Opernplatz 2 – Neubau 2025–27

Wir haben ein umfangreiches Software-Upgrade durchgeführt. Dabei wurden zahlreiche Funktionen verbessert und neue Features hinzugefügt. Näheres erfahren registrierte und angemeldete Nutzer im Bereich Sonstiges unter "Hilfe, Fragen, Vorschläge".
  • Danke.

    Der Entwurf ist aber ganz schlimm für diese Stelle. Kann man es denn wenigstens bei etwas Symmetrie, wie es die Umgebungsbebauung vorlebt, belassen?

  • Ganz schlechte Neuigkeit. Der Entwurf ist genauso schlecht wie alles andere was bisher für die Stelle zu sehen war. Großes Problem sehe ich vor Allem aber auch bei den völlig übertriebenenen 8 Geschossen die an der Ecke zulässig sind. Das kann niemals passen. Und architektonisch sollte es eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, dass hier auf die unseligen Flachdächer und Staffelgeschosse und sonstigen modischen Schnickschnack (Gestrüpp an der Fassade, wilde Fensteranordnungen etc) verzichtet wird. Richtiges Dach mit Schieferdeckung gehört hier her, und von Symmetrie betonte Sandsteinfassade. Ganz ähnlich wie ein paar Meter weiter beim Sofitel recht gut umgesetzt.

  • Ich muss mich dem anschließen. Dieser und auch die anderen Entwürfe nehmen keinerlei Rücksicht auf ihre Umgebung. Sie sind zum einen etwas zu hoch. Vorallem in Richtung Oper finde ich dies besonders auffällig. Prinzipiell könnte das Gebäude in Richtung Bankenviertel jedoch höher werden.

    Zum anderen ist die Gestaltung unterirdisch. Dieses Grundstück ist eines der prominentesten der ganzen Stadt. Der Entwurf sieht aus wie ein Bürogebäude aus Eschborn oder Niedderrad. Keinerlei ästhetischer Willen. Entweder man baut hier nach historischem Vorbild oder a la Goetheplatz 1. Warum hier keine Fußgängerunterführungen am Gehweg? Eben wie der Entwurf am Goetheplatz 1, oder auch ein Restaurant im EG zum Opernplatz hin. Es gibt viele Möglichkeiten.

    Der Opernplatz ist einer der beliebtesten öfentlichen Plätze in der Stadt, da muss so ein Gebäude das auch unterstützen und einen Mehrwert für den Platz und dessen Besucher bringen.


    Mein Traum wäre eigentlich das Grundstück freizulassen und als Opernplatzerweiterung bzw. Wallanlagenerweiterung zu nutzen.

  • Sollte diese strenge / unterkühlte Raster-Architektur als rechteckiger Monolith fortbestehen, geht man schon recht verschwenderisch mit dieser 1A-Lage am mit großen Abstand schönsten Platz der Stadt um.

    Gerade die Nutzung als Allerwelts-Offices in Zeiten von Hybrid Work Models und Home Office stelle ich in Frage (siehe dazu einen neuen FR Artikel). Für diese Umgebung mit Oper, Goethestraße & Park ist eigentlich ein Flagship-Hotel wie Mandarin Oriental, Ritz Carlton oder ein Grand Hyatt mit entsprechender Dachterrasse geeignet. Solange das Interconti weiter bis auf unbestimmte Zeit geschlossen hat, sind 5-Sterne Hotels in ansprechender Umgebung ohnehin unterbesetzt in Frankfurt.

    An selber Stelle in München, Berlin oder Hamburg (d.h. am jeweils schönsten Platz der Stadt) würde man ganz sicher nicht eine solch zusammenhangslose Architektur vorschlagen. Wie es viel besser geht in Frankfurt zeigt sich an der Hauptwache (Ex Sportarena) und Rossmarkt (Ex Vapiano und auch Ex-Görtz), wo Bauten entstehen, die deutlich unkonventioneller und weniger beliebig daher kommen als das hier Gebotene. Bitte unbedingt die Nutzung und daraus folgend die Architektur überdenken.

    3 Mal editiert, zuletzt von Golden Age (10. April 2024 um 17:19)

  • Wenn man den Vorschlag mit dem benachbarten Sofitel, das sich ja in weit weniger exponierter Lage befindet, vergleicht, dann ist das schon sehr ernüchternd. Der Opernplatz ist Frankfurts schönster Platz und ein sehr beliebtes Fotomotiv, ein Top-Hotel mit entsprechender Fassade wäre wirklich das beste hier (um die Ecke sollte ja mal ein Mandarin Oriental entstehen), falls es Büros sein sollen, wäre aber eine schönere Gestaltung dort tatsächlich wünschenswert.

    Wenn das jahrelange Heckmeck um die Bebauungshöhe dann in so einem Zweckbau mündet, ist das schon sehr schade.

  • Ja, klar. Ist die Stadt aber selbst mit Schuld dran. Hätten einfach ein 100m Hochhaus zulassen können, mit öffentlicher, vorzugsweise gastronomischer Nutzung im EG. Den frei gebliebenen Platz hätte man den Wall-/Grünanlagen zuschlagen können, ähnlich, wie es damals beim Opernturm geschah! Wäre Win-win-win-Situation gewesen. Für die Stadt, den Investor UND die Bürger. Manchmal könnte vieles ziemlich einfach sein, wenn sich manche (Stadt-)Politiker von einer gewissen ideologischen Verbohrtheit lösen könnten und/oder auch mal über ihren eigenen Schatten springen würden.

  • Den vielen negativen Vorkommentaren ist zuzustimmen, eine uninspirierte Rasterkiste. Im Umfeld der Alten Oper sollte ein Neubau ambitionierter sein...! Vorbilder in der Nachbarschaft geben mehr her, die Fassden des Historismus gegenüber oder die von den 50er Jahren beeinflussten Bauten der direkten Umgebung, wie der Bau von Christoph Mäckler zwischen Fressgass und Goethestraße.

  • Das passiert halt, weil die Stadt Frankfurt am Main selbst für Ihren hochwertigsten Platz so gar keine gestalterische Vorgaben machen kann weil Sie eben auch gar kein Konzept für den Platz, die Innenstadt und die Qualität des öffentlichen Raums hat. Woher soll es denn auch kommen- Es gibt hier keine Stadtplanung die diesen Namen verdient hätte. 2024 und hier eine solche Architektur? Eine Bankrotterklärung!!

  • Ein Blick auf das Areal Opernplatz 2, bei dem das aktuelle Projekt, um’s freundlich zu nennen, nicht recht vom Fleck kommt.

    IMG-4405.jpg

    Bild: main1a

  • Mir ist letzte Woche aufgefallen, dass alles Grünzeug (bis auf einen recht jungen Baum) auf der Südseite des Grundstücks abgeholzt wurde. Also entlang des Wegs zwischen Marshall-Brunnen/Guiolett-Denkmal und Neue Mainzer Straße.

    Das Flurstück gehört laut geoportal nicht zum Grundstück des Projekts Opernplatz 2, aber es fällt halt schon auf, dass dort so großzügig freigeräumt wurde.

    Bei der Gelegenheit habe ich jetzt auch gesehen, dass es sich bei dem Areal, das zu bebauen ist, um insgesamt 4 Flurstücke handelt.

  • Heute war auf dem von ChriSto beschrieben Stück auch wieder ein Bagger unterwegs und einige Fahrzeuge auf dem zu bebauenden Grundstück geparkt.

    Bilder: Skyview

  • Definitiv, es geht etwas auf dem Grundstück. Das ergibt sich unter anderem aus einem nagelneuen Bauschild. So sieht es aus (Thumb):

    Bild: https://www.deutsches-architektur-forum.de/pics/schmittchen/6431_Opernplatz2.jpg

    Nicht überraschend ist, dass Implenia den Spezialtiefbau übernehmen wird – den Namen des Unternehmens hatte Skyview bereits herausgefunden. Auch nicht, dass zunächst die Tiefgarage statisch vorbereitet werden muss. Überraschend ist jedoch die Box zum Entwurfsverfasser. Der dort Genannte gehört nämlich zum Frankfurter Büro Dietz Joppien Hammerschmidt. Das dürfte diejenigen enttäuschen, die auf eine mehr oder minder historisierende Gestaltung analog zum Neubau Opernplatz XIV mit dem Sofitel Opera hoffen, denn für solches ist das Büro von der Hanauer Landstraße nicht bekannt. Am 2016 entschiedenen Wettbewerb, damals von Allianz Real Estate ausgelobt, hatten die Architekten übrigens nicht teilgenommen (i).

    Das Grundstück aktuell:

    6430_Opernplatz2.jpg

    Auf dem Foto von heute Vormittag ist zu sehen, dass einige Herren an einem Gestell zugange waren.

    6432_Opernplatz2.jpg

    Und tatsächlich wurden darin gerade Muster-Fassadenplatten eingesetzt, wie sich nach einem Ortswechsel zur Südseite zeigte. Wohl alles Naturstein, zudem unterschiedliche Glasscheiben. Ziemlich viel Auswahl beim Stein, Schlüsse auf die kommende Gestaltung sind damit eher nicht möglich.

    6433_Opernplatz2.jpg
    Bilder: Schmittchen

  • ^

    Danke. Es ist bedauerlich, dass das Projekt „Opernplatz 2“ weiterhin unter Verschluss gehalten wird. Obwohl der Baustart offenbar unmittelbar bevorsteht, fehlt jegliche transparente Kommunikation. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass hier bewusst auf Öffentlichkeit verzichtet wird. Rechnet man mit Widerstand?

    Besonders erschreckend ist, dass an einem der schönsten Plätze Frankfurts ein Gebäude entstehen soll, das weder architektonisch überzeugt noch mit dem städtebaulichen Umfeld harmoniert. Dies trifft leider auf alle zuletzt bekanntgewordenen Entwürfe aus diversen (!) Wettbewerben zu. Diese Geheimhaltung macht alles nur noch schlimmer. Hier droht wohl eine architektonische Katastrophe.

    Die Stadt lässt das geschehen, ohne verbindliche Gestaltungsvorgaben oder zumindest klaren städtebaulichen Leitlinien. Ein Gestaltungsbeirat, der diesen Namen verdient, fehlt. So überlässt man diesen wichtigen Ort rein profitorientierten Investoren und erstickt jede Diskussion über Qualität oder Verantwortung, die diesem Platz gerecht werden muss.

    Der Opernplatz, wohl der schönste Platz Frankfurts, wird wohl für lange Zeit durch eine unpassende Bebauung entwertet.

  • da ja bekanntermaßen die Hoffnung zuletzt stirbt: Auf dem Bauschild ist "nur" die Rede von "statische relevante Maßnahmen in einer Tiefgarage". Vielleicht ist Chr. Hammerschmidt und das Büro nur dafür zuständig.