Opernplatz 2 - Abbruch und Neubau geplant

  • Ich glaube den Wettbewerbergebnissen aus dem Januar 2016 wird wahrscheinlich keiner eine Träne nachweinen. So wirklich zugesagt hat mir (vorallem für diesen Ort) auch keiner der Entwürfe, da war meines Erachtens noch sehr viel Luft nach Oben.


    Interessant fand ich allerdings die Materialwahl des 2. Preises in Form des Entwurfs der Büros Staab Architekten (zu sehen in #27 – click).


    Das war aber auch schon alles was ich positiv hervorheben könnte.
    Bitte gerne neu. Bei den zu erwartenden Mietern, darfs an dieser Adresse auch gerne mal ein wenig mehr sein (als 'ne Schachtel)!

  • Da tut sich was.

    Bild von mir von heute Nachmittag - was bedeutet das? Keine Änderung am Entwurf? Oder alles neu und nur nicht veröffentlicht? Oder doch nur ein neues Gerüst, da das alte dann doch in die Jahre gekommen war?


  • Das Objekt gehört nun zu einem Joint Venture von SIGNA Prime Selection und der RFR Holding, wie aus einer Wirtschaftsmeldung hervorgeht. Zur Transaktion gehört auch die Einzelhandelsimmobilie Beursgallery (Rotterdam). Warum die Allianz Real Estate sich von den beiden "Prime Assets" trennt, geht aus dem Bericht nicht hervor. Mit dem Opernplatz 2 biete sich die einmalige Gelegenheit, ein "hochwertiges Mixed-Use-Gebäude aus Büro, Einzelhandel und Gastronomie" zu entwickeln.


    Zu RFR gehören in Frankfurt eine ganze Reihe von Gebäuden, u.a. das gerade als "160 Park View" auferstehende "Hochhaus am Park", aber auch das Marriott-Hochhaus, das Bienenkorb-Haus und weitere. Zur SIGNA-Mutter, der österreichischen SIGNA Holding gehören die Karstadt-Häuser inkl. KaDeWe und Sporthäusern.

  • Beste Lage aber irgendwie schaffen Sie es nicht was sehenswertes daraus zu machen. Hoffe mal das die neuen Eigentümer was machen sonst verschimmelt das Objekt noch Jahre vor sich hin.

  • Naja, abwarten, mit "hochwertiger" oder sehenswerter Architektur lässt sich die RFR in Frankfurt nicht unbedingt immer in Verbindung bringen. Man denke nur an den unsäglichen oder zumindest völlig uninspirierten "Kaufhof-Anbau", dem leider die spektakuläre Zeilgalerie mitsamt Aussichtsplattformen einschl. Gastronomie zum Opfer fiel...Am Opernplatz hoffe ich auf etwas aus Naturstein, was sich der Alten Oper anpasst und das es bald losgeht. In der Tat.

  • Ob das Gebäude noch bis zum Jahr 2035 gebaut wird, steht vollkommen in den Sternen.


    Was sich der Magistrat allerdings nicht an ihrem Vorzeige-Platz bieten lassen sollte, ist der bereits seit knapp 3 Jahren bestehende Zustand des offensichtlichen Verfalls. Das Baugerüst stinkt mittlerweile gräuselig nach Urin, Spanplatten sind mit Graffiti überzogen und die Aufenthaltsqualität um das dunkle Gebäude herum ist immens gesunken. Vor einigen Jahren hatte man noch versucht mit einem (sehr gelungenen) Food Truck Garten zumindest die Seit des ehemaligen Mövenpick-Restaurants aufzuhübschen. Jetzt ist hier nichtmal der Versuch einer Aufwertung oder einer Zwischennutzung.


    Mittlerweile wäre es besser das Gebäude wird ganz abgerissen und durch eine Erweiterung der Taunusanlage ersetzt.

  • 2020 wird sich am aktuellen Zustand des Gebäudes nichts mehr tun - bzw. kommen bis Ende des Jahres Gastronomie-Popups (Naïv, Hoppenworth & Ploch) ins Erdgeschoss des dahinsiechenden Hauses am Opernplatz.


    Für Anfang 2021 ist der Abriss terminiert. Ganz offiziell. Zumindest ist das so geplant. (Q) Bis dahin wird es hoffentlich auch Neuigkeiten zur zukünftigen Entwicklung des Standorts geben. Ich gehe davon aus, dass sich Überlegungen hinsichtlich einer neugebauten Oper am Opernplatz unter Einbeziehung dieses Standorts erledigt haben.

  • Verheißungsvoll in Bezug auf den vorliegenden Entwurf, noch vom Vorbesitzer der Liegenschaft beauftragt und hier wenig geschätzt, ist der letzte Absatz einer heutigen Pressemitteilung von Signa. Demnach soll die Planung überprüft und weiterentwickelt werden. Wörtlich heißt es: "... wird Signa einen achtgeschossigen Neubau errichten, der sich in den besonderen städtebaulichen Kontext am Opernplatz einfügt. Signa überprüft derzeit die Planungsentwürfe des Voreigentümers und entwickelt diese weiter." Ein Vorstandsmitglied wird zitiert: "Wir sind uns bewusst, dass wir an einem sehr bedeutsamen Standort agieren und wollen dafür die beste Lösung. Als langfristig orientierter Bestandshalter legt Signa besonderen Wert auf städtebauliche Qualität."


    Primär geht es in der Mitteilung um das gastronomische Pop-up-Konzept aus epizentrums Beitrag oben. Es trägt den lustigen Namen "Eatdrinkopera".

  • Der jetzige Entwurf von Baumschlager-Eberle ist sicherlich nicht die Sorte Gegenwartsarchitektur, die den Anspruch erhebt sich in den städtebaulichen Kontext einzufügen oder zumindest sich hiervon inspirieren zu lassen. Dieser Bau würde sich viel eher in den Kontext der Bürostädte Gateway Gardens, Eschborn oder Niederrad einfügen, ohne dispektierlich sein zu wollen. Sogar auf dem Campus Westend könnte er gut funktionieren, aber eben nicht am Platz der Alten Oper, dafür kommt der Entwurf viel zu funktional daher.


    Das erstklassige SIGNA-Pop Up Konzept signalisiert schon jetzt deutlich mehr Rücksichtnahme und Respekt gegenüber dem Standort als es die vorherigen Besitzer an den Tag legten, die das leerstehende Gebäude zur stinkenden Ekel-Bauruine verkommen liessen.


    Die Ankündigungen bzw. der Wortlaut von SIGNA klingen verheißungsvoll. Die sehr gelungenen am Opernplatz gelegenen Bauten des Sofitel-Areals oder die Blockrandbebauung des OpernTurms zeigen ja, dass moderne Architektur es überzeugend schafft erstklassige Ergebnisse zu erzielen ohne den maximalen Kontrast mit seiner Umgebung heraus fordern zu müssen.

  • Ich dachte, ich poste für das Archiv noch einmal einen Überblick über das Gebäude uns seine Lage im unmittelbaren Umfeld, ehe es dann hoffentlich bald zum Abriss kommt:


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  • Gestern war eine Abbruchfirma damit beschäftigt, die zur Anlage hin gelegenen Pavillons einzureißen. Wieder nur eine Schutzmaßnahme, oder geht das da nun wirklich los?

  • Es gibt eine Abbruchgenehmigung, die immerhin schon 2018 beantragt wurde; wann sie erteilt wurde, kann man nicht erkennen.



    Abbruch eines Bürogebäudes mit Tiefgarage, ausgenommen unterirdische Bereiche außerhalb des Baugrundstücks und einer unterirdischen Wand südwestlich

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    ergänzend zur Beobachtung von Mäxken noch zwei kurze Schnappschüsse von den Abbrucharbeiten:

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    Außerdem wurden am Samstag wohl Erkundungsbohrungen vorgenommen, die genaue Deutung überlasse ich an dieser Stelle aber lieber den Profis:

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    Alle Bilder von mir

  • In der neuen Mainzer Straße (höhe Hausnummer 84) wurde die Straße um eine Spur verengt, für Fußgänger gesperrt und Arbeiter bauen den Schutz ab, der die Fußwege vor der (möglicherweise maroden) Fassade schützen sollte. Ein gegenüber ansässiger Mieter erzählte mir, dass "es" jetzt losgeht. Damit war der Abbruch gemeint.

  • Dass der Abbruchbau zwei Lichthöfe hat, war mir bisher nicht klar. Hier noch ein Abschiedsbild von der anderen Seite. Es ist im September 2017 aufgenommen:


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    Bild: epizentrum

  • Hier kommt "langsam" auch etwas mehr Bewegung in die Sache. Es wird viel aus dem Inneren über die Container nach außen hin entsorgt.


    Update von heute.


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    Bilder: Skyview

  • Danke für die Fotos!

    Irgendwie verstehe ich nicht, warum man es gerade jetzt mit dem Abbruch so eilig hat. Gerade diskutiert Signa doch mit der Stadt einen ganz neuen (Hochhaus)Entwurf. Selbst wenn man sich in diesem Quartal noch darauf einigt, braucht es mindestens noch ein Jahr, bis die Planung bauantragsreif ist, der Bauantrag eingereicht wird, dieser genehmigt wird und mit den Gründungsarbeiten begonnen werden kann.


    Ich denke, dass man erst alles bis auf Erdgeschossniveau abreißt, um dann wohlmöglich auf die Planung zu warten. Die Grube zu verfüllen, oder mit einem Verbau bzw. einer Bohrpfahlwand anzufangen, ohne zu wissen was man baut und wie man gründet, macht wenig Sinn.