Senckenberg-Quartier mit "140 West" und "99 West" (in Bau)

  • Zunächst mal sehr gute Nachrichten, auch ohne das Ergebnis bewerten zu können. Es müssen ja nicht überall die Twin, Tripple und Quadruple Tower wie aus einem Guss aus dem Boden sprießen. Der Vorentwurf von CMS sah mir im Vergleich zum 140 West auch eher uninspiriert und wenig eigenständig aus.

  • In den Beiträgen #50 ff. kann sich auf Adamas Fotos die Entwürfe der Büros ansehen, die auch an diesem Wettbewerb teilnehmen. Die Gestaltung des 100-Meter-Bürohochhauses war nämlich Ideenteil des 2015er-Wettbewerbs.

  • Projektwebsite zum "One Forty West" online

    Vor Kurzem ist eine Website zum Projekt "One Forty West" aktiviert worden. Man erfährt u. a., dass das bisher unter dem Arbeitstitel "Theropoda" bekannte sechsgeschossige Bürogebäude an der Ecke Robert-Mayer-Straße und Senckenberganlage den Namen "21West" erhalten hat. Wie üblich, werden Fakten zum Projekt genannt, das sind wohl die interessantesten:


    • Höhe: 140 Meter
    • Wohnungsgrößen: 50–125 m²
    • Anzahl Wohnungen: 187
    • Eigentumswohnungen: Etage 32–40
    • Mietwohnungen: Etage 24–31
    • Hotel Melia: Etage 1–23
    • Bruttogeschossfläche (oberirdisch): ca. 52.000 m²
    • Geschosse: 41 Obergeschosse, 4 Untergeschosse
    • Adresse: Senckenberganlage 15, 60325 Frankfurt am Main
    • Geplante Fertigstellung: Anfang 2020


    Bei der Zahl von Visualisierungen der äußeren Gestaltung wird eine gewisse Zurückhaltung geübt, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass im übrigen Senckenberg-Quartier noch nicht alle Entscheidungen gefallen sind. So stellt denn auch die einzige Ansicht, die eine teils deutlich überarbeitete Gestaltung im Gesamten zeigt, eine Perspektive dar, die das Hochhaus "99 West" überwiegend verdecken würde. Das ist ist sie:



    Bei der Bekleidung des Sockels sieht es erstmals nach Naturstein aus. Detailansicht Fassade der Wohnetagen, die niedrigste Wohnung liegt bereits auf 84 Metern Höhe, wie es heißt:



    Detailansicht Fassade im Übergangsbereich von Hotel zu den Wohnetagen sowie "Skybar" mit Terrasse des Melia:



    Wohnlobby:



    Bilder: Groß & Partner / Cyrus Moser Architekten / Commerz Real

  • Hier ist ein Update angebracht. Die gemeinsame Baugrube des 140 West und des Bürogebäudes Therapoda. Unter dem 140 West werden es genau 4 Untergschosse. Also ein wenig geht es noch nach unten. Der Bauzaun wurde übrigens mit hochwertigen Prints der schon bekannten Motive der neuen Website verziert (davon aber keine Bilder, da hinlänglich bekannt).
    Bilder groß klickbar.


    Bild: https://abload.de/img/1401rju2i.jpg


    Bild: https://abload.de/img/1402fmuz6.jpg


    Bild: https://abload.de/img/14030pu3z.jpg


    Bilder: Adama


    Frage an die Experten, Deckelbausweise kann ich hier nicht erkennen. Stimmt Ihr zu?

  • ^
    Doch :) Wie man auf den Bildern gut erkennen kann, wird gerade rund um die Schlitzwand die Decke betoniert, während die Mitte frei bleibt um den Aushub raus zu schaffen. Geht bestimmt +15Meter unter die Erde am Schluss :)

  • Danke! Warum wird an dieser Stelle in Deckelbausweise gearbeitet?
    Ist eine normale offene Baugrube nicht kostengünstiger?


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    Mod: Wegen der nahen U-Bahn-Strecke unter der Senckenberganlage (oben #87).


    @Mod, Danke

  • Vom bereits in #103 gezeigten, offensichtlich überarbeiteten Entwurf zwei weitere Ansichten. Die erste, etwa vom Chemag-Haus (i) aus gesehen, wird es in der Realität so nicht geben, denn immer werden die großen Bäume der Senckenberganlage die Sicht beeinträchtigen. An der Qualität der Visualisierung dürfte es liegen, dass besonders das "21 West" etwas, nun ja, windschief wirkt. Ein ausgebildeter oberer Abschluss würde dem Bauwerk gleichwohl stehen. Das mittelhohe Gebäude namens "99 West" wird eine andere Gestalt erhalten, die gerade in einem Wettbewerb (oben #100) erarbeitet wird.



    Sockelbereich und untere Hochhausgeschosse von Nordosten gesehen:



    Bilder: Groß & Partner / Cyrus Moser Architekten / Commerz Real

  • Eins muss man dem Entwurf lassen: Er ist abwechslungsreich, und er wird damit Leben in die Hochhauslandschaft bringen. Andererseits finde ich ihn aber etwas willkürlich, die Architektursprache fehlt mir ein wenig. Insbesondere kann ich nicht nachvollziehen, warum die gedrungene, flächige Sockegestaltung keines der anderen Motive aufnimmt, bspw. das der liegenden Klammer, die am Schaft prominent und auch subtil wiederholt auftaucht. Ein Abschluss über der letzten Wohnetage fehlt mir ebenfalls, mindestens ein Band, eine Brüstung oder ähnliches, die einen Abstand schafft.


    Und warum ist man in der Farbgebung nicht mutiger? Gerade zu diesem Turm würde eine richtige Akzentfarbe gut passen, welche den leicht ausufernden Entwurf wieder stabilisieren könnte.

  • Mir geht es ähnlich wie epizentrum. Das Auge und der Verstand versucht eine Beziehung vom Sockel zum restlichen Baukörper herzustellen und läuft (in meinem Fall) ins Leere.


    Auch stehe ich etwas ratlos da, was die Besucherführung angeht. Links zum Hotel, rechts zum Wohnhaus... ?! Oder vielleicht doch ums Eck ?

  • Die beim Hochhaus "One Forty West" angewandte Deckelbauweise mutet - wie auch bei der einen oder anderen Baustelle zuvor - seltsam an. Zuerst wird der auszuhebende Untergrund mit Betondecken versperrt und danach muss das Erdreich (in diesem Fall der Bauschutt) mühevoll darunter herausgearbeitet werden. Warum hier Querverstrebungen aus dicken Stahl-Stützrohren nicht ausreichten, können wohl nur die Statiker beantworten.


    So sah es heute auf der Baustelle aus:



  • Hätte mir gedacht, daß sie nach 10 Tagen weiter wären, aber Rahmen sind tw. gesetzt und das erste großformatige Fenster steht zum Einbau bereit:

    Handy...

  • Cyrus Moser gewinnt auch Wettbewerb für Büroturm "99 West"

    Heute war Preisgerichtssitzung im oben in Beitrag #100 beschriebenen Architekturwettbewerb für den etwa 100 Meter hohen Büroturm "99 West". Das Frankfurter Architekturbüro Cyrus Moser konnte nach dem Wettbewerb für das gemischt genutzte Hochhaus "140 West" auch dieses Verfahren gewinnen. Die soeben veröffentlichte Pressemitteilung von Groß & Partner:


    [INDENT]Das Frankfurter Architekturbüro Cyrus Moser (CMA) hat auch den zweiten Architekturwettbewerb zur Bebauung des ehemaligen AfE-Areals für sich entschieden. Neben dem Apartment- und Hoteltower „140 West“ wird im neuen Senckenberg Quartier gegenüber des Naturkundemuseums ein weiteres von CMA entworfenes Hochhaus entstehen: Der Büroturm „99 West“.


    Damit wird der letzte Baustein auf dem Areal zwischen Robert-Mayer-Straße und Senckenberganlage gesetzt und das Senckenberg Quartier, ein Ensemble aus zwei Hochhäusern, einem sechsgeschossigen Solitärgebäude und einer Kindertagesstätte, architektonisch vollendet. Der ca. 100 m hohe Office Tower grenzt an die Parkseite des Kulturcampus an und wird auf 26 Etagen (ca. 29.500 Bruttogeschossfläche) Raum für bis zu 1.200 Beschäftigte schaffen. Auf dem vorversetzten Gebäudeteil des trapezförmigen Sockels entsteht in ca. 23 m Höhe eine begrünte Dachterrasse mit Ausblick auf die Skyline.


    Das Preisgericht zum Architekturwettbewerb durfte sechs Entwürfe von national und international renommierten Architekten bewerten. Die siebenköpfige Jury aus Architekturexperten, Stadtplanern und der Ausloberin des Wettbewerbs, der Groß & Partner Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH, kürte nach intensiver Begutachtung schließlich die Frankfurter Architekten CMA zum Sieger des Wettbewerbs.


    „Das Konzept von CMA überzeugte uns, weil es besonders gut dem Ensemblegedanken folgt, was insbesondere mit Blick auf das Wohngebiet Bockenheim und die auf dem Kulturcampus entstehenden Wohnungen wichtig ist. Die Ausdifferenzierung des Sockelbereichs und die gelungene Verbindung zur Kita wurden ebenfalls sehr positiv bewertet“, erläutert Jürgen Groß, geschäftsführender Gesellschafter von Groß & Partner, den Siegerentwurf. Den zweiten Platz in dem Wettbewerb sicherte sich das Frankfurter Architekturbüro Schneider + Schumacher, Drittplatzierte wurden KSP Architekten Jürgen Engel, ebenfalls aus Frankfurt.


    Im Senckenberg Quartier auf dem Kulturcampus entsteht ein urbaner Mix aus Wohnungen, Büroflächen, Hotel und Gastronomie, zudem wird eine 8-zügige Kindertagesstätte errichtet. Mit dem Bau des „99 West“ soll im Sommer 2018 begonnen werden, die Fertigstellung ist für 2021 geplant.[/INDENT]


    Visualisierung, der heutigen Pressemitteilung beigefügt:



    Offensichtlich entspricht die Gestaltung weitestgehend dem weiterentwickelten Entwurf aus dem Ideenteil des 140-West-Architekturwettbewerbs. Weitere Ansichten:



    Eingangshalle:



    Bilder: Cyrus Moser Architekten / Groß & Partner

  • Teils mit geschuppter Fassade der dritte Preis im Wettbewerb für das Hochhaus "99 West" - der Beitrag von KSP Jürgen Engel Architekten:



    Im Sockelbereich wird zur Robert-Meyer-Straße eine zweigeschossige Gastronomiefläche vorgeschlagen.



    Bilder: KSP Jürgen Engel Architekten

  • Kranaufbau

    Morgen wird (endlich) der erste Kran aufgebaut. Dies verriet mir am Freitag ein Bauarbeiter, als er 5 Eisele-Schwertransporter auf die Baustelle lotste. Die Senckenberganlage wurde kurzfristig blockiert.


    Gestern entstand dieses Bild, auf dem man hinten links an der Baugrube das einbetonierte Grundturmstück erkennen kann, sowie schon in Stellung gebrachte Autokrane:

    Handy...