Duale Hochschule Stuttgart (in Bau)

  • Ob der schwebende Würfel später kam, weiß ich auch nicht. Aber man muss sich das Gebäude im Jahr 1964 vorstellen. Zu dieser Zeit war es sicherlich hochmodern.


    Mit Hegelstraße 4 meinst du sicher dieses Bauwerk:



    Von Auer und Weber übrigens. Die Fassade aus Betonfertigteilen kann mich hier auch nicht überzeugen. Zu hart an dieser Stelle. Vielleicht ein etwas zu krampfhafter Versuch, eine eigenständige Fassade zu finden. Der Innenhof dagegen ist weitgehend verglast. Ein öffentlich begehbarer Weg führt durch den Komplex.
    http://www.auer-weber.de/de/pr…m-klinikum-stuttgart.html


    Matthias

  • Was sind Geschmäcker doch verschieden.
    Ich hatte den Bau, insbesondere als Krankenhausbau, stets als gelungen, die Fassade gar als wertig empfunden.

  • Ich ebenso! Überaus gelungen der Bau. Die Fassade wirkt sehr wertig, das helle braun versprüht Wärme. Für mich eine grosse Bereicherung an der Ecke. Der öffentliche Weg kommt dann heraus gegenüber der KH-Herzchirurgie.



    Bild: Silesia

  • Vielleicht bin mit diesem Bau zu hart ins Gericht gegangen. In der Regel gefallen mir die Bauten von Auer und Weber schon. Ich finde aber an dieser Stelle wirkt er schon sehr massiv, wuchtig und hart, insbesondere entlang der Hegelstraße, wo der Bau mit vier Geschossen in Erscheinung tritt.


    Die Fassade ist schon interessant mit den horizontalen Rillen im Beton, die sich dann als feste Sonnenschutzelemente aus Beton in den Fensteröffnungen fortsetzen. In den verglasten Fassaden des Innenhofes setzt sich dies dann aus Metall fort.


    Ob die strenge orthogonale Ausrichtung der Baukörper hier richtig ist, bin ich mir auch unsicher. Man hätte da vielleicht auch die anderen Richtungen der nördlich anschließenden Bebauung irgendwie aufgreifen können.


    Aber es hat mich doch etwas gewundert, das dir der Bau sehr zusagt, Silesia, bist du doch sonst kein so großer Freund solcher streng kubischer Sichtbetonbauten.



    Zurück zum Institut für Umformtechnik:


    Da kann ich auch noch ein Bild zeigen, aufgenommen von der öffentlich zugänglichen Treppe des Auer und Weber Baues:



    Die Dachkonstruktion finde schon sehr interessant. Da lohnt sich auch ein Blick in Google maps. Das ganze Bauwerk hat irgendwie ein spröde Ästhetik, die zu so einem Institutsbau auch passt.


    Daneben gibt es noch diesen Bau:



    Eine Versuchshalle der Uni Stuttgart aus dem Jahr 1958, die 2002/03 durch Knoche Architekten erweitert wurde. Die Grundform des Bestehenden wird beibehalten und mit andere Materialwahl ergänzt. Sehr gelungen meiner Ansicht oder leider über und über verschmiert.


    Matthias


    Bitte zurück zum Thema.

  • Das Areal wäre übrigens eine der geeignetsten Stellen für ein kleines Hochhaus-Cluster in der Stuttgarter Innenstadt.


    Und das ist deine Empfehlung, als in Stuttgart noch genau 30 Minuten Feinstaubalarm herscht.
    Man muss derzeit froh sein, dass nicht irgendein Grüner einen generellen Baustopp im Talkessel vorschlägt... wegen Feinstaub und so.

  • Und das ist deine Empfehlung, als in Stuttgart noch genau 30 Minuten Feinstaubalarm herscht.
    Man muss derzeit froh sein, dass nicht irgendein Grüner einen generellen Baustopp im Talkessel vorschlägt... wegen Feinstaub und so.


    Gel? Ein Verbot zum Betrieb aller Baustellen während des Feinstaubalarms (All der Staub der aufgewirbelt wird, all die rußenden Maschinen!)? Meinetwegen! Besser noch ein generelles Arbeitsverbot in der alarmierten Zeit! Niemand muss zur Arbeit kommen. Wenn schon, denn schon. Wer mag kann freiwillig mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren oder zu Fuß, aber nur wenn es nicht zu anstrengend ist! Damit ja keiner in die Stadt einpendelt. Die Straßen frei den grünen Bataillonen! Lohnersatzleistungen für die arbeitsfreie Zeit während des Feinstaubalarms natürlich von Stadt/Land - sollte doch ein Klacks sein, wenn man dafür saubere Luft bekommt! Das Geld wäre somit gut angelegt, die Leute könnten einige Tage ruhen, Kraft tanken, saubere frische Luft in der Stadt atmen (aber nicht in vollen Zügen ;) ), weniger Krank feiern, mehr Zeit für Familie und Kinder (selbst wenn noch keine Kinder da sind ;) ), flanieren, konsumieren, hach :)

  • Da hilft kein Gott, kein Allah, kein Buddha. PP muss sich ja nicht erklären. Auf die Schduagerdisierung ist nun mal Verlass. Schade um das Spitzengrundstück.

  • Ein ganz normaler Vorgang, dass sich eine Gebäudeplanung vom Wettbewerbsentwurf zur Realisierung noch verändert, das ist nichts stuttgartspezifisches. Positiv, die Gebäudeplanung liegt weiterhin bei 3XN.


    Das Herausdrehen einzelner Stockwerk ist nach wie vor geplant und sicherliche auch die zentrale Halle, ein ganz wesentliches Architekturelement diese Gebäudes.

  • Ja, leider ein ganz normaler Vorgang in Stuggi. Was hilft´s, sich da wieder aufzuregen, es blieb von jedem guten Entwurf bisher immer und stets nur eine Reminiszenz oder eine Parodie übrig.

  • Mir fällt unter den jüngeren Projekten eigentlich nur das Kö5 ein, wo das Endergebnis die Erwartungen sogar übertroffen hat. Ansonsten überwiegend Enttäuschungen neben immerhin ein paar wenigen Bauten, deren Ergebnis die geplante Optik erfüllt haben.