrelevant ist, so hart das klingt, aber wenn man vergleicht wie Bayern damals die Allianzarena geplant und gebaut hat, die Stadt ein Grundstück gefunden hat - was innerhalb Münchens per se wesentlich schwieriger ist als innerhalb Berlins - und Planung, öffentlichen Ubahn Anschluss usw innerhalb weniger Jahre alles umgesetzt wurde, dann sieht man, was Prioritäten sind.
    Auf Schalke - wobei ich mich da weniger auskenne - war es eben auch für die Stadt von völlig anderer Bedeutung.

  • Ich bin inzwischen ziemlich sicher, dass Hertha auch nach 2025 noch im Olympiastadion spielen wird.
    In 6 Jahren (Zeit läuft!) müsste ein Standort gefunden und genehmigt werden, eine Baugenehmigung erteilt werden und das Stadion fertig gebaut werden. Das ist, sagen wir mal, ziemlich ambitioniert.


    Am Ende wird man sich auf einen neuen Mietvertrag mit verkürzter Laufzeit bzw. kurzfristiger Kündigungsmöglichkeit einigen.


    Und ob Tegel in 6 Jahren als Standort überhaupt infrage kommt, ist nun auch alles andere als sicher... [emoji41]

  • Im Grunde ist es doch klar, dass Hertha die Unterstützung des Landes Berlin benötigt, um die Stadionpläne umsetzen zu können. Dies gilt für Union und ihre Pläne in Köpenick ebenso, und auch andere Bundesligavereine in anderen Städten waren und sind bei ihren Plänen auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit ihren Stadtverwaltungen angewiesen.
    Im Vergleich, so meine persönliche Wahrnehmung, erhalten Bundesligavereine in anderen Städten zumeist von kommunaler Ebene mehr Unterstützung und Wertschätzung als Hertha BSC in Berlin (siehe Freiburg, Darmstadt, Hamburg, München (dort auch bez. des Stadions an der Grünwalder Straße), Stuttgart, Gelsenkirchen, Mönchengladbach, Dortmund, Bremen, etc. pp).


    So am Rande gilt dies nicht nur für Hertha als Sportverein, sondern auch Unternehmen wie z. B. der börsennotierte Finanzdienstleister Hypoport beklagen Mangel an konstruktiver Zusammenarbeit von Senatsseite. Das Unternehmen wollte seinen Firmensitz in Berlin ursprünglich erwerben, nun wird der Firmensitz nach Lübeck verlegt. (Link)


    Die Entscheidung ob das Olympiastadion für Hertha zukünftig eine Perspektive bietet oder nicht, ist einzig und allein eine Entscheidung von Hertha BSC. Die Aussage von Herrn Preetz, dass man nach 2025 daran denkt in einer temporären Übergangsarena zu spielen und das Olympiastadion mit Ende der Vertragslaufzeit in jedem Fall zu verlassen, steht meines Erachtens vor dem Hintergrund, dass der Senat einen Interessenkonflikt hat, wenn er Hertha bei der Suche nach einem geeigneten Grundstück hilft, wohlgemerkt eine seiner Aufgaben, da er zugleich den Hauptmieter des Olympiastadions verliert.


    Auf der HV von Hertha hat Ingo Schiller auch über das Stadion gesprochen, im Kontext mit dem Rückkauf der Anteile von KKR, Investorengesprächen, betont, dass von Hertha auch 1.000 Arbeitsplätze direkt abhängen, sagt ein paar Worte über Tegel, ... . Link

  • Andere Standortidee: Poststadion!

    Wenn schon ein Stadionneubau, dann doch bitte nicht mehr so weit außerhalb am Olympiastadion oder am Flughafen Tegel, sondern mitten in der Stadt und sehr verkehrsgünstig schnell zu erreichen: das Poststadion! Langfristig hätte man da 10 Bahnsteigkanten: Im Berliner Hbf die Ost-West-S-Bahn, die Nord-Süd-S-Bahn und die U5 (zusammen 6 Bahnsteigkanten) plus Regional- und Fernverkehr. Dann noch in einem zukünftigen S-Bahnhof Perleberger Straße unten die Gleise Richtung Ringbahn/Westen und oben die Gleise Richtung Ringbahn/Osten und Richtung Norden (zusammen 4 Bahnsteigkanten). Bei solch einer guten Verkehrsanbindung und zentralen Lage würde der Zuschauerschnitt wohl ordentlich nach oben gehen!

  • Das Poststadion ist die Sportstätte von über 200 Vereinen. Ob sich das mit dem Fussballstadion für die Hertha vereinbaren lässt?


    Außerdem sind dort in den letzten Jahren schon viele Investitionen umgesetzt worden. Link.


    Man wird schon eine Fläche suchen müssen, die nicht so intensiv genutzt wird.
    Mein Favorit bleibt daher das Maifeld.