Kleine Projekte in Maxfeld

  • Wettbewerb Evangelischer Hochschulcampus Nürnberg (ehem. Oberpostdirektion)


    Es gibt drei prämierte Entwürfe.


    1. Platz: Carmody Groarke Ltd., London und Riehle+Assoziierte GmbH+Co. KG, Stuttgart


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    (c) Carmody Groarke Ltd., London und Riehle+Assoziierte GmbH+Co. KG, Stuttgart



    2. Platz: Franz und Sue ZT GmbH, Wien mit EGKK Landschaftsarchitektur, Wien


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    (c) Franz und Sue ZT GmbH, Wien mit EGKK Landschaftsarchitektur, Wien




    3. Platz: Bär, Stadelmann, Stöcker Architekten + Stadtplaner Part GmbB, Nürnberg


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    (c) Bär, Stadelmann, Stöcker Architekten + Stadtplaner Part GmbB, Nürnberg


    Es empfiehlt sich das Studium der umfangreich zur Verfügung gestellten Dokumentation des Wettbewerbs.


    Aber, rein von der stadtebaulichen Wirkung her, welches gefällt euch spontan am besten?

  • Mir persönlich fällt es schwer zu einem Urteil zu kommen. Wenngleich mir der Entwurf des Nürnberger Büros gestalterisch am Besten gefällt. Wenn man den riesgen Klotz schon nicht unsichtbar machen kann, dann macht man daraus eine stadtbildprägende Dominante mit Wiedererkennungswert. Das finde ich respektabel. Wenn ich die Farbe richtig deute versucht man eine Anlehnung an die Sebalder Höfe:



    Planer : Weil du bereits über die Verkehrssituation vor Ort sprachst: Bei allen drei Vorschlägen befindet sich ein breiter Haupteingang mit Vorplatz dort, wo es heute noch eine parkähnliche Situation gibt. Sämtlicher Besucherverkehr wird aktuell über einen an der Bayreuther Straße liegenden Seiteneingang abgewickelt. Die Planung, künftig alle Besucher über das spitze Ende des Grundstücks am Rathenauplatz kommen zu lassen erscheint mir auch nicht optimal. Ich fahre da quasi jeden tag mit dem Rad vorbei, und bereits heute ist diese Stelle an der Belastungsgrenze. Wenn dort künftig noch zusätzliche Menschen unterwegs sind wird das immer schwieriger. Der Eingang sollte besser weiterhin zur Bayreuther Straße ausgerichtet sein, den besucherverkehr dorthin lenken und so den Park erhalten. Leider verschwinden in allen drei Vorschlägen diese einzigen Qualitäten, die der Bestand städtebaulich hat.

  • Danke an Euch findige Ergebniskommunizierer: Der Entwurf mit der Krone ist natürlich der spektakulärste. So ein architektonisches Statement wünscht man sich mal in Nürnberg statt der ewigen Bescheidenheit und teils auch Einfallslosigkeit. Ob das aber an der Stelle passt? Man stelle sich den riesigen roten Riegel aus der früher von nothor gezeigten Blickachse vom Hauptbahnhof vor. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das zum Selbstverständnis der evangelischen Kirche passt. An anderem Standort mit anderem Bauherrn: sehr gerne!


    Den 1. Platz als kompletten Gegenentwurf finde ich auch sehr gut! Er versucht, dem Riegel die Monstrosität zu nehmen durch das vorgeblendete „Regal“ mit den integrierten Pflanzen und Bäumen. Und das gelingt m.E. auch sehr gut.


    Ich könnte wohl meinen Frieden mit dem Geböude-Ungetüm machen, wenn jeglicher der drei Entwürfe realisiert würde.


    Meine Reihenfolge: 1, 3, 2.


    Schönen Abend allerseits!

  • Wir waren heute in der Ausstellung der Ergebnisse im Gebäude der ehem. OPd am rathenauplatz. Dort sind sie noch bis zum 6. Dezember ausgestellt. Man kann zumindest definitiv sagen, dass die drei besten Entwürfe auch prämiert wurden. Andere entwürfe sahen z.B. einen weiteren Zubau des geländes mit weiteren Häusern vor, oder haben den bestehenden Riegel in der Mitte durchgeschnitten. Alles etwas schwer nachvollziehbar, die oben gezeigten Entwürfe sind damit verglichen wirklich gut!


    Der Wettbewerb allerdings dürfte unverbindlich sein, d.h. es steht überhaupt nicht fest welcher Entwurf realisiert wird, und ob er dann auch so umgesetzt würde.