Potsdam: Wiederherstellung Stadtkanal

  • Die dicke Bertha war eines der größten mobilen Artilleriegeschütze im ersten Weltkrieg mit einem wahnsinns Kaliber ! ;-)


    Die Assoziation ist . .. naheliegend . . .*lol*


    Siehe hier :


    http://de.wikipedia.org/wiki/Dicke_Bertha


    Witzig finde ich die mögliche Namensherkunft :


    Entweder aus dem Buchstabier-Alphabet ( Bertha für B ) - Bertha Krupp - oder Bertha von Suttner . . *gg*

  • Die vollständige Wiederherstellung des Potsdamer Stadtkanals ist laut einem MAZ-Bericht leider erst in ferner Zukunft zu erwarten. Ein Gutachten empfiehlt die Freilegung aus Kostengründen zeitgleich mit der Erneuerung der Leitungen, die bei der Zuschüttung des Kanalbetts in den 1960er-Jahren dort verlegt wurden. Nach Angaben der Stadtwerke haben diese Leitungen noch eine Lebensdauer bis zum Jahr 2050.


    http://www.maz-online.de/Lokal…-den-Potsdamer-Stadtkanal

  • In dem MAZ-Artikel steht kurzgefasst, dass eine Studie der Stadtwerke von 2002 sagt, man solle den rekonstruierten Stadtkanal an der Dortustraße (wovon ja noch nicht die Rede ist) erst dann herstellen, wenn dort (auf dem Abschnitt Breite Straße-Waisenbrücke) die Rohre der Stadtwerke im Jahr 2050 ohnehin ausgetauscht werden müssen.


    Die Aktualität dieser Information (13 Jahre alte Studie) prädestiniert die Nachrcht nicht gerade aus Neuigkeit. Ausserdem ist es klar, dass die Stadtwerke nicht vorher an die Leitungen wollen. Werden sie aber müssen - gottlob wird die Stadt nicht von den Stadtwerken regiert.


    Insgesamt diente der Artikel wohl eher dazu eine Ente der MAZ von vor vier Wochen zu relativieren, der Stadtkanal komme wahrscheinlich nie. Tatsächlich aber werden im Rahmen der Anlage der Plantage Leitungen schon großflächig umverlegt und Platz für die Wiederherstellung des Kanalbettes geschafft.

  • Bei der Wache am Kellertor sind nun die Säulen auf volle Höhe gemauert und die tragenden Säulen des Altans in Stahlbeton gegossen. Nächste Woche beginnt das Aufmauern des ersten Obergeschosses.




  • Richtfest für Kellertorwache

    Am Stadtkanal wurde letzten Freitag das Richtfest für die klassizistische Kellertorwache gefeiert. Ursprünglich errichtet 1788, wurde sie im Zweiten Weltkrieg beschädigt und 1958 abgerissen. Jetzt baut ein Historiker sie originalgetreu wieder auf. Laut einem MAZ-Bericht liegen die Kosten unter einer Million Euro.


    http://www.maz-online.de/Lokal…t-fuer-die-Kellertorwache

  • Neuer Versuch für Stadtkanal

    Der neue "Bauverein Potsdamer Stadtkanal 1722 e.V." will einen realistischeren Versuch für den fehlenden Abschnitt zwischen Kellertorbrücke und Wilhelmplatz machen. Zu diesem Zweck sollen nicht nur öffentliche Fördermittel beantragt, sondern auch private Spenden gesammelt werden, um die Stadt beim kommunalen Eigenanteil von 20 Prozent finanziell zu entlasten.


    http://www.maz-online.de/Lokal…uer-Stadtkanal-in-Potsdam


    Nachtrag: Was soll die rote Bewertung für meinen vorletzten Beitrag? Ist es jetzt schon so weit, dass man hier nicht mehr berichten darf?

    Einmal editiert, zuletzt von Architektator ()

  • Na gut, der Vorsitzende wohnt ja demnächst auch direkt daneben. Das motiviert und beim Rundgang im Garten kommen einem dann gute Ideen.
    Aber mal ernst, das ist ein schwieriges Unterfangen, weil die Herrichtung des Kanals unglaublich teuer wird. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass in den Kanal auch Leitungen verlegt worden sind, die beim Ausheben auch noch neu verlegt werden müssten. Außerdem sind die Brücken ein besonderer Kostenpunkt, sehr aufwändig weil sehr breit. Leider werden sie, wenn sie dann mal kommen sollten, mit den historischen nicht viel gemein haben. Aber
    gut, aufgeben darf man das Projekt nicht. Vor einigen Jahren wäre, so mein Kenntnisstand, die beinhahe ein Teil des alten kanalbettes überbaut worden, weil, soweit ich weiß, die Stadtverwaltung nicht aufgepasst hatte.

  • Beim Stadtkanal kommt es auf den Abschnitt an - was die Kosten betrifft. Der jetzt in Rede stehende Abschnitt von der Heilig-Geist-Straße bis zur Berliner Brücke hat keine Leitungen im Bett, da ist die Sache vergleichsweise preiswert. Zwischen Berliner Brücke und Yorckstraße sieht das schon ganz anders aus.

  • Der neugegründete "Bauverein Potsdamer Stadtkanal 1722" hat sich zum Ziel gesetzt, den Stadtkanal im Rahmen eines Generationenprojekts wiederzugewinnen. Beginnen will man mit dem 180 Meter langen Abschnitt von der Kellertorwache bis zur Berliner Straße. Laut einer PNN-Meldung soll er ca. 3 Millionen Euro kosten und von Stadt, Land und Privatspendern finanziert werden.


    http://www.pnn.de/potsdam/1086395/

  • Z. Zt. geht der Innenausbau in großen Schritten weiter. Zudem wird der Fassadenputz vorbereitet - der Vorspritz ist schon erkennbar.


    Die Archivfunde waren jedenfalls umfänglich. Hier mal zwei Blätter aus dem Archiv der Potsdamer Denkmalpfleger:




    (C) Archiv der Denkmalpfleger der Landeshauptstadt Potsdam

  • Gestern begann die Herstellung des Hauptgesimses als vorgespannte Rabitzkonstruktion. Hier wird ein Stahlskelett an der Fassade aus Proton verankert und mit Drahtgeflecht grob in Form gebracht. Hernach wird der Kalkputz in mehreren Schichten (Erst Grauzug, dann Feinzug) mittels Kelle aufgebracht und mit einer Schablone in Form gezogen. Hierzu wurde am unteren Rand des Gesimses eine Führungsschiene montiert. Auf den Fotos ist erst der (graue) Unterputz ("Grauzug") erkennbar.


    Rabitzkonstruktionen haben - bei sachgemäßer Ausführung - eine lange Lebensdauer und eine handwerkliche Anmutung durch die Arbeit des Stukkateurs. Dies unterscheidet die Gesimse von preiswerten Polystyrolfertigteilen (z.B. der Fa. STO), die mit einem dünnen Spritzputz überzogen werden, oder teureren computergesägten Sandsteinelementen, die mitunter ohne handwerkliche Bearbeitung in die Fassade geraten.








  • Dank des privaten Engagements eines privaten Bauherren (s.o.) wurde die Kellertorwache nunmehr fertig gestellt. Das Gebäude dient fortan als Wohnhaus und wurde fast vollständig rekonstruiert. Mit Ausnahme eines Details: Anstelle der mittig angebrachten historischen Trophäe schmückt das Gebäude nunmehr eine Fledermausgaube, um Licht auch in die oberen Geschosse zu bringen.


    http://www.maz-online.de/Lokal…ckkehr-der-Kellertorwache


    Eine echte Bereicherung für die Stadt, wie ich finde.
    Dem Bauherren sei es gedankt!