• Ich verstehe auch nicht diese große Angst, höher zu gehen. Wenn sie die Stadt vor dem Verlust umliegender Grünflächen schützen wollen, müssen wir höher gehen. Das ist das Nachhaltigste, was man tun kann. Das und wahrscheinlich viel mehr Gebühren für das Parken in der Innenstadt, damit weniger Leute mit dem Auto fahren und die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen.

  • ^Man kann den Unwillen, höher zu gehen, sehr schön mit den Schwellen auf der Rheinuferpromenade belegen. Kommunalpolitik hier kümmert sich hier gerne um die Gutsituierten, die die gut vernetzt sind oder eine gute Gemeinschaft bilden und dadurch mit lauter Stimme reden. (Z.B RRX Ausbau in Angermund)

    Alle anderen müssen von den Krümeln der Aufmerksamkeit leben, es sei denn, es ist ein Hotspot wie Garath. Wer Spaß daran hat, möge mal die BV3 -Sitzungen nach Anträgen durchfiltern, die sich auf Oberbilk beziehen, und dass mit Unterbilk vergleichen. Welcher Stadtteil die Aufmerksamkeit bräuchte, aber nicht hotspottig genug ist, ist m.E klar.


    Gerast und gepost wird auch an anderen Stellen. Aber nicht überall wohnt eine Frau Strack-Zimmermann, der zugehört wird, wenn über rasende Autos gesprochen wird. Wie sehr man darüber verzweifeln kann, sieht man im Anregungs- und Beschwerdeausschuß, zuletzt am 22.04, Ö3.1 Stoffeler Straße https://ris-duesseldorf.itk-rh…ile.asp?id=397774&type=do


    Und um zurück zu höheren Häusern zu kommen, die oben erwähnten Gruppen haben kein großes Interesse an dichterem/höheren Bauen. Der Streit in Niederkassel ging rauf und runter durch die RP. Höhere Häuser bringen mehr und fremde Menschen in die gewohnte Umgebung, bringen Veränderung generell, Ausblicke gehen verloren. Für Bestandsbürger bedeuten Neubauten in der Regel nur Ärger, und den gilt es zu vermeiden und wenn das nicht geht, muss man den Ärger minimieren mit niedrigeren Bauten. Wo es diesen Einfluss nicht gibt, entstehen höhere Bauten an Stellen, an denen es städtebaulich wenig Sinn macht, an den beispielhaft erwähnten Stellen am Stadtrand.


    Was z.B für Straßenbau möglich ist (Verlagerung von 20 Kleingärten für den Überflieger/Plockstr) wird für Wohnungen nicht gemacht, obwohl doch alle betonen, wie wichtig das Thema Mieten und Wohnen ist. Siegburger Str. ist so ein krasses Beispiel für Flächenmindernutzung. Straßen stellen für Bestandsbürger noch einen gewissen Nutzen dar, mehr Wohnungen eher weniger Nutzen und potenzielle Neubürger können einen nicht wählen oder sich per Email und Telefon beschweren.


    Auch gibt es im Jahr 5 nach Eröffnung der Wehrhahnlinie an der Elisabethstr keinen höheren Wohnungsbau sondern einen sehr großen Parkplatz, trotz abgeschlossem Wettbewerb ist nicht mal ansatzweise Bauaktivität zu sehen, während im Vergleich dazu in atemberaubender Geschwindigkeit Hotels an der Moskauer Str hochgezogen werden, die auch nach der Coronakrise kein Mensch braucht (generell nicht und schon gar nicht in der Ecke), wo Wohnungen in gleicher Höhe und Dichte ein weit höheren Nutzen entfaltet hätten. Wenn Wohnungen und stabile Mieten Priorität hätten, warum wird nicht mehr und höher gebaut? Und wenn höhere Büro- und Hotelbauten entstehen, bleibt anderswo in der Stadt mehr Platz für Grünflächen und Wohnungen.

  • ^ Der Beitrag ist schon sehr OT und allgemein und hat nicht wirklich was mit dem Thread-Thema: "Stadtmitte" zu tun und gehört für mit eher in die Lounge (da gebe ich dann auch gerne meinen Senf dazu)..

    Mich würde im Bezug auf das nicht gewünschte Hochhaus an der Kreuzstraße die Begründung für die Ablehnung interessieren - hat jemand vielleicht einen Link dazu?

  • .In der BV 1 wurden am 26.03 dazu folgende Anmerkungen gemacht:


    - Die Traufhöhe soll eingehalten werden.


    - Das Gebäude fügt sich nicht nach § 34 BauGB ein.


    - Das Gebäude ist in seiner Gesamtheit zu massiv.


    - Eine Ansicht aus der Bismarckstraße soll dem Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung vorgelegt werden


    Link Ris


    Was bedeutet § 34 BauGB in Bezug auf den Vorschlag?


    Im Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung ist nur Ablehnung hinterlegt, nicht der Grund. Aus dem RP-Artikel lässt sich entnehmen, dass der rückwärtige Anbau und die Massivität insgesamt kritisiert wurden. Der bisherige Entwurf ungefähr in Höhe der benachbarten Landeszentralbank wurde bereits verkleinert aber erneut abgelehnt.

  • ^ Da hast du mich missverstanden - mir ging es nicht um die Ablehnung der in BV 1, die sich auf §34 BauGB begründet (was eigentlich bedeutet "nicht höher als Bestand").


    Mir ging es um die Begründung der Ablehnung durch den Hochhausbeirat, die in dem RP-Online-Artikel erwähnt wird - Zitat daraus:

    "Christoph Ingenhoven hatte zunächst ein Hochhaus geplant, das beinahe die Höhe der benachbarten Landeszentralbank erreicht hätte. Mit dem nur wenige Meter entfernten Sparkassen-Hochhaus wäre ein Dreiklang entstanden, den aber die Mitglieder des Düsseldorfer Hochhausbeirates nicht haben wollten."

  • Im Ratsinformationssystem war die Begründung meines Wissens nach nicht hinterlegt. Bei Interesse könnte man bei der Stadt um Zusendung der Begründung bitten. Falls das nicht klappt, gäbe es noch das Informationsfreiheitsgesetz in NRW, mit Verweis darauf würde man das bekommen, denke ich.

  • Für den Fall, dass mein Post zum Unwillen höher zu bauen, noch wie von DUS-Fan angeregt umgehängt wird, dann bitte diesen Post mitnehmen:


    RP berichtet über Baupläne am Breidenplatz, bzw. über eine Initiative, die dagegen kämpft. 30 Tsd. € hat die Initiative bereits investiert, damit weniger hoch gebaut wird. Selbst die Bezirksbürgermeisterin kann die Kritik der Anwohner mittlerweile nur noch bedingt nachvollziehen. Eigentlich ein positives Beispiel, dass sich die Politik den Interessen der Anwohner nicht beugt, aber die Summe hat mich erstaunt.


    Link Breidenplatz

  • Die beiden Krananker der Firma Schlun wurden direktan der Worringer Straße einbetoniert. Ein Kran ist auch schon mit einer beachtlichen Höhe im Aufbau. Denke es wird auch dank Fertigteilen jetzt recht flott gehen...


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  • Worringer Straße 16-42

    Der Neubaubereich ist jetzt auch von der Erkrather Straße (entlang der Bahnlinie) zu erkennen.

    Im ersten Bauabschnitt ganz links erreichen die ersten Bereiche das 5. OG:


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    Bilder von mir / 15.08.2021 - hier mehr Bilder dazu

  • Bauvorhaben Kreuzstraße 45 und 54 (Ecke Steinstraße)


    Ich habe die folgenden Entwürfe für die Neubebauung der beiden Grundstücke auf der Homepage des Projektentwicklers B&L Gruppe gefunden:


    BL_Duesseldorf_Steinstrasse_ansicht_cam01_1516x972.jpg


    BL_Duesseldorf_Steinstrasse_cam4_12_outdated_1516x972.jpg


    Ich erlaube mir, der Einfachheit halber wie folgt zu zitieren:


    "In bester Düsseldorfer Innenstadtlage projektiert die B&L Gruppe ein markantes Gebäudeensemble, das zwischen Königsallee und Hauptbahnhof eine neue städtebauliche Torsituation herstellt. Geplant sind ein Office Tower mit modernen Shoppingflächen im Erdgeschoss sowie ein direkt gegenüberliegendes Konferenzhotel. Mit dieser Quartiersentwicklung in zentraler Lage und mit perfekter Verkehrsanbindung entstehen hochwertige Gewerbeflächen für anspruchsvolle Nutzer, die sich in der nordrheinwestfälischen Landeshauptstadt neu positionieren wollen."


    Anstatt des Konferenzhotels mit geplanten 290 Zimmern hätte ich mir persönlich ausschließlich die Schaffung von neuem Wohnraum an dieser Stelle gewünscht - selbstverständlich auf Grundlage des "Handlungskonzept Wohnen".


    Es ist wirklich schade, dass an dieser Stelle ein weitaus höheres Gebäude - im Anlehnung an die NRW-Zentrale der Deutschen Bundesbank sowie das Sparkassen-Hochhaus - von der Politik abgelehnt wurde.


    Quelle: https://www.bl-gruppe.de/aktue…/duesseldorf-steinstrasse

  • ^ Gelungener Entwurf, der sich prima in den Bestand einpasst.


    So etwas wie Pendler-Appartments kann ich mir da durchaus vorstellen; dies ließe sich auch nahtlos mit dem Hotelkonzept verknüpfen.


    Aber nachhaltiges Wohnen für Familien mit Kindern bedarf einer Quartiersentwicklung. Da ist es mit ein oder zwei Neubauten nicht getan - schon gar nicht in dieser Umgebung.

  • Den Entwurf finde ich auch gelungen.


    Der Kritik an dem abgelehnten Hochhaus kann ich mich nur anschließen, auch im Hinblick auf die weiteren höheren Gebäude in der Umgebung wie die Bundesbank, Hotel Nikko und Pandion Francis.


    Im Hinblick auf die Hotels im Bau (z.B. am Hbf), die kürzlich fertiggestellten an der Moskauerstr. und die fertigen aber nicht eröffneten wie B´mine am Höherweg frage ich mich auch, was man damit Geld verdienen möchte, auch wenn ein Verdrängungswettbewerb statt findet.


    Ob Shopping in der Lage aufgeht, wage ich zu bezweifeln, und Wohnungen hätte ich hier auch bevorzugt, ob für Eltern mit Kinder geeignet sei dahingestellt, gäbe ja noch andere Gruppen, für die diese Wohnungen interessant wären, aber beim Pandion Francis 400m entfernt spielte diese Fragestellung keine große Rolle, meines Wissens nach.

  • Ich frage mich wegen der ganzen Hotels schon länger, wer alle Hotelzimmer belegen soll; etwas mehr Kreativität der Projektentwickler bei der Auswahl der Nutzungen wäre wünschenswert.