ÖPNV: S-Bahn & Regionalverkehr

  • ^^ mein kommentar war auf den von max und den von silesia bezogen und war zudem so zu verstehen dass man die grünen wohl kaum für versäumnisse in der vergangenheit verantwortlich machen kann. Verkehrsprojekte brauchen zudem immer einen langen vorlauf, d.h da kann man m.M nach frühestens nach einer legislaturperiode bilanz ziehen.

  • ^ Das mit dem Vorlauf stimmt schon, der Rest ist unsachlich. Ich schrieb nicht von 50 Jahren. Aktuelle Themen und langjährige Stillstände seit Aufkommen der Grünen sind Nord-Ost-Ring, Messe, S21 und einige mehr. Heute sind sie so etabliert und haben überall inkl. Medien ihre Finger drin, daß nicht einmal mehr die geradezu unendlich sinnvolle Bodenseeautobahn nach Singen (letzter größerer Schnellstraßenneubau in BW) gebaut werden könnte. Eher entstünde heute ein Radweg parallel zur alten B14 zum Bodensee.


    Warum meinst Du wird regelmäßig aus dieser Ecke gegen alles und jedes außer den hübschen Windrädchen demonstriert und geklagt? Weil sich damit nichts erreichen, verzögern oder verhindern läßt? Werd mal realistisch statt heutige Realitäten mit absurden Bezügen zu vor 50 Jahren zu vertuschen versuchen.

  • Nun im verkehrsbereich ist die Angst der Grünen vor komplexen Systemen und Projekten mit höheren Kosten durchaus anzukreiden. Es ist nicht die Summe die ein Projekt sinnvoll oder unsinnig macht, sondern das Verhältnis von Kosten und Nutzen. Und die S-Bahn in Stuttgart ist in Sachen Signaltechnik lange Überfällig, und die Netzausbauten für die tangentialstrecken für den eingleisigen Teil der S6, sowie 3-Gleisige Inseln zwischen Schorndorf und Waiblingen und Rohr und Herrenberg stehen heute auf der politischen tagesordnung als Projekte, die angeschoben gehören. Und anschieben kann man innerhalb einer Legislaturperiode. Aktuell ist aber das grosse liegenlassen und Aussitzen angesagt, was eben nicht weiterhilft.
    Wo ist die Finanzierungsvereibarung für den Signaltechnikausbau der S-Bahn zwischen vaihingen, Zuffenhausen und Cannstatt?
    Wo ist die Machbarkeitsstudie für die Tangente (Dettenhausen) - Böblingen - Flughafen -Plochingen?
    Wo ist die AMchbarkeitsstudie für S-Bahn-Betrieb Böblingen-Ludwigsburg über die Panoramastrecke?
    Wo ist eine Machbarkeitsstudie für eine S61 mit 2 zusätzlichen verbindungskurven (calw-Weil-der-Stadt - Flughafen?
    Wo laufen die Finanzierungsverhandlungen für Nordkreuz und T-Spange?
    Wo ist die Systematische Üebrarbeitung von ÖV-Knoten-Nahen Bebauungsplänen, zumindest als Studie was möglich und gewünscht wäre in BW?
    Hier könnten sich die Grünen voll in die Arbeit stürzen und den ÖV systematisch voranbringen, dafür muss man aber die Angst vor der Veränderung ablegen, die Ärmel hochkrempeln und ausgewachsene Projekte anschieben - und dafür die Verantwortung übernehmen. Eben nicht auf der Regierungsbank Oppositionspolitik betreiben.

  • @max: wir sind ja hier im öpnv thread: also was kreidest du den grünen an verhindert zu haben in ihrer zeit in der opposition?


    hfrik : du stellst einige wichtige fragen aber viele der von dir genannten themen hätten auch zu zeiten schwarzer regierungen angegangen werden können. Jetzt die grünen dafür verantwortlich zu machen ist m.M nach fragwürdig. Im übrigen werden ja durchaus einige sachen angegangen. Ausbau U-Bahn Stuttgart, Verlängerung S-Bahn, die Einführung der Metropolzüge + Schnellbussystem + Übereinkunft mit der Region + neuer Verkehrsvertrag da der alte ja ziemlich zu Lasten BW's ging. Und um das ganze mal in Relation zu setzen die Bahn klopft sich grad auf die Schultern mit ihren neuen IC Haltepunkten etc. und hat dafür nen Vorlauf wie z.B. in Ludwigsburg mit 2028 also schlappe 13 jahre um dort nen IC haltenzulassen.


    und noch als Nachtrag: ist ja nicht so dass alles für umsonst zu haben ist, wenn jetzt z.B. die Mittel (auch wenns nur Machbarkeitsstudien sind) im Verkehrsetat primär für den ÖPNV eingesetzt werden dann würde die Autolobby laut aufschreien, Wagahai und Max würde auf die Grünen schimpfen etc. Man sieht ja allein schon wie teuer der S-Bahn Ausbau auf den Fildern wird. Mehr Geld ist leider nicht da so lieb mir das wäre.

  • Was heißt hier Autolobby und aufschreien? Ich habe hier (fast) jeden Schienenausbau unterstützt, sei es S21, S-Bahn oder Stadtbahn. Man muß sich wohl von bestimmter Seite nur deshalb schon als Autolobbyist bezeichnen lassen, weil man auch für einen vernünftigen Straßenausbau ist. So gesehen bin ich Flug-, Schienen-, Auto-, LKW- und Radlobbyist, schlicht Mobilitätslobbyist.


    Zu Zeiten schwarzer Regierungen wurde doch die leistungsfähige S-Bahn samt relativ hochwertigem Fahrmaterial sowie die vielgelobte Stadtbahn konsequent gebaut und ausgebaut. Fernbussen wurde übrigens unter einer solchen Regierung im Bund endlich der Weg bereitet. Du kannst es drehen und wenden: Die Grünen - übrigens nicht die SPD - stehen für Blockade. Selbst in der Regierung. hfrik hat ja einiges aufgezeigt, was anzuschieben wirklich nicht so schwierig wäre. Der Anspruch des Anschiebens ist schon sehr gering, bedenkt man was die vermeintlich schwarze Autolobby im Schienenbereich realisiert und finanziert hat.


    Und ein neuer Verkehrsvertrag ist nun die allerkleinste Leistung. Etwas überspitzt ist das erst mal eine Unterschrift, nicht mehr. Auch die Vorgänger haben Verkehrsverträge geschlossen. Nur daß die Blockierer wie nicht anders zu erwarten auch daran herumzumäkeln hatten. Wir hoffen nun also wenigstens auf günstigere Ticketpreise, nachdem RotGrün für uns Alle endlich einen guten, fairen, intelligenten, nachhaltigen, effizienten, demokratischen, ökologischen, sozial gerechten Verkehrsvertrag ausgehandelt hat.

  • Ohlsen
    Verkehrsetat primär für den ÖPNV eingesetzt werden dann würde die Autolobby laut aufschreien, Wagahai und Max würde auf die Grünen schimpfen etc.


    Ohlsen, Du weißt es doch wirklich besser: Ich habe mich im Forum immer für den Ausbau aller möglichen Verkehrsmittel stark gemacht, natürlich unter der Prämisse, dass diese mir speziell für Stuggi und Region sinnvoll erscheinen. Dazu gehören für mich sowohl alle Schienenarten als auch der Luftverkehr als auch Autos/Busse. Das Rad aus den bekannten speziellen topografischen, innerstädtischen Bebauungsdichte- und Verkehrssicherheitsgründen weniger. Ich habe grds. immer dann ein wenig Probleme, wenn wie allzu oft einseitig auf wenige Karten gesetzt wird, wo doch die Verkehrseffizienz bei diesen oft augenscheinlich gering ist und primär aktionistisch Ideologien oder Liebhabereien verfolgt werden.


    Die jetzt diskutierten U/S-Bahnverlängerungen sind doch auch alle nicht mit den Grünen neu hinzugekommen, die Einführung von Metropolzügen in ihrer Auslastung eher zweifelhaft und Winnes Umgang mit der DB wegen des Verkehrsvertrages ist sicherlich auch kein Ruhmesblatt für eine seriöse Landesregierung. Auch bin ich mit hfrik einer Meinung, dass die Grünen nicht gerade vor Tatendrang strotzen, wenn es um komplexere und teurere Projekte geht als Radlspuren auf den Asphalt zu pinseln. Ich vermisse auch so etwas wie ein eigenes ganzheitliches Konzept in Sachen Schiene, was daran liegen könnte, dass man sich zu sehr und zu lange an Alternativkonzepten im Zusammenhang mit S21 aufgegeilt hat. Das alles kann besser werden und ich möchte es auch nicht ausschließen, dass es besser wird.


    Nur als Anekdote zum Verkehrsvertrag mit der DB: Gegen Frau Gönner (krasses Foto) werden mangels Anhaltspunkten keine Ermittlungen eingeleitet. Damit wieder wie gewohnt nichts als heiße Luft auf Seiten der S21-Gegner.


    Quelle: StZ-Online

  • Also Ausbau U-Bahn, verlängerung S-Bahn wurde noch unter CDU angeschoben, bei dem Schnellbussystem müsste man den startpunkt der entwicklung einmal suchen, da gab es auch schon Vorüberlegungen.
    Ein AMchbarkeitsstudie kostet 100.000 € da gibt es exakt 0 Finanzierungsprobleme, das muss man nur politisch wollen.
    Dafür muss man aber die Verantwortung tragen und sich hinstellen und sagen "ich will versuchen eine gute Lösung für S-bahn-Verkehr auf der Panoramabahn zu finden". Und das dann auch weiter vorantreiben. Was natürlich wiederum nur funktioniert wenn man sich von den Gäubahnzügen auf der Panoramabahn als Wunschziel endlich verabschiedet, sonst gibts zu viele Fahplankonflikte.
    Odersich auch in das Klein -Klain von 5000 Bebauungsplänen an Bahnhöfen und Haltepunkten stürzt. Ich war neulich in Zuffenhausen unterwegs, für das was dort alles Hält und halten könnte (Regionalzüge) ist das Bahnhofsumfeld ein Trauserpiel an nicht-Verdichtung.
    ein Gebiet das in Jahrzehntelanger nicht-Entwicklung halt irgendwie so geworden ist wie es heute ist. Aber nix awas zu einem Verkehrsknoten passt der bei umsetzung des Nordkreuz aus fast der ganzen Region direkt mit der S-Bahn angefahren werden kann. Das gleiche wie am Nordbahnhof, der heute immernoch irgendwi in der demilitarisierten Zone zwischen Stuttgart und Feuerbach zu liegen scheint. Einige tausend Wohnungen und Arbeitspätze zusätzlich wären im 300m Radius um Zuffenhausen Bahnhof locker drin. Solche Dinge konsequent geradegezogen, mit politischem Mut, und Flächenmangel ist i S erstmal kein Thema und gleichzeitig schaufelt man klräftig Leute in den ÖV ohne einen Euro extra dafür ausgeben zu müssen.
    Aber der Politische Mut, >10 Geschosse auf die Brache neben den Vaihinger Bahnhof zu stellen der dann die S-Bahn dort füllt ist ja auch nicht da. Auch wenn man da 1 Geschoss Läden, 7 Geschosse Büro und oben 8 Geschosse Wohnungen bauen könnte, ohne ein Einfamilienhäuschen dabei acuh nur ansatzweise zu stören. Dort kann man so hoch wie das Fortuna und so lang wie die Bahnhofsgleise einen Riegel hinstellen, der dann Wohngebiet und Industriegebiet optisch trennt, und dur Durchlässe im EG wieder für Fussgänger und radfahrer verbindet. Verkauft man als 400 optimal mit dem ÖV erschlossene Wohnungen, für 1200 Leute, um die gefühlte Wohnungsnot in Stuttgart zu lindern.

  • Die Grünen sind ohnehn schwer zu verstehen. Auf der einen Seite fehlt absolut jeglicher Mut etwas produktives anzupacken, Visionen zu entwickeln und diese auch zu verwirklichen. Da wird lieber alles zerredet und und sich im kleinklein verrannt. Auf der anderen Seite stürzt man sich aber Hals über Kopf in eine vollkommen unüberlegt Energiewende und sorgt für eine immer stärkere Armutseinwanderung nach Deutschland. Natürlich machen die anderen Parteien bei all diesem Blödsinn auch mit, im Kern geschieht dies aber vor allem um den Grünen den Wind aus den Segeln zu nennen. Das Problem ist hier einfach das vollkommen verklärte Weltbild das hier zugrunde liegt, vor allem die Simplifikation in Gut und Böse – die gute Energiewende und der böse Investor

  • @ Regent, Einspruch bezüglich der Energiewende. Nur weil die Journalisten die komplexen Zusammenhänge und die dahinterliegenden Planungen bis in EU-Ebene nicht verstehen, und die Verteidiger der alten Geschäftsmodelle 8konventionelle Kraftwerke ) im Stil der S21 Gegnern mit unmassen von Scheinargumenten dagegenschiessen ist die Sache halt doch durchdacht.
    Es ist genau bekannt zu welcher Zeit man welche Leitungen braucht um die Erzeugung grossflächig auszugleichen. Es ist wenigen bewusst, dass europaweit Windenergie einen fast konstanten Output liefert, und inzwischen praktisch alle Länder in Europa die Windenergie ausbauen. Und die EU den Grenzüberschreitenden Netzausbau massiv vorantreibt, dass der Strom von Starkwindgebieten zur nächsten flaute transportiert werden kann. PV liefert eine recht passende Spitzenlast am Tag dafür, für den Rest gibt es in Europa 250 GW Wasserkraft, die überwiegend aus gut regelbaren Speicherkraftwerken besteht - das Überwiegen der Laufwasserkraftwerke (die heute auch regeln können nur nicht ganz so gut) ist Deutschlandspezifisch. Die Wasserkraftwerke haben Europaweit ein für die Regelung nutzbares Speichervolumen von 150.000 GWh. Was mehr als ausreicht für die Restschwankungen. Wofür es reihenweise Untersuchungen gibt, die aber kaum ein Journalist liest.
    Allerdings, schaut man an die Wurzeln der Energiewende, so war das ein Gemeinschaftsprojekt eines CSU-Abgeordneten mit einem Grünen. Die grüne Mutlosigkeit kann einen manchmal schon zur Verzeweiflung treiben.


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  • Die Grünen-Fraktion in der Regionalversammlung haben sogar einen recht sinnvollen Antrag eingebracht. Sie fordern die Einführung des ETCS für die S-Bahn, d.h. Ausrüstung des Stammstreckentunnels und Aufrüstung der Fahrzeuge, um die Pünktlichkeit des S-Bahn-Systems zu verbessern.


    Quelle: www.gruene-vrs.de

  • Die Idee geistert seit Jahren bis Jahrzehnten herum. Hier sprechen allein Kosten dagegen. Keine Versiegelung, Juchtenkäfer, Verschattung, Zauneidechsen, Baulärm, Feldhamster, Enteignung, Glühwürmchen, Kaltluft, Lurche. Und dennoch scheint man auch hier die Politik wie beim Straßenbau zu fahren, erst zu warten bis es wirklich zu spät ist, um dann mit der konkreten Abhilfeplanung zu beginnen. Diese Konstanz in der Kurzsichtigkeit hat doch was Beruhigendes.
    Freilich ist so eine technische Umrüstung schneller realisiert als eine Neubaustrecke. Das wäre allerdings auch ein Argument, sie schon längst angepackt zu haben, immerhin ist der Stammtunnel heute schon limitierender Faktor wenn es bspw. um Linienflexibilität geht. So muß der Flughafen von den östlichen S-Bahnlinien angefahren werden, wo eine Linie über Cannstatt und eine über Ludwigsburg/Zuffenhausen sinnvoller wäre.

  • Dass man was an der Infrastruktur anpacken muss, sollte eigentlich jedem mittlerweile klar sein. Vielleicht muss es ja nicht ECTS sein. Es würden wahrscheinlich schon kürzere Blockabstände und eine Anpassung der Signalisierung helfen.

  • Und dennoch scheint man auch hier die Politik wie beim Straßenbau zu fahren, erst zu warten bis es wirklich zu spät ist, um dann mit der konkreten Abhilfeplanung zu beginnen. Diese Konstanz in der Kurzsichtigkeit hat doch was Beruhigendes.


    Und das Schönste daran ist: In diesem Verlotternlassen der Infrastruktur, samt dem immer größer werdenden Investitionsstau, merkt man nicht den allerkleinsten Unterschied zwischen den Parteien, außer dass die Roten alles kaputt sparen, die Grünen zu mobilitätsfeindlich und technophob sind und die Schwarzen uns damit einen ausgeglichenen Haushalt vorlügen und zusammen betrügen.


    Wenn man in Zeiten, in denen sich der Staat zu annähernd Null Prozent refinanzieren kann, die Instandhaltung der Autobahnen gegen Abtretung der Mautgebühren teuer privatisiert, nur um die Kosten aus dem aktuellen Haushalt raus zu betrügen, auch wenn es dadurch am Ende ein Mehrfaches kostet, dann gibt man auch kein Geld für modernere Signaltechnik aus, auch wenn es am Ende das günstigste und sinnvollste wäre.


    Ist wie mit dem Filderbahnhof: unter den Schwarzen wurde der Mist so katastrophal zusammengeplant, damit das ganze Projekt zumindest mal als Kostenlüge durchgedrückt werden konnte und die Grünen schrien immer "das ist Schrott", unter den Grünen gibt's nun aber auch kein Geld das Ding vernünftig zu bauen und die Schwarzen schreien jetzt "das ist Schrott" (wenngleich mittlerweile schon besserer Schrott als sie selbst verantwortet haben). Das Ergebnis ist jedoch genau dasselbe und die Roten hätten auch keine Kohle reingebuttert, wenn sie dran gewesen wären!


    Hier und jetzt muss gespart werden, koste es was es wolle, denn egal wie groß dadurch der Schaden langfristig auch wird, da ist man längst nichtmehr im Amt.

  • Verlängerung S2 nach Neuhausen a.d.F.

    Die Verlängerung mit Stationen Sielmingen und Neuhausen soll aus Kostengründen (125 Mio. EUR) teilweise nur eingleisig werden, angeblich ohne Abstriche hinsichtlich Betrieb.


    Quelle: StZ 11.06.2015

  • die Region hat doch viel Geld, man denke an die "freiwilligen Spenden" der Region für S21 ;-), der Flughafen könnte auch noch was geben, schliesslich führt die Strecke direkt zum Flughafen hinsichtlich Betrieb ist es wohl so dass die eingleisige Strecke nach Bernhausen eh das Nadelöhr ist sonst würden S2 und S3 in Filderstadt enden.

  • ^^ gefällt mir ganz gut. Dann muss nur noch das Umfeld aufgemöbelt werden. Alles was gegenüber der Station an der Rosensteinstr. liegt ist nicht unbedingt ansehnlich. Große Brachen gibt es da auch noch.
    Aber ich denke das kommt dann fasst von alleine.

  • Ja, da wären jetzt Kuhn und Pätzold gefordert, die Bebauungspläne in 300-500m Umkreis anzupassen. Wenn man neue Gewerbegebiete will, sollte man die heute nicht mehr auf der grünen Wiese am Stadtrand bauen, sonder vertikal in bereits bebautem Gebiet. Wie wäre es: 10 Büroetagen drunterschieben, und obendrauf 5-10 Wohnetagen, um den Wohnungsbestand zu erhalten und zu erhöhen. Direkt neben einer alle 2 Minuten je Richtung angefahrenen S-Bahn-Station - das geht weg wie warme Semmeln, fördert die Gewerbesteuer, und mindert die Wohnungsnot. Und erzeugt keinen Autoverkehr.

  • Na dann betrachten wir doch mal das Umfeld der zukünftigen S-Bahn Station genauer. Hierbei ist vor allem die westliche Seite interessant, östlich sind für die nächsten Jahre ohnehin noch Gleise und es wird dann ein komplett neues Viertel geplant.


    Am südlichen Ende (d.h. Richtung HBF) stehen nur moderne Gebäude (z.B. Kolping Bildungswerk). Es gibt eine Brache, aber die kann man ja dann recht einfach bebauen.
    Gegenüber des Kolping-Gebäudes gibt es eine weitere große Brache, an deren westlichen Rand schließt sich ein altes Verwaltungsgebäude der Fa. Wittwer sowie ein kleiner Metallverarbeitender Betrieb an. Diese 2. Brache wäre ebenfalls ein schönes Baugrundstück, falls die kleinen Gebäude dort beseitigt werden können. Für das Gebäude von Wittwer könnte ich mir das vorstellen, die könnten ja in einen nahgelegenen Neubau ziehen. Der andere Betrieb ist auch nicht sehr groß, daher lässt sich hier vielleicht eine Ersatzfläche finden.
    Nördlich davon befindet sich der Kanalbetrieb der Stadt Stuttgart. Diese Gebäude schaut nicht gut aus, scheint mir aber aus den 90er-Jahren zu stammen, d.h. ein Abriss kommt mir nicht realistisch vor. Ein Kanalbetrieb an dieser Stelle muss aber auch nicht sein - eine Verlagerung wäre wünschenswert, allerdings stellt sich dann die Frage wohin und nach einer sinnvollen Nachnutzung des Gebäudes.
    Wiederum nördlich ist das Jugendhaus Nord, nicht sehr groß, aber natürlich auch sinnvoll an einer S-Bahn Station. Sollte also da bleiben.
    Nun ist das nördliche Ende des neuen Bahnhofes erreicht. Auf der gegenüberliegenden, nördlichen Seite der Mittnachtstr. befindet sich dort die Spedition Arnoldt. Diese liegt hier, mitten in der Stadt, natürlich auch nicht ideal. Leider wurden die Gebäude vor weniger Jahren erweitert, d.h. Arnoldt wird diese sicher nicht räumen wollen. Hier hätte man bereits viel früher mit der Firma in Kontakt treten müssen, ich fürchte diese Chance wurde vertan. Wir werden wohl lange warten müssen bis sich hier etwas tut.


    Nicht mehr direkt an der Station, aber doch recht nah findet sich eine weitere Querstraße Richtung Norden eine weitere große Brache. Nebenan befindet sich ein ehemaliges Logistikzentrum der Post, heute ebenfalls vor Arnoldt genutzt. Ich fürchte hier gilt das selbe wie für die anderen Gebäude der Spedition.


    Unterm Strich fürchte ich daher, dass der aktuelle Zustand noch eine ganze Weile erhalten bleibt. Wobei die Grundstücke dort natürlich stark an Wert gewinnen dürften, so dass die Firmen eventuell leichter von einem Umzug zu überzeugen sind. Ich würde es begrüßen wenn die Stadt hier den Bebauungsplan anpasst und mit den Firmen in den Dialog tritt.