Senckenberg-Quartier mit "140 West" und "99 West" (in Bau)

  • Architekturwettbewerb entschieden

    Der Architekturwettbewerb ist der heutigen Print-FAZ zufolge entschieden. Einen ersten Rang gibt es nicht. Drei Büro erhielten gleichberechtigt zweite Preise, nämlich:


    • Prof. Christoph Langhof, Berlin
    • Cyrus Moser Architekten, Frankfurt am Main
    • Ole Scheeren, Peking


    Eine Anerkennung erhielt das Büro Coop Himmelb(l)au, Wien. Alle drei Zweitplatzierten wurden aufgefordert, ihre Entwürfe zu überarbeiten. Näheres ist noch nicht bekannt.


    Nachtrag: Laut FR sollen die überarbeiteten Entwürfe bis Ende Februar vorliegen.

  • Cyrus Moser Architekten gewinnen

    Hochhaustaumel in Frankfurt! Wie morgen in Frankfurts Allgemeiner Zeitung stehen wird, hat nach Überarbeitung das Frankfurter Büro Cyrus Moser Architekten den Wettbewerb gewonnen. Zuletzt waren noch zwei andere Büros mit im Rennen, dazu der Vorbeitrag.


    Es wird ein gläsernes Hochhaus. Die Fassade wird vertikal in zwei Bereiche gegliedert. Im unteren Drittel wird die spanische Kette Meliá ein Vier-Sterne-Plus-Hotel eröffnen. Darüber sind rund 300 Wohnungen geplant. So soll es aussehen:



    Bild: cma cyrus moser architekten | Groß & Partner | Commerz Real

  • Feine Sache und recht gelungen, wenn auch nicht der allergrellste Schrei. Die Ablesbarkeit ist gelungen. In die Ecke passt es, weil es sowas dort noch nicht gibt. Die Entwürfe der anderen zwei sind zu aufwändig und kosten dementsprechend. CMA ist halt praktisch veranlagt.


    130 Meter in Glas und mit einer Schachtelfassade - ich finds gut und hab nicht mehr erwartet. Hoffen wir nur, dass der Investor nicht noch Einsparungen vornimmt - wie etwa die goldenen Flugdächer im Servicebereich des Hotels zu reduzieren, die Fassadenknicke etc.


    Langsam wird einem echt ein wenig schwindelig angesichts der Hochhausprojekte, die herein brettern wie ein Sturm. Solange aber alles mit Vernunft angegangen wird, ist meine Sorge vor Blasen nicht allzu groß.

  • Tatsächlich, Wolkenkratzerdämmerung in Frankfurt!
    Ich find den Turm okay, ich mag die aufgelockerte Glasfassade im oberen Teil. Da gibt es in der Gegend viel Schlimmeres *Hust*Enstelltessenckenbergmuseum*Hust*

  • Wenn man beim ersten Betrachten eines Entwurfs innerhalb einer Sekunde ohne lange zu überlegen ein "Oh" im Kopf verspürt, dann ist die Architektur kurzweilig und interessant. Wenn es das "Oh" dann noch über die Stimmbänder nach außen schafft, dann ist wirklich was dran am Entwurf. Bei mir hat es "Oh" gemacht!


    Auffällig und charakteristisch sind die zahlreichen weit auskragenden Balkone. Was mir besonders zusagt, ist die doppelstöckige Aussichtsplattfom Richtung Skyline, vermutlich zum Hotelbereich gehörend. Der Sockelbau ist allerdings aus der zu sehenden Perspektive einfallslos, ohne Raffinesse. Hier hätte ich mir ein weit auskragendes Vordach o.ä. vorstellen können.

  • Bin nicht der grösste Fan von den Entwürfen von Cyrus Moser und unter spektakulär habe ich auf den ersten Blick etwas anderes erwartet.
    Ein finales Urteil kann man sich sowieso nicht erlauben aufgrund nur einer Visualisierung.
    Für mich positiv ist die spannende 2-Teilung des Hochhauskörpers, der obere Teil ist mir allerdings viel zu unruhig.


    Gespannt bin ich auf die Entwürfe der beiden anderen Teilnehmer.

  • Ich bin angetan von diesem Entwurf. Erst recht nach Betrachten der Details, die auf den folgenden Visualisierungen wesentlich besser zu erkennen sind als in Beitrag #23. Das Format der ersten Ansicht habe ich bewusst so gewählt, dass man die Fassade hoch und runter scrollen muss:



    Der Übergang zwischen Hotel- und Wohnteil in der Originalauflösung der mir freundlicherweise zugesandten Visualisierungen. Hier ist die zum Hotel gehörende Lounge in etwa 50 Metern Höhe gut zu sehen.



    Es wird ein Baubeginn im vierten Quartal 2016 angestrebt. Auf der folgenden Gesamtansicht ist auch das 100-Meter-Bürohochhaus unverdeckt dargestellt. Eine Entscheidung ist diesbezüglich noch nicht gefallen. Als verbindlich würde ich die dargestellte Architektur ohnehin nicht betrachten, sie war Zusatzaufgabe im Ideenteil des Wettbewerbs, nicht mehr, nicht weniger.



    Bilder: cma cyrus moser architekten | ABG Frankfurt Holding | Groß & Partner | Commerz Real

  • Für einen Cyrus Moser Entwurf bin ich positiv überrascht, hatte schlimmeres erwartet (mir war bei der Nachricht dass jenes Studio den Wettbewerb für sich entscheiden konnte schon ganz mulmig zu mute). Mir gefällt auch der obere Teil am besten, die angesprochene Mischung aus den Henninger und Porsche Design Türmen kann ich auch sehen. Der untere Teil ist halt Durchschnitt. Tut niemanden weh, aber ist auch alles andere als spannend. Muss ja aber auch nicht immer sein. Was mir persönlich am wenigsten zusagt ist allerdings der Sockel. Der sieht mir zu sehr nach 70er Jahre Einkaufszentrum-Plattenbau-Sockel aus. Hätte da etwas "klassischeres" im Kontrast zu den modernen und glaslastigen Türmen auch nicht schlecht gefunden, immerhin hat die Senkenberganlage ja doch noch ein paar Schmuckstücke aus vergangenen Tagen.


    P.S. an die Ersteller der Visualisierung: Mit den Funkelfunkelsternchen habt ihr es aber leicht übertrieben. ;)

  • Das sind auf cma herabregnende Sterntaler, cardiac. Und ja, die Wintergarten-Balkon-Kombination im Wohnteil erinnert an den neuen Henninger Turm. Hier erscheint sie allerdings großzügiger als auf dem Sachsenhäuser Berg.


    Abschließend noch die heutige gemeinsame Pressemitteilung von ABG Frankfurt Holding, Commerz Real und Groß & Partner:


    [INDENT]Markante Architektur für neues Hochhausquartier auf dem Frankfurter Kulturcampus


    • Architekturwettbewerb für ehemaliges AfE-Areal ist entschieden
    • Entwurf von Cyrus Moser hat Jury überzeugt
    • 140 Meter hoher Hotel- und Wohnturm für hausInvest-Fonds der Commerz Real bestimmt


    Der „Sieger der Sieger“ des Architekturwettbewerbs für das neue Quartier auf dem ehemaligen Frankfurter AfE-Areal steht fest: Das Frankfurter Architekturbüro Cyrus Moser hat sich mit seinem überarbeiteten Entwurf für die Realisierung des zukünftigen Hochhausquartiers qualifiziert und gegen die weiteren Zweitplatzierten Ole Scheeren (Peking/Berlin) und Langhof (Berlin) durchgesetzt. In der Preisgerichtssitzung im Januar 2016 hatte die Jury alle drei Architekturbüros aus dem neun Teilnehmer umfassenden Wettbewerb gleichrangig als Sieger gekürt und sie aufgefordert, die Entwürfe nochmals hinsichtlich ihrer Realisierbarkeit zu überarbeiten.


    Bei der kürzlich abgehaltenen Endbewertung waren sich die Auslober Commerz Real, ABG und Groß & Partner in enger Abstimmung mit der Stadt Frankfurt einig, dass Cyrus Moser die Überarbeitung am besten umgesetzt hat.


    Ziel der Wettbewerbsaufgabe war die architektonische Gestaltung der Neubebauung des ehemaligen AfE-Geländes auf dem Kulturcampus, das im südlichen Teil des Areals an der Ecke Senckenberganlage und Robert-Mayer- Straße liegt. Hier ist ein hochwertiges Gebäudeensemble aus zwei Hochhäusern, einem Solitärgebäude und einer Kita geplant. Die vier Baukörper bilden an der Nahtstelle zwischen Bockenheim und Westend ein gemischt genutztes Quartier, welches Hotellerie, Gastronomie sowie Büro- und Apartmentflächen miteinander verbinden wird. Das Projekt stellt das erste Großprojekt auf dem Areal des künftigen Kulturcampus dar.


    Die Frankfurter dürfen sich dabei auf eine echte Bereicherung ihrer Hochhauslandschaft freuen: Am Standort des ehemaligen AfE-Turms der Universität wird ein neuer Hotel- und Wohnturm mit 140 Metern Höhe entstehen. Das Objekt hat die Commerz Real für ihren Offenen Immobilienfonds hausInvest erworben. Für die unteren Etagen bis zum 16. Obergeschoss hat die spanische Hotelgruppe Meliá einen langfristigen Mietvertrag für ein 4-Sterne-Plus-Hotel der Marke Meliá abgeschlossen. In den Etagen 17 bis 40 entstehen bis zu 300 Apartments mit Panoramablick über Frankfurt, den Taunus und das Rhein-Main-Gebiet. Die Architektur überzeugt durch eine Kombination von markanter Kubatur und schlichter Eleganz in Verbindung mit hoher städtebaulicher Qualität. Damit setzt der Turm im Westen der Stadt einen neuen Akzent in der Skyline.


    Als kleinster Teil der vier Baukörper im Wettbewerbsgebiet wird eine 8-zügige-Kindertagesstätte ein selbstständiges Mitglied des Quartierensembles sein. Die Kindertagesstätte wird als Solitaire errichtet werden und bildet eine autarke Einheit, die über eine eigene Erschließung verfügt.


    Das zweite Hochhaus mit einer Höhe von ca. 100 m fügt sich im westlichen Bereich an das Gebäudeensemble an und bildet gemeinsam mit dem 140 m hohen Hotel- und Wohnturm ein neues städtebauliches Element auf dem Campus Bockenheim. Das Grundstück befindet sich noch im Eigentum der ABG. Die ABG geht davon aus, dass die Verhandlungen zur Veräußerung des Grundstückes und zur Realisierung der Baumaßnahmen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden.


    Durch die Mischnutzung des Quartiers wird die Wandlung des Kulturcampus zu einem Ort der Begegnung, an dem gemeinsam geforscht, gelebt und gearbeitet wird, weiter vorangetrieben und gefördert. Der Beginn der Bauausführung wird für das vierte Quartal 2016 angestrebt, die Fertigstellung ist für das zweite Quartal 2019 geplant.


    Weitere Informationen zum Projekt und zu den nächsten Schritten werden zu gegebener Zeit bekannt gegeben.[/INDENT]

  • Hmmm, interessant. Und das mal ganz wertfrei. In der verschachtelten Tektonik der Obergeschosse und der Kubatur des Sockels kann man sicherlich eine Remineszenz an den AfE-Turm erkennen. Wenns denn auch in Natura dereinst so durchgeknallt daherkommt solls mir recht sein.


    Im Kontrast dazu wirkt der Flachbau an Stelle des ehemaligen FLAT schon ziemlich öde. Vom Straßenniveau aus wird das alles wohl leider ziemlich unspektakulär wirken.

  • Mit einer Bebauung wie in #1 gezeigt, hätte ich mich ja noch anfreunden können, aber dieser Entwurf ist doch nur noch ein schlechter Scherz. Vor allem der Sockel geht absolut gar nicht.
    Die Senckenbergallee hatte mit all den Projekten der letzten Jahre so unglaublich viel Potential wieder Frankfurts Prachtstraße zu werden, genug repräsentative Altbauten sind ja eigentlich noch vorhanden; aber sei es KfW, "Kulturcampus", Senckenbergmuseum oder auch dieses Grundstück - jedes Mal entschied man sich für bestenfalls mediocre Fassaden die entweder ziemlich schlechte Kontraste bilden und die totale Ödnis und Langeweile ausstrahlen.

  • kein Titel heute - bin mir zu unsicher......

    Nun melde mich auch noch zu Wort. Es hat wirklich lange gedauert, bis ich mir heute eine Meinung zu dem Turm machen konnte (leider war’s mit Beggi’s „Oh“ Tipps nichts bei mir).


    Fange mal mit dem positiven an. Richtig gefallen tut mir der Hotel-/Wohnturm eigentlich nur im Zusammenspiel mit dem anderen Hochhaus auf der Visulisierung, wobei dieser kleinere Turm ja im Moment nur als Platzhalter zu sehen ist. Schön auf dieser Visulisierung, dass beide HH einen Übergang zu haben scheinen, der aber nur beim 140m Turm einen wirklichen Bruch der Fassade bedeutet.


    Aber nun zum aktuellen Thema. Was mir fehlt ist eine echte Struktur der Fassade, daher wirkt er auf mich nervös. Eine einheitlich durchgehende Fassade wie beim Porsche Tower ist ja eher unüblich, auch wenn ich keine Experte auf dem Thema Wohnhochhäuser bin. Aber zum Vergleich mal die Struktur bei(m)



    Aber auf der anderen Seite warum nicht, was anderes, unstrukturiert und man muss sich erst daran gewöhnen und will es dann nicht mehr missen.


    Bleibt der Sockel! Da bin ich bei Rohne. Sorry, mMn fürchterlich und für Mieter abschreckend…. OK, wenn man die TG Zufahrt benutzt vlt. nicht. Der Sockel hat eher Großmuseum, Messe oder sonst ein Flair, aber nichts mit Hotel (Messenähe) oder Wohnen zu tun.

    Einmal editiert, zuletzt von MathiasM () aus folgendem Grund: Grammatik

  • Ich habe sogar spontan das von mir sonst so verpöhnte wow raus gehaucht. Kann sich von außen sehen lassen und bietet den Mietern anders herum auch tolle Ausblicke. Wird sicherlich nicht sozial gefördert und dürfte damit auch eher Käufer mit wow Konto ansprechen. Aber immerhin die normal verdienenden Fensterputzer werden an den vielen Ecken und Kanten ihre Spaß haben.

  • Bezüglich des Sockels noch eine kleine Anmerkung von mir.
    Auch wenn dieser wirklich nicht so ästhetisch aussieht wie man es sich vielleicht gewünscht hätte darf man eben auch nicht vergessen wer eben genau diesen belegt.
    Nämlich das Melia Hotel. Es scheint mir als ob zusätzlich zu den normalen Hotel Facilities auch einige grosse Säle im Sockel geplant sind. Siehe dazu das 2. Rendering in jenem Beitrag.


    Nicht verwunderlich, denn das Platzangebot an grossen Sälen in Frankfurt zB. für grosse Konferenzen ist in Frankfurt sehr sehr mau.
    Einzig das Kap Europa hat diesbezüglich in den letzten Jahren etwas Druck genommen.
    Ein guter Freund von mir arbeitet bei der Reservierungsabteilung für Grossveranstaltungen bei Mariott in Eschborn.
    Es ist kaum möglich an grössere Säle zu kommen, weil defacto keine oder kaum vorhanden.


    Insofern glaube ich, vorausgesetzt das es tatsächlich so geplant ist wie ich vermute, in erster Linie auch Wirtschaftliche Gründe für den Sockel sprechen.
    Ein schlechter Zuverdienst für die Melia Gruppe wäre dies nicht.



    Klasse finde ich auch das wohl auch eine offene Aussichtsplattform im 15. oder 16. Stock des Hotels angedacht ist, kann mir kaum vorstellen das diese nur für Hotelgäste sein wird. Für zahlende Besucher der dort wohl in Zukunft ansässigen Gastronomie wird es diesen Blick sicherlich geben.

  • Völlig unerheblich wer da was belegt, diese Sockel"gestaltung" ist eine Frechheit, vor allem in diesem noch halbwegs von Altbauten geprägten Umfeld.

  • Für mich der eigentliche Siegerentwurf, gefällt mir richtig gut...!
    Die Proportionen passen und alles ist stimmig untereinander, wirkt auch nicht erschlagend, drängt sich nicht auf, macht aber trotzdem was her.