Projekte am & innerhalb des Altstadtrings

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    Zudem sollte der Sendlinger Tor Platz unbedingt von den zahlreichen Fahrspuren befreit werden, damit die Kirche nicht so isoliert hinter Tram und Automassen herumsteht. Der Platz vor der Kirche mit dem großen Brunnen würde schon was hermachen.



    Auf folgender Website gibt es einige Hintergrundinformationen zum Gebäude, das als frühes Beispiel "organhafter süddeutscher Kirchenbaumoderne" seit 2008 offenbar ein "Baudenkmal nationaler Bedeutung" ist.


    http://www.strasse-der-moderne…muenchen-matthaeuskirche/

  • Mir für meinen Teil gefällt der sich zurückhaltende Entwurf um Längen besser als die Glasversion und ich bin eher positiv überrascht, dass sich so ein schlichter und ins bestehende Ensemble integrierender Entwurf heutzutage noch durchsetzen kann. Meiner Wahrnehmung nach geht die Tendenz nämlich eher in die andere Richtung: Stets etwas aus der Reihe fallend, so wie der Ursprungsentwurf.

  • Mir für meinen Teil gefällt der sich zurückhaltende Entwurf um Längen besser als die Glasversion und ich bin eher positiv überrascht, dass sich so ein schlichter und ins bestehende Ensemble integrierender Entwurf heutzutage noch durchsetzen kann. Meiner Wahrnehmung nach geht die Tendenz nämlich eher in die andere Richtung: Stets etwas aus der Reihe fallend, so wie der Ursprungsentwurf.

    Findest du? Also zumindest an München scheint dieser Trend vorbei gegangen zu sein.


    Gerade was den Bereich innerhalb des Rings anbelangt fällt mir spontan kein Beispiel für deine These ein. Vielleicht noch der Königshof, aber selbst dieser Entwurf erscheint mir im Jahr 2020 nicht sonderlich rebellisch. Persönlich finde ich das schade, da progressives Denken, bzw. architektonische Weiterentwicklung oder Ergänzung mantraartig ausgesperrt werden. Nicht falsch verstehen, ich bin selbst dafür dass man Fingerspitzengefühl walten lässt. Mir geht es aber in jenen Momenten zu weit, in denen umliegenden Bauten in ihrer Erscheinung eine homogene Langeweile diktiert wird.


    Die Geschmäcker sind da freilich verschieden.

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    "Homogene Langeweile" bedeutet ja nicht zwangsläufig, dass sich die Gebäude in bestehende Ensemble harmonisch integrieren. Umgekehrt ist ein "aus der Reihe fallen" nicht unbedingt gleichzusetzen mit architektonischer Progressivität. Bestes Beispiel ist dafür der kleine Neubau am Altheimer Eck (https://www.bauwerk.de/de/objekt/ae3-referenz), fürchterlich langweilig und zugleich überhaupt nicht zur Umgebung passend. Ähnlich verhält es sich mMn mit vielen Neubauten in der Innenstadt, die zwar 0815 sind, sich allerdings dennoch - oder sogar gerade deshalb - nicht in die Umgebung einfügen (eigentlich überall dort, wo Neubau neben Altbau gestellt wird; nur selten werden dann historisierende Elemente oder ästhetische Proportionen verwirklicht).

  • Findest du? Also zumindest an München scheint dieser Trend vorbei gegangen zu sein.


    Gerade was den Bereich innerhalb des Rings anbelangt fällt mir spontan kein Beispiel für deine These ein. Vielleicht noch der Königshof, aber selbst dieser Entwurf erscheint mir im Jahr 2020 nicht sonderlich rebellisch. Persönlich finde ich das schade, da progressives Denken, bzw. architektonische Weiterentwicklung oder Ergänzung mantraartig ausgesperrt werden. Nicht falsch verstehen, ich bin selbst dafür dass man Fingerspitzengefühl walten lässt. Mir geht es aber in jenen Momenten zu weit, in denen umliegenden Bauten in ihrer Erscheinung eine homogene Langeweile diktiert wird.


    Die Geschmäcker sind da freilich verschieden.


    Ja – ich persönlich finde schon. Sicherlich ist der erste Entwurf keine Katastrophe, und ich finde ihn für sich genommen auch ganz interessant. Er respektiert die Höhe der übrigen Bebauung und die Fassadengliederung scheint sich ebenfalls den Bestandsgebäuden anzupassen, dennoch ist das Material und die Form des Daches meiner Meinung nach ein ziemlich starker Bruch - bezogen auf die Wirkung im Ensemble.


    So einen Bruch kann man natürlich bewusst suchen, aber wenn man das macht ist für mich immer die Frage relevant, womit ein solches Ausbrechen aus dem homogenen Erscheinungsbild (und ich finde Homogenität nicht automatisch langweilig) gerechtfertigt ist. So wie ich es verstehe, handelt es sich bei diesem Projekt lediglich um ein ganz normales Stadthaus, warum sollte es dann, vor dem Hintergrund des bestehenden baulichen Kontexts, besonders extravagant gestaltet werden? Man könnte zum Beispiel bedenken, dass das neue Gebäude ja auch die Wirkung des ganzen Platzes, der seinen Charakter vielleicht gerade aus dieser baulichen „strengen“ Fassung erhält, nachhaltig beeinflussen (oder eben stören) würde.


    Der zweite Entwurf ist daher in meinen Augen sicher derjenige, der eher für eine gewisse Kontinuität steht – und zwar nicht nur in dieser Ecke der Stadt: München ist doch allgemein geprägt von einer schlichten, kleinteiligen Bebauung des Wiederaufbaus, wo das einzelne Gebäude für sich genommen keine Augenweide sein mag, aber im Zusammenspiel den Charakter der Stadt, gerade der Altstadt (auch wenn wir hier schon außerhalb sind), bestimmt. Ich finde, dass man mit Vorsicht an diesem Charakter herumdoktern sollte.


    Aber wie du schon gesagt hast, Geschmäcker sind verschieden, und auch der Vorgängerbau war ja nicht perfekt in die vorhandene Platzsituation integriert - Ich bin auch beileibe kein München-Experte und wollte damit nur meine Beurteilung erklären.


    Einen schönen Sonntag :)

  • Gestern gesehen, was passiert denn hier im Theatinerhof. Ausen großräumig mit Betonblöcken abgeriegelt auch innen im Hof und alle Geschäfte verschwunden. Gibt es da irgend etwas in einem Thread im Forum. img_20200307_1133405pjzl.jpg

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    Der Block wird vom Freistaat bis 2023 / 2024 generalsaniert.

    Zumindest das beliebte Cafe Arzmiller will im Anschluss wieder in die angestammten Räumlichkeiten einziehen.

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    Naja, wenn es fünf Bauabschnitte sein sollen, dann wird vermutlich immer nur ein Gebäudetrakt saniert. Solange können die anderen Räumlichkeiten, die auch die Gebäude entlang der Salvatorstraße und des Salvatorplatzes einschließen, noch genutzt werden.


    In einem aktuellen Artikel heißt es, dass bis 2023 / 2024 gebaut wird, entweder bezieht sich das nur auf den öffentlichen Theatinerhof, oder gleich auf das Gesamtareal, welches dann in einem Zuge saniert wird. Diese Überlegung gab es zu Beginn der Planungen ja auch schon.


    https://www.abendzeitung-muenc…2a-935a-b9a9c8c52c82.html

  • Hab mirs heute angesehen. Zumindest die Rückseite sieht aus-nach "Nicht Fisch, nicht Fleisch"


    Das, was heraus gekratzst sein soll, sieht eher aus, wie aufgepinselt. Es hat nichts wertiges , sondern sieht nach Kulissenmalerei aus, besonders die Fenster ohne Kreuzteilung sind Fremdkörper in der Fassade.


    Da darf man echt die Frage stellen: Warum nicht eine Rekonstruktion der ehemaligen Fassade, wo doch die sgraffito Technik so teuer ist. ich sehe hier keinen Gewinn fürs Stadtbild.

  • Eieiei, das schaut ja fürchterlich aus. Über diese Jahrmarktfassade kann man in jedem Fall schon mal den Kopf schütteln aber das ganze dann kombiniert mit diesen gesichtslosen schwarzen Industriefenstern - einfach grausam. Bitte einreißen und nochmal in Ruhe neu anfangen. :toilet:

  • Sanierung Feldherrnhalle

    Die 1844 von Friedrich von Gärtner erbaute Feldherrnhalle am Odeonsplatz soll (wie hier schon einmal berichtet) erstmals seit 70 Jahren saniert werden.

    Derzeit wird untersucht, welche Beschädigungen vorliegen.

    Im Umfang der Restaurationen enthalten sein dürften: Das Dach, Bronzestatuen, Steinfiguren, die Natursteinfassade und die beiden Löwenstandbilder.


    https://www.sueddeutsche.de/mu…platz-sanierung-1.4976501

  • Artikel zur FCB-Erlebniswelt in der Altstadt, mit Bildern. Eröffnung ist im Dezember geplant.


    https://www.merkur.de/lokales/…le-fotos-zr-13840227.html

    Wenigstens wurden meine Erwartungen erfüllt... es sieht genauso furchtbar aus wie ich es mir vorgestellt habe, einfach armselig. Als Trost bleibt die Erkenntnis, dass man sich guten Geschmack und Stilsicherheit auch mit viel Geld (FC Bayern) nicht kaufen kann.


    Am Ende wäre der richtige Weg sich einfach zur Tradition (=Rekonstruktion mit Stuck) zu bekennen und von missglückten Experimenten wie der Sgraffiti-Technik die Finger zu lassen.

  • Auch die Vorderseite der Weinstraße ist jetzt ausgepackt. Die ganze Fassade ein einziger Theaterdonner. Für das Geld hätte man eine originalgetreue Sandsteinfassade bekommen, so sieht es aus, wie aus der Kulissenmalerei der Staatsoper.

  • Ich habe es mir gestern angesehen und kann den Eindruck der Theaterkulisse nur bestätigen. Durch die orange (?!?) bemalten Fensterlaibungen und die Fensterverglasung ohne Sprossen sieht die creme-/hautfarbene Fassade wie ein aufgesetzter Fremdkörper aus. Mir ist auch schleierhaft warum die aufgemalten Zierelemente teilweise nur schemenhaft umgesetzt wurden.


    Ich kann nur hoffen, dass der FCB ein einsehen hat und seinen Fanshop nicht in einem Haus mit so einer furchtbaren Fassade haben möchte. Vielleicht wird ja noch nachgebessert.