Duisburger Freiheit [Planung&Bau]

  • Dabei plant das Start-up Lilium bereits damit ab 2025 im Verkehr etabliert zu sein. Daher denke ich, dass es auch für Duisburg von essentieller Wichtigkeit sein wird dort direkt Startklar zu sein, sobald sich dieses Verkehrsmittel etablieren wird, um hier nicht den Anschluss zu verlieren.

    Ein Flugtaxi ist mehr irrsinnig teures Individualverkehrsmittel für Vermögende, denn wirklich entlastendes Massentransportmittel. Unbrauchbar wenn mehr als Handgepäck mit muss und anspruchsvoll in der erforderlichen Infrastruktur (Start- & Landeplätze, 5G, Betriebserlaubnis, Flugüberwachung). Bis 2025 wird sich sicherlich kein noch so werbetalentierter Hersteller hierzulande "etabliert", oder Duisburg diesbezüglich den Anschluss verloren haben.


    Da brauchts keine Seilbahn. Jedenfalls jetzt noch nicht. Die sehe ich als PR-Gag immer wieder von mehreren Städten vorgebracht (der Transrapid läßt grüßen).

    Inzwischen sind Seilbahnen über den Status des PR-Gags hinaus ;). In Stuttgart und München werden aktuell für konkrete Trassen Machbarkeitsstudien angefertigt, die Politik steht jeweils aktiv hinter den Vorhaben. Da in Deutschland noch kaum, wenn überhaupt, Erfahrungen mit Seilbahnen als integrierter Teil der öffentlichen Verkehrsverbunde gemacht wurden, sind die erforderlichen Untersuchungen hinsichtlich Kosten, Kapazität, (Stations-)Technik, Sicherheit, Rechtlichem natürlich zunächst aufwendig. Ohne Gewähr: Ab 8 km Trassenlänge, so glaube ich neulich gelesen zu haben, rentiere sich eine Seilbahn nicht mehr. Nun weiß ich nicht wie weit es zur Sechs-Seen-Platte ist, doch wären Seilbahnen mMn im zu prüfenden Einzelfall eine attraktive Option - insb. bei ebenerdig beengten Platzverhältnissen, die keine Bus- oder Tramspuren erlauben.

  • ^ Nicht das ich kein Freund von Seilbahnen bin, ich bin auch sehr gespannt auf die Ergebnisse der Machbarkeitsstudien aus München und Stuttgart in Sachen Verkehrskonzepte der Zukunft. Von hier aus würde ich für die Stadt Stuttgart sogar eine Vorrangigkeit sehen, neben dem Jahrhundertprojekt Stuttgart21. Der Talkessel bzw. die Erhebungen gerade um die Innenstadt bieten sich dafür sogar gleich mehrfach an. Dort könnte ich mir auch aus unterschiedlichen Richtungen so etwas vorstellen, allein um den Menschen eine Alternative zu bieten und aus den Autos / Bussen heraus zu bekommen, dabei schneller/bequemer/entspannter zu transportieren. Zu München kann ich speziell nichts sagen da ich dort die geographische Lage nicht genau kenne, wird aber sicherlich ähnlich sein. Genauso könnte ich mir eine Seilbahn für das Oberbergische Land hier in NRW vorstellen, die Wuppertaler oder Remscheider hätten wohl nichts dagegen wenn es dann auch so zur Innenstadt geht. Wir Flachlandtiroler sollten schon der Elektrischen vertrauen, wie ich oben schon anmerkte ist die Taktung ausbaufähig. Der Duisburger Hbf gehört schließlich in D zu den großen Drehkreuzen, speziell in NRW verbindet er zu den benachbarten BeNeLux-Ländern. Es sei nochmals gesagt das bereits eine Trasse für den Güterverkehr u. zum ehem. DB-Ausbesserungswerk dort liegt, und parallel am Wedauer Stadtteil vorbeiführt, was fehlt ist der weitere Ausbau mit evtl. Anbindung der Strecke sowie 2-3 kleine zusätzliche Bahnhöfe für den Bahnverkehr was auch in der Planung ist. Dieses wäre auch erst einmal zu rechnen. Im übrigen ging dort auch mal in früheren Jahren der Personenverkehr in Form eines Schienenbusses (die älteren werden sich erinnern) Schienenbus – Wikipedia bis zur End-Haltestelle Entenfang hin, also etwas über Wedau hinaus. Wurde dichtgemacht nachdem die Passagierzahlen sanken. Warum nicht wieder die Strecke aufnehmen, modern, preiswert und 'taktvoll'.


    P.S. Vom Duisburger HBF bis zum Stadtteil Wedau sind es übrigens ca. 5 km, was mit dem Bus knapp 15 Min. lt. G-Maps dauert und mit dem Auto je nach Verkehrsdichte 3-4 Minuten schneller geht.

  • [...]Genauso könnte ich mir eine Seilbahn für das Oberbergische Land hier in NRW vorstellen, die Wuppertaler oder Remscheider hätten wohl nichts dagegen wenn es dann auch so zur Innenstadt geht.[...]


    In Wuppertal war tatsächlich eine Seilbahn geplant, die ab 2025 vom Hauptbahnhof über die Universität zu den Wuppertaler Südhöhen führen sollte. Das Vorhaben wurde bei einer Bürgerbefragung mehrheitlich abgelehnt (Wikipedia).


    Damit dürfte sich das Thema Seilbahn in Wuppertal für lange Zeit erledigt haben, obwohl dort aufgrund der topographischen Lage der Stadt Seilbahnen ihren echten Vorteil, starke Steigungen auf kurzer Distanz zu überwinden, ausspielen könnten. Bis jetzt ist allerdings noch jedes urbane Seilbahnvorhaben in Deutschland gescheitert, entweder am Widerstand der Bevölkerung oder aus anderen Gründen. Ich denke deshalb auch, man ist in Duisburg besser beraten, auf etablierte Systeme (S-Bahn oder Stadtbahn) zu setzen.

  • Die Seilbahn in Wuppertal wäre Imho tatsächlich ganz gut gewesen. Die ist einer Volksabstimmung zum Opfer gefallen. Diese NRW-typische Unart, ÖPNV-Projekte durch Volksabstimmungen im Keim zu ersticken, Autobahnen aber nach der Attitüde 'Was kost' die Welt?', und 'Ist alternativlos, also wozu Bürgerbeteiligung?' immer noch breiter zu machen, wird der Verkehrswende noch über Jahrzehnte verhindern, wenn man daran festhält. Damit einher geht, so fürchte ich, dass das Ruhrgebiet weiter Schlusslicht im deutschen und europäischen Vergleich bleibt: Im Gegensatz zu Köln oder Düsseldorf ist der ÖPNV hier nämlich leidlich lückenhaft.


    Das wird jetzt aber ein ganz klein wenig OT, deswegen bremse ich mich hier, und kehre zurück zum Thema.

    Ich denke deshalb auch, man ist in Duisburg besser beraten, auf etablierte Systeme (S-Bahn oder Stadtbahn) zu setzen.

    Ich möchte diesen Satz am liebsten fett unterstreichen!

    Auch hier muss man nicht allzu weit schauen, um zu sehen, wohin es führt, wenn man i.S. Nahverkehr ständig den Verlockungen des 'dernier crie' erliegt: Systembrüche, Inkompatibilitäten, die Kosten treiben und Innovation im bestehenden erschweren, Verkehrssysteme, die bei allen fancy Vorteilen, mit denen Sie angepriesen wurden, sich nur unzureichend an den Bedürfnissen der Fahrgäste orientiert haben.


    Das der Tunnel unter der Innenstadt die Fahrzeit auf der Strecke seinerzeit um eine Minute verlängert (!) hat, sei hier nur als ein Beispiel genannt. Dass Duisburg sein Meterspurnetz zwischen 1951 und 1966 stillgelegt hat, obwohl die meisten umliegenden Verkehrsbetriebe mehrheitlich oder ausschließlich auf Meterspur unterwegs waren/sind, und somit Verbindungen technisch kompliziert (Mülheim) oder einfach nicht denkbar sind (Oberhausen), ist ein weiteres. In Essen weiß man nicht so Recht, wie jetzt weiter mit den Spurbussen, in Dortmund hat man einen ursprünglich Uni-Internen Peoplemover, der an vielen Stellen verhindert, dass Stadtbahn und S-Bahn verknüpft werden. Das sind nur ein paar Beispiele.

    Am Ende bleibt stehen, dass man sich mit jedem neuen spurgebunden Verkehrsträger einen weiteren Ball zum Jonglieren dazuholt, Synergien ausschließt, Umsteigezwänge schafft, flexibelere Planungen der Linienverläufe bei geänderten Bedürfnisse ausschließt, und nicht eben selten zukünftig notwendige Lückenschlüsse durch Systembrüche erschwert oder gleich ganz verhindert.


    Versteht mich da nicht falsch, ich bin kein Feind von Innovation.

    Nur sollte man sich, wenn man ein neues System neben (!) dem alten etabliert, genauestens überlegen, was man da tut und warum. Und dabei ist nur der Umstand, dass eine Seilbahn in der Anschaffung billiger ist als eine Stadtbahn, ein bisschen dürftig. Denn das war der Spurbus in Essen auch.

  • in Dortmund hat man einen ursprünglich Uni-Internen Peoplemover, der an vielen Stellen verhindert, dass Stadtbahn und S-Bahn verknüpft werden.

    Kannst du anhand einer Quelle oder eines Beispiels belegen, dass die H-Bahn in Dortmund eine Verknüpfung zwischen Stadt- und S-Bahn an vielen Stellen ausbremst beziehungsweise verhindert? Die autonom fahrende H-Bahn mit ihrem aktuell etwa 3,2 Kilometer langen Streckennetz ist doch vielmehr der gelebte Beweis, dass verschiedenste öffentliche Verkehrsmittel sehr wohl kostengünstig und parallel betrieben werden können. Die aktuellen H-Bahn-Planungen (Anbindung TU/FH/Technologiepark → Weißes Feld; S-Bahnknoten Dorstfeld → Smart Rhino → Dortmund Hafen/Nordstadt) finde ich im Übrigen sehr spannend und befürworte sie zum jetzigen Zeitpunkt sogar.

  • Duisburger Freiheit - Quartier 1 + Quartier Am alten Güterbahnhof


    Quartier 1: Aus Richtung alter Güterbahnhof ein Blick auf die Quartiersentwicklung direkt am HBF. Die Kräne markieren die Neuzugänge wie DCO (li.) und HSPV-Neubau. Dominiert wird das kleine Quartier 1 vom großen LANUV-Gebäudekomplex (weiss-grau) der ein Glücksgriff für Duisburg nach dem Umzug von Düsseldorf hierhin ist. Alle Fotos vom Sonntag:


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    Die Duisburger Wohnungsbaugesellschaft GEBAG bewirbt die Neubauflächen:

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    Das Hochschul-Verwaltungsgebäude der Polizei wächst:

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    DCO-Bürogebäude, Ausschachtung des zweiten Teils der Baugrube des U-förmigen Gebäudes:

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    Und noch eine Aufnahme aufs LANUV von der HBF-Bahnsteigseite:

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    Duisburger Freiheit - Am alten Güterbahnhof

    Am alten Güterbahnhof der neuen Duisburger Freiheit (Hauptgelände) siehts nach dem Abriss der alten Bahnhallen so aus:

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    Das zu entwickelnde Gelände direkt neben der Duisburger Stadtautobahn A59, Blickrichtung Düsseldorf:

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    Auch sonst herrscht scheinbar reges Treiben was zumindest die zahlreichen Bodenanhäufungen zeigen:

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    Alle Fotos: hanbrohat

  • Ruhri, komplette Zustimmung! Ich habe mich beteiligt und für den CKSA Entwurf gestimmt. Ich bin mal gespannt, wann der Stimmenzähler aktualisiert wird. Ich kann ja wohl kaum als einzige Person abgestimmt haben.

  • Bin dabei, hab auch für den CKSA Entwurf gestimmt. Genau was die Architekten herausgearbeitet haben gefällt mir besonders gut, die wellenförmige Umsetzung des Quartiers, angelehnt an die Nachbargrundstücke, der Park als Dominante, relativ groß aber nicht zu groß dazu der kleine See mittendrin, die Bebauung dezent daneben positioniert, Büros wohl zur Bahnlinie hin als Barriere. Dann die Hochpunkte mit 5-6 Hochhäusern, die hoffentlich auch so von der Stadt gefordert werden. Dort könnte eine neue zusammenhängende Bürostadt entstehen. So sieht Urbanität für mich momentan aus. Auch ans Mahnmal wurde gedacht mit dem wiederherstellen der ursprünglichen Rampe mit Raum fürs Gedenken. Wenn es einigermaßen so umgesetzt wird gibt es eigentlich momentan nichts zu meckern. Im Gegensatz zu Möbel Kriegers Hallen ein Quantensprung.

  • Ich habe ebenfalls für den Entwurf von CKSA gestimmt. Zunächst sieht das Konzept meiner Meinung nach ein vielfältig nutzbares Stadtquartier mit vergleichsweise hoher Urbanität vor. Dazu wirkt die Bebauung durch den „Schwung“ aufgelockert und dynamisch, womit sich der Entwurf weiterhin von den anderen eher statisch wirkenden Beiträgen absetzt. Dazu finden sich im Konzept von CKSA einige spannende städtebauliche Akzente wie der Dünenpark, das Quartierszentrum mit Stadtplatz am Wasser oder die Skyline im Norden des Quartiers. Außerdem ist nun auf dem Bifunda-Gelände eine Eventhalle vorgesehen, die von zwei Hochhäusern eingerahmt wird. Abgerundet wird der Beitrag von nachhaltigen Mobilitäts- sowie Regenwasser- und Klimakonzepten.


    Kurz zusammengefasst: ich bin vom städtebaulichen Konzept von CKSA echt begeistert und hoffe inständig, dass sich die Jury für diesen Wettbewerbsbeitrag entscheidet!

  • "Duisburger Dünen" ist sowohl was Gestaltung als auch den Namen angeht ein einprägsamer und wiedererkennbarer Entwurf, der, und das hoffe ich wirklich, auch über die Stadtgrenzen hinaus positiv wahrgenommen und das Image Duisburg verbessern wird.


    Ich habe auch dafür gestimmt.

  • Ruhri, komplette Zustimmung! Ich habe mich beteiligt und für den CKSA Entwurf gestimmt. Ich bin mal gespannt, wann der Stimmenzähler aktualisiert wird. Ich kann ja wohl kaum als einzige Person abgestimmt haben.

    Ich glaube die Stimmenzähler werden Montag aktualisiert, war in der Runde 3 auch so. Die GEBAG will vermutlich ein Bombing der Page mit Robots verhindern. Deswegen ist die Abstimmung auch nicht verbindlich und soll nur eine Indikation geben.

  • Fairerweise muss man auch sagen CITYFÖRSTER und AS+P sind auch die beiden Entwürfe die sich zu Runde 1 am meisten verbessert haben.

    karres&brands ist hingegen eine komplette Enttäuschung und ich muss ehrlich sagen auch der einzige Entwurf der sich deutlich verschlechtert hat.

    Es beruhigt mich schon, dass die 3 stärksten Entwürfe auch vorne liegen auch wenn ich CITYFÖRSTER in Runde 1 echt schlecht fand, die haben was aus ihrer Idee gemacht. Aber wenn nur 50% von CKSA umgesetzt werden würde, wäre das eine Perle für Duisburg. Und wer weiß vll. finden wir ja wirklich 2-3 Investoren die bereit sind 80 - 100m zu bauen so mit Hoist Hochhaus und Citybank Tower wäre das doch eine Ansicht die jetzt nicht spektakulär wäre aber schon ganz nett.

  • Wichtig ist die Jury wird am Ende entscheiden und sicher bei einem knappen Ergebnis von dem Stimmsieger abweichen, aber wenn wirklich einer 50% der Stimmen hat, dann ist das bei einem 7-Kampf ein Statement.

    Was aber wirklich nervt sind die zig Antworten, man wolle nur Grün und eigentlich ist jeder Bau zu viel, also ich glaube es gebe eine große Lobby in Duisburg die das Ding nur Grün machen wollen würden.

  • Ich denke generell wird es auch ein Entwurf werden, welcher den Radweg gut integriert und vor allem welcher viel Baufläche bietet, die GEBAG will Geld verdienen und die Stadt hat selber in Runde 3 gesagt, dass ein 50/50 Split Bauen/Park ihnen zu viel Park ist.

    Daher glaube ich schon, dass es eher in Richtung CSKA gehen wird also, dass auch ohne der Abstimmung das ein Favorisierter Entwurf gewesen wäre.

  • Duisburger Freiheit | Quartier 1: Aktuelle Bilder vom 5. März 2021


    Zuletzt wurden die Baustellen im Quartier 1 vor rund fünf Wochen gezeigt. Gestern habe ich das schöne Wetter für ein paar Fotos genutzt, sodass ich ein kleines Update liefern kann.


    Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung (HSPV)


    Der Neubau der HSPV wächst weiterhin stetig in die Höhe. So wurden bereits drei Vollgeschosse errichtet, auf der Nordseite des Gebäudes sind inzwischen die Arbeiten für das 4. Obergeschoss in vollem Gange. Es folgen vier Bilder von der Baustelle, davon drei mit Blick von der Koloniestraße sowie eine viertes mit Blick von San-Pedro-Sula-Weg.


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    Duisburg Central Office


    Auch auf der Baustelle des Duisburg Central Office wird aktuell fleißig gewerkelt. Momentan konzentrieren sich die Arbeiten allerdings noch auf das Kellergeschoss. Anbei ein Bild der Baustelle:


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    Blick auf das Quartier 1


    Zum Abschluss folgen noch drei Bilder mit Blick vom alten Güterbahnhofsgelände auf das Quartier, die zeigen wie sich die Baustelle momentan in das Stadtbild einfügt.


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    Quelle: eigene Bilder