Hafencity [Projekte und Planungen]

  • Der NDR Bericht ist ja gar nicht mal so schlecht, und "ganz ohne Kritik".
    Ich gehe stark davon aus, dass der Oberhafen sich vom Erscheinungsbild her in der nächsten Zeit nicht stark verändern wird. Schließlich ist es doch gerade das, was ihn ausmacht, oder nicht? Das Ercheinungsbild Grundlegend zu ändern würde HH doch regelrecht einen großteil seines Charmes rauben.

  • Hallo f.mueller! Erst einmal willkommen im DAF und Danke für dein Lob! :)


    Fand den Bericht auch gut. Und ich denke mal, dass falls 1 Mio EUR zum Erhalt des Dachs benötigt wird, durch eine gute Fundraising Aktion man locker den Erhalt sichern kann. Die Hamburger Bürger sind in solchen Sachen immer recht spendabel.


    An Abriss wäre ein Skandal.

  • KPTN

    Sehe ich das richtig, auf den Bildern stehen Wohnwagen mitten in der Siedlung?
    Weiß darüber jemand näheres? Auch wenn ich es momentan noch eher für einen Gag halte, um die Grünflächen auf dem Bild etwas belebter aussehen zu lassen hätte das ja was! Ich meine, z.B. einen Wohnwagen anstatt einen Schuppen/einer Laube wäre doch der Hammer!
    Bei der momentanen Definition der Moderne würde es mich auch nicht einen deut wundern Wohnwagen mitten in der Stadt bzw. Siedlung vorzufinden.

  • KPTN

    Ach so, das ist auch eine Klasse Idee!
    Jeder Wohnung einen eigenen Wohnwagen auf der Grünfläche zur verfügung zu stellen hätte aber auch Charme.


    Eventuell sollte ich soetwas mal in der Heimat anregen.

  • Aurubis und enercity schließen Vertrag über die Lieferung von CO2-freier Abwärme für die östliche Hafencity.


    Die Aurubis AG und die enercity Contracting Nord GmbH unterzeichneten heute im Beisein von Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan einen Vertrag über die Nutzung von industrieller Abwärme zur Versorgung der Hafencity Ost. Zukünftig können so mehr als 20 000 Tonnen Kohlendioxid (CO2) im Jahr eingespart werden.


    Pressemitteilung

  • ^der Standort ist spitze, das ist wie ein Leuchttum am Ende einer Landzunge. Wo sonst kann ein 200 m Türmchen denn so gut herauskommen, wie in solch perfekt freigestellter Lage? Es muss aber unbedingt ein skulpturaler Entwurf werden, ähnlich der Baumassenstudie. Bloß kein Glasquader.


    Für mich aus Besuchersicht ergibt sich da langfristig ein schöner Hamburg-Hafenspaziergang. Man kommt mit der U-Bahn an der neuen Elbbrücken-Station mit der Aussichtsplattform an, ein erster Blick und der "Elbtower"-Leuchtturm ragt daneben empor. Dann geht es durch die Hafencity, über die Brücke zur Hafencity-Universität, dann weiter über die nächste Brücke zum Überseequartier, dann steuert man auf die Elphi zu. Dort auf das Aussichtsdeck. Und anschließend ein Schlenker durch die Speicherstadt zum Rathaus und irgendwo bei der Binnenalster kehrt man dann ein. Man ist einiges durchgelaufen und wahnsinnig beeindruckt von Hamburg. ;)

  • Bemerkenswert-traurig ist wie zu erwarten das absolut erbaermliche Nivaeu der Leserkommentare bei SPON und beim NDR. Die Steigerung geht: Dumm, duemmer, Internet-Kommentar-Schreiber. Daemlich auch, dass SPON in einem Anflug geistiger Umnachtung ein vergleichsweise moderates 200m Hochhaus an einem dezentralen Stadtort als 'gigantisch' bezeichnet.


    Och gottchen..... mimimimi..... mal wieder das wegbashen, was eine andere Meinung hat als du Midas ? Scheint in der heutigen Zeit normal zu sein, haste dir gut abgeschaut ... Könnte auch sagen: arrogant, arroganter, Midas....


    Wie auch immer, aus meiner Sicht kann dort ein HH gebaut werden, gerne auch mit 300 Metern. Bisher hat Hamburg sich da ja sehr zurück gehalten. Und von der Idee, in der restlichen City nicht höher als die Kirchtürme bauen zu dürfen, sollte sich HH m.M. nach langsam mal verabschieden. Ansonsten gibts möglicherweise bald ein kleines Platzproblem ....

  • Ich weiß noch nicht ganz was ich davon halten soll.
    Es könnte etwas ganz besonderes werden. Dazu braucht es aber mehr als nur Höhe, sondern auch eine wirklich großartige (und damit meine ich nciht zwangsläufig spektakuläre) Architektur. Dann bin ich sofort dafür.


    Ich habe aber eher die Sorge, dass ein singuläres Hochhaus wie der Tour Montparnasse in Paris wird.
    Oder der Jenoptik Tower in Jena. Oder - aus meiner Sicht auch Fehlbau - der EZB Tower in Frankfurt. Es besteht ein hohes Risiko, dass es entweder konzeptlos wirkt oder dass es so aussieht als ob das Geld für eine richtige Skyline nicht gereicht hat.


    Kennt denn einer gute Beispiele von Monoliten in anderen Städten, inbesondere an Stadtrandgebieten?

  • Der "Elbtower" soll schlank und skulptural sein.


    Die Größenverhältnisse von "Elbtower" und Nachbarbebauung sieht man sehr gut in der Panorama-Visualisierung:
    http://www.hamburg.de/contentb…3ddde/data/d-panorama.jpg


    Der "Elbtower" hat schätzungsweise 55 bis 60 Etagen.


    Meiner Meinung nach wäre es eine Überlegung Wert, neben dem "Elbtower" kleinere Hochhäuser von 10 bis 15 Etagen zu errichten. So ist das Elbbrücken-Quartier als Zentrum am östlichen Ende des Baakenhafens immer noch gut ablesbar - siehe Panorama-Visualisierung.


    Quelle: http://www.hamburg.de/pressear…2017-03-08-bsw-hafencity/

  • Also erstmal möchte ich gesagt haben, dass ich mich über jede Entwicklung in diese Richtung freue. Jedes Hochhaus, das nur annähernd 100m erreicht, ist für Hamburg ja schon fast utopisch. Leider ist die Bevölkerung hier so Rückwärtsgewandt und festgefahren in dem, was sie kennen. Die Medien tun überdies auch einen guten Job, den Mob gegen solche Projekte aufzuhetzen. Da wird im Titel bewusst direkt das Vorhaben in einem Satz mit der Elbphilharmonie genannt und schon sind die Wutbürger aufgestachelt.


    Um zum Punkt zu kommen: auch ich wäre dagegen, Hochhäuser über ca 70m im direkten Innenstadtbereich zu bauen, eben wegen dieser doch Recht einzigartigen Skyline von Kirchen. Die hat echt Charme.


    Aber hier reden wir ja über die Elbbrücken, zweieinhalb Kilometer vom oben genannten Ort entfernt, hier kann man durchaus mehr "wagen".
    Auch ich hätte 300m noch mehr begrüßt, an dem Standort kann man richtig klotzen, wie ich finde. Dieses Gebäude sollte dann aber absolut kein Klotz sein, es sollte eher schlank sein und elegant, zumindest sich nach oben verjüngend. Dazu sollte, finde ich, ein zweites Gebäude versetzt östlich daneben gebaut werden, von 150-180 Metern. So ein einzelnes sehr hohes Haus sieht ziemlich kahl aus.


    So hätte man die ca 100m hohe Bebauung direkt westlich der U-Bahn (immer noch so geplant?), in der "Mitte" das 300m Gebäude und daneben versetzt das 150-180m hohe. Das würde, finde ich, ausgeglichener aussehen.


    PS: bei 300 Metern könnte man noch ein paar drauf packen und hätte das höchste Gebäude in Deutschland. Eine Schlagzeile mehr.

  • Wow:nono:
    Wieder ein Hochhaus, was einsam in der Gegend herum steht ohne städtebaulich in die Umgebung mit eingebunden worden zu sein.
    Warum keine Clusterbildung an einem Ort, der sich wirklich dafür eignen würde?

    Ich halte nicht viel von dem Konzept.


    Zustimmung.


    So wie dargestellt mit breitem Unterbau, würde es unkorrigierbar bei einem Solitär bleiben. Denkt man sich die hanseatische Witterung + den ortstypischen Verkehrslärm hinzu, braucht man nicht auf die Entwicklung urbaner Athmosphäre zu hoffen. Derartige Planungsfehler sind vielleicht mit ein Grund für die Unbeliebtheit von Hochhäusern in Deutschland (was jetzt evtl. nicht gar so schlimm ist - die Qualität europäischer Städte beruht auf anderen Kategorien).


    Macht an der Ecke nichts kaputt, bringt aber auch nichts - eher Schwiegersohn als Partyhengst. Um spektakulär zu sein, nicht spektakulär genug. Wer sich aus dem künftigen Bahnhofsbereich statt Richtung Hafencity nach Osten hin wendet, wird zugiges Niemandsland betreten. Aber, Herrn W. sei es gedankt, nachhaltiges Niemandsland (mit Kollektor und Windrad?) - früher gab es die "Kunst am Bau" als Zuckerle - so ändert sich doch was.

  • Derartige Planungsfehler sind vielleicht mit ein Grund für die Unbeliebtheit von Hochhäusern in Deutschland


    Naja, in Frankfurt sind diese ja nun alles andere als unbeliebt. Und auch sonst, Hamburg ähnelt Städten im angrenzenden nordeuropäischen Ausland meiner Anschauung nach wesentlich mehr, als Städten in Bayern, Schwaben, Sachsen,...über Stadtbilder "in Deutschland" lassen sich einfach keine pauschalen Aussagen treffen, zu unterschiedlich ist Deutschland regional.


    Jede Stadt in Deutschland hat ihren eigenen genius loci, oder auf Denglisch ihren eigenen "Spirit".


    Zu Hamburg gehört dabei, das fällt zumindest mir als Ortsfremder immer wieder auf, die Horizontale. Auch in zentralen Bereichen ist die Bebauung eher locker, selbst in den alten Quartieren mit Hinterhof, die es noch gibt, sind die Hinterhöfe wesentlich größer, als zB in Berlin. Und mir wurde hier im Forum ja schon erklärt, dass die U-Bahn deswegen bisher nicht über die Elbe, in die andere Stadthälfte, weiter gebaut wurde, weil dort die Bebauung so locker ist, dass sich eine U-Bahn da einfach nicht rechnen würde, wg. der niedrigen Bevölkerungsdichte.


    Und damit scheinen doch alle in der Stadt zufrieden zu sein. Wieso muss man denn zwanghaft aus einer lockeren, horizontalen Stadt eine machen, in der es künstlich erzeugte Engstellen gibt? Wachsende Molochs mit hochgewachsenen Klötzen gibt es zigfach in der Welt und jeden Tag wächst deren Fläche. Eine Großstadt, die sich den Luxus leistet, dem Einzelnen im Alltag soviel Platz zu geben, die Hamburg, das ist in der Welt zunehmend eine Ausnahme (vgl. auch das ambivalente Stichwort "Nachverdichtung" in der Bundesrepublik).


    Hamburg hat diese Dichte nicht und das ist vielleicht auch genau das, was die Stadt ausmacht. Ich würde daher selbst, wenn es danach eine Nachfrage vom Markt gäbe (bisher ist ja auch dieses Hochhaus erstmal eine "politische Kopfgeburt"), nichts davon halten, hier nun einen ganzen Hochhauspulk zu planen. In die Höhe baut man üblicherweise aus Platznot (und macht dann das beste daraus, mit möglichst ansehnlichen Skylines, meinetwegen). Aber wenn ich an Hamburg denke, dann denke ich nicht an Highrises und enge Straßenschluchten oder Platznot, sondern hanseatische Großzügigkeit und eine in die Breite gebaute Großstadt.


    Eine regelrechte Mini-Skyline aus mehreren Hochhäusern in der Hafencity würde auf mich wie ein Investoren- oder Politikerdenkmal wirken, wie ein Fremdkörper, der nicht zu Hamburg passt.

  • ^^ At Mods: Vielleicht sollte mal den Rattenschwanz hier besser in die Hamburg-Lounge verschieben? Das meiste ist inzwischen allgemeiner Austausch zu Hochhaus vs Nicht-Hochhaus und hat im engeren Sinne wenig mit dem konkreten (bzw unkonkreten) Projekt in der Hafencity zu tun.


    Um es nochmal festzuhalten: Es gibt eigentlich wenig bis gar nichts substanziell-inhaltlich Neues. Ein Hochpunkt am oestlichen Ende der Hafencity war stets geplant, in welcher genauen Form auch immer. Man kann auch nicht von einer faktischen Plan-Aenderung (drei 150m Haeuser vs ein 200m Haus) sprechen, weil die Plaene bisher immer nur in der "Vorschlags" und "Grundsatz" Phase waren und nicht konkret durchgeplant und anwendbar (z.B. vom geschaffenenen bzw eben noch nicht geschaffenen Baurecht).


    Alles was 'neu' ist, ist, dass es nun ein Marketing-Render gibt und eine tendenzielle Vor-Entscheidung fuer einen einzelnen Hochpunkt. Letzteres fuehrt natuerlich dazu, dass sich nun auch allerhand Laien zum dem Thema aussern, die dem ganzen Projekt Hafencity nicht so eng folgen wie die meisten hier. Nichts erreicht bekanntlich so viele Menschen wie ein Bild... Daher hat die Stadt dann auch mal eine Visualisierung rendern lassen.

  • Na ja, der letzte offizielle Sachstand der HCH war die Aussage des Masterplans von 2010, der für das Gebiet noch drei Hochpunkte mit bis zu 150 Metern vorsah...


    Stimmt. Allerdings zeigen Visualisierungen von Mitte 2014, also vor rund zweieinhalb Jahren, schon einen inhaltlichen Schwenk hin zu einem einzelnen Hochhaus. 'Offiziell' und 'bindend' war bislang allerdings weder das eine noch das andere...



    Bild: Pressebild BSU Hamburg / gerendert von Moka-Studio

  • ^ Und das mit einem weit besseren "Platzhalter".
    Der "Platzhalter" auf den neuen Renderings ist wirklich extrem häßlich (okay, Geschmacksache).


    Wenn man die Leserkommentare im HA liest wird einem aber richtig übel. Lauter Retter der Kirchturmsilhouette und Kleinstadtfans.
    Ich hoffe die Stadt hält Kurs bei dem Gebäude was die Höhe angeht. Ich würde mich wahnsinig über einen Blick aus >=200m auf die Stadt freuen.

  • @ Nairobi: Die Leser im Abendblatt bringen einerseits eine Unzufriedenheit mit der Moderne in Hamburg zum Ausdruck, die ich "gefühlt" nachvollziehen kann und teile. Andererseits wird hier m. M. n. auf den falschen Gegner eingeprügelt.


    Das Problem sind nicht ein paar Hochbauten an der äußersten Peripherie der Innenstadt. Das Quartier an den Elbrücken beeinträchtigt die Innenstadt nicht und wird, ganz im Gegenteil, urbane Erlebnisqualität mitbringen und eines Tages zu den populärsten Ecken unser Stadt gehören (zumindest auf der anderen Seite der Gleise). Das Problem ist doch eher das Mittelmaß, die Ödnis und die unsensible Selbstbezogenheit der Masse der Gegenwartsarchitektur in der Fläche, und der weiter fortschreitende Verlust an Altbausubstanz - selbst stadtbildprägende Bauten wie das Hauptquartier der Commerzbank werden nicht geschützt.


    Die HafenCity ist die positive Ausnahme von der Regel. Hamburg hat an vielen Stellen städtebauliche Defizite - aber gerade hier wird doch noch am meisten richtig gemacht - das Quartier wird angenommen, ist beliebt und "funktioniert" bestens. Die Fundamentalkritik, die sich an erster Linie an der Höhe festmacht, kann ich nicht nachvollziehen. Ich würde mir anstelle eines Monolithen hier mehr Dichte wünschen, ok - aber ganz sicher nicht weniger Stockwerke.