Ehem. Hauptpost am Hbf. - Abriss, Sanierung und Neubau

  • Wenn man sich so die Neubauten ansieht, die sich von der Bahnhofstraße zum Milchhofgelände ziehen, dann kann man eigentlich nur Schreckliches befürchten.
    Es gibt doch wirklich nur wenig gelungene Neubauten aus den letzten Jahren in Nürnberg. Ich finde ein ganz gutes Beispiel ist die Datev in der Fürther Straße. Aber da steckte eben ein ortsansäßiges Unternehmen dahinter, kein Investor, der nur auf Profit schielt.

  • Das ist auch der Grund, weswegen der Blick auf das Energie-Hochhaus am Plärrer in die Irre führt, oder auch auf die DATEV oder Team-Bank: Ein Unternehmen, dass für sich ein Gebäude mit Repräsentationszeck baut, baut in aller Regel hochwertig und "state of the Art". Der Investor am Hauptbahnhof will aber nicht repräsentieren, er will da ja auch nicht einziehen. Hier gehts nur darum möglichst viel Fläche zu möglichst geringen Kosten herzustellen, die dann möglichst garantiert irgend jemand mieten wird.

  • Die NZ berichtet heute in einem Artikel auf Seite 11 vom Abschluss des Architektenwettbewerbs um die Neubebauung des Hauptpostgeländes.
    Die Entwürfe der teilnehmden 16 Büros kann man seit heute und noch bis zum 29. Juli täglich bis 18 Uhr, am Wochenende bis 16 Uhr besichtigen. Es empfiehlt sich eine Taschenlampe mitzunehmen, da in dem Gebäudeteil (Zwischenbau, 1 OG) offenbar die Deckenbeleuchtung bereits nicht mehr funktioniert. Hier kann man auch nocheinmal etwas von dem alten Hauptpostgebäude sehen, bevor es demnächst abgerissen wird, da man die Ausstellungsräume durch das Vestibül des Kopfbaus erreicht, das eine Mischung aus Art-Deco-Elementen und den Einflüssen der Architekturgeschmäcker der Zeit danach ist. Durchaus nocheinmal sehenswert:









    Dann geht es durch eine lukenartigen Durchgang in den Mittelbau.

  • Die Entwürfe für den Neubaukomplex

    Die Entwürfe sind durchaus sehenswert, teilweise sind auch Baumassenmodelle danben zu sehen. Rahmenvorgabe für die Entwürfe war eine bestimmte Gesamtnutzfläche, und eine maximale Gebäudehöhe von 40 Metern. Ziel des Wettbewerbs war es durch die Beschränkung der teilnehmden Entwurfsverfasser möglichst hochwertige, und dennoch vielfältige Entwürfe vorgelegt zu bekommen. Ich denke das Ziel hat man durchaus erreicht. Es sind durchaus gute Ideen dabei, aber auch viel Standardkost, die an dem Standort m.M.n. nichts zu suchen hat.



    1001, Entwurf Weber Auer GmbH, München:




    1002, Entwurf: Gerd Jäger, BE Berlin GmbH, Berlin:




    1003, Entwurf: Max Dudler, Berlin:




    1004, Entwurf: Kuehn Malvezzi, Berlin:




    1005; Entwurf: Nieto Sobejano Arquitectos GmbH, Berlin:






    1006, Entwurf: Christoph Mäckler, Frankfurt am Main:




    1007, Entwurf: Morger + Dettli Architekten AG, Basel:





    1008, Entwurf: Knerer und Lang Architekten GmbH, Dresden:




    1009, Entwurf: Falk von Tettenborn Architekturbüro, München:




    1010, Entwurf: Wandel Lorch, WHL GmbH, Frankfurt am Main:




    1011, Entwurf: Bär Stöcker Stadelmann Architekten BDA, Nürnberg:




    1012, Entwurf: Ortner & Ortner Baukunst, Berlin:




    1013, Entwurf: Kohlmayer Oberst Architekten, Stuttgart:




    1014, Entwurf: gmp architekten, von Gerkan Marg und Partner, Hamburg:




    1015, Entwurf: Allmann Sattler Wappner Architekten GmbH, München:





    1016, Entwurf: Brückner Architekten Innenarchitekten, München:




    Die Gezeigten Visualisierungen zeigen aber nur einen Ausschnitt dessen, was auf der Ausstellung präsentiert wird. Ein besuch lohnt sich, leider ist sie nur eine Woche lang zu sehen.
    Welcher ist euer Favorit?

  • Morger + Dettli. Der Rest ist, angesichts dessen was abgerissen wird, eine ziemliche Enttäuschung. Was aber auch daran liegen mag, dass die Aufgabe offenbar darin bestand, den zu erhaltenen Bau möglichst effektiv in die Mangel zu nehmen.

  • Oh, sehr interessant. Danke für die Bilder.


    Mir (aboluter Architektur-Laie) gefällt 1016 spontan am Besten. Erinnert mich an die Sebald-Kontore und nimmt gut die Form des Rundbaus auf. Dennoch recht modern anzusehen. Einzig die seitliche Glasfront würde ich entfernen/ändern.


    Auch mit 1003, 1006 und 1009 könnte ich mich anfreunden.

  • Mir gefällt auch 1016 am besten. Ebenso denke ich auch, dass der Rundbau bei den meisten Entwürfen irgendwie untergeht.
    Was mir allgemein nicht so gefällt eigentlich bei allen Entwürfen, dass der rechte Bau etwas zu hoch erscheint. Das passt weder zu Rundbau noch zum Bahnhof.

  • Auf der Seite der Stadtbild-Initiative Nürnberg wird dargestellt, wie das Ergebnis des Wettbewerbs aussieht.


    Die ersten Plätze haben 1001 und 1003 erreicht.


    Dabei gefällt mir der Münchner Entwurf 1001 leider gar nicht, der hat zu wenig Charakter, nimmt keinerlei Bezug zur Umgebung und dem Rundbau auf. Er repräsentiert m.E. eine Architektursprache, wie man sie heutzutage eigentlich vielerorts abreisst. Die Regierungsgebäude in Ostberlin haben so ausgesehen, teilweise eher besser. Ich verstehe nicht, wie es so ein banaler Entwurf auf den ersten Platz schaffen konnte.


    Der Entwurf 1003 aus Berlin ist da schon angenehmer, aber m.E. auch nicht wirklich dorthin passend. Die meisten Entwürfe wirken als würden sie sich angewidert vom Rundbau abwenden, was ich leider ziemlich daneben finde.


    Mir gefällt der Mäckler-Entwurf 1006 als Solitär sehr gut, was die Neubaumassen angeht ist er am schönsten. Aber auch nicht 100 % passend für den Ort. Ihn hätte ich mir am Milchhof super vorstellen können, oder gegenüber dem Versicherungstower.


    Insgesamt bin ich mit den Ergebnissen nicht sehr glücklich, es ist das eine oder andre Bemerkenswerte dabei, andernorts könnte man sich drüber wirklich freuen. Aber ich kann nicht erkennen, dass es für das Stadtbild lohnend sein kann, wenn man den Bestand hierfür abräumt, immerhin werden nicht irgendwelche Garagen abgeräumt, sondern durchaus Baudenkmalwürdiges. Aber die Nürnberger wollen es ja anscheinend weg haben, also was solls.


  • Dabei gefällt mir der Münchner Entwurf 1001 leider gar nicht, der hat zu wenig Charakter, nimmt keinerlei Bezug zur Umgebung und dem Rundbau auf. Er repräsentiert m.E. eine Architektursprache, wie man sie heutzutage eigentlich vielerorts abreisst. Die Regierungsgebäude in Ostberlin haben so ausgesehen, teilweise eher besser. Ich verstehe nicht, wie es so ein banaler Entwurf auf den ersten Platz schaffen konnte.


    Reine Rendite. Das ist ja auch der Grund, warum das alte Hochhaus weggerissen wird. Platz eins ist völlig belanglos und billig. Da muss man glaube ich nicht großartig drüber streiten. Einen wirklichen Vorwurf will ich den Investoren da gar nicht machen. Hier ist die Stadt in der Verantwortung, dass sie sowas unnötigerweise zulässt.

  • Einen wirklichen Vorwurf will ich den Investoren da gar nicht machen. Hier ist die Stadt in der Verantwortung, dass sie sowas unnötigerweise zulässt.


    Nein, das bestreben des Investors ist klar: Dem Hund macht man auch keinen Vorwurf wenn er den Knochen vollsabbert.


    Aber um das gestalterisch richtig zu steuern gibt es ja die Wettbewerbe, deren Modalitäten im Vorfeld zwischen Stadt und Investor ausgehandelt werden müssen. Und hier muss sichergestellt sein, dass die gestalterischen Kompetenzen, die kein wirtschaftliches Interesse verfolgen dürfen, ein gewichtiges Mitspracherecht haben. Das man sich hier schon schwer tut erkennt man daran dass es oft zwei erste Plätze gibt, dann keinen zweiten Platz, dann wieder zwei dritte Plätze, Anerkennungen usw. Das ist für Außenstehende schon ein ziemlicher Krampf.


    Dass Morger und Dettli 1007 überhaupt den Versuch unternommen haben, den Kopfbau zu erhalten, ist lobenswert! Hier sollte man durchaus auch ansetzen dürfen, aber wenn die Vorgabe soundsoviel Brutto-QM sind, und das zur Hälfte der Neubau bieten können soll, wird es schwierig. Deshalb ist ja dieser riesige Neubau rausgekommen, der nicht so wirklich gut passt. Aber soetwas ließe sich ja ausbauen. Aber wie gesagt, dem Investor ist es bestenfalls egal, wenn die Zahlen stimmen. Hier ist die Öffentlichkeit gefragt, und deren Vertreter in Stadt und Wettbewerbsjury. Dass der Wettbewerb aber bislang im geheimen ablief, und die Ergebnisse eher versteckt "präsentiert" werden, die NZ hat gestern dazu ein bissl was geschrieben, die NN hat noch Garnichts dazu gesagt, ist schon bezeichnend für die Qualität des öffentlichen Diskus.

  • Auch ich hätte die Erstplatzierten wahrscheinlich anders ausgewählt.

    @ nothor
    Warum bleibt der öffentliche Diskurs hier aus?
    Meine These: Der Bestandsbau wird allgemein nun eben nicht als wertvoll empfunden. Die Abrissgegner waren redlich bemüht Gründe für eine Bedeutung des Bestandes zu betonen, doch greift dies nur wenn auch wirklich ein allgemeines Interesse am Bestand vorhanden ist.
    Trotz der Bekanntheit des Baus und des Standorts ist dies aber nicht gelungen.

    Ich wiederhole mich,aber ich befürworte hier eine Renditeorientierte UND Ästhetische Neubebauung. Hochwertige Geschäftsräume können hier eine Initialzündung ermöglichen.
    Das Interesse der Stadt sollte aus übergeordneten Gründen genau hier liegen, nicht in dem Schutz einer vielfach überformten, dunklen und abweisenden Immobilie.

    d.


  • Warum bleibt der öffentliche Diskurs hier aus?


    Hier besonders, da es eine besonders wichtige Stelle ist, aber es ist ja nicht das einzige Bauvorhaben in Nürnberg. Von einigen Bauvorhaben bekommt man garnichts mit, oder es finden zu seltsamen Zeitpunkten Bürgerbeteiligungen auf der grünen Wiese (ettliche Jahre vorher) oder in irgendwelchen Räumen statt, ohne dass es hierzu Dokumentationen oder Unterlagen gibt, die sich vorher studieren lassen. Meine Erfahrung ist, dass es einigen Aufwand erfordert sich die Infos überhaupt zugänglich zu machen, und dabei bin ich noch nichtmal im Prozess der Bearbeitung oder Bewertung. Gute Öffentlichkeitsarbeit geht anders.
    Selbst ein aussagekräftiges Baustellenschild ist in Nürnberg noch immer eine Seltenheit.



    Das Interesse der Stadt sollte aus übergeordneten Gründen genau hier liegen, nicht in dem Schutz einer vielfach überformten, dunklen und abweisenden Immobilie.


    Das hat die Stadt so aber auch an keiner Stelle formuliert, die Abrissgegner allerdings haben gefordert, dass nicht umgekehrt der Abriss des Bestands ausdrücklich gefordert wird. Es also offen gelassen wird, so wie es scheinbar auch gemacht wurde, immerhin hat es einen Entwurf mit Erhalt des Postgebäudes gegeben. Inwieweit das jedoch ausreicht bzw. hinsichtlich der übrigen Rahmenvorgaben weitere Optionen denkbar wären kann ich nicht beurteilen.

  • Außer 1016, 1003 und 1006 finde ich die Entwürfe allesamt eine Katastrophe. Null Bezug zum Rundbau und zur Umgebung.


    Die drei oben genannten Entwürfe vereint aber, dass sie keinen toten Vorplatz durch abweisende Fassaden schaffen, wie bei den meisten anderen Entwürfen, sondern durch die Teilung der Gebäude Raum für Urbanität und öffentliches Leben schaffen.


    1003 finde ich richtig gelungen. Der Bau sollte gleich an anderer Stelle realisiert werden.


    1007 liefert zwar einen guten Ansatz, das mittige Hochhaus sieht allerdings eins zu eins aus wie die Münchner Schwesternschule am Rotkreuzplatz und wirkt zumindest auf dem Bild etwas zu wuchtig.


    Zu Platz eins: was soll man dazu sagen? Der Übergang zum Rundbau wurde ja noch einigermaßen ordentlich gelöst, der Rest ist aber einfach nur monoton und austauschbar. Es schaut irgendwie sofort nach DB aus :)

  • Sehe ich auch so, ich habe bislang eher wenige wohlwollende Kommentare zu den Entwürfen gelesen. Keiner der Entwürfe überzeugt mich komplett, aber es gibt einige mit guten Ansätzen:


    1003 hat m.E. zurecht den 1. Preis erhalten, er scheint von allen Vorschlägen am meisten Richtig zu machen. Es klotzt nicht mit gewaltigen Monolithen den Bauplatz zu und riegelt den Bahnhofsplatz ab, sondern schafft verträgliche Baumassen, die auch eine angenehme Höhenentwicklung und vertikale Betonung haben. Die Arkadengleiche Öffnung des Sockels finde auch sehr überzeugend gelöst.


    1006 hat etwas klassisch-zeitloses, leider ignoriert der Entwurf den Rundbau komplett, sodass ich ihn hier für nicht ausgereift ansehe. Grundsätzlich aber finde ich die Tendenz, vertikal zu gliedern, mit Glas und Stein zu arbeiten und ebenfalls das Gebäude in einen kräftigen Sockelbereich und den Hochhausbereich zu gliedern richtig. Ich würde meinen dass so ein Entwurf auch noch künftigen Generationen gefällt.


    1011 finde ich auch erwähnenswert: Zwar fehlt dem Entwurf die feine Ausarbeitung, hier wird doch mehr auf die Wirkung einer aufgebrachten Fassadentextur gesetzt, die scheinbar keine Beziehung zur Höhe und Breite der Gebäudestruktur benötigt, aber grundsätzlich gefällt mir der Entwurf.


    Die übrigen bieten m.E. eher verkorkste Versuche, an den Rundbau anzubinden, in dem man dessen Dachform maskenhaft fortsetzt. Die übermäßige Betonung der Horizontalen finde ich grundsätzlich unangenehm. Solche Gestaltungen habe ich immer schnell satt und möchte sie lieber abgerissen sehen. Vor diesem Hintergrund gefällt mir die 1016 z.B. überhaupt nicht. Die Fassadenfläche ist viel zu groß für die gitterartige Textur, was an den Sebalder Kontoren gut funktioniert geht hier voll in die Hose.

  • ich hatte mir die Entwürfe vor Ort angeschaut und wahr, ehrlich gesagt, eher positiv überrascht. So viel moderne und überwiegend passable Architektur habe ich hier weder erwartet noch seit längerem gesehen.


    EIne Auswahl fiel mir nicht leicht (da beneide ich die Jury nicht), eine weitere Vertiefung hätte ich mir gut bei den Entwürfen. 1011, 1012, 1014 und 1015.
    Alle mit relativ viel Baumasse, aber interessanter Gliederung. Orientierung zu Platz und Bahnschienen, Punkte an denen sich das Auge festhalten kann, mit dem Potenzial hier stilbildend und wiedererkennbar zu werden.


    DIe 1007 fand ich mit den schwächsten Vorschlag. Hier passt irgendwie nichts zusammen. Das Hochhaus steht für mittendrin aber für sich, ist an der falschen Stelle, ist banal, hat keinerlei verbindende Funktion zwischen Rundbau und Kopfbau.



    Die Sieger scheinen mir, mal wieder, v.a. bzgl. einfacher und vergleichsweiser günstiger Planung und Umsetzung ausgewählt worden zu sein (da hat der Investor schon mal vorgesorgt, dass es nix teures wird...)

  • Die Nürnberger Zeitung berichtet in der aktuellen Wochenendausgabe, dass sich der bayerische Landtag im Petitionsausschuss für Wissenschaft und Kunst mit dem Kopfbau beschäftigen wird. Hintergrund ist eine Petition eines Experten, der Entscheidung des Landesamtes für Denkmalpflege zur Denkmalwürdigkeit des Kopfbaus von 2004 als fachlich fehlerhaft und daher nicht überzeugend bewertet.


    Als maximales Ergebnis wird jedoch erwartet, dass man die Denkmalbehörde dazu auffordern könnte, ihr Urteil zu überprüfen. Was schlussendlich zu nichts führt, da eine Behörde Anweisungen immer von Oben bekommt, und diese sind schließlich schon gegeben wurden und bekannt sind: Weg damit!

  • Die Pläne für den Neubau auf dem Gelände der ehemaligen Hauptpost stehen nun fest. Realisiert wird der Entwurf von Max Dudler.
    Die Nachfrage nach den Büro- und Hotelflächen sei sehr groß, daher wolle man mit der Realisierung bis 2019 fertig sein.



    Neue Visualisierungen und ein Kurzexpose finden sich hier:
    http://www.haupt-immobilien.de…/nuernberg.html#aSection4



    Ein kurzer Artikel aus den Lokalnachrichten:
    http://www.nordbayern.de/regio…z-aussehen-wird-1.4970664



    Ich finde die Pläne passend, ich hoffe das diese positiv auf die Umgebung, gerade bezüglich der sozialen Mischung im östlichen Bereich des HBF, einwirken.



    d.

  • Danke, und: Gottseidank ist es Dudler geworden, der Münchner Konkurrenzentwurf war doch arg aus der Zeit gefallen.


    Bemerkenswert finde ich mal wieder den Stock in den Speichen des Projektrades:
    "Dem Vernehmen nach gestalten sich allerdings die Verhandlungen mit der Post, die im Hinterhof einen Wertstoffhof und im Erdgeschoss die Post-Bank betreibt, ausgesprochen zäh." Das ist ja leider die Kröte, die das Gesmatprojekt schwierig macht(e) und eine noch höherwertige Lösung verhindert. Und ich wette, dass sich kurz nach Fertigstellung dieser Wertstoffhof erledigen wird man dann schwadroniert, was man hätte nun noch alles realisieren können. Ähnlich ist es ja mit dem alten Arbeitsamt am Deutschen Hof, dessen Besitzer hat ganz offensichtlich keine Pläne damit und irgendwann wird es auf dem Markt landen. Für ein Gesamtkonzept, das die Erhaltung der mittlerweile verlorenen Lessingsäle eingeschlossen hätte, ist es dann ja zu spät.


    Aber der Dudler-Entwurf ist zurecht der Beste und ich freue mich auch schon darauf, mitsamt restaurierter Rundbaufassade.

  • Interessant, jetzt wo es eigentlich schon zu spät ist, der Zug abgefahren ist und alle Signale für den Neubau auf Grün stehen befasst man sich in der Lokalpresse mit den Lesermeinungen und versucht Volkes Stimme zu Wort kommen zu lassen.


    http://www.nordbayern.de/resso…-erregt-gemuter-1.4978570


    Als vor einem Jahr gewarnt wurde was da wohl hinkommen wird und man zu Recht kritisierte, dass man das Potenzial des Bestandsbaus (Kopfbau) nicht ernsthaft diskutiert hat wollte davon niemand etwas wissen.


    Ich würde mich freuen wenn es einen Weg gäbe den Kopfbau zu erhalten, zumal der Dudler-Neubau ihm ja auch recht ähnlich ist. Die Diskussion, die jetzt geführt wird, hätte schon begleitend zum Wettbewerb laufen müssen.