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  • Tucherpark vor Verkauf?

    Noch nicht spruchreif, aber es könnte sein, dass die HVB ihre Gebäude im Tucherpark verkauft. 120.000 Qm BGF plus Sportpark (inkl. Hilton) für 1,2 Mrd. Euro.


    Offen sind Fragen nach dem Baurecht, da der von Sep Ruf geplante Tucherpark - mMn völlig zurecht - unter Ensembleschutz steht.


    Allerdings haben es Hild und K vor zwei Jahren auch geschafft, ihre Neubauten eines Wohngebäudes und der Zentrale von Roland Berger harmonisch in den Bestand einzugliedern.


    https://www.sueddeutsche.de/mu…herpark-verkauf-1.4646744

  • Die noch immer unbebauten Brachflächen in der südlichen Parkstadt Schwabing werden nun wohl nicht wie ursprünglich geplant mit 800 Wohnungen bebaut, sondern mit Büros.


    https://www.abendzeitung-muenc…16-bbe7-eeda7a9c5d6f.html


    Ich bin vor kurzem, nach langer Zeit mal wieder, an der Parkstadt Schwabing vorbeigekommen und war schon sehr überrascht, dass hier nach Jahren immer noch zahlreiche unbebaute Brachflächen vorhanden sind. Man hätte hier schon vor Jahren bauen sollen. Für mich ist es völlig unverständlich, dass hier kein Mittel gefunden werden kann, wie man mit solchen Situationen besser umgehen kann.


    Frau Merk findet es zumindest sehr bedauerlich, dass jetzt doch keine Wohnungen kommen sollen. Sie will an den Plänen, eines Tages eventuell ein Bürgerhaus in der Nähe zu errichten, festhalten. Na dann..

  • Unfassbar. Heißt das, dass diese Pläne bereits wieder obsolet sind? Also da fühlt man sich von Investorenseite doch wirklich langsam vera----- . Da wird jahrelang gewartet, rumgeplant, Behörden werden beschäftigt, all das kostet ja auch (Steuer-)Geld und Zeit, und dann ist halt nach all den Jahren zufällig mal wieder der Büroimmobilienmarkt attraktiver und alles startet wieder von Null. Vermutlich wird jetzt langwierig ungeplant und dann erst mal wieder verkauft...<X

  • Das wäre theoretisch der richtige Ansatz. An dieser Stelle ließen sich problemlos noch ein paar Bürotürme bauen.


    Das würde aber wohl eine Änderung des Bebauungsplans erfordern, was in München wahrscheinlich rund 10 Jahre politischer Diskussion und Entscheidungsfindung bedeutet. Dazu kämen womöglich nochmal 10 Jahre für juristische Auseinandersetzungen mit Anwohnern und den Besitzern der umliegenden, bereits bebauten Grundstücke, weil die sich benachteiligt fühlen. Fertigstellung wäre dann also wohl erst im Jahr 2040 oder so...


    Ich finde der Investor agiert sehr clever. Erst wartet er ab während seine Grundstücke weiter an Wert zulegen, dann passt er die Bebauung einfach an sich ändernde Marktbedingungen an... so wird Rendite maximiert.

    Man ist in München schön blöd, dass man sich das bieten lässt. Wieso wird in die Kaufverträge nicht einfach eine Klausel aufgenommen, die der Stadt ein Rückkaufsrecht einräumt, wenn die Bebauung bis zu einem gewissen Zeitpunkt nicht erfolgt ist?

  • Von außen schwer zu beurteilen, welche Motivation bei der Argenta schließlich wirklich ausschlaggebend war.


    Fakt ist allerdings, dass die Behörden viel zu langsam agieren und es anscheinend auch an einer klaren Kommunikation mangelt. Dazu kommen wohl im Nachhinein beschlossene Änderungen. Alles in Allem verstehe ich sehr gut, wenn die Argenta dann irgendwann sagt dass hier keine ausreichende Planungssicherheit hat.


    Es ist ja nicht so, dass die Behörden sonst durch zielorientierte und zügige Abläufe von sich Reden machen. Für mich klingt die Argumentation der Argenta leider plausibel.

  • Na klar wurden die Vorgaben geändert, nämlich, dass nun Wohnbebauung ermöglicht wird, nachdem der Investor 15 Jahre lang keine Bürobebauung realisiert bekommen hat (bzw. nicht wollte wie Jai-C ganz wohl richtig vermutet). Es war vollkommen in Ordnung, dass da die Stadt da nicht länger zuschauen wollte. Dass die Stadt nun bei der Wohnbebauung die SoBoN anwenden wollte, ist grundsätzlich ebenfalls nachvollziehbar. Jetzt, wo Büronutzung kurzfristig wieder mehr Rendite verspricht, wacht der Investor natürlich auf einmal wieder auf und will von Wohnungen nichts mehr wissen. Es ist doch absolut lächerlich, wie kurzfristig bei Immobilien (!) Unternehmen offenbar agiert wird. Dabei sollte jeder Branchenkenner wissen, dass bis die Gebäude fertig sind, es längst wieder eine Delle auf dem Büroimmobilienmarkt geben kann. Am ärgerlichsten finde ich aber, wie krass dieses Beispiel wieder einmal zeigt, wie sehr sich die öffentliche Hand von einzelnen privaten Interessen an der Nase herum führen lässt. Hier müssten die Vorgaben der Stadt in der Tat viel rigider sein.

  • Die SOBON ist ein Hemmschuh für den Wohnungsbau. Davor darf man die Augen nicht verschließen. Hinzu kommen die Diskussionen über den Mietendeckel, wie in Berlin schon umgesetzt.

  • Was langfristig zu einem richtigen Hemmschuh der Münchner Stadtentwicklung werden kann, ist die immer stärkere Konzentration von Büroarbeitsplätzen Richtung Nord insbesondere in der Achse nach Garching. Ich behaupte mal, dass es insbesondere aus verkehrsplanerischen Gründen deutlich wichtiger wäre, neue größere Bürostandorte auch im Westen oder Süden vorzusehen. Warum entwickelt man z.B. keine Büroflächen entlang der S2 innerhalb Münchens? Diese Verkehrsachsen sind zu den Stoßzeiten extrem einseitig belastet.

  • Argenta ist ein unglaublich verbummelter Investor. Haben die kein Geld und wollen trotzdem nicht weiterverkaufen? Die langen Entwicklungszeiten auf diesem Gelände von etwa 20 Jahren + counting sind echt beispiellos. Für mich ist das nicht nachvollziehbar.

  • Was in fast der ganzen Stadt an Infrastrukturknoten nicht mehr stimmt, ist das Baurecht pro Fläche. Die Nachfrage (Wohnungen UND Bürofläche) ist an vielen diesen Orten weit höher als das Angebot.

    Ich hab gedacht dieser Bereich wird ebenfalls in der Hochhausstudie untersucht.

    Hat doch geheissen: Parkstadt Schwabing/ A9.

    Westlich der Highlight- Türme würden neue Bauten auch nicht in die Sichtachse fallen.

  • Ich verstehe nicht, dass man Baugenehmigungen/ Bebauungspläne nicht entsprechend koppelt: für 1qm Bürofläche müssen eben 1-4qm Wohnfläche gebaut werden (lt. Studien bringt 1qm Bürofläche einen Wohnflächenbedarf von 4qm mit sich). Ist doch krank, in Nordschwabing diese ganzen Büros für die gut bezahlten young professionals hinzustellen und sich dann über Gentrifizierung/ Vertreibung Billigmieter zu beschweren.