Leipzig: ZOB + 2 neue Hotels am Hauptbahnhof (Bauphase)

  • Es geht voran, lange bleibt bis zur Eröffnung auch nicht mehr Zeit. Auf der ITB Berlin wurde am Stand der Region Leipzig ein Flyer herausgegeben, der den 24. März als Eröffnungstag nennt. Interessant für mich als Touristiker, es sollen nicht nur die Fernbusse den Terminal nutzen. Auch Busse von Reisegruppen sollen darüber abgewickelt werden. Dafür sollen die Veranstalter online Slots buchen können. Auf die Abwicklung und Kosten bin ich sehr gespannt! Der Busverkehr soll laut Aussage des Herrn auf der Messe aus der Goethestraße komplett raus.


    Praktikabel wird das meiner Meinung nur für Abreisen und Rückkünfte für Reisende aus Leipzig sein, deren Busse bisher auf dem Parkplatz Hbf. Ostseite in die weite Welt starteten bzw. wieder ankamen. Polster & Pohl hat seine Sonderlösung in der Bahnhofshalle. Andere regionale Veranstalter holen gern von daheim ab oder haben Dank großem Einzugsgebiet nur vereinzelte Reisende an einer Zustiegsstelle, so dass die den Transfer vielleicht an anderer Stelle starten lassen. Bin gespannt, in welche Richtung sich das entwickeln wird.


    Was allerdings hoffentlich nicht geplant ist, dass jede Gruppe die für Besichtigungen nach Leipzig kommt, ihre Ein- und Ausstiege auch im Terminal durchführen soll. Mit vorgemeldeten Zeiten gäbe das garantiert ein ziemliches Chaos.

  • Die LVZ berichtet jetzt auch. Verkehrsbetreiber und Verantwortlicher für den Service-bereich wird die Hamburger 4Service BusPort GmbH, die einen Vertrag mit der Bäckerkeikette Kamps geschlossen hat, die eine Filiale des Convenience-Konzepts KAMPuS (gibt es bisher nur am Flughafen Köln/Bonn) eröffnen wird. Ergänzt wird dies durch weitere Geschäfte für Reisebedarf auf einer Fläche von 700 m².


    Im Übrigen wird laut Hörensagen angeblich am 18.3. ein Test gefahren.

  • Ich finde das Konzept wie auch die Ausführung absolut schlüssig und gelungen. Wir können damit in Leipzig auf eine sehr gute Schnittstelle im überregionalen Busverkehr zurückgreifen. Solche Qualität haben nicht viele Städte in Europa im Programm.


    Wie schon erwähnt und von 'Dase' bestätigt, wären die Lamellen mit Graphiken oder in Farben noch einmal interessanter gewesen. Ansonsten finde ich auch den Innenausbau gelungen. Die Passage lehnt etwas an die Service- und Gastronomieeinheiten im Hbf an. Das von 'Dase' verlinkte Konzept von Kamps scheint auch gut zu passen. Gut finde ich die Anzeigen in Englisch.


    Ich kann wirklich nicht viel kritteln. Nur etwas mehr Kreativität wäre besser gewesen. Mit den kommenden Hotels und einer gekonnten Außengestaltung, ist es trotzdem eine schlüssige Umsetzung und Verbesserung der städtebaulichen Ausgangslage an der Hbf-Ostseite. Es wird hoffentlich die Meßlatte für die Westseite legen.

  • Es gab dann doch schon gestern den ersten Problelauf (allerdings augenscheinlich ohne Fahrgäste) und die LVZ berichtet. Mit der Inneneinrichtung der KAMPuS-Filiale ist man offensichtlich, was ohne Beleuchtung nicht zu erkennen war, auch fast fertig. Das Parkhaus eröffnet Ende Mai, dann zieht auch die Europcar-Filiale vom Wintergartenhochhaus hier hier. Bis Ende 2018 soll schließlich der bereits früher diskutierte Busparkplatz am Ende der Straße Sachsenseite fertig sein, der ebenfalls einen Neubau mit Sanitär- und Serviceinrichtungen für die Fahrer erhalten wird.

  • Ein weiteres Loblied auf das neue Fernbusterminal gibt es in der LVZ. Die Betreiber rechnen mit 1,6 Mio Fahrgästen im Startjahr und langfristig mit 3 Mio Fahrgästen pro Jahr.


    Neben Marktführer Flixbus seien schon 15 weitere Fern- und Reisebusunternehmen für das Terminal angemeldet. Derzeit gäbe es 130 Flixbus-Direktziele. Ab nächsten Monat kommen weitere Verbindungen wie nach Rotterdam und Bratislava hinzu. Nach Berlin-Schönefeld geht es bis zu achtmal am Tag, nach Rostock bis zu viermal täglich.


    Die Eröffnung für die beiden Hotels mit einem Investitionsvolumen von 72 Mio Euro ist für Herbst 2019 geplant.


    Hier noch eine Bildgalerie von der Eröffnung.




  • Wirkte doch alles recht beschaulich, gestern.


    Für „den modernsten ZOB Deutschlands“ sind die dynamischen Fahrgastinfoanzeigen etwas sehr rudimentär. Auch die begrenzte Zeichenanzahl („stati“ statt „Station“), obwohl noch genug Platz ist, erinnert an vergangene Zeiten. Dazu Denglish statt konsequent in einer Sprache und eben durch die pixelate Darstellung komplett unübersichtlich.

  • Wie bereits berichtet, fand am 22. März 2018 die Eröffnung des "FBT Leipzig" statt.




    Die Bussteige haben nicht die Länge eines Fernbusses (in der Regel 15 Meter), sondern führen nur zur ersten Tür. Mit einer Rampe führen sie ebenerdig zur Fahrbahn.



    Dank Blindenleitstreifen können auch Sehgeschwächte ihren Fernbus erreichen. Die Bussteige sind versetzt angeordnet.



    Viel Aufenthaltsfläche für die Reisenden gibt es an den Bussteigen nicht. Aber jeder Bussteig hat seine Fahrgastinformationsanzeige.



    Insgesamt zwölf Monitore gibt es im Terminal, allein neun dieser Art. Sie haben eine deutsche und englische Beschriftung, oder nur eine von beiden.



    Ein Flixbus durchfährt das rote Band.



    Und dann gab es eine Jungfernfahrt, einmal durch den Fernbusterminal.


    Und am 24. März 2018 erfolgte dann die Inbetriebnahme.



    Nun sind die beiden Abfahrtsmonitore in Betrieb. Jede Menge Abfahrten auf einen Blick, den man vorher in der Goethestraße nicht hatte.



    Am Bussteig hält die Flixbus-Linie L023 nach Rostock.



    Daneben ist auf Bussteig 2 ein weiterer Flixbus eingefahren, diesmal nach Dresden Hauptbahnhof unterwegs.



    Die Busse müssen rückwärts ausfahren.



    Und dann fahren sie kurz durch den Terminal.



    Und verlässt durch eine Kurvenausfahrt das Gebäude.



    Und kommt zum Stehen an der Schranke (Sachsenseite).



    Blickend von der Sachsenseite aus - zwischen Fernbusterminal und Hauptbahnhof.



    Und ein Doppeldecker der Linie LN36 nach Paris biegt in die Sachsenseite ein.

  • Über die Qualitätssteigerung muss man eigentlich nichts sagen. Gut auch, dass die Busunternehmen - allen voran der Branchenfüher - noch so einiges vorhaben. Wenn lt. dem LVZ Interview schon alleine 30 Verbindungen pro Tag nach Berlin angeboten werden, sagt das doch schon einiges über die zukünftige regionale Drehkreuzfunktion aus.



    BTW: immer wieder überraschend wie in Deutschland in solchen Einrichtungen kein Rauchverbot existiert....

  • ^Wie kann denn ein Fernbus nach Halle angeboten werden? Meines Wissens sind nur Strecken zulässig, für die die Bahn mehr als eine Stunde braucht. Eigentlich bin ich mit diesem Hintergedanken sogar mehr über die Strecken nach Berlin und Dresden gestolpert und musste dann zur Kenntnis nehmen, dass man überraschenderweise von Leipzig aus tatsächlich länger als eine Stunde dorthin unterwegs ist...

  • ^ Könnte es vielleicht daran liegen, dass Halle der Endpunkt einer längeren Strecke ist, wo Leipzig auf dem Weg liegt? Von Leipzig aus ist Halle online tatsächlich nicht buchbar.


    Die Anzeigetafeln sind wirklich gewöhnungsbedürftig. So was wie „Munich central bus s“ liest sich einfach nur grausam.

  • Zurzeit werden das vierte und fünfte Obergeschoss des ersten Hotels "Hypericon" errichtet - insgesamt sollen es sechs Obergeschosse sein. Beim zweiten Hotel "H2" wurde bereits die Höhe mit sechs Obergeschosse erreicht, auch, wenn es nur fünf sein sollen (?). In beiden Häusern erfolgt bereits der Fenstereinbau.



    06.11.2018: Beim ersten Hotel werden das vierte und fünfte Obergeschoss errichtet.



    Der Rohbau des künftigen Hypericon-Hotels an der Brandenburger Straße. Sechs Obergeschosse müssen es sein.



    Und das H2-Hotel daneben. Deutlich zu erkennen ist der Fenstereinbau.



    Nahaufnahme des Fenstereinbaus.


    Laut LVZ, die zum Richfest am 6. Oktober 2018 berichtete (Richtfest feierte man damals erst, wenn der Rohbau komplett stand), soll zum Jahresende die Fassade gut erkennbar sein. Ich bin gespannt.