Neuer Bahnhof Altona am Diebsteich

  • Ich denke, wir sind uns einig, dass sich die Nahverkehrssituation für mehr Menschen in HH eher verschlechtert als verbessert


    Die vorangegangenen Beitraege belegen eigentlich recht deutlich, dass zu diesem Punkt im Forum eben keine Einigkeit besteht, sondern, dass dies stets nur von einigen mantra-haft behauptet (aber nie belegt) wird.


    Kurz gesagt: Du denkst falsch. Wir sind uns nicht einig.

  • ^^
    Nun, das wundert mich, denn dass am Diebsteich wesentlich weniger S-Bahn-Linien als in Altona halten, und er eine Station weiter draußen vom Gros der Bevölkerung liegt als Altona, das sollte doch bekannt sein. Der Fokus liegt eindeutig nicht auf einer Verbesserung des Nahverkehrs.


    Kannst du denn belegen, dass der Nahverkehr sich verbessert?

  • Wer z.B. nach Kiel pendelt, muss nicht mehr erst zum Dammtor oder HbF fahren, sondern kann direkt in Altona einsteigen. Da gibts so einige Züge, die Altona aktuell nicht anfahren ;)

  • ^ Nur Pech wenn der zum Flughafen, die City Nord, Barmbek,Wandsbek oder Blankenese möchte. Entweder er nimmt ein Zug der bis zum Hauptbahnhof fährt oder muss noch mal umsteigen, gilt übrigens auch für die Pendler aus Elmshorn, Izehoe und alles was hnter Pinneberg liegt. Und das dürfte schon eine beachtenswerte Anzahl sein.
    Die Anbindung mit nur 2 S-Bahnlinien statt heute 5 bedeutet eine deutlich Verschlechterung. Das ist ein über den man eigentlich nicht lange nachdenken muss.


    Der Bahnhof hat zwar viele Vorteile, könnte architektonisch sehr reizvoll werden und die Umgebung aufwerten. Aber der heutige Bahnhof Altona ist nicht nur ein wichtiger Fernbahnhof, sondern auch der zweitgößte S-Bahn-Knotenpunkt.


    Hier muss denke ich noch nachgebessert werden.

  • Flughafen, die City Nord, Barmbek,Wandsbek
    Was wäre denn so schlimm für jemanden, der aus dem Norden kommt, am HBF (S1) oder Dammtor (S11 im Berufsverkehr) umzusteigen? Da ist er eventuell sogar etwas schneller unterwegs, weil die Regionalbahn nicht so viele Zwischenhalte hat, wie die S-Bahn.


    Für wen sich was ändert, ist der, der aus dem Norden kommt und in Altona, Blankenese oder Wedel arbeitet.


    Und was durchaus auch noch ein spannender Punkt ist:
    Der neue Bahnhof mag zwar wieder Altona heißen, aber er rückt auch recht Nahe an das Eimsbütteler Kerngebiet um die Osterstraße ran. Sofern er Bus-technisch gut angebunden wird, ist er schneller zu erreichen, als Dammtor oder der HBF. Und das Eimsbütteler Kerngebiet ist ja nun auch nicht gerade dünn besiedelt ;)

  • Flughafen, die City Nord, Barmbek,Wandsbek
    Was wäre denn so schlimm für jemanden, der aus dem Norden kommt, am HBF (S1) oder Dammtor (S11 im Berufsverkehr) umzusteigen? Da ist er eventuell sogar etwas schneller unterwegs, weil die Regionalbahn nicht so viele Zwischenhalte hat, wie die S-Bahn.


    Nichts, aber das kann sie/er ja auch schon heute tun. Allerdings fahren nicht allen Regionalbahnen bis Hauptbahnhof. Manche enden in Altona und später am Diebsteich.

  • Die vorangegangenen Beitraege belegen eigentlich recht deutlich, dass zu diesem Punkt im Forum eben keine Einigkeit besteht, sondern, dass dies stets nur von einigen mantra-haft behauptet (aber nie belegt) wird.


    Kurz gesagt: Du denkst falsch. Wir sind uns nicht einig.


    Dass keine Einigkeit besteht, ist offensichtlich.


    Dass nicht belegt sei, dass der neue Standort eine Verschlechterung für die große Mehrheit der Bewohner des Hamburger Westens bringt, ist hingegen absurd. Ein Fernbahnhof für den Hamburger Westen, der aus dem Hamburger Westen nicht direkt erreichbar ist, ist ein Schildbürgerstreich erster Güte.

  • Und was durchaus auch noch ein spannender Punkt ist:
    Der neue Bahnhof mag zwar wieder Altona heißen, aber er rückt auch recht Nahe an das Eimsbütteler Kerngebiet um die Osterstraße ran. Sofern er Bus-technisch gut angebunden wird, ist er schneller zu erreichen, als Dammtor oder der HBF. Und das Eimsbütteler Kerngebiet ist ja nun auch nicht gerade dünn besiedelt ;)


    Stimmt, aber er rückt ja auch von Altona weg, und dort, also im ganzen Westen bzw. Bezirk Altona wohnen noch ein paar mehr Leute als im Eimsbüttler Bezirk - der teilweise außerdem (z.B. in Rotherbaum) bereits durch Bhf Dammtor erschlossen wird. Die Einwohner-Verteilung könnte sich in Zukunft natürlich noch ändern...


    Ich finde auch Busse sind einfach keine zufriedenstellende Anbindung für einen Fernbahnhof in einer 2-Millionenstadt, mal ganz salopp gesagt. Und die S-/U-Bahn-Anbindung für Diebsteich zu optimieren wird erfahrungsgemäß wahrscheinlich noch ewig dauern... Die U5 scheint ja schonmal nicht über Diebsteich zu fahren. Vielleicht eine U6 in 40 Jahren.

  • Ich muss sagen, ich bin ein wenig hin und hergerissen. Ich bin aus jetziger Sicht Betroffener, denn ich arbeite direkt in Altona, ich pendele jeden Tag zw. Elmshorn und Altona, meine derzeitige Arbeitsstätte erreiche ich zu Fuß vom Bf. Altona in etwa 5 Min.


    Der derzeitige (Fern- und Regional-)Bahnhof Altona ist für mich eine Grausamkeit sondergleichen, zu eng, alles verschlissen, endlose Wege, nicht mehr zeitgemäß.


    Ein neuer Bahnhof in Diebsteich ist sicher aus Sicht der Bahn wesentlich effizienter als das bisherige Kopfbahnhof-Konzept, eben auch in Hinsicht auf die nahe Lage des Betriebsbahnhofs Langenfelde, aber auch, weil er sich natürlich dort gut realisieren lässt, Stichwort derzeitige halbwegs vorhandene Baufreiheit.


    Andererseits sehe ich die Lage dort als nicht sehr glücklich an und der Bahnhof an sich wird ja wohl eher ein reiner Funktionsbau. Das man hier einen schönen Bahnhof realisiert, dürfte wohl nicht zu erwarten sein, man schaue sich nur Ostkreuz in Berlin an, das war natürlich vorher ein abgeranzter Bahnhof sondergleichen und es ist natürlich schon alles neu gebaut, aber eben an den meisten Ecken ein reiner Zweckbau mit vielen unglücklichen Details wie fehlende Dächer, verhunzte Rekontruktionen, Schmuddelecken on Mass usw.


    Die Anbindung ist auch so ein Problem, keine U-Bahn, nur ein S-Bahnsteig, für Pendler wie mich, die direkt in Altona arbeiten, bedeutet das einmal mehr Umsteigen.
    Allerdings, ich beobachte auch jeden Tag, dass die Mehrzahl der Reisenden, die in Altona aus Elmshorn, Pinneberg usw. ankommen, sowieso in Richtung S-Bahn laufen. Von daher muss man sehen, wie das dann mal wird, für die, die mit der S-bahn durch den City-Tunnel oder Richtung Dammtor weiter fahren, ändert sich nicht viel, für die, die Richtung Blankenese / Wedel weiter wollen, bedeutet es eben auch ein Umstieg mehr.


    Was sowieso meiner Meinung nach schon heute fehlt, ist eine Nordwest- bzw. auch Ostwest-Anbindung der S-Bahn Richtung Westen, dort wo die lange S-Bahn-Kurve nördlich des jetzigen Bahnhofs Altonas liegt. Sicher schwierig umzusetzen, da ja schon jetzt diverse Unter- und Überfahrungsbauten in dem Bereich liegen, aber ich denke, damit würde man einige gute Verbindungen und ein besseres Konzept des neuen Bahnhofs schaffen.


    Also, ich glaube, man muss dem Ganzen eine Chance geben und auch einfach mal sehen, dass der Kopfbahnhof wirklich nicht mehr zeitgemäß ist.


    Idealerweise hätte man ja auch aus dem jetzigen Bahnhof Altona einen Durchgangsbahnhof gemacht, indem man alles in die Tiefe legt und einen neuen Citytunnel Richtung Hbf baut.....:lach::lach::lach:


    Im Ernst...ich warte mal ab und denke, zum Schluss wird das Ganze eh so hingenommen wie der Hbf in Berlin, der wurde ja auch in einer Brache errichtet, was haben da die Kritiker alles geschrieben und gemeckert, kein leben, keine Anbindung, Geldverschwendung usw.
    Heute ein toller Bahnhof, das Umfeld wird immer mehr bebaut, da brummt das Leben, Anbindungen durch S21 und U5 kommen nun auch bald, auch wenn es ewig dauert, aber sie kommen.
    Kritik könnte man allenfalls anbringen, weil der Bahnhof nun quasi eingebaut wird und man ihn in seiner Gesamtheit gar nicht mehr richtig sehen kann.


    Sicher wird es so ähnlich auch mit dem neuen Bahnhof passieren, geben wir dem Ganzen Zeit!

  • Thyssen Krupp

    dieses Areal soll übrigens nicht automatisch für den Wohnungsbau genutzt werden. Da es sich um ein Industriegebiet handelt mit entsprechendem Lieferverkehr ist ein neues Gewerbegebiet eher wahrscheinlicher. Aber noch ist nichts geplant, was aus dem Areal werden soll

  • Architektenbüro C.F. Møller ist Sieger der Juryentscheidung

    Nach einem Bericht des Hamburger Abendblattes von heute, hat die Jury das dänische Architekturbüro C.F. Møller am späten Mittwochabend nach mehrstündiger Diskussion einstimmig zum Sieger gekürt. Damit soll der folgende Vorschlag bis 2023 realisiert werden:




    Bild: C.F. Møller

  • Kann mir jemand bitte verraten,wie hoch der Gewinnerentwurf wird?Ich habe es mal in einem Artikel gelesen,kann mich aber nicht mehr genau daran erinnern und finde den auch nicht mehr.

  • Ein bisschen witzlos, einen Beitrag zum Sieger zu küren, dessen einziges 'Alleinstellungsmerkmal' das öffentlich begehbare Dach ist (bzw. war) über welches bei ALLEN Jurymitgliedern Einigkeit bestand, dass es in der vorgeschlagenen Form so NICHT umsetzbar ist.


    Aber okay. Wenigstens bleiben wir von Carsten Roth's Scheusslichkeiten, Schneider + Schuhmachers Architekturmüll und ähnlichem verschont.


    Ps: gebaut wird natürlich nicht der ursprüngliche Entwurf auf dem Bild, sondern der überarbeitete.

  • Das wird nicht gebaut:



    Bild: Møller Architects


    Das wird gebaut:



    Bild: Møller Architects



    Bild: Møller Architects



    Bild: Møller Architects


    Trotz meiner obigen Kritik ueber das Argument des 'begehbaren' oder eben 'nicht begehbaren' Daches, finde ich das unterm Strich ein solides Ergebnis.

  • Beim zweiten Bild soll es wohl heißen "Das wird gebaut", geschrieben steht aber wie beim ersten Bild auch "Das wird nicht gebaut". Die Höhe scheint übrigens gleich geblieben zu sein, da täuscht der Zoom-Faktor des Bildausschnittes etwas. Die Anzahl der Stockwerke ist jedenfalls gleich geblieben.

  • Das ist ja fast wie bei den Bildern, wo man die 10 Fehler suchen soll :lach:.


    Es ist auch meiner Meinung nach der beste Entwurf, auch in der überarbeiteten Form.

  • Ich halte es nach wie vor für einen Fehler, die Bahnsteige nur teilweise zu überdachen, auch wenn das so üblich ist. Auf die paar Euro für einige Meter Dach kommt es bei so einem Mammutprojekt ja wohl nicht an. In Hamburg regnet es ja durchaus öfter mal. So versuchen dann alle, im überdachten Bereich zu warten und einzusteigen, oder müssen mit nassen Schirmen in den Zug. Es wird halt immer an alles gedacht, nur an einen komfortablen Bahnhof nicht.