Umbau S-Bahnhof Warschauer Straße

  • ^ Gott sei Dank hat ja die "Ideologie" des freien Parkens auf Kosten der Allgemeinheit kaum noch Anhänger. Und die Praxis, den Straßenrand einfach für Wildparker vorzusehen, während sich Radfahrer mit einem 50 cm breiten Streifen auf dem Fußweg begnügen müssen, gehört auch der Vergangenheit an.


    Nun sieht man auf dem ca. ein Jahr alten Luftbild von Google, dass es in der Tamara-Danz-Straße schon Radwege gibt, diese aber in erster und teilweise zweiter Reihe zugeparkt sind. Anscheinend lässt sich der Autofahrer nicht von einer durchgezogenen Linien am Parken hindern, weil er es seit Jahrzehnten gewohnt ist, dass sich alle anderen seinen Interessen zu beugen haben.


    Nehmen Sie die Poller also als pädagogische Maßnahme: Sie werden künftig darauf verzichten müssen, ihre Karre umsonst abzustellen. Entweder Sie nutzen das Parkhaus oder Sie nehmen das Fahrrad oder den ÖPNV. All das ist einem Friedrichshainer zumutbar. Freie Radwege für freie Bürger!

  • Na ja, ein Radweg hat doch die gleiche Daseinsberechtigung wie eine Fahrspur für Autos und wenn es auch bestritten wird, es gibt ihn und es gab ihn auch schon im Frühjahr.
    Sonst sind wir genau an dem Punkt, der oft kritisiert wird, dass die Autofahrer die Straße voll für sich beanspruchen, so wie sie es dort auch getan haben.


    Am Ende dieser Straße befindet sich ja nicht nur ein Parkhaus sondern auch ein Zugang zum Bf Warschauer Straße und der ist für Fahrradfahrer sicher auch ein Ziel.


    Ich bezog mich auf diesen Artikel im Tagesspiegel, sowie den darin verlinkten über die blockierte Buslinie. Es werden auch im weiteren Verlauf Fotos auf Twitter verlinkt.


    Sehr aussagekräftig dazu finde ich den Beitrag von UrbanFreak...

  • Nehmen Sie die Poller also als pädagogische Maßnahme: Sie werden künftig darauf verzichten müssen, ihre Karre umsonst abzustellen. Entweder Sie nutzen das Parkhaus oder Sie nehmen das Fahrrad oder den ÖPNV. All das ist einem Friedrichshainer zumutbar. Freie Radwege für freie Bürger!


    Ich kann auf pädagogische Maßnahmen deinerseits gerne verzichten.


    Und nochmal, anscheinend muss man es brüllen, damit du es hier verstehst: DORT GIBT ES KEINE RADFAHRER DENN DER WEG FÜHRT INS NIRGENDWO!


    Bzgl deiner Einstellung gegenüber Autofahrern empfehle ich mal ein Gespräch mit einem Tiefenpsychologen - scheint ja eine persönliche Feindgruppe von dir zu sein.

  • DORT GIBT ES KEINE RADFAHRER DENN DER WEG FÜHRT INS NIRGENDWO!


    Also entschuldigung Urban, ich weiß ja nicht wann du dort in der Gegend bist, aber da fahren diverse Radfahrer.
    Ich habe letztens einige Zeit unten an dem Späti an der Mall gesessen und konnte viele Radfahrer aus beiden Richtungen wahrnehmen. Besonders zur Feierabendzeit kommen viele Radfahrer von Zalando etc. Dass dort also KEINE Radfahrer sind, stimmt einfach nicht.


    Edit: und ja ins Nirgendwo führt der Weg tatsächlich nicht

  • ^ Das liegt daran, dass die Radwege keineswege ins "NIRGENDWO!" führen, sondern zur Treppe an der Warschauer Brücke. Dort muss man das Rad zwar hochschleppen, aber das geht immer noch einfacher, als sich über die Kreuzung an der Mühlenstraße und dann durch das Gewusel an der unteren Warschauer Straße zu quälen.

  • ^Ich bin dort regelmäßig und der "Fahrradweg" ist zu null prozent genutzt. Ich mache ein Bild wenn ich das nächste mal dorthin. Die ganze Diskussion ist überflüssig.

  • ^
    Eine 24h Videoaufnahme würde wahrscheinlich mehr Sinn machen, als eine Momentaufnahme. 0% wage ich zudem zu bezweifeln, das hieße ja, es würde nie auch nur ein Radfahrer dort fahren. Ich denke uns allen ist klar, dass dem nicht so ist.

  • ^ Vor Allem ist das Ganze aus Richtung Friedrichshain momentan fast unbenutzbar. Das wird sich ändern, sobald der Brückenzugang zur Eastside Mall in Betrieb genommen wird.

  • ^ja klasse, dann fahren die radfahrer nämlich direkt vor den eingang, oder schleppt jemand dann extra noch sein fahrrad nach unten nur um in den genuß zu kommen, von pollern geschützt zum eingang des unteren bereichs zu kommen? wahrscheinlich florian schmidt...

  • ^ Es geht darum, dass man dann auch von Friedrichshain die Straße in Richtung MB-Arena, Zalando, etc. benutzen kann, während man heute über den Fußweg am U-Bahnhof auf die östliche Seite und von dort noch zurück bis zur Treppe schieben müsste, was natürlich keiner macht. Nach Inbetriebnahme der Verbindung reicht es, das Fahrrad kurz die Treppe herunter zu tragen. Muss mir man dir eigentlich alles erklären?

  • 1) Es gibt solche und solche Poller. Also welche die Sinn machen oder eben nicht. Diese gehören zu Zweiterem und sind noch dazu schlecht geplant.


    2) Ich habe weder das Radfahren noch geschützte Radwege kritisiert, sondern exakt diesen und an sich ähnliche Fälle. Hier wird ja wieder mal munter reininterpretiert.


    3) Anstatt mehr Kontrollen und härtere Strafen einzuführen, werden Poller verbaut die behindern und das Stadtbild verschandeln. Mehr Kontrollen durch die Polizei sind aber wohl entweder zu teuer oder zu "autoritär". Das macht alles eben keinen Sinn, von daher => Ideologie.
    Als Autofahrer sehe ich auch regelmäßig, dass die Polizei an gefährlichen Falschparkern einfach vorbeifährt und kann nur den Kopf schütteln. Woran liegt`s?


    4) Gar nicht wenige Radfahrer benutzen die eh nicht, sondern sind trotz dieser super ausgebauten Radwege auf Fußweg oder Fahrbahn unterwegs. Krassestes Beispiel für mich sind die regelmäßigen Beobachtungen an der Holzmarktstraße.

  • Damit wir alle wissen worüber hier gesprochen wird.


    So sehen die Poller in all ihrer Pracht aus:




    Und selbst wenn klar ist, dass der Fahrradstreifen durch die Poller gesicher ist, wird er nicht benutzt:



    Und hier zeigt sich, dass der Aufzug sehr wohl von Fahrradfahrern benutzt wird, um auf die Wahrschauer Straße zu gelangen:


  • Nun, vorgestern war ich dort und es waren gar nicht so wenige Autos und Radfahrer unterwegs. Die Poller wären sicher anderswo noch dringender, aber auch hier würden garantiert zahlreiche Autofahrer direkt vor dem EKZ auf dem Radstreifen parken (natürlich nur eben mal kurz), wenn die Dinger nicht wären.


  • 4) Gar nicht wenige Radfahrer benutzen die eh nicht, sondern sind trotz dieser super ausgebauten Radwege auf Fußweg oder Fahrbahn unterwegs. Krassestes Beispiel für mich sind die regelmäßigen Beobachtungen an der Holzmarktstraße.


    Kann ich aus täglicher Beobachtung bestätigen und mich stört das als Fußgänger maßlos, wenn ein nebenan liegender Fahrradstreifen, der selbst in beide Richtungen genug Platz bietet, nicht genutzt wird. Ich frage mich nur, woran das liegt. Als Fahrradfahrer würde es mich nerven, auf dem Gehweg zu fahren und andauernd damit rechnen zu müssen, dass ein Fußgänger vor mir ausschert.

  • ^
    Ja es stimmt, dass in Berlin Radfahrende oftmals den Fußweg nutzen, selbst wenn es einen breiten, geschützten Radweg direkt daneben gibt. Neben ganz individuellen Gründen (z.b. Wohnung erreichen) liegt das häufig an dem uneinheitlichen Radwegsystem in Berlin und schlechter Gewohnheit. In Berlin gibt es kaum einen einheitlichen Standard für Radwege, so es sie denn überhaupt gibt. Hinzu kommt das ständige Gefühl als Radfahrender nicht respektiert zu sein (schlechte Infrastruktur, Gefahrenstellen, Abgase). Dies hat den Effekt, dass sich einige Radfahrende selbst nicht respektvoll verhalten. Ein Blick in andere Städte und Länder, wo Radfahrende nicht so stiefmütterlich behandelt werden, zeigt eine viel höhere Regeltreue. Daher ist die aktuelle Entwicklung für mehr und bessere Radwege richtig und kann über die Zeit auch solch schlechtes Verhalten ausmerzen. Davon bin ich überzeugt, auch wenn es nicht von heute auf morgen passieren wird.


    Sinnloses Fullquote gelöscht.
    Bato

  • Neben ganz individuellen Gründen (z.b. Wohnung erreichen) liegt das häufig an dem uneinheitlichen Radwegsystem in Berlin und schlechter Gewohnheit. In Berlin gibt es kaum einen einheitlichen Standard für Radwege, so es sie denn überhaupt gibt.


    Da ist wohl was dran. Der breite Radweg an der Holzmarktstraße kann nicht darüber hinweg täuschen, dass das Überqueren der anschließenden Kreuzungen (Lichtenberger/Alexanderstraße) fragwürdig gelöst ist. An der Stelle wäre mir als Radfahrer auch mulmig.

  • Auch wenn der Radweg in der Tamara-Danz-Straße, mit seiner Sicherung etwas übertrieben scheint und die geringe Nutzung das ganze konterkariert, so ist es aus meiner Sicht, doch dringend notwendig auch an solchen Stellen und mit diesen Maßnahmen mit der Verkehrswende anzufangen. Das alles abzulehnen, weil es nicht perfekt ist, spielt nur "dem Auto" in die Karten.


    Wir erleben ja gerade, dass sich das Blatt zu wenden scheint, teils durch das große Thema Klimawandel, teils durch tragische Unfälle, aber auch anhand solcher Chats, wie diesem hier und der sinngemäßen Aussage: Wie doof, dass die kostenlose Parkmöglichkeit (auf dem Radweg!!!) weg ist.


    Ich kann meine Aussage aus einem anderen Themenstrang nur allzugerne wiederholen und erweitern:
    Es sind nicht die Tram, die Fahrräder und die E-Scooter fehl am Platz, es sind die Autos, die aus den Innenstädten weitgehend verschwinden müssen.

  • Ich fahre Rad und Auto und kann mit den "Radschutzstreifen" wenig anfangen. Radunfälle passieren überwiegend an Einmündungen und Kreuzungen und dort können diese Plastikpoller nicht stehen.
    Der Radverkehr ist selbst in Großstädten wenig bedeutend, insbesondere im Winter und bei Regen. Gemessen an den tatsächlich zurückgelegten Kilometern pro Person und Tag, spielt das Fahrrad keine so große Rolle wie oft angenommen.
    In Statistiken wird ja gerne die Zahl der "Fahrten" oder "Anteil Wege" mit dem Fahrrad herausgehoben, aber nicht die zurückgelegten Strecken.
    Ein Beispiel: Wenn ich mit dem Auto 50 km zur Arbeit fahre und am gleichen Tag mit dem Rad 500 m zum Bäcker habe ich 50% der Fahrten oder Anteil Wege mit dem Rad gemacht . Klingt toll, aber das sind nur 1% der insgesamt zurückgelegten Wegstrecke.
    Ich zitiere die Zahlen für München 2017: In der Stadt wurden 18% der Fahrten mit dem Rad bewältigt, klingt nach viel, es sind aber nur 5% der Personenkilometer . Bundesweit werden mit dem Rad 3% der Personenkilometer zurückgelegt.

  • Auch wenn der Radweg in der Tamara-Danz-Straße, mit seiner Sicherung etwas übertrieben scheint und die geringe Nutzung das ganze konterkariert, so ist es aus meiner Sicht, doch dringend notwendig auch an solchen Stellen und mit diesen Maßnahmen mit der Verkehrswende anzufangen. Das alles abzulehnen, weil es nicht perfekt ist, spielt nur "dem Auto" in die Karten.


    Wir erleben ja gerade, dass sich das Blatt zu wenden scheint, teils durch das große Thema Klimawandel, teils durch tragische Unfälle, aber auch anhand solcher Chats, wie diesem hier und der sinngemäßen Aussage: Wie doof, dass die kostenlose Parkmöglichkeit (auf dem Radweg!!!) weg ist.


    Ich kann meine Aussage aus einem anderen Themenstrang nur allzugerne wiederholen und erweitern:
    Es sind nicht die Tram, die Fahrräder und die E-Scooter fehl am Platz, es sind die Autos, die aus den Innenstädten weitgehend verschwinden müssen.


    Was für ein Quark. "spielt nur dem Auto in die Karten" - da merkt man wo das Feindbild sitzt.



    Klimawandel + Auto = Themaverfehlung. Der Klimawandel und der C02 Ausstoß hat ganz andere Klimakiller - da ist das Auto in Deutschland ein Witzbeitrag dazu. Und Fahrradwege wiederum ändern daran GAR nichts, außer das sich die Leute vom Thema Umwelt und Klima genervt abwenden, was wiederum äußerst gefährlich sein könnte.


    Ob man Autos in einer Innenstadt braucht ist tatsächlich fraglich, aber das suggeriert, dass die Tamara Danz Straße ein kleine, süße Altstadt wäre dessen Fußgängerzone, böse Autofahrer nicht zulassen wollen. Findest du nicht, dass dies das Bild ein wenig verzerrt?


    Ich bleibe dabei: Dies "Pollerweg" ist der totale Blödsinn, eine Farce und ein Sinnbild für ideologische Lokalpolitik die das ganze Thema "Klimawandel" und "Umweltschutz" lächerlich macht und damit eigentlich eine gegenteilige Wirkung erzeugt. Gefährlich.