Projekte in der Altstadt (inkl. Altstadtring)

  • Herzog Max (zuletzt hier)

    Inzwischen ist ein Teil der Fassade abgerüstet und New Balance ist eingezogen. Doch bis die Arbeiten beendet sind, dauert es wohl noch eine Weile, wie man sieht. Ob die Büromieter (Max Planck, Ashurst LLP) schon eingezogen sind, ist mir nicht bekannt, in der hinteren Hälfte finden jedenfalls auch noch größere Dachdeckerarbeiten statt. Auch Brunnen, Gehwege, Bäume und das Verputzen der Sockelzone fehlen noch. Die Steine der Segmentbögen wurden gegen stärker texturierte Steine getauscht (zuvor in den 90ern angebracht) und die Schlusssteine erhielten eine zusätzliche "Hervorhebung" (ich weiß nicht, wie man das korrekt nennt).


    Aufnahme selbst erstellt


    https://www.accumulata.de/projects/herzog-max/

  • Max-Joseph-Platz


    Grade erst habe ich hier von der Begrünung des Max-Joseph-Platzes erfahren. Das ist eine sehr schöne Maßnahme, die allerdings nur auf maximal 10 Jahre begrenzt sein soll. Wenn diese 10 Jahre zu Ende gehen, wird es aber sicher viele Stimmen geben, die sich für den Erhalt der Grünflächen einsetzen.


    Mit der stetigen Zunahme der Elektromobilität und Reduzierung von Benzinern & Dieseln, wird auch die Aufenthaltsqualität nicht mehr so stark unter der Tiefgarage leiden. Lärm und Abgase nehmen ab.


    Was mir persönlich nicht so sehr gefällt, ist die gewollte Begehbarkeit der Grünflächen. Es werden ständig Leute dort herumliegen und den Rasen belasten. Man kann einen schönen Platz auch genießen, indem nan auf einer Bank sitz und die Architektur wirken lässt.

  • Das ist eine sehr schöne Maßnahme, die allerdings nur auf maximal 10 Jahre begrenzt sein soll. Wenn diese 10 Jahre zu Ende gehen, wird es aber sicher viele Stimmen geben, die sich für den Erhalt der Grünflächen einsetzen.

    In 10 Jahren - d.h. wenn die Baufahrzeuge für die 2. Stammstrecke weitestgehend entfallen - wird die TG-Einfahrt - Stand heute - in die Maximilianstraße verlegt, sodass der MJP in Gänze neu gestaltet werden kann. Dabei dürfte die historische Wiederherstellung rund um die zentrale Statue, wie sie derzeit realisiert wird, sehr wahrscheinlich beibehalten werden.

    Was mir persönlich nicht so sehr gefällt, ist die gewollte Begehbarkeit der Grünflächen. Es werden ständig Leute dort herumliegen und den Rasen belasten.

    Das war auf dem mit kurzem Rasen begrünten Marienhof kein Problem und ist es auch nicht im benachbarten Hofgarten - Rasen ist für Belastung ausgelegt. Sofern die Erdschicht tief genug ist, damit der Rasen gut wurzeln kann, sehe ich diesbezüglich kein großes Problem. Der Platz soll explizit auch temporärer Ersatz für den Marienhof sein, der noch viel Jahre lang Großbaustelle bleibt und erst ab 2035 wieder als grüner Platz und Liegewiese angelegt werden kann.

    Als problematisch erachte ich dagegen die beweglichen Sitzmöbel, sowas sieht selten gut aus und die haben dann auch tatsächlich das Potenzial den Rasen zu schädigen.

    Der dämliche Denkmalschutz verhindert das leider.

    Ich danke dem Denkmalschutz. Ich mag Blühwiesen schon auch, aber es gibt Orte an denen sie m.E. Fehl am Platz sind. Der MJP gehört für mich eindeutig dazu.

  • Warum eigentlich?

    Sollte Denkmalschutz so interpretiert werden, daß man nichts, aber auch gar nichts am Erscheinungsbild ändern darf? Ich denke, das widerspricht der Idee einer lebendigen Stadt.

    Sollte Denkmalschutz so verstanden werden, daß man vor einer "ehrwürdigen alten Zeit" zurückzutreten oder sich gar zu verstecken hat? Ich denke, daß unsere Zeit dieser alten Zeit in vielen Hinsichten voraus ist.

    Ich verstehe, daß nicht jegliche Änderung angebracht ist. Zum Beispiel hielte ich es für fehl am Platze, große Bäume zu Pflanzen, so daß das Denkmal in der Mitte oder die Fassade des Nationaltheaters von der Westseite des Platzes nicht mehr einsehbar ist. Kniehöhe Blühpflanzen jedoch verdecken nichts und zeigen Einheimischen und Fremden, daß mit der Vergangenheit zwar behutsam aber dennoch kreativ umgegangen werden kann. Eine Liegewiese ist jedenfalls viel unangemessener als eine vernünftig gepflegte Blühwiese.

  • Sollte Denkmalschutz so interpretiert werden, daß man nichts, aber auch gar nichts am Erscheinungsbild ändern darf? Ich denke, das widerspricht der Idee einer lebendigen Stadt.

    Unter Denkmalschutz stehen nur die Statue inkl. Sockel und die acht Kandelaber. Deshalb darf der übrige Platz verändert werden. Die Herstellung nach historischem Vorbild erfolgt also auf "freiwilliger" Basis.


    Warum eigentlich?

    Ich finde es auf dem MJP einfach schöner. Zu den streng symmetrischen Renaissance-Fassaden sowie der klassizistischen Oper passt für mich kurzer Rasen am besten (deshalb stört mich auch die TG-Einfahrt so massiv, denn sie bricht sämtliche Strukturen auf diesem Platz auf).

    Blühwiesen kann ich mir sehr gut auf dem Marienhof vorstellen.

  • Eigene Aufnahmen von heute:


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    Die Lüftung liegt etwas ungünstig über dem Rasen, wurde aber verkleinert (?) und hat eine neue, historisierende Form.

  • "AIM" (siehe hier)

    Die Accumulata meldet, dass die Baugenehmigung erteilt wurde. Unterdessen schreiten die Abbrucharbeiten voran, am weitesten fortgeschritten sind sie an der Fürstenfelder Straße 3 (wird trotz geringem Alter vollständig abgerissen). Ein paar Bilder der lfd. Arbeiten sind der Meldung beigefügt: https://www.accumulata.de/aim-…nt-in-muenchner-altstadt/

    Adidas wurde nun als zweiter Ladenmieter bekannt gegeben. Nach der Fertigstellung 2027 öffnet das Unternehmen im Aim einen Flagshipstore mit 2.000 qm Verkaufsfläche. Die Einzelhandelsflächen sind damit zum Großteil vergeben, kleinere Einheiten gibt es noch in der Fürstenfelder Straße.


    https://www.accumulata.de/aim-…enchens-kaufingerstrasse/

  • Herzog Max (zuletzt hier)

    Die Entkernung und Generalsanierung ist abgeschlossen, fast alle Mieter eingezogen. Aktuell lädt die Max Planck Gesellschaft zum Besuch in ihr dort angesiedeltes "Institut für Innovation und Wettbewerb". Bekannt wurde außerdem, dass über die Jahre ein Stadtbach bereits über das alte Fundament eingetreten war. Beim Freilegen und Beheben der Schäden entdeckten die Bauarbeiter dann überraschend original erhaltene Teile der Zwingermauer aus dem 15. Jahrhundert (2. Stadtbefestigung).


    Schade, dass der Oberpollinger gegenüber so abweisend gestaltet ist. Dadurch wird man durch diese Straße wohl auch künftig nur schnell durchlaufen.





    Aufnahmen selbst erstellt

  • Umgestaltung Max-Josephs-Platz

    Die Umgestaltung ist weitestgehend abgeschlossen, Bänke und Pflanztröge aufgestellt, nur an der Residenzstraße ist noch eine Baustelleneinrichtungsfläche der TG-Abdichtung übrig. Das Ergebnis ist für ein "Interim" m.E. recht ansehnlich geworden.


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    Die restaurierten Kandelaber leuchten jetzt mit LED:

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    Aufnahmen selbst erstellt

  • Auf mich wirkt der Platz durch die verschiedenen Bodenbeläge mittlerweile etwas chaotisch, leider. Der Feinkies macht sich nur beim Rondell gut. Zum Gehweg hin sollte man es bei Asphalt belassen, damit da keine Fahrspur hervorsticht.


    Außderm liegen im Rasen Blumenzwiebeln. Im Frühjahr ergibt sich dann dieses Bild: Visualisierung (SZ).

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    Die Visu zeigt den früheren Vorschlag mit Stauden, Blumen und Gräsern, der aber nicht umgesetzt wurde. Es bleibt beim Rasen.

    Den festen Kies finde ich optisch auch an den Platzkanten passend, da er farblich zu den Gehwegplatten passt. Asphalt unter den Bänken und Trögen würde m.E. plump aussehen - hellere Flächen heizen sich zudem weniger stark auf als Asphalt.

  • Dank sei Gott dem Herrn, daß der edle Denkmalschutz bunte Farben und - Allmächt! - Blumen verhindert hat. Solches würde das Ensemble aus Baudenkmälrrn auf unverzeihliche Weise geschändet haben.

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    Da wird es sich sehr wahrscheinlich um die typischen Narzissen und Krokusse handeln, die die Stadt inzwischen auf vielen Rasenflächen / Grünstreifen einbuddelt. Aber mit der obigen Visu von 2022, die ganzjährig blühende und nicht betretbare Blühwiesen zeigt (keine Zwiebelgewächse), wird das nicht viel zu tun haben ;)


    derzberb: Der MJP scheint ganz offensichtlich dein Nemesis geworden zu sein... ^.^

  • Residenzstraße 24

    Entkernung und Sanierung des Wohn- und Geschäftshauses aus dem Jahr 1907 (Jakob Heilmann und Max Littmann). Dabei wird offenbar anstelle der kleinen Dachgauben auch der nach dem Krieg nicht wieder aufgebaute Zwerchgiebel wiederhergestellt (siehe Rendering auf der Bauplane):

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    Vorgänger im Jahr 1905: https://stadtarchiv.muenchen.d….aspx?VEID=424810&DEID=10

    Abriss im Jahr 1906: https://stadtarchiv.muenchen.d….aspx?VEID=731411&DEID=10

    Neubau von 1907 (hier 1911): https://stadtarchiv.muenchen.d….aspx?VEID=737538&DEID=10

    Ist-Zustand ohne Zwerchgiebel (hier 1976): https://stadtarchiv.muenchen.d….aspx?VEID=449808&DEID=10

    Promenadeplatz 13

    Abriss und Neubau eines Geschäftshauses aus den 1950er Jahren. Nur die denkmalgeschützte Fassade, welche nach dem Krieg wiederaufgebaut wurde, bleibt erhalten (um 1730 von Johann Baptist Gunetzrhainer). Der Hochbau dürfte inzwischen abgeschlossen sein, da der lange auf der Straße stehende Baukran bereits abgebaut wurde.

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    Rosenstraße 8

    Der Rohbau des neuen Geschäftshauses hat in etwa die Höhe der zweiten Dachgaube des linken Nachbarn erreicht. Zu sehen gibt es sonst aktuell nicht viel.

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    "AIM" (Fürstenfelder Straße / Kaufingerstraße) (zuletzt hier)

    Der Gebäudetrakt, der einem Neubau weichen muss, ist bereits weitestgehend abgerissen. Der übrige Teil des Komplexes verbirgt sich hinter einer dicken Schutzplane. Viel mehr ist derzeit also nicht zu sehen.

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    Hochbrückenstraße 18

    Sanierung des Bestands aus dem Jahr 1854 (Georg Fischer). Beherbergt das Hotel "Maximilian". Beim linken Nachbarn, ebenfalls zum Hotel zugehörig, laufen die Bauarbeiten noch:

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    Aufnahmen selbst erstellt