Zentren - Unterzentren - Kerngebiete (Diskussionsthread)

  • Rotkreuzplatz? :lach: Wenn du außer DM, Mäkki, Eiscreme oder einem Döner etwas brauchst ist doch das so gut wie tot! Dort gibt es doch nicht mal einen vernünftigen Supermarkt und Discouter. Kleidung? Schuhe? Wer es sich leisten kann, der kann natürlich auch am und um den Rotkreuzplatz viel finden. Kenne auch einige Normalos in und um Nymphenburg / Neuhausen und die fahren allesamt zum Stachus für den Einkauf.


    Warst du jemals am Rotkreuzplatz? :lach:
    Alles von dir genannte gibt es in direkter Umgebung in mehrfacher Ausführung (Kleidung, Schuhläden) und da zähle ich den Kaufhof noch gar nicht mit. Ich wüsste jetzt auch nicht warum man im sehr gut sortierten Supermarkt vom Kaufhof oder im Edeka gegenüber als Normalo nicht zum Einkaufen gehen kann. Einen Aldi gibt es tatsächlich leider nicht, da würde ich mir zwischen Rotkreuz- und Leonrodplatz einen wünschen, wo die Ladenmieten noch halbwegs bezahlbar sein müssten.


    Aber es gibt allemal mehr Vielfalt als an der Münchner Freiheit, wo ich ebenfalls viele Jahre gewohnt hab und man neben den ganzen Kneipen und Dönerbuden bestenfalls ein paar Läden für Skaterkleidung findet. Da muss man schon mindestens bis zur Hohenzollernstraße gehen, um echte Vielfalt zu entdecken.


    Und wenn ich in Gern zum Paketshop laufe, dann habe ich eher den Eindruck, dass in ganz Nymphenburg nur noch im Netz bestellt wird, so wie es da zugeht. Wer will schon in die gesichtslosen, immergleichen Ketten am Stachus? Da kenne ich echt niemanden von den ortskundigen Münchnern... wahrscheinlich gibt es alleine in der Leonrodstraße mehr Münchner Läden als am ganzen Stachus! :)


    Jai-C :
    Klar, in der Regel fährt man als Umlandbewohner mit der S-Bahn irgendwo entlang der Stammstrecke.
    Aber da ich auch schon mal in Richtung Freising gewohnt habe, kann ich dir versichern, dass mit dem Auto sehr oft in der Gegend um die Münchner Freiheit gefahren wurde, nicht nur zum Weggehen, sondern auch zum Einkaufen und das trotz des eher mageren Angebots.
    Denn mit dem Auto bis in die Altstadt reinfahren, das war schon vor 10 Jahren ein Graus in Sachen Zeitverschwendung, den sich kein normaler Mensch antun wollte ;)

  • Warst du jemals am Rotkreuzplatz? :lach:
    Alles von dir genannte gibt es in direkter Umgebung in mehrfacher Ausführung (Kleidung, Schuhläden) und da zähle ich den Kaufhof noch gar nicht mit.


    Ich habe 3 Jahre in der Donnersberger Straße gewohnt. Noch heute treffe ich öfters - 1x pro Woche - meine Neuhausener Freunde / Familie dort. Zum Kleidung / Schuhe einkaufen war ich aber noch nie am Rotkreuzplatz. Wozu? Teurer und geringere Auswahl als am Stachus oder in irgendwelchen Arcaden.



    Ich wüsste jetzt auch nicht warum man im sehr gut sortierten Supermarkt vom Kaufhof oder im Edeka gegenüber als Normalo nicht zum Einkaufen gehen kann.


    Weil der Edeka etwa 30-40 % über den Preisen von Aldi/Lidl liegt. Kaufhofsupermarkt ist zum Teil noch deutlich teurer.



    Einen Aldi gibt es tatsächlich leider nicht, da würde ich mir zwischen Rotkreuz- und Leonrodplatz einen wünschen, wo die Ladenmieten noch halbwegs bezahlbar sein müssten.


    Die Ladenmieten sind mit Sicherheit kein Argument für Aldi/Lidl. Vielmehr wird es der Widerstand in der Lokalbaukomission sein.




    Und wenn ich in Gern zum Paketshop laufe, dann habe ich eher den Eindruck, dass in ganz Nymphenburg nur noch im Netz bestellt wird, so wie es da zugeht.


    Das wird auch so sein. Das ist übrigens bei meiner Post im Westend nicht rechtviel anders. Klientel: Jung, Hipster, erfolgreicher Büro-Job und vom Aspirin über Nagelfeile zum Skaterschuh alles im Internet kaufen. Ein Nachbar hatte mir neulich stolz erzählt, dass er jetzt irgendein Super-0,1%Zucker-Müsli und sogar Klebebänder und Farbroller im Internet eingekauft hat. So Leute haben zwischen ihrer 60 Stunden BMW-Karriere und der Thalkirchner Kletterwand einfach keine Zeit für Trivialitäten wie Einkaufen.



    Wer will schon in die gesichtslosen, immergleichen Ketten am Stachus? Da kenne ich echt niemanden von den ortskundigen Münchnern...


    Ich kauf da gerne, solange ich für gutes Geld einigermaßen gute Sachen bekomme. Alternativ geh ich öfters in die Pasing Arcaden, da ich in Pasing arbeite. Insgesamt versucht aber doch jeder Mann, die Zeit, die er zum Einkaufen braucht, zu minimieren. Bei den Frauen ist das ganz anders. Für die ist Einkaufen eher noch ein Art, sich selbst darzustellen und in Interaktion mit anderen Frauen dem Trend nachzurennen.




    wahrscheinlich gibt es alleine in der Leonrodstraße mehr Münchner Läden als am ganzen Stachus! :)


    Ja, ja, heile alte Welt. :confused:





    Aber da ich auch schon mal in Richtung Freising gewohnt habe, kann ich dir versichern, dass mit dem Auto sehr oft in der Gegend um die Münchner Freiheit gefahren wurde, nicht nur zum Weggehen, sondern auch zum Einkaufen und das trotz des eher mageren Angebots.
    Denn mit dem Auto bis in die Altstadt reinfahren, das war schon vor 10 Jahren ein Graus in Sachen Zeitverschwendung, den sich kein normaler Mensch antun wollte ;)


    Also ob man mit dem Auto zur Münchner Freiheit fährt oder noch mal 2 km weiter ist doch sowas von egal. Einen Parkplatz findet man an der Münchner Freiheit sogar noch schlechter als in der Altstadt, wo es zumindest viele Parkhäuser/Tiefgaragen gibt.


    Erst an einem Vorweihnachtssamstag war ich echt schockiert, wie wenig selbst an einem Paradeeinkaufstag an der Münchner Freiheit - Gieselastraße los war. Am gleichen Tag wurde man ungelogen durch die Kaufingerstraße wie am Oktoberfest geschoben! Dagegen waren Zara oder die Gehsteige in der Leopoldstraße sehr mager besucht.

  • Den U-Bahn Ring-Nord nach Pasing finde ich nicht schwachsinnig. Viele Leute könnten sich dann das Umsteigen in der Innenstadt sparen und weite Bereiche des Münchner Nordens erreichen.


    ubahn ginge durch dünn besiedelte viertel. s-bahn wäre nach meiner laien-meinenung billiger. hätte in moosach in feldmoching anschluss an ubahn und bietet die perspektive einer einbeziehung des nordrings.



    Wie kommst Du denn auf diese kühne Behauptung? Das sehe ich - angesichts der Notwendigkeit attraktiver Flächen unter freiem Himmel - anders. Auch ich gehöre zu jenen, die derzeit in Pasing den einzigen Ort für ein echtes Subzentrum sehen. Wir wird aber auch viel vom Kino und dem Erfolg des verkehrsberuhigten Bereiches sowie vom Marienplatz abhängen.


    wie gesagt: langfristig, also 20-50 jahre. falls münchen so stark wächst wie prognostiziert und man ein zweites echtes zentrum (pasing in ehren) braucht, dann wäre dort noch am ehesten platz. euroindustriepark auflösen und weiter nach draußen, s-bahn-nordring als zweite oder dritte stammstrecke (könnte von pasing über moosach angefahren werden, vom flughafen und der messe oder als teilstück einer echten ringlinie).


    nichts für die nahe zukunft.

  • In München wird es ziemlich sicher kein 2. Zentrum a'la Potsdamer Platz oder Ku'damm geben (jeweils im Vergleich zu Mitte). Es würde jedoch reichen, die bestehenden zentralen Orte besser zu nutzen. Das sieht auch den Neubau dichter Viertel oder die Nachverdichtung vor. Dass diese Zentren an bestehenden S-Bahn / U-Bahn Kreuzungen entstehen sollten ist unumgänglich. Also im Uhrzeigersinn: Pasing, OEZ, Münchner Freiheit, Ostbahnhof sind gesetzt. Im Süden ist noch alles offen! Dabei fehlen an der Münchner Freiheit und am Ostbahnhof Einkaufsmöglichkeiten für das Massenpublikum. Am OEZ und in Pasing fehlen dagegen Gastronomie und kulturelle Einrichtungen.


  • Die Ladenmieten sind mit Sicherheit kein Argument für Aldi/Lidl. Vielmehr wird es der Widerstand in der Lokalbaukomission sein.


    Dem sollte man echt mal nachgehen, denn bis auf die neuen Läden am Hirschgarten gibt es meines Wissens, außer dem neueröffneten Lidl in der Blutenburgstraße, keinen einzigen Discounter im ganzen Bezirk Neuhausen-Nymphenburg.



    Ich kauf da gerne, solange ich für gutes Geld einigermaßen gute Sachen bekomme.


    In Läden wie Sport-Scheck oder Konen kauf ich auch ganz gerne, weil man dort einfach super beraten wird und ich bisher immer hohe Qualität mit langer Haltbarkeit bekommen habe. Es gibt aber auch um den RK-Platz sehr nette kleine Läden, wo man gute Ware bekommt, vom Metzger bis zum Herrenausstatter. Das ist in München leider keine Selbstverständlichkeit mehr.



    Ja, ja, heile alte Welt. :confused:


    :daumen:



    Also ob man mit dem Auto zur Münchner Freiheit fährt oder noch mal 2 km weiter ist doch sowas von egal. Einen Parkplatz findet man an der Münchner Freiheit sogar noch schlechter als in der Altstadt, wo es zumindest viele Parkhäuser/Tiefgaragen gibt.


    Da muss ich widersprechen! Während die Fahrt über die A9 und durch die Ungererstraße recht flott geht, sind sowohl Leopoldstraße als auch der mittlere Ring im Osten sehr oft später am Tag absolut unpassierbar.
    Da braucht man, wenn man etwa aus Garching, Eching oder Neufahrn kommt für die Fahrt vom Autobahnende bis zur Tiefgarage am Max-Joseph-Platz länger als für die ganze Strecke nach München rein.
    Beim Parken ist es natürlich immer hilfreich, wenn man sich etwas in der Gegend auskennt ;)

  • In der Wendl-Dietrich am Rotkreuzplatz gibt's nen Penny, der ist nach seinem Umbau sogar ganz hübsch. Und auf Anhieb fallen mir 2 Tengelmänner ein, die aber natürlich nicht auf Aldi-Niveau sind.

  • Würde mich jetzt schon mal interessieren wieso die Münchner Freiheit eher ein wichtiges Stadtteilzentrum sein soll als der RK-Platz, ich sehe da keine nennenswerten Unterschiede. Tram, Bus und U-Bahn gibt es auch an beiden Orten...
    Und Pasing liegt sehr weit außerhalb des mittleren Rings (ähnlich weit wie Riem), das zähl ich eigentlich nicht mehr zu München ;)

  • Rotkreuzplatz

    Rotkreuzplatz? :lach: Wenn du außer DM, Mäkki, Eiscreme oder einem Döner etwas brauchst ist doch das so gut wie tot! Dort gibt es doch nicht mal einen vernünftigen Supermarkt und Discouter. Kleidung? Schuhe? Wer es sich leisten kann, der kann natürlich auch am und um den Rotkreuzplatz viel finden. Kenne auch einige Normalos in und um Nymphenburg / Neuhausen und die fahren allesamt zum Stachus für den Einkauf.


    Also ich bin auch kein Freund von diesen Kaufhäusern, weil ich sie für nicht mehr zeitgemäß halte und mir weder Preise noch Sortiment gefallen, aber das ist ja nur meine persönliche Sichtweise. Dennoch ist so ein Kaufhaus keine Selbstverständlichkeit und die meisten Stadtviertel haben keines. Deshalb ist es nicht fair, dass Du den Kaufhof bei Deiner Aufzählung vergisst. Dass es direkt am Rotkreuzplatz keinen Discounter gibt halte ich eher für einen Vorteil, weil ich diese nach wie vor mit Gewerbegebieten asoziiere. Ansonsten hat sich schon einiges getan, durch die Bankenfusionen wurde die Bankendichte um fast die Hälfte reduziert und die Räumlichkeiten neuen Nutzungen zugeführt. Dass die Entwicklung des Einzelhandels nicht weitergekommen ist liegt wohl an folgenden Gründen:
    - vor zehn Jahren wurde die U1 zum OEZ verlängert. Bis zu dem Zeitpunkt war das vom Rotkreuzplatz schwer erreichbar, seitdem ist es jedoch eine kaum schlagbare Konkurrenz. Nicht besser wurde das Szenario mit der Eröffnung der Pasing Arcaden, die durch den verbesserten Anschluss des Rotkreuzplatzes an die S-Bahn ebenfalls gut erreichbar sind. Die geplante Mall an der Theresienhöhe wird das ganze nicht besser machen.
    - die Taktdichte der U1 ist für einen hochverdichteten Raum wie der Nymphenburger Straße eine Zumutung, bis zum Rotkreuzplatz sollte ein 5-Minuten-Takt eingeführt werden
    - es gibt in der Umgebung noch viele Ramschgeschäfte und zwielichtige Kleingastronomie, was die Gegend definitiv runterzieht. Die Inhaber der nicht mehr zum Viertel und zur Zeit passenden Betriebe klammern sich wohl verzweifelt an ihre Geschäfte, denn großen Zuspruch kann man nicht erkennen. Würden sie eines Tages Platz machen, wäre das für Neuhausen eine echte Chance.


    Würde mich jetzt schon mal interessieren wieso die Münchner Freiheit eher ein wichtiges Stadtteilzentrum sein soll als der RK-Platz, ich sehe da keine nennenswerten Unterschiede. Tram, Bus und U-Bahn gibt es auch an beiden Orten...


    Nun, Neuhausen war schon immer die kleine doofe Schwester von Schwabing und konnte ihr nicht das Wasser reichen. Die Münchner Freiheit ist schon wesentlich urbaner, quirliger und natürlich viel bekannter als der Rotkreuzplatz. Auch das Angebot an Kino, Gastronomie und Handel ist vielschichtiger. Die öff. Anbindung sehr wohl besser.


    Dem sollte man echt mal nachgehen, denn bis auf die neuen Läden am Hirschgarten gibt es meines Wissens, außer dem neueröffneten Lidl in der Blutenburgstraße, keinen einzigen Discounter im ganzen Bezirk Neuhausen-Nymphenburg.


    Es gibt den Norma in der Donnersbergerstraße, den Netto in der Landshuter Allee, den Penny in der Wendlstraße, den Aldi in der Wotanstraße und demnächst noch einen großen Penny in der Leonrodstraße wo bisher Renault Hanauer war. Aber wie gesagt, Discounter können keine Indikatoren für ein Subzentrum sein, höchstens die Ergänzung eines solchen.



    In Läden wie Sport-Scheck oder Konen kauf ich auch ganz gerne, weil man dort einfach super beraten wird und ich bisher immer hohe Qualität mit langer Haltbarkeit bekommen habe. Es gibt aber auch um den RK-Platz sehr nette kleine Läden, wo man gute Ware bekommt, vom Metzger bis zum Herrenausstatter. Das ist in München leider keine Selbstverständlichkeit mehr.


    Das Angebot ist aber erweiterbar. Jedoch lassen sich leerstehende Ladenlokale nicht sofort neu vermieten was darauf schließen lässt dass es nicht einfach ist alles umzukrempeln. Ein Problem ist auch, dass die Fußgängerfrequenz stark nachlässt wenn man sich vom Rotkreuzplatz entfernt. Die Donnersbergerstraße hat zwar Potential mit ihrer platzartigen Anlage, ist jedoch zu allen Richtungen abgeriegelt. Im Norden der Fußgängerbereich vom Rotkreuzplatz, im Osten der Mittlere Ring, im Westen die Einbahnstraßen und im Süden die als Barriere wirkende Arnulfstraße.


    Frage in die Runde die Seite Heist doch 2 Stammstrecke oder ? weil hier immer mehr um die Entwicklung der Stadt München geredet wird.
    Sollte man da nicht eine neue Seite Öffnen.


    Da die Stammstrecke eh nur ein Phantom ist wundert es nicht wenn man vom Thema abdriftet. Trotzdem findet sich sicher in der Stadtlounge eine Rubrik, wo man das Offtopic hier verschieben kann.

  • Wie wäre es denn mit dem Arabellapark als Subzentrum?


    Bus, Tram, U-Bahn sind alle da, auf der Autobahn ist man auch schnell.


    Dabei geht es unter Tags jetzt schon zu wie Sau, man müsste also nicht erst versuchen, den Platz zu etablieren.

  • Der Arabellapark hat doch fast nichts, außer einem großen Rewe.


    Interessant finde ich die Entwicklung der Hohenzollernstr. die inzwischen auch bei Passagierfrequenzzählungen immer wieder auftaucht, siehe zB
    http://www.realestate.bnpparib…l_frequenz_munchen_de.pdf. Und das obwohl es hier keine U-Bahn gibt.


    Hier wird auf kompletter Länge der Straße ein Haus nach dem anderen so umgebaut, dass mehr Verkaufsflächen zur Verfügung stehen und es gibt eine ganze Reihe von Spezialgeschäften inzwischen.

  • Wie wäre es denn mit dem Arabellapark als Subzentrum?


    Es gibt viele Ecken, die man als Zentrum weiter ausbauen könnte. Momentan geht man in München nach der Gießkannenmethode vor - hier und da mal noch ein Einkaufszentrum, das wird schon reichen. Damit schafft man aber eben keine erst zu nehmenden Zentren, die ein größeres Publikum anziehen.
    Aus meiner Sicht muss dafür schon Verkaufsfläche von 100.000qm und mehr entstehen, zzgl. der passenden Umgebungsfaktoten (Aufenthaltsqualität, Gastronomie usw.). Wenn ich es mir recht überlege, die Idee sowas wie den Potsdamer Platz in München zu haben, gefällt mir sogar immer besser.


    Zitat von hiTCH-HiKER

    Aber da ich auch schon mal in Richtung Freising gewohnt habe, kann ich dir versichern, dass mit dem Auto sehr oft in der Gegend um die Münchner Freiheit gefahren wurde, nicht nur zum Weggehen, sondern auch zum Einkaufen und das trotz des eher mageren Angebots.


    Dann scheinst Du ein sehr genügsamer Konsument zu sein. Die meisten Menschen (die ich kenne) zieht es dorthin, wo es das meiste Angebot gibt. Das was Du an der Münchner Freiheit bekommst, hättest du größtenteils wohl auch in Freising kaufen können.

  • LugPaj : die Frage ist eher was hat der Arabella Park nicht?


    Es gibt Freischank, Kino, Bibliothek, Ärzte bis zum Umfallen, Hotels, Arbeitsplätze, Einzelhandel, Kultur und vor allem eine einigermaßen urbane Architektur.


    Was fehlt ist ein EKZ oder Kaufhaus.

  • Ein EKZ ist der Urbanität der Tod. Bitte nicht. Bitte ein offenes Konzept ala 5 Höfe oder andere, wo auf eine gute Vernetzung mit der Umgebung geachtet wird. Ein EKZ versucht doch alle Passanten innerhalb seiner Mauern einzufangen, am besten in dem diese per direktem U-Bahnanschluß ankommen oder per Auto im Parkhaus daneben parken. Alle Geschäfte, die außerhalb des EKZ sind, werden platt gemacht oder haben fast keine Überlebenschance.

  • So ist es leider. Deshalb hoffe ich, dass zu den im Raum Muc bestehenden vier Shopping Malls keine weiteren genehmigt werden. Stattdessen sollten endlich wieder offene Konzepte verwirklicht werden, die sich mit der Umgebung verzahnen und diese integrieren.


    Für mich ist die Umgebung des Pasinger Bahnhofs derzeit die Gegend, die am stärksten das Potenzial zum „Zweitzentrum“ neben der Innenstadt hat. Das ergibt sich durch das riesige Einzugsgebiet der Vororte im (Süd-)westen, deren Wirkungsvermögen durch Siedlungen wie Freiham weiter verstärkt wird. Als Fernbahnhof ist Pasing für diese Regionen zentraler Anlaufpunkt und hat das Potenzial, auch wichtige Innenstadtfunktionen für den Münchner Westen zu übernehmen. Mit einer „offenen“ Gestaltung des Pasinger Bahnhofsviertels hätte man das natürlich nachhaltiger und wirkungsvoller fördern können als durch die „geschlossene“ Variante, die jetzt mit den „Arcaden“ umgesetzt wurde.

  • Ich kann LujPaj und iconic nur zustimmen. Bloß keine weiteren Einkaufszentren. Meiner Ansicht nach gibt es davon jetzt schon viel zu viele. Und wie ich eben auch schon schrieb: ein Einkaufszentrum ist ein geschlossener Raum, der dem Kommerz gewidmet ist. Ist es geschlossen ist auch der öffentliche Raum verschwunden. Das ist keine Urbanität. Und WENN man es schon baut, dann vielleicht wenigstens die Umgebung integrierend. Bei vielen Einkaufszentren habe ich aber den Eindruck, als würden sie sich gezielt von Ihrer Umgebung abgrenzen.

  • So absolut sehe ich das nicht. Lieber ein neues EKZ oder eine Erweiterung der Bestehenden als dass sich Jahrzehntelang nichts bewegt. Allein das Beispiel Pasing zeigt doch gut, dass erst Schwung reingekommen ist, als das Grundstück an den Investor verkauft wurde. Ohne Pasing Arcaden wäre Pasing nicht dermaßen schnell attraktiv geworden. Da die Stadtverwaltung Münchens dermaßen träge ist, erwarte ich mir von privater Seite wesentlich mehr Impulse - auch für den Ostbahnhof, Schwabing, Moosach.


  • Nun, Neuhausen war schon immer die kleine doofe Schwester von Schwabing und konnte ihr nicht das Wasser reichen. Die Münchner Freiheit ist schon wesentlich urbaner, quirliger und natürlich viel bekannter als der Rotkreuzplatz. Auch das Angebot an Kino, Gastronomie und Handel ist vielschichtiger. Die öff. Anbindung sehr wohl besser.


    Wenn du mit urban und quirlig die höhere Touri-, Säufer- und Aso-Dichte meinst, dann hast du vermutlich recht ;)
    Ansonsten sehe ich bestenfalls das kulturelle Angebot (Kino, Kabarett) stärker an der MF vertreten, dafür gibt es keinen richtigen Supermarkt, während es am RK-Platz mehrere gibt.
    Mir wäre es auch neu, dass es an der MF einen Hugendubel oder was vergleichbares gibt. Für flanierende Touris ist sicher viel an Cafes und Kneipen geboten, für die Anwohner leider eher wenig interessantes.

  • Deine Liebe zu Neuhausen kann ich gut verstehen, aber realistisch betrachtet ist das Angebot am Landshuter oder Straubinger Stadtplatz deutlich größer als am und um den Rotkreuzplatz!

  • So absolut sehe ich das nicht. Lieber ein neues EKZ oder eine Erweiterung der Bestehenden als dass sich Jahrzehntelang nichts bewegt. Allein das Beispiel Pasing zeigt doch gut, dass erst Schwung reingekommen ist, als das Grundstück an den Investor verkauft wurde. Ohne Pasing Arcaden wäre Pasing nicht dermaßen schnell attraktiv geworden. Da die Stadtverwaltung Münchens dermaßen träge ist, erwarte ich mir von privater Seite wesentlich mehr Impulse - auch für den Ostbahnhof, Schwabing, Moosach.


    Aber was hat der Betreiber der Pasing-Arcaden denn in Pasing gemacht? Die Umgestaltung von Straßen und Plätzen, die Tram, der Bahnhof. All das wäre auch ohne die Arcaden gekommen. ich will gar ned bestreiten, dass die Arcaden gut für Pasing waren. Allerdings ist Pasing hierbei auch ein Sonderfall, weil es hier urbanen Raum drumherum gibt, zu dessen Belebung sie beitragen konnten. (Ganz anders beispielsweise in Riem).


    Dennoch sollte man EKZ viel kritischer gegenüberstehen. Und wie schon mehrfach geschrieben: Gerade die Arcaden sind ein Musterbeispiel dafür, wie sich ein EKZ architektonisch von seiner Umgebung abschottet. Die Arcaden an sich haben keinerlei Interesse am Rest Pasings. Findet es denn wirklich keiner schlimm, dass da für viel Geld riesengroße, private Klötze hingeklatscht werden, die nur einen einzigen und alleinigen Zweck haben: Konsum!

  • Deine Liebe zu Neuhausen kann ich gut verstehen, aber realistisch betrachtet ist das Angebot am Landshuter oder Straubinger Stadtplatz deutlich größer als am und um den Rotkreuzplatz!


    Straubing und Landshut erfüllen auch ganz andere, übergeordnete Funktionen für ihr Umland. Mal sehen ob und wie es in Neuhausen weitergeht. Vielleicht gibts es eine Renaissance von kleinen Ladenlokalen oder es findet sich mal ein Ankermieter der mehr Kundenfrequenz ins Viertel bringt. Schade wäre es, wenn ein Trading-Down-Effekt eintritt. Einer der Indikatoren für die Abwertung eines Quartiers kann übrigens auch eine hohe Dichte an Nagelstudios sein:


    http://www.merkur-online.de/lo…-nagelstudio-2336819.html


    Was Pasing angeht bin ich frohen Mutes dass sich nach Abschluss der Bauarbeiten und Umstrukturierungen auch die alten Straßenzüge des Pasinger Zentrums positiv entwickeln werden, trotz oder wegen der Arcaden.