Schanzenviertel & I/D Cologne (im Bau)

  • Schanzenviertel

    es soll schnell gehen im "schanzenviertel" - ich denke, in dieser ecke wären diese eher großen neubau-pläne gar nicht mal schlecht - das alte areal hat genug "historischen charme" - da kann die angrenzende-brache, auf der birlikte stattfand, gut so modern bebaut werden - und generell ist diese ecke dort städtebaulich so zerklüftet, dass ich moderne große architektur dort als klare kante begrüßen würde :


    http://www.ksta.de/muelheim/pr…or,15187568,30583484.html

  • Ich kann mich abeköln nur anschließen. Dort können durchaus moderne, großflächige Büroneubauten entstehen. Mit dem Mülheimer HAfen 7 Euroforum usw.. die meines Erachtens zweitwichtigste städtebauliche Entwicklung in Mülheim. Anbei noch ein Link zur Stadt Köln Seite Artikel steht geschrieben, dass es konkretes Ansiedlungsinteresse eines Versicherungskonzerns gibt.


    http://www.stadt-koeln.de/poli…ofgelaende-koeln-muelheim

  • Das Architekturbüro RKW aus Düsseldorf hat den Wettbewerb für die Neugestaltung des ehemaligen Güterbahnhofs gewonnen.


    http://www.ksta.de/muelheim/mu…te,15187568,32939336.html


    Ein sehr interessantes Gebiet im Kölner Nord-Osten, dass nicht weit von der Leverkusener Stadtgrenze entfernt liegt und
    durch die Neubauten einen ganz neuen, sehr städtischen Charakter bekommen könnte.

    Viele Alleinstellungsmerkmale hat es jetzt schon:
    Da sind die vielen Gründerzeitbauten an der Berliner Straße; die alten Werkshallen des Schanzenviertels und
    der orientalische Charakter der Keupstraße, die der Gegend ein ganz eigenes Flair geben.

  • http://www.i-d.cologne/


    Die interessante Projektseite zur zukünftigen Bebauung Mülheim zwischen Schanzenstraße und Markgrafenstraße. Es entstehen 160.000 qm Bruttogeschossfläche. Raum für 7.000 Arbeitsplätze, aber im südlichen Bereich auch Wohnraum.

  • Also zu dem Städtebau kann man eine Menge (auch weniger positives) sagen, aber irgendwie finde ich die Architektursprache an dieser Stelle erstaunlich gelungen.


    Sehr unaufdringlich, leichte Anleihen an historische Geschäftbauten ohne ins Rekonstruieren zu verfallen. Unterstreicht eher die vorhandene Atmosphäre anstatt sie zu überformen. :daumen:
    Auch die Größe der Gebäude stört dort vergleichsweise wenig. Die Markgrafenstraße wirkt allerdings immer noch etwas rückseitig.

  • Ich weiß ja noch nicht, was ich von dem I/D Cologne-Projekt halten soll. Einerseits wir diese Brache endlich bebaut und Büroflächen werden ja in Köln dingend gebraucht. Aber dennoch wirkt das ganze vom Konzept standardisiert: Büro, Gastro, Hotel, fertig. Klingt nicht besonders kreativ, noch innovativ. Auch die Architektur finde ich nicht sonderlich einfallsreich: ich erkenne drei Fassadentypen, jeweils variiert. Schade finde ich, dass Siemens gleich einen Großteil der Flächen nutzen wird - gut für den Investor. So wird das Quartier m.E. von den Nutzungsbranchen auch noch sehr monostrukturiert sein.


    Ich will nicht gleich meckern - warten wir erst mal ab.

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    Kann ich ehrlich gesagt nicht nachvollziehen.
    Siemens mietet doch "nur" 10.000 m2 von insgesamt 160.000 BGF die dort entstehen.
    Architektonisch ist das Projekt mit das Beste was in letzter Zeit geplant wurde - und das nicht nur in Köln.
    Sehr differnziert mit plastischen Fassaden und wertigen Materialien.
    Was die Nutzung angeht, darf man es nicht so isoliert sehen.
    Direkt daneben liegen die gründerzeitlichen Carlswerk-Fabrikhallen mit ihrer Kreativszene, den 3 Konzerthallen, Schauspielhaus, Restaurants, Clubs, Filmstudios und so weiter.
    https://carlswerk.de/fileadmin…_Header_03_178b0c79c7.jpg


    Ebenfalls in Spuckweite befindet sich die Keupstraße mit ihren orientalischen Restaurants und Geschäften.
    https://www.dw.com/image/37984209_304.jpg


    Zum Rhein hin gibt es das schöne Gründerzeitviertel um die Berliner Straße herum, dass vermutlich aus seinen Dornröschenschlaf erwachen wird.
    https://mw2.google.com/mw-pano…hotos/medium/41871777.jpg

    Ich denke, viel urbaner geht es gar nicht.

  • Und wieder nur ein Klotz am anderen.
    Keine Hochpunkte!
    Chance vertan.


    Wieso sich ausgerechnet hier Hochpunkte besonders anbieten würden, erschließt sich mir auch nicht.
    Was hier gebaut wird sollte IMHO die städtischen Strukturen eher kitten und ergänzen als Solitärwirkung erzielen.
    Vllt vermisst man als Frankfurter generell überall sonst die Skyline? :D

  • Rundgang durch das Schanzenviertel


    I/D Cologne


    Das Haus am Platz - hier ziehen Siemens und der It-Service Provider Cancom ein.


    schanzenstrae1089iknv.jpg


    Visualisierung aus ähnlicher Perspektive: https://www.i-d.cologne/filead…ausAmPlatz_1440x550px.jpg




    schanzenstrae1108ekdh.jpg




    Das Patio Haus wird von Design Office bezogen


    schanzenstrae111jdjwa.jpg


    Visu: https://www.i-d.cologne/filead…eit_gepflanzte_Baeume.jpg




    Das Design-Hotel und die andere Adresse sind ebenfalls im Bau


    schanzenstrae55w5kia.jpg


    Visu: https://caspar.archi/fileadmin…D-Cologne_6a76fcaef5.jpeg




    Das Parkhaus ist mehr oder weniger fertiggestellt.


    schanzenstrae120qjk3f.jpg

    Bilder: tieko


    Visu: https://www.i-d.cologne/filead…haltigkeit_IDParkhaus.jpg

  • Das ganze städtebauliche Konzept, die organisch abgewinkelten Baukörper, die Hochpunke, wie im Ursprungsentwurf vorgesehen ist grundsätzlich ok.


    Nur ist dieses graphisch, gestalterische Konzept später aus der Fußgänger Perspektive nicht mehr nach zu vollziehen!


    Weiterhin hätte ich mir eine Schneise in Höhe der Haltestelle zur Schanzenstraße gewünscht, wie es auch von der damaligen Bürgerinitiative ausgearbeitet wurde! Der Vorschlag war, eine Schneise zwischen den Büroblöcken mit integrierter gemischter Infrastruktur entstehen zu lassen. Vom Unternehmens-Kiga, Gastronomieangeboten und Shops für die Mittagspause, Sportstudios, einem kleinen Marktplatz, sonstigen Einrichtungen und vor allen Dingen „Grün“ für die zu erwartenden 10.000 „Büro-ler“.


    Diese Einrichtungen hätten selbstverständlich auch von den Anwohnern rund um die Berliner Straße und von den Event Besuchern von Schauspiel bis E-werk /Palladium in den Abendstunden neben der Keupstraße genutzt werden können.


    Im Entstehen ist jedoch eine gigantische Büro-Monostruktur!


    Schön wäre ein Blick auf das Freiflächenkonzept, wo Fußwegverbindungen und grüne Achsen erkennbar wären, um die Planung auch in dieser Hinsicht zu beurteilen.

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    Die Schneise wäre in der Tat eine gute Idee gewesen, auch um die drei Quartiere Gründerzeit, Büroneubauten, alte Backsteinhallen optimal miteinander zu verbinden. Eine Markthalle ist allerdings an der Berliner Straße schon vorhanden.

    In den Sockelgeschoßen der neuen Bürogebäude werden auch Geschäfte und Restaurants eröffnen.


    Hier nun der zweite Teil meines Rundgangs letzter Woche, der an den bis zu 150 Jahre alten Industriehallen an der Schanzenstraße vorbeiführt. Ein großer Teil dieser Hallen wurde in den letzten Jahren saniert und viele große Unternehmen haben ihre digitalen Aktivitäten hier angesiedelt.


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    Alle Bilder: tieko

  • Das fertigestellte Siemens-Gebäude bildet mit dem Design Office Gebäude einen Block.


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    Das Design Office wurde mit Loggien und Terrassen aufgelockert.





    Das Hotel hat seine Endhöhe erreicht, die obersten Fenster sind an ihrer Oberkante leicht gebogen.


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    Spitz zulaufende Lisenen und Ecklisenen aus Fertigbetonteilen wurden angebracht; sie werden später noch grün verklinkert.


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    Das Hotel bildet einen Mäander mit zwei Loft- Bürogebäuden.


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    Alt und Neu


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    Nicht weit davon entfernt liegt das etwas verschlafene Gründerzeitviertel an der Berliner Straße.





    Bilder: tieko

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