Opernplatz 2 - Abbruch und Neubau geplant

  • Weitere Bilder und auch Bilder von den Entwürfen der anderen Teilnehmer der 2. Runde sind auf Competition Online zu sehen. In meinen Augen ist Alles! andere optisch besser als der "Siegerentwurf", er wirkt einfach nur extrem unruhig und ich kann diese ewig gleichen Fassadengestaltung einfach nicht mehr sehen. Und das jetzt am schönsten Platz Frankfurts :nono:


    Den Text der Beurteilung durch das Preisgericht muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen...kopfschüttel.


    https://www.competitionline.com/de/beitraege/115378

  • Tja. Wo man in manchen Ecken in Frankfurt echt gute Entscheidungen trifft, sind leider abseits vom Dom-Römer-Prokjekts und den tollen Hochhausplanungen doch einige eklatante Fehlgriffe dabei, ich sage nur Romantikmuseum, Flare of Frankfurt, Kornmarkt-Arkaden und natürlich das schlimmste aller Projekte, das Senckenberg-Projekt.


    Auch dieser Entwurf ist wieder von der Marke verpasste Chance. Er ist keine Vollkatastrophe wie z.B. Flare of Fankfurt, aber eben auch nichts, was der Stadt hilft. Ich möchte rufen, man hätte Architektur wagen sollen. Raus gekommen ist eine Ausgeburt an Langeweile, fieses Dach und ansonsten eben das Raster mit Naturstein, mal wieder.


    Schade, dass die städtebauliche Qualität in der Mitte Frankfurts so schwankend ist, während man sich am Römer echt Mühe bei den Häusern gibt und ich finde man sieht die Qualität auch, ist drumrum viel Stangenware und eine Menge an Fehlgriffen angesagt. Ein Bau im Gründerzeitstil war nicht zu erwarten, aber ein Bau im Stile des Sofitel mit Dach und etwas mehr Mut zur Gestaltung hätte dem Ort doch gut getan!

  • Der 1. Preis ist sicherlich der Entwurf von den ersten drei der sich am Besten einfügt, gerade auch im Hinblick darauf was am Beginn von Fressgasse/Goethestraße gebaut wurde. Allerdings ist er auch sehr gewöhnlich, im Grunde überflüssig. Lieber ein schöner Rasen und paar Blümelscher:lach:


    Der 3. Preis fügt sich am wenigsten ein, insgesamt noch mal etwas massiver, dafür aber sehr transparent und irgendwie großstädtisch. Das wäre mein Favorit, gerade weil ein freistehendes massives Gebäude an einem großen Platz auch für sich alleine wirkt und sich nicht einfügen muss. Die Transparenz könnte trotzdem angemessene Zurückhaltung im Hinblick auf die alte Oper vermitteln.


    ^Diese extreme Kritik an "Flaire of F" kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Es scheint das es gut mit den dahinter liegenden Türmen im selben Quadrat zusammen wirken könnte. Zur sonstigen Umgebung in dieser Straße oder am Eschenheimer Tor muss man eigentlich nicht viel sagen, da gibt's eigentlich nichts besonders schönes bis auf Parlais, also nichts woran man sich orientieren sollte, bis eben auf die Türme dahinter. Von daher könnte das nicht so schlecht werden wie es hier von der Mehrzahl der User gemacht wird.

  • Abbruchtermin 2018 bleibt weiterhin unbekannt

    Seit 15 Monaten hat man nichts mehr zum Objekt Opernplatz 2 gehört, das aufgrund seiner exzellenten Lage und der etwas zu lieblosen Raster-Ausführung zu den umstritteneren Neubau-Projekten hier im Forum zählt(e). Will man nun doch etwas weniger Eschborn (0815-Office-Look) und doch mehr Opernplatz (klassische Stil-Elemente) wagen? Zu wünschen wäre es, da ggü. der Alten Oper mehr Authentizität und weniger Beliebigkeit gefragt wäre.


    Der letzte Stand am 14.09.2016 war laut FNP und Allianz Real Estate News, dass die Vorentwurfsplanung von Baumschlager-Eberle Berlin im Laufe des Septembers beginnen soll. Wann genau im Jahr 2018 die Abbrucharbeiten starten sollen, wird allerdings weiterhin völlig offen gelassen.


    Wenn man im Frühjahr 2021 fertig sein möchte, müsste man den Abbruchtermin allerdings so langsam benennen (können). Auf der Webseite der Architekten blieb der Entwurf jedenfalls unverändert.

  • ^ Alles ist relativ ;) Aber vieles spricht dafür, dass in den nächsten Tagen tatsächlich Bautrupps anrücken werden. Es gibt eine Meldung zu Sperrungen in Höhe der Neuen Mainzer 84 wegen Hubgeräten etc., es stehen Halteverbotsschilder am Gebäude Opernplatz 2 ab 9.4.18., und dann soll das Projekt ja 2021 fertiggestellt sein. Zur Taunusanlage gibt es ebenfalls ein paar Aktivitäten. (Vielleicht) ein Abschiedsbild:



    Bild: epizentrum

  • Meiner Meinung nach ist der erste Entwurf, der hier zu sehen war doch überarbeitet worden.


    Zumindest auf Grundlage, des bei ADAMA gezeigten Competition-Links.


    Das Erdgeschoss hat jetzt ein Natursteinkreuz und an der Stirnseite zum Opernplatz ist jetzt ein Balkon.

  • Vielen Dank für den Fund, scheint wirklich aktualisiert worden zu sein!


    Sicher für den Standort immer noch nicht der ganz große Wurf, aber für nach meinem Dafürhalten besser strukturiert als die Vorversion und zudem scheint mir eine gute Korrespondenz mit dem Opernturm möglich zu sein.

  • Unter dem Link in #81 zeigt Competitionline ungeachtet der dortigen Überschrift den Entwurf vor der Überarbeitung (Adama hat auf das Jury-Protokoll hingewiesen). Also den Beitrag aus dem Realisierungswettbewerb, siehe oben #7. Die zuletzt bekannt gewordene Planung, im September 2016 vom Entwickler gemeinsam mit der Mitteilung zur Entscheidung veröffentlicht, ist in #75 zu sehen.

  • Bauruine an der Alten Oper - Wie geht's weiter bei Opernplatz 2?

    Das letzte Update zum "Opernplatz 2" liegt hier wieder mehr als ein Jahr zurück.


    Die äußerst nüchterne Vorentwurfsplanung (welche den Projektnamen "Greetings from Esch-Boring" verdient hätte) von Baumschlager-Eberle Berlin sollte im Laufe des Septembers 2018 beginnen. Acht Monate später hat sich leider reichlich wenig getan und das Gerüst um das dunkle leer stehende Gebäude sieht aus wie ein Mahnmal. Der angestrebte Fertigstellungstermin Frühjahr 2021 ist somit Makulatur.


    Für alle Beteiligten (und hier wären einige prominente Firmen zu erwähnen) ist dieser jämmerliche Outcome wahrlich kein Ruhmesblatt, besonders in Zeiten einer brummenden Konjunktur und allen möglichen Refinanzierungs-Möglichkeiten. Genau wie beim Polizeipräsidium oder der Rhein-Main Arena zerschlagen oder verzögern sich derzeit eindeutig zu viele Projekte. Bei dieser Marktlage absolut inakzeptabel.


    Ich finde es schade, dass nicht mal mehr die Pop-Up Food Trucks sich am ehemaligen Biergarten des Mövenpick-Restaurants präsentieren dürfen. Das war an der Stelle noch ein schlüssiges Konzept und sorgte für Belebung. Warum die Ruine nun als dunkle Ecke verkommen soll, will sich mir nicht erschließen.

  • ^
    reine spekulation, aber könnte es nicht sein, dass die Baustelle ruhen muss bis zumindest das ein oder andere Projekt in der Ecke abgeschlossen wurde?


    Ich denke an Neue Mainzer 82 gleich gegenüber, Veritas Tower, Junghof Plaza, FOUR, Omniturm, Globaltower, Marienturm, Goethestraße Ecke kleine Bockenheimer, usw.
    Der Verkehr in der Innenstadt leidet schon seit geraumer Zeit unter einigen Projekten. Ich könnte mir vorstellen, dass man von Seiten der entsprechenden Behörden warten will, bis zumindest einige der o.g. Projekte fertig sind um keinen Verkehrskollaps herbeizuführen.


    Meine persönliche Meinung wäre zwar trotzdem Bauen aber es erscheint mir zumindest logisch.

  • Allianz Real Estate hat verkauft

    Allianz Real Estate hat das Gebäude Opernplatz 2 veräußert. Das berichtet Thomas Daily soeben. Als Käufer wird Signa genannt, womit René Benkos Unternehmensgruppe mit Sitz in Wien gemeint sein dürfte. Der Kaufpreis soll "merklich über 100 Millionen Euro" liegen. Das lässt "Frankfurter Marktkreise" vermuten, dass der Käufer eine höhere Ausnutzung anstrebt, als es der 2016 ausgerichtete Realisierungswettbewerb ergeben hat. Nach Aussage des Planungsdezernats wurde (wahrscheinlich auf Basis des Baumschlager-Eberle-Entwurfs) im Mai 2019 eine Baugenehmigung erteilt. Zu einer Stellungnahme sollen weder Signa noch Allianz Real Estate bereit gewesen sein.

  • "Merklich über 100 Mio" nur für das Grundstück?
    Da müssen sie aber schon auf ein mittleres Hochhaus spekulieren damit sich das rechnet...

  • Über 100 Mio. nur für das Grundstück wäre wohl etwas viel. Das Grundstück wurde zusammen mit einer Immobilie in Rotterdam verkauft.

  • Zur Baugenehmigung (siehe #92) findet sich im kürzlich veröffentlichten Magistratsbericht B282/2019 eine widersprüchliche Aussage. Darin heißt es im Rahmen der Genehmigungen für größere Einzelhandelsflächen, dass der unter dem Aktenzeichen B-2018-934-4 am 22. Juni 2018 eingereichte Bauantrag bis dato noch nicht genehmigt wurde bzw. sich noch in Bearbeitung befindet. Darin geht es übrigens um drei Einzelhandelsflächen im Erdgeschoss und 1. OG mit insgesamt 1.663 Quadratmeter Fläche.

  • Auf eine entsprechende Anfrage des OBR 1 teilte der Magistrat kürzlich mit, dass dem Bauherrn die Baugenehmigung am 8.5.2019 erteilt worden sei; auf Nachfrage habe der Bauherr mitgeteilt, aus internen Gründen noch nicht mit dem Bau begonnen zu haben.


    Q: ST_1931_2019 v.7.10.19

  • Es wäre zu wünschen, dass man sogar nochmal einen komplett neuen Wettbewerb mit ganz anderen Architekten ausrichtet. Von den im letzten Wettbewerb abgegebenen Entwürfen ist ja kein einziger auch nur ansatzweise der Lage und dem Umfeld gerecht geworden - schon gar nicht die "Siegerentwürfe" (sind da überhaupt erste Preise vergeben worden?), die ja auch völlig zurecht auf den ersten Seiten dieses Fadens aufs Heftigste zerrissen wurden.

  • das Ergebnis des Wettbewerbs war tatsächlich traurig. Auch wenn das sicher nicht alle so sehen, finde ich hat der Entwurf von Nieto Sobejano Arquitectos in Beitrag #41 am meisten Potential, mal was besonderes zu werden(wenn man sich nochmal der Fassadengestaltung annimmt). Halbwegs erträglich wäre noch Dudler #38. Wäre ich Entscheider, würde ich hier auch einen ganz neuen Wettbewerb ausloben und auch mal ganz andere Architekten einladen.


    Einen Entwurf von Chippefield haben wir nicht gesehen oder? Wäre mal interessant, wobei man hier ja schon voraussagen kann, was kommen wird.
    Sonst würde ich mir noch wünschen:
    - herzog de meuron weil einfach geil und haben auch in Berlin kürzlich ganz gut geliefert
    - Calatrava (hat ja leider bei Grand Central nicht geliefert)
    - Mäckler der mit Goethequartier und Goethestraße 34 mmn. schon super geliefert hat in der Ecke
    - MAD und Renzo Piano weil sie einfach schon immer auf meiner Wunschliste stehen
    - interessant fände ich auch SOM, die ja recht viel in London machen und mit der Siesmayer 21 eine Connection zu Frankfurt haben


    Kernthema wäre hierbei nur, möchte man einen Hingucker, der in Konkurrenz zu Skyline und Oper tritt oder will man einen Bodenständigen Entwurf, der nicht groß aus der Masse herausstricht und die Umgebung wirken lässt.
    Ich plädiere eher für ersteres. Frankfurt könnte mal wieder was spektakuläres in prominenter Lage brauchen, das kein Hochhaus ist. Riesen Chance in dieser Lage. Mit Signa haben wir auch einen fähigen Entwickler an der Hand.