Vonovia Konzernzentrale [realisiert 06/2018]

  • Vonovia feiert Richtfest

    Zitat

    Der Bau der neuen Vonovia Unternehmenszentrale geht zügig voran. Am Freitag feierten rund 800 Mitarbeiter und Gäste das Richtfest. Das Gebäude, das in H-Form und in serieller Bauweise errichtet wird, bietet Platz für rund 1000 Arbeitsplätze in einer modernen Arbeitsatmosphäre.


    Besonders beeindruckt waren die Gäste vom schnellen Baufortschritt an der Wasserstraße. Insgesamt wird das neue Bürogebäude aus rund 1200 Elementen gefertigt, die in einem Werk in Hamm vorproduziert und auf der Baustelle zusammengesetzt wurden.


    Ökologische Nachhaltigkeit ist bei dem Neubau ein wichtiger Aspekt. So errichtet Vonovia auf dem Dach des Gebäudes eine Photovoltaik-Anlage zur Energieerzeugung. Ein Energieboden, der zugleich Heiz- und Kühlsystem ist, sorgt für eine effiziente Energienutzung. Der Einzug ist für Frühjahr 2018 geplant.


    Pressemitteilung: Vonovia


    Ein kleines Filmchen zum Richtfest: https://www.youtube.com/watch?v=SrUDsh5lbYE

  • Vonovia-Publicity?

    Angesichts der Kaskade von Fotos von Baufortschritt und animierten Ansichten des Endzustands, garniert mit Pressemitteilungen der Vonovia, frage ich mich, ob das hier inzwischen zur ausgelagerten Publicity-Abteilung der Vonovia geworden ist.
    Hier mal der Versuch eines sachlichen Beitrags:
    1. Die Animationen oben vom 29.04. zeigen die städtebaulich Qualität des Vorhabens: ein riesiger Parkplatz mit einem Bäumchen für acht Autos an einem architektonisch anspruchslosen 08-15 Bau. Ist das die Soft-Nachfolge der Brutalismus-Architektur, die gerade im Dortmunder U künstlerisch verarbeitet wird?
    2. Laut Aussage der Vonovia auf einer Anliegerversammlung Ende Juni soll der Parkplatz möglicherweise auch auf das anschließende Gelände, das laut Bebauungsplan von der Stadt für einen Erweiterungsbau freigehalten wird, ausgedehnt werden.
    3. Was aus dem Gebäude der bisherigen Vonovia-Hauptverwaltung wird, ist völlig offen: Auf der Anliegerversammlung erklärte Stadtbaurat Dr. Bradtke, man warte mal ab, was der in Insolvenz befindliche Investor dort vorhabe - also Verzicht der Stadt auf aktive städtebauliche Planungspolitik.
    4. Der alte Bürokomplex wurde seinerzeit auf Grundlage einer Einzelgenehmigung zum Bauen im Außenbereich (heute: § 35 BBauG) erstellt, also ohne Bebauungsplan. Das war damals vermutlich hart am Rande des Zulässigen, da der Bau nicht an die Bebauung der Umgebung angepasst war (und ist).
    5. Dazu rutschte auf der Anliegerversammlung dem Stadtbaurat die Bemerkung raus, 60 % der Bebauung Bochums sei ohnehin nicht auf der Grundlage von rechtsgültigen Bebauungsplänen erfolgt. Ist das vielleicht der Grund, weshalb die Süddeutsche Zeitung vor einigen Jahren die städtebauliche Architektur Bochums als die eines "besoffenen Frettchens" charakterisierte?

  • Seine persönliche Meinung zum Neubau hat Kostik in diesem überschaubar großen Strang schon des Öfteren kundgetan. Er muss sich ja nicht in jedem Beitrag wiederholen oder gar rechtfertigen. Was Kostik darüber hinaus postet, geht dich, Intemon - bei allem Respekt - nichts an. Es steht dir ja auch frei, deine Beiträge so zu verfassen, wie du es für richtig hältst.


    Davon ab, bin ich ganz eurer Meinung. Ein langweilig und überproportionierter Gebäudekörper aus vorgefertigten Betonelementen, eine wenig hochwertig anmutende Fassade und ein riesiger Parkplatz stellen gewiss keine architektonische oder städtebauliche Bereicherung dar. Das einzige, was vielleicht noch positiv ins Auge sticht, sind die bodentiefen Fenster.

  • Keine Frage, Intemon, der Bau gibt architektonisch nichts her. Dazu, um das zu erkennen, brauchen wir nicht die Süddeutsche, die immer etwas von oben herab auf das Ruhrgebiet schaut. Aber im Ruhrgebiet geht es ja auch noch um mehr: Konzernzentralen hier hin zu holen, den Ausbau als Uni- und Dienstleistungsstandort voranzubringen, ist für sich schon sehr wichtig. Deshalb verdient die Vonovia schon besonders Beachtung. Aber der Aufgabe als Architekturforum sind, glaube ich, alle Beiträge gerecht geworden: architektonisch ist das nichts.

  • ^^
    Da kann ich mich den beiden Vorrednern nur anschließen. Berechtigte Kritik wurde hier im Thread hinreichend geübt. Was die architektonische und städtebauliche Qualität des Vonovia-Neubaus betrifft sind sich doch hier alle mit dir einig Intemon.


    Das heißt nicht, dass du diesen Bau nicht weiter kritisieren darfst und sollst. Wenn andere User sich aber nun auf die Dokumentation des Baufortschritts konzentrieren, so ist das auch legitim. Deswegen wird das DAF noch lange nicht "zur ausgelagerten Publicity-Abteilung der Vonovia".


    Vielmehr andersrum: Um zu wissen was genau zu kritisieren ist bedarf es Bilder & Infos zum Baufortschritt...

  • Ich finde die Kritik über meine Dokumentation des Baufortschritts komplett unangebracht. Alle meine Beiträge werden soweit es möglich ist, mit größter Objektivität verfasst, damit jeder selbtst sich ein Bild von dem Bauvorhaben machen kann. Die Pressemitteilung sind als solche gekennzeichnet. Die darin enthaltenen Aussagen und Meinungen können dementsprechend klar und deutlich dem Investor/ Bauherren zugeordnet werden.


    Was den Vonovia Neubau angeht, hatte ich schon meine Meinung dazu hier oft geäußert. Doch wegen der großen Bedeutung des Unternehmens für die Stadt und das Ruhrgebiet verdient das Projekt auch besondere Aufmerksamkeit.

  • Danke!

    mun seid mal nicht gleich beleidigt, wenn jemand einen sachlichen Beitrag verfasst, in dem eine kritische Anmerkung zu Herrn oder Frau Kostik gemacht wird!

  • Jetzt wollen wir die Befindlichkeiten mal abhaken. Kostik gehört großer Dank für die regelmäßigen Berichte. Auf diese Weise behält man den Überblick über das östliche Ruhrgebiet und besonders Bochum.
    Man kann das ansonsten nicht immer alles selber nachhalten. Weiter so!

  • ^^ Die Luftaufnahmen wurden von Hans Blossey aus einem Flugzeug gemacht. Er fliegt regelmäßig über dem Ruhrgebiet und versorgt uns immer mit aktuellen Luftaufnahmen aus unserer Region ;)

  • Baustelle | 08/2017

    An der Wasserstraße wird inzwischen an der Stahlkonstruktion der zukünftigen Cafeteria gearbeitet.





    Auf der anderen Seite zum Parkplatz hin, entsteht der Haupteingang zum Gebäude.



    Fotos: mit freundlicher Erlaubnis von Bastian n.

  • Vonovia-Parkplatz


    Hier hätte ich mit lieber im hinteren Bereich ein Parkhaus gewüscht und auf dem Areal mehr Grünfläche errichtet.


    Das sehe ich genauso. Eine solch riesige Parkplatzwüste ist völlig aus der Zeit gefallen, und ich habe keinerlei Verständnis dafür, daß die Stadt sich auf sowas eingelassen hat, insbesondere wenn man bedenkt, daß die ganze Fläche vorher ein Feld war. Unattraktiver hätte man das Areal kaum bebauen können.


    Ein weiterer Punkt, der mich ratlos macht, ist die Plazierung des Haupteingangs, die in einem vorherigen Beitrag angesprochen wurde. Ich hatte mich nicht näher mit den Plänen befaßt und war selbstverständlich davon ausgegangen, daß der Haupteingang an der Wasserstraße liegen wird. Dort befindet sich unmittelbar eine Bushaltestelle, es ist der Weg zur U35-Haltestelle und der natürliche Zugang für jeden Fußgänger. Um den Haupteingang zu erreichen, soll man nun also ganz um das Gebäude herumgehen? Selbst der Eingang ist völlig auf Autofahrer ausgerichtet? Ich verstehe nicht, was man sich dabei gedacht hat. Leben wir noch in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts? Die Cafeteria an der Straße hat auch wenig Sinn, auf der anderen Seite hätte man den Blick auf einen kleinen Park und Außenplätze im Sommer schaffen können, wenn man denn gewollt hätte.

  • Vonovia spricht bei seinem Neubau von ''moderner, reduzierter Bauweise, bei der das Gebäude seriell gebaut wird.'' Auf mich wirkt der Bau eher wie ein Provisorium, der schnell gebaut wird um den enorm wachsenden Platzbedarf des Unternehmens zu kompensieren.


    Der Konzern schielt nun auf den europäischen Markt. So wurde diese Woche in Paris eine Partnerschaftsvereinbarung zwischen Vonovia SE und der französischen Groupe SNI unterzeichnet. Ich könnte mir deshalb vorstellen, dass in Bochum bald weitere solche Gebäude entstehen.



    Foto: Lutz Leitmann / Stadt Bochum, Referat für Kommunikation

  • Moderne, reduzierte Bauweise, seriell gebaut - wenigstens redet Vonovia den gestapelten Garagenhof nicht schön, sondern umschreibt ihn äußerst trefflich. Was es aber leider auch nicht besser macht. Dass die Verwaltung schnell bezugsfertig sein sollte, würde ich als Entschuldigung übrigens nicht gelten lassen. Wäre sie sechs oder gar zwölf Monate später fertig geworden, wäre die Welt gewiss nicht untergegangen. Bitte, bitte nicht mehr davon...

  • Gerade, wenn ein Konzern wächst und damit Erfolg zum Besten gibt, ist eine repräsentative Zentrale etwas Wichtiges. Dann investiere ich da Einiges, wobei gutes Bauen mit einer ansprechenden Architektur nicht unbedingt extrem teuer sein muss.
    Jetzt zu sagen, naja wir hatten keine Zeit, gut zu bauen, ist etwas billig.

  • Baustelle | 11/2017

    Die neue Ausfahrt an der Universitätsstraße vom Parkplatz der Vonovia Zentrale.





    Fotos: mit freundlicher Erlaubnis von Bastian n.