Archäologisches Zentrum Mainz (AZM)

  • Der "Anbau" wird genauso hoch wie der schon erstellte Baukörper und schließt den neuen Platz zwischen dem Archäologischen Zentrum un der ehemaligen Neutorschule ab




    Hier ein Blick Richtung Rheinstraße zwischen dem Museum für Antike Schifffahrt und dem Archäologischem Zentrum


  • ... die Fassade

    Die Gestaltung der Fassade wird nun vorgestellt. In dem Artikel der AZ ist ein Muster zu sehen.
    Die Ziegel soll es in drei Größen und außerdem farblich variiert geben. Die Form (länglich und sehr schmal) ist an römischen Vorbildern orientiert.
    Einzelne Teile der Fassade sind mit Sichtbeton gestaltet.

  • Im Sensor-Magazin findet sich ein Bericht über das Richtfest, der zum Einen eine Beschreibung des Gebäudes verbunden mit Infos über die besondere Bedeutung des RGZM enthält. Zum anderen ist nun auch eine Abbildung zu sehen, wie die Fassade vom inneren Platz aus mit den roten Ziegeln aussehen soll. Die bisherigen Darstellungen auch auf der Seite der Architekten hatten noch die Fassade grau dargestellt.
    Direkt zum Bild

  • Die Ziegel überzeugen mich. Ob sie es schaffen den fantasielosen Klotz aufzuwerten, bleibt abzuwarten.
    Mir bleibt ferner bei der Gestaltung der Fenster verschlossen, warum man den Versatz mit hellen Flächen betonen muss.

  • ^
    Du sagst es: Die Form des Gebäudes ist absolut banal; kein Vergleich zu manchen Entwürfen des Wettbewerbs.
    Mit den Ziegeln gewinnt das Gebäude aber absolut; zum Einen wird's dadurch wirklich ein bisschen römisch (lauf mal übers forum romanum: Ziegel, Ziegel, Ziegel... okay, die hatten damals auch noch Marmor drüber gehängt ;) )
    Zum Anderen gefallen mir sowohl die Farbgebung als auch die Tatsache, dass Ziegeln in drei Größen verwendet werden, so dass dadurch innerhalb der Fassade noch weitere Strukturen gestaltet werden können.


    Ich habe mir den Thread noch mal insgesamt durchgelesen: Wenn ich bedenke, dass ursprünglich von einer Kombination von rauhem und glattem Putz die Rede war... Da können wir ja nun überglücklich sein :)
    Ein Dank dem Gestaltungsbeirat, der hier deutlich Position bezogen hatte!

  • Mir kommt es so vor, als wolle man nun dieses völlig deplazierte "architektonische Meisterwerk" mit der Anmutung eines Schulgebäudes aus den 70er Jahren schnell noch ein bisschen aufmöbeln, damit der Schrecken nicht ganz so groß wird. Wie Gaius bin ich jedoch sehr skeptisch, ob da mit einem höherwertigen Fassadenmaterial noch etwas zu retten ist. Farblich und von der Materialität könnte mit der gezeigten Klinkersteinoberfläche eine größere Stimmigkeit zum Museum für Antike Schiffahrt in der Nachbarschaft entstehen, als mit der ursprünglich geplanten Putzfassade, das wird aber an der "Schule-mit-Schulhof-Anmutung" wenig ändern. Der uninspirierte Eingangsbereich mit unmöglicher Aufteilung und weiterhin verbleibenden Sichtbetonflächen und die scheinbar beliebig und ohne jegliche Symmetrie und Feingefühl angeordneten Nebeneingänge können nur mit laienhafter Planung oder Geschmacksverirrung erklärt werden. Die nun stattfindenden kläglichen Versuche einer optischen Nachbesserung kann bei mir nur ein Schmunzeln hervorrufen.

  • Es ist die Frage, wie kreativ die Ziegel eingesetzt werden. Die Gesamtwirkung kann ebenfalls noch durch die Schaufenster verbessert werden, wenn dort beeindruckende Funde ausgestellt sind.

  • Leider wird der Neubau noch viel schlimmer, als es die bisher bekannt gewordenen Visualisierungen vermuten ließen. Der Anbau ist kein Flachbau geworden, sondern ein bunkerartiges Gebilde, neben dem jeder Bunker aus dem zweiten Weltkrieg ästhetisch wirken würde, das meine ich ernsthaft.


    Drei erschreckende Bilder von heute:




  • Im Rahmen des Tages des offenen Denkmals am 09.09.2018 gab es die Möglichkeit die benachbarte (ehemalige) Neutorschule zu besichtigen - sehr interessant. Bilder dazu stelle evtl. später hier ein.


    Bei der Begehung gab es die Möglichkeit vom ehemaligen Schulhof aus auf das Archäologische Zentrum zu schauen (das wird ja künftige eine gemeinsame Platzanlage)



    hier ist auch eine Mustertafel mit zwei Varianten für die künftige vorgesetzte Klinkerfassade zu sehen. Das Format der Steine soll sich an römische Ziegel orientieren.

    Ich würde die untere Variante mit den weißen Fugen bevorzugen.


    ein Blick vom ehemaligen Schulhof nach Westen. Dort stand hinter den Bäumen der zweite Seitenflügel der Neutorschule mit Turnhalle. künftig wird das wohl einer der Zugänge zur "Platzanlage" sein


    noch ein Blick von einem Seitenflügel der Neutorschule über den Bauzaun auf das AZM

  • Steine

    Ich bin heute an der Baustelle vorbeigefahren.
    Dort wurde begonnen den Klinker anzubringen.


    Die Farbe der Steine war tiefrot. Sah super aus. Sehr natürlich.

  • fast vollständig verklinkert

    Inzwischen ist das AZM fast vollständig verklinkert. Vom Gesamtbild her nicht so gut, wie ich es erhofft hatte, aber viel besser als es ursprünglich zu erwarten war:



    *** Foto von mir ***

  • Blick vom benachbarten Parkhaus

    ... und noch ein Blick von oben (vom Cinestar-Parkhaus aus). Insbesondere die riesige Fläche ohne Fenster am hinteren Ende des Platzes sieht nun doch wesentlich weniger schlimm aus, als mit dem rohen Beton (s.o.). Bald fallen dann hoffentlich die Gerüste und wir können die volle "Pracht" bewundern.




    *** alle Fotos von mir ***

  • Das Verdecken der riesigen Betonwände mit Klinker hat tatsächlich eine positive Wirkung zur Folge. Es entsteht ein feingliedrigerer Eindruck, als bei der Ursprungsplanung. Auch der Bezug zum benachbarten Museum für antike Schifffahrt wird durch das Farbspektrum der Fassade hergestellt. Der erwartete Architektur-GAU bleibt also aus, zum Glück!





    Urheberrecht: Alle Fotos von Beggi