Sonstige Projekte in der Altstadt

  • Gutenberg-Museum | mehrstufiger Architektenwettbewerb

    Für das Gutenberg-Museum startet die Stadt eine Imagekampagne parallel zum Architektenwettbewerb – wie in einem Artikel der Allgemeinen Zeitung zu lesen war.

    Mit einem mehrstufigen Architektenwettbewerb, aus Ideen- und nachgeschaltetem Realisierungsteil, soll die bauliche Umsetzung des Masterplan „Gutenberg 2020“ umgesetzt werden.
    Der Zeitplan für den europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb sieht folgender Maßen aus:

    Aufzeigen einer langfristige Gesamtperspektive. Wahl der besten 30 von 100 in die erste Finalrunde durch eine Jury.
    _bis Ende 2015 Ideenwettbewerb mit 30 Entwürfen
    Wahl der 10 überzeugendsten „Visionen“
    _bis Frühjahr 2016 Realisierungsteil mit 10 Entwürfen
    _ab Anfang 2017 Umsetzung des Entwurfes

    Für die Entwürfe gelten drei bauliche Bedingungen: Schellbau, Platanen und Liebfrauenplatz bleiben erhalten
    Ein Aufstockung des Schellbaus um drei bis vier Meter sei denkbar. Damit käme dem Innenhof eine wichtige Rolle als Erweiterungsfläche mit rund 2.000 m² zu.

    Für die Realisierung stünden seitens der Stadt 4,87 Mio. EUR zur Verfügung. (6,4 Mio. EUR abzgl. 1,6 Mio. EUR, die schon für die Sanierung des Römischen Kaisers verwendet wurden)
    Das sei aber für die Umsetzung des Szenografiekonzeptes, der Brandschutzarbeiten und weiterer Module nicht ausreichend. Daher möchte die Stadt für Engagement aus der Bürgerschaft und Sponsoren werben.


    Insgesamt bleibt es spannend, was kommt und wie viel Geld zusammenkommt – also wie viel von dem wirklich realisiert wird.

    Hier kann man sich einen Eindruck der Gebäude aus der Luft machen bzw. aus der Vogelperspektive machen. (jeweils Bildmitte)


    Schade finde ich, dass man von vorneherein die Bebauung eines Teiles des Liebfrauenplatzes ausschließt. Dort wo in den beiden Bildern oben die Platanen Reihe steht, stand vor dem Krieg ein Haus. Eine angemessene Bebauung würde meiner Meinung nach nicht den Liebfrauenplatz stören.

  • St. Ignaz, Eltzer Hof

    Nachdem es auf der homepage von St. Ignaz (letzter Beitrag, Lage) schon angekündigt war, hat jetzt die Allgemeine Zeitung die anstehende Innenraumsanierung etwas detaillierter aufgegriffen. Wie schon bei dem Schieferdach wurde auch das Innere der Kirche seit der Weihe 1778 kaum verändert. Für knapp 2 Mio.€ sollen die verrußten und daher dunklen Innenwände gereinigt werden, ebenso die Orgel (Baujahr 1836), das Archiv und die Grabplatten in der Gruft. Eine etwas pixelige Innenaufnahme gibt es in diesem Beitrag, bessere auf wikipedia.


    Der Eltzer Hof (Infobeitrag, Lage) steht seit 2004 leer, abgesehen vom Club 50° im Keller. Die notwendige Sanierung ist wegen einer sehr hohen Asbestbelastung nie erfolgt, auch Umbaupläne sind bisher gescheitert. Nun will laut AZ das Land (Eigentümer des Hofs) der Stadt demnächst eine Bauvoranfrage zukommen lassen, deren Grundlage eine Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2013 ist. Sollte dies positiv ausfallen, will man mittels einer europaweiten Ausschreibung einen Privatinvestor für den Gebäudekomplex finden. Angedacht ist es, die Außenfassade zu erhalten und dahinter Platz für Wohnungen, Büros und Gewerbe zu schaffen, der Club 50° müsste wohl einer Tiefgarage weichen. Ob wieder kulturelles Leben einziehen wird, hängt vom möglichen Investor ab, das Land will sich finanziell nicht beteiligen. Es bleibt also noch alles ziemlich vage, immerhin scheint sich etwas zu bewegen.

  • Bahnhof Römisches Theater, Holzhofstraße 6

    Es ist kaum zu glauben, aber die Dauerbaustelle Bahnhof Römisches Theater scheint, von ein paar Kleinigkeiten abgesehen, fertiggestellt zu sein (letzter Beitrag). Nach den Bahnsteigen ist nun auch die Unterführung vollendet, nachdem dort noch vor kurzem der Bodenbelag erneuert wurde.




    Ein paar Meter entfernt wachsen bei Holzhofstraße 6 die Kellerwände empor. Letzte Fotos von diesem Teil der Baustelle hier, von der Sanierung des benachbarten Hauses "Zu den drei Mohren" in der Neutorstraße 3 dort.



    -Bilder von mir-

  • Bahnhof Römisches Theater | Kaufhof-Fassade II

    ^ Ich wünschte mir auch die Dauerbaustelle Bahnhof Römisches Theater hätte ein Ende.
    Das meiste dürfte wirklich geschafft sein. An einigen Stellen z.B. bei der Unterführung fehlen noch vernünftige Gleisbeschilderungen. Auch die Mülleimer stehen noch ein wenig unmotiviert rum... und an Bahnsteig Gleis 3 hatte man im letzten Jahr mit Farbexperimenten angefangen, aber die Arbeite nie zu Ende geführt. (#194)


    Der Boden in der Unterführung wurde letztens übrigens nur überarbeitet. Bereits im August vergangenen Jahres (!) wurde ein neuer Gussasphalt eingebracht, der allerdings so scheckig war, dass man anscheinend nun nacharbeiten musste.


    Mal schauen, wann es wieder weitergeht und endlich ganz fertig wird.


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    Auch beim Kaufhof geht es weiter...
    ... nachdem auch im August letzten Jahres die rechte Fassadenseite - wie auch immer bearbeitet wurde - scheint nun diese Jahr die andere Site dran zu sein.
    Zumindest beginnt man mit dem Aufbau eines Gerüstes


    Nach der Enttäuschung im letzten Jahr es könnte wirklich schön beim Kaufhof werden, erwarte ich dort nun nichts aufregendes mehr.

  • Weintorstraße 8, Rheinstraße 11a

    In einem ruhigen Teil der Altstadt wurde in der Weintorstraße 8 (Lage) ein Haus abgerissen. Es hatte ein Obergeschoss plus Dach und war Sitz eines Bestattungsinstitutes, viel mehr konnte ich nicht herausfinden. Also wenn von euch jemand ein Foto oder Infos für den Neubau findet... :)



    Man hat nun vorübergehend einen schönen Blick auf einen Teil des Bruder-Konrad-Stifts. Links um die Ecke befindet sich über einer Toreinfahrt ein schönes Relief, das mal in der Mainzer Fotogalerie gezeigt wurde.



    An der Rheinstraße 11a (letzter Beitrag) wurde im rückwärtigen Teil mit dem Hochbau begonnen.



    -Bilder von mir-

  • Raimunditor

    Das Raimunditor an der Rheinallee (Lage) ist Teil der Rheinkehlbefestigung von 1873-79. Der südliche Flügel wurde 2011/2012 saniert, der nördliche unter Einbeziehung von Originalsteinen rekonstruiert. Die Kosten beliefen sich auf 285.000€, wovon 235.000€ vom Mainzer Denkmal-Netzwerk getragen wurden. Ursprünglich befanden sich auf dem Tor zwei Löwen, von denen der auf dem Nordflügel jedoch verschollen war. Lange hatte man gehofft, dass dieser Löwe noch existiert und wieder auftaucht (siehe letzter Beitrag dazu), was letztendlich jedoch nicht geschah. Insofern musste eine Kopie erstellt werden, was (inklusive der Sanierung des anderen Löwen und der Installation) 30.000€ kostete. Das Geld konnte dank vier Großspendern aufgetrieben werden.


    Der Löwe wurde aus einem 3,5t schweren Savonnières-Kalkstein aus Lothringen herausgemeißelt und wiegt etwa 1,5t. Die Schwierigkeit bestand darin, ein genaues Spiegelbild des existierenden Löwen herzustellen. Nachdem der neue Löwe in 2014 Gestalt angenommen hatte, wurde er Ende Januar 2015 auf seinen Platz gehoben. Dazu gibt es ein Video der Allgemeinen Zeitung, ein weiterer Artikel von April 2014 hier. Gesamtansicht vom Rheinufer aus, der nördliche Torflügel mit dem neuen Löwen ist rechts.






    -Bilder von mir-

  • Allianz-Haus (Große Bleiche 60)

    Ursprünglich sollte das Allianz-Haus an der Großen Bleiche 60 abgerissen und das Grundstück neu bebaut werden, der Entwurf dafür war allerdings nicht sehr vielversprechend (letzte Beiträge, Lage). Seit Anfang des Jahres ist in der Diskussion, dass die MAG das Gebäude an die Stadt verkauft, wo diese dann Flüchtlinge unterbringen kann, der SWR berichtete. Nach einem Flugblatt der SPD Mainz-Altstadt wird dieser Weg weiter verfolgt, so dass neben den fünf Unterkünften und zwei Notunterkünften ein weiteres Flüchtlingsheim zur Verfügung steht. Darüber hinaus ist ein Abriss bis mindestens 2020 vom Tisch und auch der Kulturclub "schon schön" bleibt der Stadt erhalten.

  • Emmeransstraße 38 (Stadtresidenz)

    Das Projekt Emmeransstraße 38 von Fischer+Co ("Stadtresidenz") ist bald vollendet. Gestern wurde schon final verputzt, die Gerüste dürften also bald abgebaut werden. Letzte Bilder hier.



    -Bild von mir-

  • Schusterstr. 21

    Vor wenigen Wochen hat nach dem Umbau der Ladenfassade der Schiesser-Store eröffnet (hier ein Link zum letzten Update #206)




    Insgesamt ganz ordentlich

  • Augustinerstraße 22

    Zunächst dachte ich, es würde hier was passieren. Dann habe ich entdeckt, dass Robbi im letzten Jahr (#193) bereits über den bedauerlichen Stillstand berichtet hatte.


    Das Gebäude verfällt weiter - u.a. gut sichtbar an dem Regenfallrohr und an der kaputten Fensterscheibe der linken Dachgaube. Eigentlich müsste die Stadt einschreiten...
    Wenn ich mich nicht irre, wurden das Gerüst und die Planen in letzter Zeit angepasst - ganz zu schweigen von der Gerüstwerbung.



    ... vielleicht geht es ja doch mal weiter.
    Ich werde es im Auge behalten...

  • ^ in der Tat ist das Gerüst an der Augustinerstraße 22 neu. In der Allgemeinen Zeitung berichtet heute ein Artikel über "heruntergekommene Immobilien in der Altstadt".
    Demnach seinen vor zwei Wochen Schindeln vom Dach gefallen, das Gebäude dann neu eingerüstet worden. Nach "Gefahren im Bereich der Standsicherheit", habe das Bauamt Maßnahmen angeordnet, "um die kurz- und langfristige Sicherheit des Baus zu gewährleisten". Laut dem Artikel wird der Eigentümer die Kosten tragen. Wegen des aktuell noch laufenden Verwaltungsverfahren, sagt Stadt derzeit nichts konkretes zu den Maßnahmen, es bestehe aber keine akute Einsturzgefahr.


    ... bleibt zu hoffen, dass über diese zwingend erforderlichen Maßnahmen hinaus mehr gemacht wird und das Haus bald wieder restauriert dasteht.

  • Neutorstraße 21

    In der Neutorstraße 21 wird gebaut. Nach dem roten Baustellenschild an der Tür sollen durch Anbauten und Umbauten im 1. und 2.OG insgesamt 3 Wohneinheiten entstehen.
    Los geht es offensichtlich im 2.OG, das 1.OG scheint nach der Deko im linken Fenster noch bewohnt zu sein.
    Karn Architekten sind hier am Werk; mehr ist auf deren Seite leider nicht zu erfahren.


  • Weintorstraße 8

    Robbi hatte unter #229 bereits vom Abriss des Hauses berichtet.
    Auf dem Schrägluftbild bei bing kann man den Bau noch erahnen


    Inzwischen scheint man ein wenig (archäologisch) gegraben zu haben.




    Weiteres konnte ich leider auch nicht finden.

  • Neues Wohnhaus gegenüber Römerpassage

    Danke euch allen mal wieder für die Bilder!


    In der Adolf-Kolping-Straße 15 ggü. der Römerpassage in der Innenstadt wird ein Nachkriegsbau abgerissen und durch einen halbwegs gefälligen Neubau ersetzt. Das Gebäude dürfte sich ein ganzes Stück bis in den Hinterhof erstrecken, wo sich bislang ein Antiquitätenhändler befand (zur Straßenseite hin auch). Es entstehen 39 Wohnungen.

  • Wie Du schon sagtest bushfreak, "halbwegs" gefällig.
    Der Dachabschluss sieht so aus, als ob der Giebel oben in einem kleinen Flachdach endet.
    Ich frage mich, wo bei "exklusiven" Wohnungen, so wie in der Anzeige von der Immobilienseite angepriesen, dann auch eine exklusive bzw. hochwertige Architektur bleibt. Auch wenn die kleine Visualisierung einigermaßen aussieht, wirkt sie auf mich nicht exklusiv. Der Begriff Gewinnmaximierung drängt sich mir auf.


    Gruß Gaius

  • Adolf-Kolping-Straße 15, Emmeransstraße 13, Holzhofstraße 6

    ^ Ja, das maßlose Übertreiben gehört wohl irgendwie dazu, das kann man bei fast allen privaten Projektbeschreibungen beobachten. Dennoch finde ich den Entwurf wirklich ganz passabel, auch wenn es vermutlich sehr auf die Ausführung im Detail ankommt. Gerade in diesem Teil der Altstadt, wo von Altstadt fast nichts mehr zu sehen ist. Die Adresse ist Adolf-Kolping-Straße 15, ich habe das mal in der Karte eingezeichnet. Aktuelle Aufnahme inklusive Gutenberg-Express :)



    Es gibt schlimmere Häuser in der Ecke, aber vermissen werde ich es sicher nicht.



    Nicht weit entfernt wird bei Emmeransstraße 13 (letzter Beitrag, Karte) schon eine ganze Weile am neuen zweiten OG gebastelt.



    Und bei Holzhofstraße 6 (letzter Beitrag, Lage) wächst schon das Erdgeschoss aus dem Boden. Zu sehen ist auch, dass das dahinterliegenden Haus Neutorstr. 3 ("Zu den drei Mohren") neu verputzt wurde.



    -Bilder von mir-