Darmstadt: diverse Brückenneubauten

  • Darmstadt: diverse Brückenneubauten

    Im Darmstädter Westen ist der Neubau von sechs Brückenbauwerken über den DB-Gleisen der Strecke Frankfurt Hbf - Heidelberg Hbf (DB Strecke 3601) südlich des Darmstädter Hauptbahnhofs erforderlich. Die Bauwerke sind stark sanierungsbedürftig und müssen neu hergestellt
    werden. Betroffen sind die folgenden Bauwerke:
    - Brücke Rheinstraße
    - Brücke Stirnweg
    - Brücke Hilpertstraße
    - Brücke Schepp Allee (ersatzloser Entfall)
    - Brücke Eschollbrücker Straße
    - Brücke Heimstättenweg


    Für zwei dieser Brücken ist jetzt das Planfeststellungsverfahren beantragt worden, und zwar für die Brücken Stirnweg und Hilpertstraße.



    Wer näheres wissen will, liest den Erläuterungsbericht nebst Anlagen auf den Seiten des RP Darmstadt.

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    Dass es mit diesen beiden Brücken losgeht, hat einen ganz einfachen Grund: Beide werden anschließend zu Umleitungszwecken benötigt und sind derzeit nur noch für 12t zugelassen.


    Die Brücke Stirnweg spielt eine wesentliche Rolle für den Neubau der größten Brücke (Rheinstraße), weil der komplette stadteinwärts fließende Verkehr in einer Einbahnstraßenführung über Kavalleriesand und Stirnwegbrücke umgeleitet werden soll. Dafür muss die Stirnwegbrücke erstmal fit gemacht (= neu gebaut) werden.


    Die Stirnwegbrücke lässt sich nur an selber Stelle abbrechen und neu bauen, so dass sie während dieser Bauphase ausfällt und die Hilpertstraßenbrücke als Umleitung dient. Und dafür muss diese wiederum erstmal in die Lage versetzt werden, den ganzen Verkehr aufzunehmen. Die Brücke Hilpertstraße wird neben dem Bestand neu gebaut und markiert damit den Beginn der vielen Neubauten. Geplant ist dies für Ende 2016.

  • Schon ein paar Tage zurück, aber ich schieb's mal nach:


    Für den Neubau der Rheinstraßenbrücke gab es einen Realisierungswettbewerb, aus dem das Londoner Büro Knight Architects mit einer "zeitlos eleganten Brücke" als Sieger hervorgegangen ist.


    Das Darmstädter Echo berichtet hier davon.
    Eine Ausstellung aller Entwürfe ist leider schon wieder vorbei.

    Das Büro (in Zusammenarbeit mit Schüßler-Plan) hatte schon im Jahr 2013 einen Realisierungs- und Ideenwettbewerb für die vier südlich der Rheinstraße gelegenen Brücken gewonnen (hier nochmal nachzulesen).

  • Diverses...

    ^ Die "zeitlos elegante Brücke" der Rheinstraße über die Gleise in der Nähe des Hauptbahnhofs wird ca. 4,1 Mio. € kosten. Politisch wird der Kostenrahmen unterschiedlich eingeordnet: Link Darmstädter Echo.



    Außerdem erhält die Brücke über die Autobahn eine auffällige farbige Verblendung, deren Farbe im Rahmen einer Online-Abstimmung zu rot festgelegt wurde - sehr zum Leidwesen der SV Darmstadt 98 - Anhänger, die für blau votiert hatten: Link Darmstädter Echo.

    Einmal editiert, zuletzt von hasenpapa () aus folgendem Grund: Bezug zum vorigen Beitrag

  • Brückenneubauten Hilpertstr. + Stirnweg planfestgestellt

    Die hier thematisierten Brückenneubauten Stirnweg und Hilpertstraße sind jetzt nach einer Pressemitteilung des RP Darmstadt planfestgestellt worden.


    Planunterlagen


    Die entsprechende Ausschreibung der Stadt Darmstadt ist schon online, wonach sich die Baukosten für beide Vorhaben auf rd. 6,25 Mio € belaufen sollen. Als Ausführungszeit ist angegeben 4.10.2016 - 31.12.2018.

  • Neubau Brücke Hilpertstraße

    Da die Bauarbeiten zum Neubau der Brücke im Zuge der Hilpertstraße pünktlich am 4.10.2016 begonnen haben, ist es an der Zeit, diesen Thread mal mit ersten Fotos zu versehen.
    Für die Dokumentation des Ist-Zustandes war ich schon zu spät - das Baufeld ist schon von Bäumen und Büschen befreit worden.
    Bei GoogleMaps kann man noch einen Blick auf "das Vorher" werfen.


    Inzwischen sieht das Gelände so aus (mit Blick nach Westen):


    Die neue Brücke wird ja - wie weiter oben berichtet - direkt neben der bestehenden errichtet, so dass in dieser Bauphase die alte Brücke weiterhin als Querung der Bahnstrecke dient. Dort, wo der rote Bagger steht, wird sich dann eine Kurve anschließen, um die Verbindung der neuen Brücke mit der bestehenden Straße herzustellen.


    Hier der Blick in der Gegenrichtung:


    Und das ist das zu ersetzende Bauwerk. Marode, nur noch für 12t zugelassen und auch nicht mit der heutzutage für eine elektrifizierte Bahnstrecke erforderlichen Höhe.
    Blick nach Norden (Richtung Darmstadt Hbf):


    Und Blick in Richtung Süden (Richtung Heidelberg):

    Bilder: von mir (im schwindenden Abendlicht)

  • Dieser Artikel bei Echo online beschreibt nochmal das ganze Brückenbauprojekt und zeigt eine Visualisierung der neuen Brücke in der Hilpertstraße von oben.
    (Ein schöneres Bild aus der Printausgabe werde ich noch nachliefern.)


    Noch ein Hinweis: Der Abbruch der alten Brücken "Hilpertstraße" und "Stirnweg" wird im Artikel für "zeitgleich im Januar 2017" angekündigt. So schnell kann man aber dann doch nicht bauen. Gemeint ist "Januar 2018".

  • Ein halbes Jahr ist vergangen.
    Stand der Dinge:

    • Teile der Bestandsbrücke Hilpertstraße wurden abgebrochen.
    • Die (umgeleitete) Verkehrsführung wurde mehrmals geändert; offenbar auch, weil sich beim Abbruch Probleme ergeben haben.
    • Zwischenzeitlich wurde die Baustelle für den Brückenneubau eingerichtet, und am verlängerten Wochenende konnte ich dort schon erste verlegte Bewehrung entdecken.
    • Auch wurden westlich der Baustelle schon Umbauten für die neue Kreuzung durchgeführt und im Baufeld die neue Verschwenkung der Hilpertstraße asphaltiert.
    • Östlich der Brückenbaustelle ist der Umbau der Kreuzung Holzhofallee/Haardtring in vollem Gang. Eine neue Abbiegerspur von der Holzhofallee in den Haardtring wurde bereits hergestellt und nimmt derzeit den kompletten Verkehr auf, während die übrigen Fahrspuren neu erstellt werden.


    Hier ein paar Eindrücke von der Baustelle:


    Blick vom Haardtring auf die Baustelle Richtung Südost:


    Rest der bestehenden Brücke nach (Teil-)Abbruch der Flügelwände und des nördlichen Gehweges:


    Umbau der Einmündung Holzhofallee in den Haardtring. Blickrichtung Nordost in die Holzhofallee:

    Bilder: von mir

  • Quälend langsam geht es auf dieser Baustelle voran.
    Eigentlich sollte die neue Brücke in der Hilpertstraße schon fertig sein und den (Umleitungs)Verkehr auch der abzubrechenden Stirnwegbrücke aufnehmen. Aber es gab weitere Verzögerungen durch Leitungen, die wohl teilweise nicht bekannt waren und deren Umlegung aufwändig war. Die auch als Grund angegebene Tatsache, dass man nur in kurzen nächtlichen Sperrpausen bauen könne, dürfte ja eigentlich im Vorhinein bekannt gewesen sein.
    Wie dem auch sei - der Zeitplan für den Abbruch der Stirnwegbrücke wird eingehalten. Das hatte zur Folge, dass die Verkehrsführung nochmal komplett geändert werden musste und die alte Brücke in der Hilpertstraße wieder für den zweispurigen Verkehr eingerichtet wurde (LKW bleiben allerdings ausgenommen).
    Wer durch dieses Baugebiet Darmstadt erreichen oder verlassen muss, darf schon mal eine Ehrenrunde drehen und nach einigem Im-Kreis-Fahren feststellen, dass ein Meiden dieser Gegend unter Inkaufnahme größerer Umwege doch der schnellere (da zielführende) Weg ist.


    Jetzt aber mal Bilder.
    An diesem Wochenende (5.1. - 8.1.18) ist die Bahnstrecke komplett gesperrt. Mittlerweile wurden die Widerlagerwände der Brücke errichtet, und die Fahrbahnplatte wird in Angriff genommen. Dazu wurden 12 bis zu 80t schwere Halbfertigteile eingehoben. Eisele hat zwei "dicke Dinger" aufgefahren (die allerdings in leichter Konfiguration tätig sind):


    So sehen die Halbfertigteile der leicht gewölbten Brücke aus:


    Detail am Ende der offensichtlich vorgespannten Träger:


    Eins der beiden Randfertigteile:


    Einbrechende Dunkelheit bedeutet hier natürlich keinen Feierabend. Einhub des letzten Teiles:

    Bilder: von mir


    Parallel wurde die Streckensperrung genutzt, die Stirnwegbrücke abzubrechen.
    Dazu später vielleicht noch ein paar Bilder.

  • Zunächst noch ein Bild vom "Tag danach" von der Brücke Hilpertstraße; die Halbfertigteile sind verlegt, für den Weiterbau wird ein "Bauzaun" an der Brücke montiert und eigentlich könnten hier schon bald wieder Züge fahren:


    Ja ... wenn nicht ein paar hundert Meter weiter nördlich noch der Abbruch der Stirnwegbrücke im Gange wäre. Punkt sieben Uhr am Sonntag morgen wurde die Arbeit wieder aufgenommen (deren Lärm bis in mein Schlafzimmer drang). Übrig waren zu diesem Zeitpunkt "nur" Reste der Widerlagerwände, die allerdings sehr massiv sind und deren Beton sich bis auf oberflächliche Verwitterung sehr standfest zeigte:



    Mindestens 12 Bagger konnte ich auf der Baustelle zählen, von denen allerdings während meines Besuches nicht alle im Einsatz waren:


    Die Brücke war offenbar eine in WIB-Bauweise. Die in der Nacht mit Hilfe eines Mobilkranes ausgehobenen Stahlträger warten vor dem Abtransport auf ihre Zerkleinerung:


    Noch gestern führte hier eine Brücke über die Bahnstrecke - bald kann der Neubau starten:



    Bilder: von mir

  • Brücke Stirnweg

    Großes Kino heute in Darmstadt.
    Oder - aus Sicht des vierrädrigen und motorisierten Individualverkehrs sowie auch des öffentlichen Personennah- und Fernverkehrs: Großes Chaos.


    Grund ist die gleichzeitige Durchführung dreier Maßnahmen:
    1. Brückenhauptprüfung an der Rheinstraßenbrücke
    2. Einhub der Halbfertigteile für die neue Stirnwegbrücke
    3. Abbruch der alten Brücke in der Hilpertstraße


    Und wiederum Grund für die gleichzeitige Durchführung der drei Maßnahmen ist das jeweilige Erfordernis einer Sperrpause, die von der Bahn natürlich nur ungern gewährt und jetzt wenigstens gut genutzt wird.


    Während die Autofahrer also mit einer neuen und völlig ungewohnten Verkehrsführung kämpften, während sich die Bahnfahrer über großräumig umgeleitete Züge und mehr oder weniger funktionierenden SEV (Schienenersatzverkehr) ärgerten, konnte ich per pedes bzw. radelnd dicht an's Geschehen ran.


    Hier haben wir mal wieder die gelben Eiseles im Einsatz, die im Tandemhub die Halbfertigteile für die neue Stirnwegbrücke einheben.


    Von Südwesten:


    Von Südosten:


    Von Nordosten:


    Geballte Power:

    Bilder: von mir

  • Brücke Hilpertstraße

    Einige Meter weiter südlich war auch geballte Power im Einsatz - allerdings zerstörend statt aufbauend.
    Nachdem nun die neue Hilpertstraßenbrücke seit einigen Wochen in Betrieb ist (wenn auch nur provisorisch, da noch nicht komplett fertiggestellt), wird in der Sperrpause an diesem Wochenende die alte Brücke abgebrochen.


    Während die alte Brücke zuletzt nur noch für 7,5t zugelassen war (aber auch verirrten Schwerverkehr schadlos ertrug), stand heute ein 944er Liebherr (also ca. 40t) mittig auf der Brücke, was seinem Fahrer keine Sorgenfalten machte. Ich persönlich hätte auch faltenfrei 60t auf die Brücke gefahren. Der Beton präsentierte sich (wie auch schon bei der Stirnwegbrücke) von erstaunlicher Härte. Am Zement wurde damals offenbar nicht gespart und es war für mich nicht erkennbar, inwiefern diese Brücken aufgrund von mangelnder Tragfähigkeit abgebrochen werden mussten. Auch der Bauleiter hätte dem Beton noch viele, viele Jahre gegeben (ich glaube, er benutzte das Wort "hundert").


    Los geht's mit dem Abbruch - 40t auf der Brücke. Ansicht von Südosten:


    Wasserschleier zum Binden von Staub wird überbewertet :nono::


    Der erste Stahlträger (auch hier haben wir die WIB-Bauweise) ist abgetrennt. Rechts im Bild ist das provisorische Geländer/Bauzaun der neuen Brücke zu sehen. Im Vordergrund trennen nur wenige Zentimeter Luft alt und neu:


    2 Stunden später - gleich sind auch die letzten Reste der Fahrbahn verschwunden:

    Bilder: von mir

  • Ein Tag später ...

    Man verzeihe mir meine Mitteilungsfreude bei diesem Projekt, aber wenn's direkt vor der Haustür ist, werden es manchmal ein paar Fotos mehr.


    Die Nachtschicht hat ihre Arbeit getan ...


    ... und am Sonntag in der Frühe stehen nur noch Reste der alten Brücke:


    Während man beim Abbruch der benachbarten Stirnwegbrücke vor einigen Monaten am Sonntag noch befürchtete, gar nicht fertig zu werden ("Ende der Sperrpause" ist "Ende der Sperrpause" - da kennt die Deutsche Bahn kein Pardon), liegt man hier sehr gut in der Zeit. LKWs zum Abtransport waren eigentlich erst ab 0 Uhr geordert, aber wegen des schnellen Fortschrittes am gestrigen Samstag konnte das Ganze vorgezogen werden, so dass schon bei Tageslicht die ersten LKW rollten.


    Der Rest wird auch bald verschwunden sein, so dass die Bahn wie geplant ab 18 Uhr ihre Oberleitung wieder einbauen kann. Der Abbruch der Brückenwände erfolgt bis auf Schienenniveau - die Fundamente verbleiben im Baugrund. Und was mir beim Abbruch der Stirnwegbrücke noch gar nicht bewusst geworden war: Wir sehen nur unbewehrten Beton; es handelt sich also um eine reine Schwergewichtswand:



    Bagger"ballett":

    Bilder: von mir

  • Abriss und Neubau der EÜ Rheinstraße (B26)

    Nach Abschluss der beiden hier besprochenen Brückenbauvorhaben wagt sich die Stadt Darmstadt als nächstes an den Ersatzneubau der Eisenbahnüberführung im Zuge der Rheinstraße. Die bestehende EÜ aus dem Jahr 1910/12 muss abgerissen und ersetzt werden.


    Der geplante Brückenneubau und der Straßenumbau trägt den hohen Verkehrsansprüchen Rechnung, vernachlässigt dabei aber nicht das Umfeld. Die Rheinstraße wird räumlich in fünf Teilbereiche gegliedert. In der Mitte wird für den Straßenbahn-und Busverkehr ein Besonderer Bahnkörper ausgebildet.Auf den Besonderen Bahnkörper folgen seitlich voneinander getrennte Richtungsfahrbahnen für den Kfz-Verkehr. Die Richtungsfahrbahn stadtauswärts besteht künftig aus drei durchgehenden Fahrstreifen, die Richtungsfahrbahn stadteinwärts erhält zwei durchgehende Fahrstreifen. An die Richtungsfahrbahnen grenzen straßenbegleitende Grünstreifen sowie Geh-und Radwege an.Das bestehende Brückenbauwerk wird abgerissen und näherungsweise an gleicher Stelle durch einen Neubau ersetzt. Die neue Brücke besteht aus drei aneinander grenzenden Teilbauwerken. Das südliche und nördliche Teilbauwerk trägt die Richtungsfahrbahnen sowie die seitlich ange-ordnetenGeh-und Radwege, das mittlere Brückenbauwerk trägt den Besondern Bahnkörper. Die Tragkonstruktion des Überbaus wird mittels Fertigteilträgern und Ortbetonergänzung realisiert, damit der Einbau zügig erfolgen kann. Die Brücke erhält eine besondere Gestaltung. Sie ist das Ergebnis eines vorab durchgeführten architektonischen Wettbewerbs. Im Rahmen der Gesamtmaßnahme wird der Knotenpunkt Rheinstraße/Goebelstraße/Berliner Allee barrierefreiumgebaut. Die bestehende Baumallee entlang der Rheinstraße wird ergänzt und aufgewertet. Die Hotelvorfahrt Maritim an der Nordseite der Rheinstraße entfällt und wird östlich des Gebäudes im Seitenbereich der Straße "Am Hauptbahnhof" neu eingerichtet. Die Schachtstraße und Külpstraße wird in diesem Zusammenhang lokal verbreitert. Die Gesamtmaßnahme umfasst bezogen auf die Hauptachse des Besonderen Bahnkörpers eine Länge von ca. 260 m. Das Brückenbauwerk wird gegenüber dem Bestand um bis zu 70 cm angehoben. Es wird um mehr als 60 % von 26,50m auf 43,50m verbreitert. Die Wissenschaftstadt Darmstadt ist Vorhabenträger für das Brückenbauwerk und die Rhein-straße. Sie ist gemäß § 5 des Bundesfernstraßengesetzes auch Träger der Baulast.Die Planung ist mit örtlichen Fremdprojekten, darunter insbesondere dem Neubau einer Fuß-und Radwegebrücke über die Rheinstraße, der Neubaustrecke Rhein-Main/Rhein-Neckar und der neuen Niederlassung von Mercedes Benz abgestimmt.


    Das Vorhaben soll von Ostern 2021 bis Mitte 2025 in mehreren Phasen durchgeführt werden. Einzelheiten lesen wir wie immer im Erläuterungsbericht und eine Übersicht über den geplanten Endzustand liefert der Lageplan.
    Die restlichen Unterlagen gibts hier.

    Zu der Brücke soll es einen Architekturwettbewerb gegeben haben, der hier aber anscheinend unbemerkt geblieben ist; vielleicht findet ja jemand eine Spur.

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    Oben in #3 und #4 finden sich Spuren des Wettbewerbes.


    Hier die Projektseiten bei der Stadt Darmstadt sowie bei Schüßler-Plan.


    Sehr interessant ist der Erläuterungsbericht im Abschnitt 8 (ab S. 58), der detailliert die einzelnen Phasen des schrittweisen Abbruchs und Neubaus beschreibt.


    Übrigens:
    "Abriss und Neubau" hört sich an, als ob kein Stein auf dem anderen bleibt und das "gute alte Stück" restlos verschwinden würde. Dem ist aber nicht so, denn - wer hätte es bezweifelt -

    Die Rheinstraßenbrücke steht gemäß §2 Abs. 1 Hessisches Denkmalschutzgesetz (HDSchG) aus technischen, baukünstlerischen und städtebaulichen Gründen unter Denkmalschutz.


    Das betrifft diejenigen Teile der Brücke, die noch aus der Entstehungszeit erhalten sind (Brückenköpfe aus Lavatuff und Teile der Widerlager/Böschungsmauern sowie der Pfeiler mit Buntsandsteinverkleidung).
    Diese sollen "nach Möglichkeit" in den Neubau integriert werden; alternativ rekonstruiert (Abschnitt 4.6.6 Denkmalschutz).

    Einmal editiert, zuletzt von Baufrosch () aus folgendem Grund: Link ergänzt

  • Interessant ist auch, dass eine Anbindung Darmstadts an die NBS Rhein-Main/Rhein-Neckar den fraglichen Bereich unterirdisch unterfahren würde. In dem verlinkten Lageplan sind am linken Rand in lila die Trassen zweier unteridischer Gleise eingetragen für den Fall, dass es eine direkte oder zusätzliche Anbindung des Darmstädter Hbf an die NBS gibt (Ebene -1).

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    Zur Zeit scheint ja noch unklar zu sein, ob Darmstadt überhaupt die Südanbindung an die Neubaustrecke bekommt (während die Nordanbindung im BVWP enthalten ist). Noch viel unklarer ist aber - wenn sie denn kommt - die Trassenführung, über die seit Jahren diskutiert und gestritten wird. Ich habe - zugegebenermaßen - bei der Vielzahl der Varianten nicht den Überblick, was da derzeit eigentlich (noch) von wem favorisiert bzw. abgelehnt wird (A, B, C, C1, I, IIa, IIb, IIc, IIIa, IV, 4-gleisige "Maximalvariante, ...).
    Fest steht aber offenbar, dass sich unmittelbar südlich des Hauptbahnhofes zunächst ein Tunnelabschnitt anschließt und die Trasse die Stadt in Troglage verlässt.
    Im Bereich des Hauptbahnhofes wird die Trasse aber keinesfalls eine ganze Ebene (-1) tiefer liegen, als die bestehenden Gleise. Sofern es Übergangsmöglichkeiten im Bahnhofsfeld geben muss (Nutzung der Gleise 5/6 bzw. 12) wird mit 40 Promille trassiert und auf dem vorhandenen Niveau gefahren. Ohne das Erfordernis von Übergangsmöglichkeiten kann der Bereich der bestehenden Rangiergleise 14 bis 19 unter der Bahngalerie genutzt werden (bei deren Bau in den 90er Jahren schon die mögliche Streckenführung der NBS durch den Hbf berücksichtigt wurde), wobei die durchgehenden Streckengleise dann gegenüber dem vorhandenen Gleisniveau abgesenkt werden können. Das bedeutet aber im Bahnhof keine Tunnel-, sondern Troglage.


    So, genug abgeschweift; hier geht es ja um die Brückenbauten.
    Und da kommt die Tunnelvariante C1 der Brücke sowohl in Seiten-, als auch in Höhenlage sehr nahe. Aber die Ingenieure werden das schon lösen.

  • Brücke Hilpertstraße und Brücke Stirnweg

    5 Monate sind seit meinen letzten Fotos (#12 bis #14)vergangen und bei der Brücke in der Hilpertstraße hat sich in der ganzen, langen Zeit sehr wenig getan. Für bestimmte Arbeiten ist man offenbar auf Sperrpausen der Bahn angewiesen, die diese ungern gewährt.
    Derzeit ist man mit der Herstellung der südwestlichen Flügelwand beschäftigt.



    Anschließend folgt noch die südöstliche Flügelwand, und dann kann endlich der Umbau der Kreuzung weitergehen.



    Währenddessen ist die Zeit bei der Stirnwegbrücke offenbar besser genutzt worden. Man könnte meinen, diese hat die Hilpertstraßenbrücke "überholt". Hier sind alle 4 Flügelwände bereits fertiggestellt:




    Bilder: von mir


    Nochmal zur Erinnerung: Erst wenn diese beiden Brücken fertiggestellt und in Betrieb sind (die Hilpertstraßenbrücke ist bereits provisorisch in Betrieb), können sie als Umleitungsstrecke den auf der Rheinstraße stadteinwärts fließenden Verkehr aufnehmen. Und das ist die Voraussetzung für den Beginn der Erneuerung der Rheinstraßenbrücke.

  • Auf besonderen Wunsch ;) ein Update:


    Bei der Stirnwegbrücke ist man flott vorangekommen. Die letzten Vorbereitungen zum Asphaltieren wurden inzwischen abgeschlossen und (nach dem Aufnahmedatum der Fotos = 19.4.19) zumindest die Westseite (oben im Bild) Anfang der Woche auch schon asphaltiert.



    Blick nach Nordosten - mit den unvermeidlichen Graffiti. Alle Flügelwände sind fertig.



    Tja ... die Flügelwände; bei der Hilpertstraßenbrücke ist eine (Südwest) dazugekommen, aber eine (Südost) fehlt immer noch.



    Ingo hat offenbar viel Zeit gehabt.



    Blick nach Nordosten:



    Bilder: von mir