Senckenberg-Quartier mit "140 West" und "99 West" (in Bau)

  • Heute war "Sehring-Großkampftag" oder das "Festival der Betonmischer" auf der Baustelle. 8 gelbe Lastwagen der in Frankfurt ansässigen Betonfirma waren gleichzeitig an der und um die Baustelle im Einsatz (wie viele haben die eigentlich?).


    Es ging darum, die von den Schlitzwandgreifern gefertigten Wände mit Beton zu füllen.

    Zur Senckenberganlage hin:


    Wirklich interessant finde ich, daß die Baugrube mittlerweile (anscheinend komplett) wieder mit Sand zugeschüttet wurde!??




    Meine bescheidene Erklärung wäre, daß an der bisherigen Baugrubenstelle nur die Reste des Fundaments des alten AfE-Turms entfernt wurden und sich die Baugrube des One-Forty-West weiter vorne in Richtung Senckenberganlage befindet. (Baufrösche vor!)

  • ... entweder das oder damit alle Spezialtiefbau- und Gründungsarbeiten ausgeführt werden können, benötigen die Bohrgeräte und sonstigen Baumaschinene eine sog. "Bohr- oder Arbeitsebene". Hierzu nimmt man in der Regel Recyclingmaterial, das aufgeschüttet und planiert wird. Nach Abschluss der Arbeiten kommt das Ganze dann wieder raus. Ggf. werden auch in der Baugrube unterschiedlichen Niveaus benötigt, da es tiefliegende Bereiche gibt und solche die weniger tief ausgeboben werden und somit nach dem Entfernen der Fundamente wieder aufgefüllt werden müssen.

  • Commerz Real hat das Projekt heute der Presse vorgestellt. Den Bericht der dpa kann man bei der FAZ nachlesen. Unter anderem das ergibt sich daraus:


    • das Vier-Sterne-Hotel der spanischen Hotelgruppe Meliá wird größer als zunächst geplant
    • nun 430 Hotelzimmer in den Etagen 3 bis 15 und 17 bis 23
    • in den Etagen 24 bis 40 entstehen Wohnungen, teils ETW, teils Mietwohnungen
    • Vermarktung der Wohnungen beginnt Ende 2017
    • Richtfest des Hochhauses ist im ersten Quartal 2019 geplant
    • zugleich Fertigstellung auch des sechsgeschossigen Bürogebäudes


    Einer Meldung von September 2015 zufolge sollten 291 Hotelzimmer bis zum 15. Obergeschoss entstehen. Sieben Geschosse mit 139 Zimmern kommen nun also dazu. Nicht erwähnt ist, ob die Fassadengestaltung daran angepasst werden soll (die Wohnetagen haben aus der Kubatur hervorspringende Erker und Balkons, die von Anfang an als Hotel geplanten Etagen nicht). Das halte ich aber für unwahrscheinlich.

  • ^^Passend zur Pressevorstellung noch ein paar Pics von heute aus der 43. Etage des Marriott-Hotels (solange noch keine Webcam eingerichtet ist):





    Mit ein bisschen Fantasie sieht es auf folgendem Bild aus, als würde der erste, fest installierte Nadelausleger bereits stehen...;):

  • Auch 100-Meter-Büroturm kommt bis 2020!

    Der geplante Büroturm mit 100 Metern Höhe wird zur gleichen Zeit gebaut wie das Hybridhochhaus mit Hotel und Wohnnutzung. Anfang 2020 ist die Fertigstellung beider Hochhäuser geplant. Das Bürohochhaus entsteht ebenfalls nach Plänen von Cyrus Moser Architekten. Der Projektentwickler Groß & Partner wünscht laut heutiger FAZ-Printausgabe eine "einheitliche Fassadensprache".


    Der Gebäudekomplex, zu dem neben den beiden Hochhäusern auch ein sechsgeschossiges Bürogebäude an der nordöstlichen Ecke (mit Café im Erdgeschoss) und eine Kindertagesstätte gehören werden, wird von der Senckenberganlage aus erschlossen. Die Tiefgarage wird vier Geschosse mit 280 Stellplätzen erhalten. Wegen der nahegelegenen U-Bahn-Strecke unter der Senckenberganlage entsteht sie in Deckelbauweise.


    Lageplan, beim Büroturm im Nordwesten des Areals werden es demnach 26 Geschosse:



    Grafik: Cyrus Moser Architekten


    Beide Hochhäuser von Südwesten gesehen (alle Visualisierungen zeigen womöglich nicht die finale Planung):



    Ansicht von Nordosten mit dem sechsgeschossigen Bürogebäude im Vordergrund (die Architekten nennen es Theropoda, das nahegelegene Senckenberg-Museum mit seiner Sauriersammlung lässt grüßen):



    Der Platz zwischen den Gebäuden von der Robert-Mayer-Straße aus gesehen:



    Bilder: Cyrus Moser Architekten / Groß & Partner / Luminousfields

  • Es wird jetzt etwas schwieriger Einblicke in die sehr geschäftige Baustelle zu erhaschen. Es wurden jetzten fast umlaufend sehr hohe "Werbewände" aufgestellt...:


    Einblicke sind jedoch weiterhin durch die Lkw-Zufahrten möglich:


    Riesige, vorgefertigte Stahlgeflechte liegen auf der Baustelle bereit zum Verbau:


    Interessant fand ich heute noch, dass in der Robert-Mayer-Strasse ein Ferienjobber saß, der im Auftrag des Bauherrn Gross+Partner mit einigem Gerät incl. zweier aufgebauter 7m-hoher Mikrofone die Dezibel-Belastung der Baustelle maß! Man kennt ja noch die Ausseinandersetzungen mit Nachbarn diverser Westend-Baustellen der letzten Jahre...
    Handy...

  • Wie heute aus gut informierten Kreisen erfahren, baut die Firma LUPP aus Nidda das Hybridhochhaus (OneFortyWest) sowie das 6-geschossige Bürogebäude mit Namen Theropoda!
    Somit scheint die Niddaer Firma nach ihrem Hochhaus-Debüt beim gerade entstehenden Omniturm ihr Interesse verstärkt am HH-Bau gefunden zu haben. Schon interessant für eine mittelständische Baufirma, was die momentan in Frankfurt so alles wuppen. Respekt!

  • ...wuppen wollen. Oder es über den Preis wuppen. Aber da warten wir mal noch ab. Wir erinnern uns doch noch an den EZB-Neubau, den die Firma Baresel auch wuppen wollte.

  • Ein kurzer Blick auf den Baufortschritt:


    Beim Bauplatz des sechsgeschossigen Bürogebäude Theropoda geht es in die Tiefe (mir wird ja immer schlecht wenn diese Verunstaltung gegenüber sehe):


    Bild: https://abload.de/img/ofw1svsxs.jpg
    Bild: https://abload.de/img/ofw57nsmm.jpg


    Beim Hotel-, Wohnhochhaus wird gegründet und überall liegen massive Gründungspfähle bereit:


    Bild: https://abload.de/img/ofw30fsrc.jpg Bild: https://abload.de/img/owf6xqs5e.jpg


    Blick von Norden:


    Bild: https://abload.de/img/ofw2xis3f.jpg


    Von Osten:


    Bild: https://abload.de/img/ofw4pbszh.jpg


    Bilder: Adama

  • Auf Adamas Fotos sieht man sehr schön, dass die Bewehrungskörbe für die Pfahlgründung mit div. Schlauchleitungen (Vor-/Rücklaufsystem?) vorgerüstet sind. Für geotechnische Messeinrichtungen (Kabel und Messsonden, Pfahlmessdosen etc.) sieht es mir ein bisschen viel aus. Es sieht eher nach einem Art Wärmetauscher-System aus, dass zur Klimatisierungs-Unterstützung des Gebäude genutzt werden soll.
    Kennt hier jemand weiterführende Details bei diesem Projekt?

  • Nach fast 1 Monat mal wieder ein neues Updatebild (von gestern). Im Bereich des Theropoda-Gebäudes ist man inzwischen mit dem Fundament beschäftigt. In Richtung Senckenberganlage ist eine Lage Bewehrungsstahl zu erkennen, der auf seine Betonage wartet:

    Handy...

  • Knapp 2 Wochen nach dem letzten Bild kann man erkennen, daß die Baustelle gar nicht so langsam ist, wie einige in diversen Foren unken. Es geht m. E. schon zügig voran. Bauarbeiter und -geräte sind jedenfalls immer genügend in Bewegung:

  • Im Bereich des Theropoda-Gebäudes ist man inzwischen mit dem Fundament beschäftigt.


    Das ist doch nicht das Fundament, oder? Ich laufe da im Moment jeden Tag vorbei, die Körbe für die Schlitzwände haben Styrodur für 4 oder 5 Etagen drin gehabt.
    Für mich sieht das eher nach der Decke der ersten Parkebene aus, die in die Schlitzwände gehängt wird und dann laufend durch vorher eingebrachte Stahlträger nach unten gestützt wird.
    Das Goehteparkhaus haben die doch ähnlich gebaut, erst die Decke oben gegossen und dann dadrunter weggeschachtet und das Fundament und die anderen Etagen fertig gestellt.
    Die eigentlich Gebäude würde ich in den Aussparungen erwarten, da wo momentan noch Material gelagert wird.

  • ...das ist richtig. Das sieht sehr stark nach der sogenannten "Deckelbauweise" aus. Dafür spricht die Sauberkeitsschicht, die mit Flügelglätter "geebnet" wird. Anschließend werden anscheinend Schaltafeln auf die SK-Schicht gelegt, auf denen wiederum die Deckenbewehrung ausgelegt wird.:confused:
    Das ist ja eher eine ungewöhnliche Vorgehensweise. Ich kannte das bisher so, das die SK-Schicht geglättet / abgezogen wird und vor dem Betonieren mit einem Trennmittel behandelt wird. Die Betonage der Decke erfolgt dann direkt auf der SK-Schicht, die quasi unterseitig als Deckenschalung fungiert.
    Wenn man dann eine Etage tiefer ist, wurde beim Aushub die SK-Schicht an der Decke wieder mit entfernt.

  • Danke für die Bestätigung. Schaltafeln legen die aber nicht aus. Das sind ganz dünne flexible Platten. Ich meine die nimmt man z.B. bei Sichtbeton als dünne Auflage über Schaltafeln.
    Wie genau geht es denn dann weiter? Die Decke liegt auf Doppel T Trägern, da lässt sich ja nicht ohne weiteres eine weitere Etage reinhängen. Ich würde vermuten, dass es dann erst ganz runter geht und dann vom Fundament wieder hoch und die Doppel-T dann ausbetoniert werden.
    Oder führt man das üblicherweise anders aus?

  • ...in der Regel wird die Decke nicht vollflächig betoniert. Es muss ein "Startschacht" verbleiben, aus dem Aushub heraus und Baumaterial hereingebracht werden kann. Im Internet gibt es hierzu einiges an exemplarischen Erläuterungen. Im Strang "Omniturm" des Forums sind sehr schöne Fotos und auch Erklärungen enthalten. Dort ist sehr schön zu sehen, wie die "Deckel" als umlaufender Rahmen die Baugrube aussteifen und wie man sich hier nach unten und dann wieder hoch gearbeitet hat.

  • Zumindest interessant, wenn nicht gar ungewöhnlich, finde ich, daß derzeit der Bewehrungsstahl noch per Mobilkran bewegt wird. Ich könnte mir gut vorstellen, daß hier bald der erste Kran installiert wird. (Sonntags findet sowas oft statt, damit die anderen Arbeiten nicht behindert werden...)

    Handy...

  • Senckenberg-Quartier / Architektenwettbewerb für das "99 West"

    Groß & Partner nennt das frühere Areal des AfE-Hochhauses nun Senckenberg-Quartier. Den Stangtitel habe ich angepasst.


    Für eben dieses Quartier wurde ein weiterer Architektenwettbewerb ausgeschrieben, das hat die Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen nun bekannt gegeben. Es geht um den Neubau eines Bürohochhauses auf dem nordwestlichen Teil des Areals. Genannt wird dieses "99 West". Auslober ist eine G&P Zelos GmbH & Co. KG, das wird eine weitere Projektgesellschaft von Groß & Partner sein. Der Wettbewerb soll sechs Teilnehmer haben. Die weiteren Daten des Verfahrens:


    • Ausgabe der Unterlagen: 17.07.2017 · Zwischenkolloquium: 31.07.2017 · Abgabe: 15.09.2017
    • Wettbewerbsform: Nichtoffener Realisierungswettbewerb im nicht anonymen Verfahren
    • Preisgerichtssitzung: 29.09.2017
    • Betreuung: ANP Architektur- und Planungsgesellschaft mbH, Kassel
    • Preisrichter: Martin Hunscher, Prof. Ingrid Burgstaller, Prof. Christoph Mäckler, Prof. Zvonko Turkali, Mike Josef, Frank Junker, Jürgen Groß



      • COOP HIMMELB(L)AU, Wien
      • CMA; cyrus moser architekten, Frankfurt
      • Hadi Teherani, Hamburg
      • Meixner Schlüter Wendt GmbH, Frankfurt/Main
      • KSP Jürgen Engel, Frankfurt/Main
      • schneider+schumacher, Frankfurt/Main (angefragt)


    Mitte März 2017 hatte Groß & Partner bereits den Bau auch des 100-Meter-Büroturms bis 2020 in Aussicht gestellt, dazu mein Beitrag #87 mit Lageplan und Visualisierungen. Das Hochhaus sollte zur gleichen Zeit gebaut werden wie das Hybridhochhaus "One Forty West". Das Büro Cyrus Moser Architekten sollte wie beim 140-Meter-Hochhaus für die Planung verantwortlich sein. Der FAZ-Printausgabe vom 14. März zufolge wünschte der Projektentwickler eine "einheitliche Fassadensprache".


    Womöglich wollte das Stadtplanungsamt diesen Wunsch nicht erfüllen. Jedenfalls soll das zweite Hochhaus nun doch eine andere Gestaltung erhalten als die aus dem Ideenteil des Wettbewerbs zum "One Forty West" im Jahr 2015. CMA sind im aktuellen Wettbewerb zwar mit dabei, aber angesichts weiterer fünf Teilnehmer ist es gut möglich, dass ein anderes Architekturbüro den Planungsauftrag für den 100-Meter-Büroturm erhält. Übrigens waren alle bereits Teilnehmer am 2015er-Wettbewerb für das Hybridhochhaus.