Nbger Zentrum: Reko des PELLERHAUS vorgeschlagen

  • Danke für den Link. Dass "Architekten und Denkmalpfleger" gegen Rekonstruktionen argumentieren ist ja nicht neu.

    Steil finde ich die These, dass Gebäude wie beispielsweise das Nachkriegspellerhaus Nürnberg bereichern. Steil deshalb, da das Gebäude überwiegend leer steht und ohne Generalsanierung nicht wirklich nutzbar ist. Inwiefern das die Stadt reicher macht wird leider nicht erläutert.


    Leider fällt sie wie die meisten Denkmalpfleger immer wieder auf den gleichen Logikfehler herein. Einerseits wird argumentiert, dass Nürnberg reichhaltige, alte Architektur hätte, weiter wird eingestanden, dass diese überwiegend nach dem Krieg, also in der Mitte des 20. Jahrhunderts wiederaufgebaut worden sei, und andererseits wird eine Reko deshalb abgelehnt, weil sie 21. Jahrhundert wäre.


    Richtig wäre die Feststellung, dass das wieder aufgebaute Renaissance-Rathaus in dieselbe Bauepoche fällt wie das Pellerhaus, sie sind also Vertreter derselben Epoche, beide in den 1950'ern wieder aufgebaut. Deutlich zu erkennen wenn man sich die Gestaltung der Innenräume ansieht. Eine Rekonstruktion des Pellerhaus jetzt im 21. Jahrhundert wäre nach dieser Logik also eine Bereicherung, und keine Verarmung. Weder das Rathaus, noch das jetzige Pellerhaus, noch ein rekonstruiertes Pellerhaus wären demnach echtes 16. Jahrhundert, dessen muss man sich natürlich bewusst sein. Dieses Bewusstsein fehlt nahezu immer in den Argumentationslinien der Rekokritiker, da wird immer so getan als seien die Wiederaufbauten der Nachkriegszeit Originale. Von der sichtbaren Substanz her ist die Nürnberger Altstadt nahezu komplett 20. Jahrhundert, und zwar rekonstruiert, saniert oder neu gebaut.

  • Völlig richtig nothor - echte Rekonstruktionen gibt es nicht, alles sind Neubauten. Im Übrigen finde ich es sehr erschreckend, wenn die interviewte Architektin und Denkmalschützerin, die moderne Fassade des Pellerhauses als "schön" bezeichnet und damit offensichtlich die Bewahrung des Nachkriegsbaus ableitet. Der Erbauer der modernen Nachkriegsfassade würde bei solchen Worten wahrscheinlich beleidigt sein. Seine Fassade sollte nicht "schön", sondern im Sinne der Moderne in erster Linie funktional und nützlich sein. Schönheit ist für einen Nachkriegsbau die völlig falsche Kategorie und sollte nicht als Argumentation dienen - schon gar nicht von einer ausgebildeten Architekturhistorikerin.

  • nothor und Wikos, ich stimme Euch beiden vollauf zu. Befremdlich an dem Interview finde ich zudem, dass Frau Enss mit kurzfristigen Modetrends argumentiert. Es mag ja sein, dass unter heutigen Architektur-Studis der Betonbrutalismus gerade hip ist. In ein paar Jahren ist es wieder etwas ganz anders.


    Dieser Denkansatz lässt außer Acht, dass es sich beim ursprünglichen Pellerhaus nicht um eine Modeerscheinung, sondern um ein Gebäude von herausragender Qualität handelt, unabhängig davon, ob man es wunderschön findet oder spuckhässlich. Anhand der laufenden, aufwendigen Rekonstruktion des Innenhofs lässt sich ja nachvollziehen, mit welcher Kunstfertigkeit und Präzision dabei gebaut wurde. Diese architektonische Qualität fehlt dem Nachfolgebau aus meiner Sicht, bei dem nicht mal die Geschosshöhen zum vorhandenen Treppenhaus passen. Jenseits seiner ästhetischen Qualität ist dieses auf den historischen Sockel aufgepfropfte "Meyerhaus" schlichtweg verhunzt - ein architektonischer Wolpertinger.


    Die Krux ist, dass es als beispielhaftes, überdurchschnittliches Gebäude für seine Zeit durchaus von Interesse ist und per se erhaltenswert wäre, wenn es nicht ausgerechnet einen um Längen besseren Vorgängerbau ersetzen und dessen Wiederaufbau verhindern würde. Dadurch dass das "Meyerhaus" selbst denkmalgeschützt ist, halte ich die Chance auf einen Abriss und die Rekonstruktion des eigentlichen Pellerhauses leider für gering. Zwar ist mittlerweile sogar das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege aufgeschlossen gegenüber Rekonstruktionen. Aber eben nicht, wenn dafür ein bestehendes Denkmal beseitigt werden müsste. Das Pellerhaus ist und bleibt ein tragischer Fall.

  • Das Pellerhaus ist und bleibt ein tragischer Fall.

    In der tat. Es ist ein wenig wie beim Palast der Republik, nur das dieser theoretisch sogar nach Sanierung als Gebäude wieder nutzbar gewesen wäre. Beim "modernen Pellerhaus" klappt ja noch nicht mal das (Deckenhöhen, Brandschutz, Erschließung etc.). Es ist unter Bewahrung der heutigen Originalsubstanz schlichtweg nicht mehr nutzbar. Wenn es grundlegend umgebaut werden würde, dann ist wiederum vom jetzigen Denkmal nicht mehr viel übrig.


    Und genau aus diesem Grund ist diese Debatte eine Scheindebatte. Stimmen wie die von Frau Enss postulieren theoretische Prinzipien die bei der praktischen Lösung des städtebaulichen Problems ins nichts führen...


    Will die Stadt wirklich Millionen für ein Gebäude ausgeben, das hinterher allenfalls als Lager- oder Abstellfläche zu gebrauchen ist? An dieser prominenten Stelle?


    d.

  • Ich finde nicht, dass die Denkmalschützerin sauber argumentiert, "schön" allein ist nämlich rein subjektiv und kein Argument für Denkmalschutz. Die Fassade an für sich halte ich selbst auch für schön, nur eben nicht an diesem Ort. Ein Kompromiss wäre die Translozierung der Fassade an einen anderen Ort, was aber der Denkmalschutz garantiert ablehnen würde.

    Ähnlich wie die durchaus interessanten Nachkriegsbauten am Hildesheimer Marktplatz oder auch wie der Palast der Republik hat das alles an dieser Stelle einfach keine Existenzberechtigung, deswegen wird es der Großteil der Bevölkerung nie lieben. Ich glaube, dass es alleine deshalb auf Dauer keine Perspektive auf Erhalt an diesem Ort gibt.

    Auch glaube ich nicht, dass das Urteil über die Nachkriegsmoderne - abgesehen von ein paar Nostalgieanflügen- in der Bevölkerung in ein paar Jahrzehnten so viel anders ausfällt. Das meiste ist dazu handwerklich viel zu banal und zu industriell hergestellt. Auch ein einfacher Nagel aus den 1900er Jahren wird zum Beispiel nie wertvoll werden.

    Auf Facebook deuteten die Altstadtfreunde übrigens an, dass es vielleicht eine Chance auf Rekonstruktion des Schwarzen Pellerhauses (links daneben) gibt. Daumen drücken!

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    Richtig, einerseits ist das Attribut "Schön" unter den Denkmalschützern ausdrücklich kein Maßstab, andererseits hört man das auch immer wieder als Argument für ein oft von Laien ungeliebtes Objekt.

    Die Fassade an für sich halte ich selbst auch für schön, nur eben nicht an diesem Ort. Ein Kompromiss wäre die Translozierung der Fassade an einen anderen Ort, was aber der Denkmalschutz garantiert ablehnen würde.

    Da wäre ich mir garnicht mal so sicher. In Nordbayern hat die Translozierung von Denkmälern Methode, eine ganze Ansammlung davon ist unter dem "Fränkischen Freilandmuseum Bad Windsheim" zu bewundern. Ich war noch nie dort, würde mich aber nicht wundern wenn einem unter all den Originalen nicht doch ein "Disneyland"-Gefühl befällt. Mir ist aber nicht bekannt, dass diese Einrichtung unter Denkmalschützern verschmäht wird. Die Translozierung der Pellerhaus-Magazinfassade ist technisch wohl machbar, aber wohin? Eigentlich kann man sie nur vor ein Lagerhaus setzen wie sie an verschiedenen Stellen in Nürnberg existieren, z.B. an der Welserstraße am Selfstorage, da dort die Geschosshöhen passen. Denn das Geschosshöhenproblem bleibt ja, es liegt wie ein unseeliger Fluch über dem Mayerschen Pellerhaus und macht es für mich zur Ursünde des Nürnberger Wiederaufbaus. Seit über 20 Jahren steht das Haus nun leer, und selbst das begrüßenswerte Konzept des "Haus des Spiels" wird nicht ohne Generalsanierung unter zweifelhafter Bewahrung der bestehenden Substanz umsetzbar sein.


    Zwei unglückseelige Entscheidungen haben m.E. den Untergang des Mayerschen Hauses vorweg genommen: Als erstes die Entscheidung für einen Neubau mit Magazintrakt auf den Mauern des Pellerhauses für eine neue Stadtbibliothek - die es m.W.n. am Egidienplatz nie gab. Man hätte ja auch das Pellerhaus rekonstruieren können und die Mayer-Brüder lediglich das Immhoffhaus neu bauen lassen, dann hätten wir heute eine wesentlich befriedigendere Gesamtsituation.


    Die zweite, verheerendere Entscheidung war allerdings die in den 1990'ern, den Standort als Stadtbibliothek aufzugeben und das Mayersche Pellerhaus leerstehen zu lassen. Anstatt die Bibliothek an den Gewerbemuseumsplatz zu verlegen, wo man auch viel viel Geld in die Hand nehmen musste für eine Sanierung, hätte man die Zukunft des Pellerhauses als Stadtbibliothek festschreiben können, indem man es saniert. Warum man den Standort aufgeben hat? Keine Ahnung, denn Erweiterungsmöglichkeiten um die Bibliothek zu modernisieren und flächenmäßig zu verdoppeln oder noch mehr hätte es auch am Egidienplatz gegeben. Und dann kommen wir zum "Schwarzen Pellerhaus":

    Auf Facebook deuteten die Altstadtfreunde übrigens an, dass es vielleicht eine Chance auf Rekonstruktion des Schwarzen Pellerhauses (links daneben) gibt. Daumen drücken!

    Wenn man bedenkt, dass alle Grundstücke westlich des Pellerhauses, also das "Schwarze Pellerhaus" und das ehemalige "Peststadel" bis heute unbebaut sind, wird klar dass man den Standort Egidienplatz hätte erhalten können, wenn man gewollt hätte. Diese Postkarte hab ich erst letzte Woche bekommen:


    Ak aus Privatsammlung, Joseph Schott Verlag, ca.1905


    Das "Schwarze Pellerhaus" ist das eher durchschnittliche Gebäude in der Bildmitte. Dahinter sieht man das imposante Dach des "Peststadels". Man hätte also altstadtverträglich gewaltige Raumvolumina schaffen können, um heute ein spannendes Bibliotheksensemble zu haben, durchaus auch mit rekonstruiertem Pellerhof. Aber es kam anders. Und das lässt mich vermuten, dass Hr. Enderle von den Altstadtfreunden absolut richtig liegt, wenn er sagt dass das Nachkriegspellerhaus nie akzeptiert wurde, es ungeliebte Architektur ist. Offenbar hat man sich damals keine Gedanken gemacht was mit dem Haus werden soll, wenn es keine Bibliothek mehr ist.


    In einem der letzten Newsletter der Altstadtfreunde, (oder war es Facebook ?) stand tatsächlich geschrieben, dass sie im Gespräch wären mit OB König (CSU) wegen des Schwarzen Pellerhaus. Gedacht wird an ein Erschließungsgebäude für das Pellerhaus, welches keinen Fahrstuhl besitzt und deshalb nicht barrierefrei und letztlich für eine öffentliche Nutzung damit ungeeignet ist. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass die Altstadtfreunde etwas anderes bauen würden als eine Rekonstruktion. Denn einen neubau kann auch die WBG oder irgend ein anderer Investor dahin stellen. Und wenn es eine Reko wird, passen dann die Geschosshöhen? Wenn nicht, wie soll dann die Erschließung genau aussehen? Im Pellerhaus sind die Geschosshöhen irgendwas um die 2,30 - 2,40m, im Schwarzen Pellerhaus sind es mind. 3 Meter, wie soll man das überzeugend lösen? Und im Hofbereich kann man nur an den Pellerhof andocken, der über 4 Meter Geschosshöhe hat. Mir ist das alles noch schleierhaft wohin das führen soll, und ich habe nicht das Gefühl dass die Stadt irgendwas mit dem heutigen Pellerhaus anzufangen weiß.


    Den Keim für den Zwangsabriss haben die Mayer-Brüder in das Pellerhaus direkt eingebaut, und ich hoffe dass diese Saat irgendwann aufgeht und der Magazinbau verschwindet. Der Mayersche Imhoffbau dagegen gefällt mir sehr gut, und ich hoffe auch das der bleibt.

  • Schöne Postkarte! Vom verlorenen Peststadel gibt es ja nur ganz wenige Aufnahmen. In seiner Trutzigkeit gefällt es mir.


    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Pläne für den Wiederaufbau des Schwarzen Pellerhauses noch aktuell sind. M.W. hingen die völlig an der Konzeption für´s Haus des Spiels im Pellerhaus. Aber dieses Spiele-Haus ist doch wie praktisch alles andere an neuen Kulturinvestitionen coronabedingt auf den St.-Irgendwanns-Tag verschoben.


    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das Schwarze Pellerhaus für die Altstadtfreunde noch prioritär ist. Aus meiner Sicht sollte man sich jedenfalls als nächstes Großprojekt voll auf die Sanierung des Pilatushauses konzentrieren. Auch diesbezüglich laufen doch Sondierungen mit der Stadt.


    Mit der Fertigstellung von Hinterer Ledergasse, Pellerhof und Pilatushaus hätte man schon mehr als genug zu stemmen - und das letztgenannte Projekt wäre sowohl von der Bedeutung fürs Stadtbild als auch als denkmalpflegerisches Einzelvorhaben wie finanziell wirklich "Champions League".

  • Das Pellerhaus war vor dem Krieg zwar nicht Stadtbibliothek (die war im ehemaligen Dominikerklosters in der Burgstraße), aber Stadtarchiv. Nach dem Krieg hat man dann hier mit der Erweiterung um das Imhoffhaus Stadtbibliothek und Stadtarchiv zusammengelegt (und ich glaube, die Bibliothek der Wiso war auch noch drinnen). Damals, in den Fünfzigern, hätte man den Peststadel als Büchermagazin und Archiv wiederaufbauen müssen. Dafür hätte man aus dem das Pellerhaus und dem (dann weiterhin eigenständigen) Imhoffhaus keine Magazingebäude machen müssen; die Außenmauern des Peststadels haben den Krieg ja zu erheblichen Teilen überstanden. Das wäre meiner Meinung nach die einzig sinnvolle Lösung gewesen. Auch für das Imhoffhaus halte ich den Wiederaufbau als Magazingebäude für einen Fehler. Hier wäre eine Rekonstruktion zwar nicht so zwingend gewesen wie beim Pellerhaus (welcher Zustand hätte überhaupt rekonstruiert werden sollen?), aber ein eigenständiges Gebäude mit eigenem Eingang und Satteldach mit ordentlicher Dachneigung wären absolut notwendig gewesen. Das jetzige Haus ist zum Platz hin extrem abweisend und das Flachdach ein Fremdkörper, der so gar nicht in die Umgebung paßt. Darüberhinaus sieht man dem Haus die sehr niedrigen Geschoßhöhen in den oberen Geschossen ja auch von außen an; gut proportioniert schaut auf jeden Fall anders aus.


    Damals, also in den Fünfzigern, hatte die jahrhundertealte Stadtbibliothek - eine wissenschaftliche Bibliothek, nicht auf breite Bevölkerungsgruppen als Nutzer ausgelegt - übrigens noch nichts mit der Bibliothek im Luitpoldhaus zu tun. Letztere war die Volksbücherei, aus zwei privaten Büchereigründungen hervorgegangen, dann zwar von der Stadt übernommen, aber noch jahrzehntelang von der Stadtbibliothek organisatorisch getrennt. 1973 wurden dann die Bibliotheken zusammengeführt. Daher kommt die frühere Aufteilung auf zwei Hauptstandorte. Kurz nach der Fusion der Bibliotheken wurde der Standort Gewerbemuseumsplatz enorm erweitert, indem das bis dahin immer noch ruinöse Katharinenkloster als Erweiterung der Bibliothek wiederaufgebaut wurde - ein sehr sinnvoller und gelungener Schritt, wie ich finde.


    Die in den Neunzigern begonnene Umstrukturierung war dann ja etwas anders geplant als letztendlich umgesetzt, wobei man sich angesichts des Themas Deckenhöhen fragen muß, was man sich bei der ursprünglichen Planung gedacht hat:

    Das Stadtarchiv ist in die Norishalle gezogen, die Unibibliothek in einen Neubau bei der Wiso. Beides war meiner Meinung nach auch sinnvoll.

    Das Meistersingerkonservatorium (oder war es damals schon Musikhochschule?) ist PROVISORISCH in den Wastl-Altbau in Veilhof gezogen und das frühere Kons-Gebäude wurde für die Stadtbibliothek saniert und umgebaut. Diese ist dann als letzte Institution aus dem Pellerhaus ausgezogen, das daraufhin leer war. Soweit ist alles nach Plan verlaufen.

    Der letzte Schritt, der dann nicht gekommen ist, erscheint aber heutzutage eigenartig: Das Pellerhaus sollte für die Musikhochschule saniert werden. Die Musikhochschule ist aber im Wastl geblieben und es hat dort bei laufendem Betrieb umfassende Sanierungsarbeiten gegeben. Da es sich ja nur um ein Interimsquartier handeln sollte hatte man vor Einzug der Musikhochschule natürlich nur das Nötigste hergerichtet. Ich kann mich aber nicht erinnern, daß bei der Entscheidung, in Veilhof zu bleiben, irgendwann mal die Deckenhöhen im Pellerhaus als Argument genannt wurden. Meiner Erinnerung nach hat es nur geheißen, der Musikhochschule gefällt es im Wastl so gut, daß sie dort bleiben will. Es kann aber natürlich gut sein, daß das Wastl so gut gefallen hat, weil man gesehen hat, daß das Pellerhaus problematisch ist. Außerdem frage ich mich, wie der Platz im Pellerhauskomplex ganz unabhängig von den Deckenhöhen für die Musikhochschule hätte reichen sollen. Das Wastl erscheint mir doch erheblich größer. Oder werden dort nicht alle Flächen genutzt?


    Dann noch kurz zum Thema Altstadtfreunde/Pilatushaus. Wenn man sagt, die Altstadtfreunde sollen sich auf das Pilatushaus konzentrieren, gleichzeitig noch Pellerhaus/Schwarzes Pellerhaus würde den Verein überfordern, dann kann das durchaus stimmen, aber andererseits habe ich den Verdacht, daß genau das das Kalkül der Stadt war, als sie den Altstadtfreunden die Sanierung des Pilatushauses angeboten hat: Man schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe - man muß sich nicht mehr ums Pilatushaus kümmern und die Altstadtfreunde sind mit der Aufgabe so gefordert, daß sie bei der Pellerhausfrage nicht mehr lästig werden können.

  • Dann noch kurz zum Thema Altstadtfreunde/Pilatushaus. Wenn man sagt, die Altstadtfreunde sollen sich auf das Pilatushaus konzentrieren, gleichzeitig noch Pellerhaus/Schwarzes Pellerhaus würde den Verein überfordern, dann kann das durchaus stimmen, aber andererseits habe ich den Verdacht, daß genau das das Kalkül der Stadt war, als sie den Altstadtfreunden die Sanierung des Pilatushauses angeboten hat: Man schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe - man muß sich nicht mehr ums Pilatushaus kümmern und die Altstadtfreunde sind mit der Aufgabe so gefordert, daß sie bei der Pellerhausfrage nicht mehr lästig werden können.

    Soetwas nennt man ein vergiftetes Geschenk. Das habe ich mir auch schon gedacht, allerdings glaube ich, dass man bei den Altstadtfreunden genau diese Strategie der Stadt mit ins Kalkül zieht, die kennen ja ihre Pappenheimer im Rathaus.


    Vielen Dank für deine Ausführungen, so im Detail ist mir das alles natürlich nicht bekannt. Aber es scheint sich zu erhärten: Niemand will das Pellerhaus so wie es ist haben, niemand weiß etwas sinnvolles, tragfähiges damit anzufangen. Das "Haus des Spielens" ist eine tolle Idee, die aber noch so frisch und unrund ist, mein Eindruck ist eigentlich dass der Trägerverein in jedes Gebäude einziehen würde, wenn nur die Miete nicht so hoch ist. Und auch die schwärmen ja vom Lesesaal im Imhoffbau, mit dem Magazintrakt können auch die nichts anfangen. Die Anforderungen an museale Archivierung sind ja im bestehenden Magazinbau nicht umsetzbar. Und damit eben auch eine Professionalisierung des Haus des Spieles/Spielearchivs zu einer Institution von Rang.

  • Dann noch kurz zum Thema Altstadtfreunde/Pilatushaus. Wenn man sagt, die Altstadtfreunde sollen sich auf das Pilatushaus konzentrieren, gleichzeitig noch Pellerhaus/Schwarzes Pellerhaus würde den Verein überfordern, dann kann das durchaus stimmen, aber andererseits habe ich den Verdacht, daß genau das das Kalkül der Stadt war, als sie den Altstadtfreunden die Sanierung des Pilatushauses angeboten hat: Man schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe - man muß sich nicht mehr ums Pilatushaus kümmern und die Altstadtfreunde sind mit der Aufgabe so gefordert, daß sie bei der Pellerhausfrage nicht mehr lästig werden können.


    Das könnte schon sein. Ich glaube allerdings nicht, dass für die Stadt das Pellerhaus der eigentliche sinistre Grund für diesen Vorschlag war. Eher könnte es sich um einen angenehmen Mitnahmeeffekt handeln. Die Stadtspitze konnte in den letzten Jahren mit ihrem baulichen Erbe kaum etwas anfangen: Damit prahlen - ja. Etwas dafür tun - nur bedingt. Ich verstehe zum Beispiel nicht, dass die Stadt über die letzten Jahre Geld in die Wiederherstellung von verlorenen Stadtmauertürmen gesteckt hat, deren Verlust von kaum jemandem wahrgenommen wurde und von denen nichts übrig war - und dass man gleichzeitig eines der prominentesten aller Nürnberger Bürgerhäuser, eben das Pilatushaus am Tiergärtnertorplatz, ein Jahrzehnt lang vergammeln lässt. (Bei der Gelegenheit hier mal paar Photos dazu, die ich bisher noch nicht eingestellt hatte.) .


    Danke auch für die übrige sehr klare Darstellung der Entwicklung bei den diversen Institutionen und Lokalitäten! Die Beziehung von Musikhochschule und Pellerhaus war mir gar nicht bekannt, ich hatte sie immer im Sebastianspital verortet.

  • Naja, zur Ehrenrettung, der Wiederaufbau der Stadtmauertürme ist sicherlich schon sehr lange vorbereitet gewesen, während die Baufälligkeit des Pilatushauses anscheinend plötzlich und über Nacht auf der Agenda stand, denn es war ja noch bewohnt! Die Leute mussten quasi von heute auf morgen raus, ungeplant, und danach hat man erstmal untersucht was eigentlich los ist.


    Was mich eher betrübt ist dass selbst noch stehende und an sich sorgfältig wieder hergestellte Ämtergebäude der Stadt z.B. in der Theresienstraße nach wie vor verstümmelt sind, die prächtigen Schaugiebel, hinter denen man auch viel Platz schaffen könnte, bleiben einfach verschwunden, während man die Stadtmauer wirklich vorbildlich wieder hergestellt hat. Z.B. beim Wiederaufbau des "Neuen Rathauses" hat man einfach den Giebel weg gelassen, und das macht die Proportionen des hauses irgendwie kaputt. Heute:



    Der Ursprungsbau:


    Ansichtskarte von 1906, Privatsammlung


    Aber vermutlich ist das eine Abwägung im Sinne des Denkmalschutzes, wonach das Stadtbild keine Rolle spielt, sondern immer nur das konkrete Objekt zählt. Und die Stadtmauer ist halt nunmal konkurrenzlos, ein gründerzeitliches Verwaltungsgebäude eben nicht, obwohl der Effekt auf die Wahrnehmung des Stadtbildes vielleicht andersherum viel wirksamer ist.


    Einige der Mauertürme, v.a. entlang der Maxtormauer wurden m.W.n. auch von privaten Spenden wieder aufgebaut, dort sind zum Teil Privatwohnungen drin.

  • Das könnte schon sein. Ich glaube allerdings nicht, dass für die Stadt das Pellerhaus der eigentliche sinistre Grund für diesen Vorschlag war. Eher könnte es sich um einen angenehmen Mitnahmeeffekt handeln.

    Ja, da hast Du wohl recht. Das Pilatushaus nicht mehr an der Backe zu haben war bestimmt der wichtigere Aspekt.


    Die Beziehung von Musikhochschule und Pellerhaus war mir gar nicht bekannt, ich hatte sie immer im Sebastianspital verortet.

    Dort ist sie ja nun auch schon seit einiger Zeit (seit dem Auszug aus der Katharinengasse) und zum Umzug ins Pellerhaus ist es ja nie gekommen. Ich habe auch den Eindruck, nachdem der Verbleib der Musikhochschule im Sebastianspital beschlossen war hat niemand dem ursprünglichen Plan noch lange nachgetrauert, weshalb darüber schon seit langem kaum noch gesprochen wird.

  • Ich verstehe zum Beispiel nicht, dass die Stadt über die letzten Jahre Geld in die Wiederherstellung von verlorenen Stadtmauertürmen gesteckt hat, deren Verlust von kaum jemandem wahrgenommen wurde und von denen nichts übrig war - und dass man gleichzeitig eines der prominentesten aller Nürnberger Bürgerhäuser, eben das Pilatushaus am Tiergärtnertorplatz, ein Jahrzehnt lang vergammeln lässt. (Bei der Gelegenheit hier mal paar Photos dazu, die ich bisher noch nicht eingestellt hatte.) .


    Die Stadt saniert die Stadtmauer und -türme nicht weil sie zu viel Geld oder "Zeit" hat, sondern weil es schlicht notwendig ist. Eigentlich ist sogar das Gegenteil der Fall, lieber nenntmichismael. Die Stadt investiert viel zu wenig bzw. der Stadtrat stellt nicht genug Geld bereit!

    Nur als Beispiele:

    - der Laufer Torturm ist seit vielen Jahren eingerüstet, ohne weitere Aktivität

    - die Stadtmauer östlich des Hexenhäusel (Vestnertorgraben) ist seit mind. 15 Jahren mit einem provisorischen Erddamm abgestützt, weil sie weg-/ abzurutschen drohte, seitdem keine weitere Aktivität

    - der nördliche Abschluss des Marientorzwingers. seit vielen Jahren eine Baustelle, fast so lange ohne Aktivität.


    Dazu kommt das die Stadtmauer an sich unter Denkmalschutz steht, also zu erhalten ist. In den letzten Jahren ist auch immer wieder die Idee aufgekommen, sich mit der längsten (überwiegend) erhaltenen Stadtmauer einer Großstadt in Europa als Weltkulturerbe zu bewerben. Vermutlich war das der Anlass, zumindest ab und zu etwas Geld für Sanierung und Wiederaufbau in die Hand zu nehmen.



    Nochwas zum "Haus des Spielens": gerade weil auch eine umfangreiche Sammlung besteht und weiter wachsen soll, braucht es doch Archiv- und Lagerflächen. Für mich klang daher der Vorschlag für einen Standort im Pellerhaus und Imhoffhaus immer sehr nachvollziehbar. Warum sollten die Flächen also nicht geeignet sein?

  • Nochwas zum "Haus des Spielens": gerade weil auch eine umfangreiche Sammlung besteht und weiter wachsen soll, braucht es doch Archiv- und Lagerflächen. Für mich klang daher der Vorschlag für einen Standort im Pellerhaus und Imhoffhaus immer sehr nachvollziehbar. Warum sollten die Flächen also nicht geeignet sein?

    Der Magazintrakt hat eine mit großen Fenstern versehene Südfassade, die der vollen Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Ok, das könnte man abdunkeln und voll klimatisieren, aber für die entsprechenden Einbauten dürfte angesichts der geringen Deckenhöhe wohl der Platz fehlen. Außerdem fehlt ein Aufzug, die Archivalien müssten also immer zu Fuß in der Hand herumgetragen werden. Moderne Archive, wie sie u.a. auch an der Veilhofstraße von der evangelischen Kirche gebaut wurden funktionieren heutzutage ja ganz anders, denk ich mal. Klar, für ein hobbymäßiges Archiv ist der Bau bestimmt noch gut genug.

  • "Kein Geld: Was wird aus dem Haus des Spiels?"


    Titelte die NZ gestern. Unter "Haus des Spiels" wird der gesamte Nachkriegskomplex aus Pellerhaus-Magazinbau und Imhoffhaus bezeichnet. Die Planungen für die Sanierung seien nun fertig, die Kostenkalkulation liegt bei 35 Mio EUR, also in genau der Höhe, die wir hier seit Jahren angenommen haben.


    Gleichzeitig hat die Stadt das Projekt auf die Streichliste gesetzt, gemeinsam mit 10 anderen Projekten, allesamt Kulturprojekte (was ich schon sehr kritikwürdig finde). Ist der FSW-Ausbau denn wichtiger als die gesamte Nürnberger Kulturlandschaft? Aber egal, andres Thema.

    Durch das Scheitern der Kulturhauptstadtbewerbung sind die bereits erwarteten EU-Förderungen ausgeblieben, nun hofft man aber dass man Unterstützung über "Städtebauförderung, Denkmalpflege und anderen Quellen"erhalten könne.


    Die CSU brachte nun die Idee ein, das Haus an einen Investor zu verkaufen, der es für die Stadt saniere und von dem sie es für Jahrzehnte zurückmieten könne. OB König sei zuversichtlich, dass man eine Lösung finde.


    Lösung: Privater Investor?


    Bei der Idee, einen Investor ins Boot zu holen, sollte die Öffentlichkeit hellhörig werden. Einer steht bestimmt schon in den Startlöchern und wird beim Frühstück mit seiner Ehefrau dazu sicherlich schon angesprochen worden sein. Frau Kulturbürgermeisterin Lehner, um die es seit der gescheiterten Kulturhauptstadtbewerbung verdächtig ruhig geworden ist, wehrt sich ja aktuell vor Gericht gegen die Grüne Landtagsabgeordnete Osgyan gegen Unterstellungen, sie hätte sich bei der Vertragsgestaltung für das Zukunftsmuseum am Augustinerhof eingemischt (BR, NN). Hintergrund ist der als viel zu teuer empfundene Mietvertrag für das Zukunftsmuseum. Eine Posse, wie ich finde, und das schadet der Lokalpolitik enorm. Frau Lehner wird m.E. zu einem Problem für die Nürnberger CSU insgesamt. Mal sehen wie lange die Nürnberger SPD das noch deckt.

  • Was ich mich da frage: Inwiefern soll das für die Stadt günstiger sein? Ein Investor ist ja nicht die Wohlfahrt, sondern will seinen Schnitt machen. Einziger Vorteil könnte sein, dass die Stadt ihre Ausgaben weit in die Zukunft strecken kann. Aber bezahlen muss sie trotzdem. Das gesparte Geld von heute sind also die Verpflichtungen/Schulden von morgen.


    Der Investor müsste dieses Grundstück und Gebäude in Bestage ja erst mal erwerben. Dann müsste er es instandsetzen, was offenbar mit mindestens 35 Mio. Euro zu Buche schlägt. Danach wäre das Gebäude in saniertem Zustand natürlich mehr wert. Und das müsste die Stadt bei einem Rückkauf dann zahlen.

  • Das Grundstück mitsamt Bestand könnte die Stadt zu einem Freundschaftspreis abgeben, das ist nicht das Problem, der Eigentümer sitzt ja bereits am Tisch und wäre gleichsam der Mieter. Es müsste nur der Stadtrat mitspielen, das tut er sicherlich nur bei absoluter Transparenz, was ja nicht unbedingt eine Spezialität der Nürnberger Kulturverwaltung ist. Könnte auch sein dass die Stadt das Gelände garnicht verkaufen will, sondern nur verpachtet? Das ließe sich schon einstielen, fraglich ist für mich eher a) ist die von der Stadt vorgelegte Umbauplanung überzeugend? Oder schöngerechnet und man muss am Ende eher 50 Mio reinstecken? Ein großes Wagnis. Und b) müsste der Investor mit den Altstadtfreunden und ihrem Anliegen, den Hof nutzen zu können, umgehen können. Denn der ist fast fertig, was wenn nun am Hauptbau 5 Jahre lang rumgebastelt wird. Eine sehr komplexe Gemengenlage, die ich als Investor nur eingehen würde, wenn ich eine satte Miete bekäme. Mit einer geplanten Nutzfläche von 5.700qm und einem Mietpreis zwischen 10 und 20 EUR/qm liegen wir voraussichtlich bei irgendwas zwischen 50.000 und 100.000 EUR Miete im Monat, das die Stadt aufzubringen hätte. Das müsste die Kulturbürgermeisterin erstmal denjenigen erklären, die nun auf den Konzertsaalneubau und womöglich auf die Opernhaussanierung verzichten müssen.


    Also ich kann mir das nur schwer vorstellen, wieso ausgerechnet dieses komplizierte und viel zu groß und inhaltlich nicht durchdachte Projekt (Forschungslabore im Pellerhaus?) glatt gehen soll.

  • Ich hoffe sehr, das die Altstadtfreunde hier am Ende eine entscheidende Rolle übernehmen. Die Bereitschaft dazu ist ja offenbar nach wie vor vorhanden! Und die Idee mit dem Investor kam dort ja auch schon mal auf, eben als Neubau (ausschließlich auf dem alten Pellerhaus-Grundstück) inklusive originalgetreu nachgebildeter Fassade und Erschließung über das heute leere Nachbargrundstück. Die Fassade würde dann (wie auch schon der Hof) durch Spenden finanziert. Ein Vorteil für die Stadt wäre dann: Die teure Sanierung des maroden Komplexes würde sich dann nur auf den Teil des ehemaligen Imhoff-Hauses beschränken. Und Platz für das "Haus des Spieles" ist dort ja ausreichend vorhanden.


    Bezüglich des Pellerhauses könnte die gescheiterte Kulturhauptstadtbewerbung samt den Corona-Sparzwängen in der Tat noch Segen sein.


    d.

  • Ein privater Investor kann insbesondere aus zwei Gründen günstiger sein:

    - Schnelligkeit: sowohl bei Entscheidungen, als auch beim Planen und Bauen. Am meisten aber bei Vergaben, da es i.d.R. keine formalisierten Ausschreibungen und Vergaben braucht (sofern keine öff. Förderung).

    - Verhandlungsspielraum: eben weil schneller und weniger Formalien kann ein privater Investor mit Auftragnehmern anders verhandeln, sowohl vor als auch nach Auftragsvergabe

    Dazu kommt, dass ein mögliches Delta, also Gewinn, bei Chef/Chefin verbleibt und nicht in den allgemeinen Haushalt zurück fließt. Das führt dazu, dass von den beiden genannten Punkten gerne und rege Gebrauch gemacht wird.


    Ein privater Investor hat dagegen zwei Kostentreiber:

    - Risiken, die einzupreisen sind

    - höhere Kreditzinsen, da es eben mehr Risiken gibt

    In Zeiten von Niedrigzinsen ist der negative Effekt allerdings überschaubar.

    Der dritte Kostentreiber ist eigentlich die Renditeerwartung, das wird aber gerne unter Risiko abgehandelt (Wagnis & Gewinn)


    Am Ende kann es für die öff. Hand günstiger sein, wenn alles gut passt und die Miete geringer ist als eine Eigenerstellung. In den meisten Fällen ist so ein Vorgehen aber teurer und verschiebt, wie oben geschrieben, öff. Ausgaben einfach in die Zukunft. Das würde ich auch beim Pellerhaus erwarten, da es eben keine einfache Turnhalle sondern ein komplexes Sonderbauwerk ist.


    Auf den Stadtrat und ein transparentes Verfahren würde ich allerdings keinen Cent wetten. Am Ende entscheiden das wenige Köpfe in HInterzimmern und der Stadtrat darf das dann in "nichtöffentlicher Sitzung" abnicken. Verträge werden so gut wie nie öffentlich verhandelt und beschlossen. Dafür müsste der Investor auf sein Recht zur Geheimhaltung verzichten. Und warum sollte das der Fall sein???



    Ich persönlich hatte sehr auf die Kulturhauptstadt und ihre Wirkungen gehofft. Umso überraschter und enttäuschter bin ich, wie die Stadt und v.a. die CSU alles Kulturelle an den Rand schiebt. Nürnberg wird ärmer, farbloser und unattraktiver...