Quartier Am Postbahnhof (Mediaspree)

  • Die Bild zeigt eine Baumassenstudie des geplanten Hotels an der Straße der Pariser Kommune und befürchtet eine Verschandelung des Postbahnhofs.


    Zusätzlich ist zu erfahren, dass Fabich der Post 1m€ mehr für das Grundstück geboten habe.


    Käufer des Grundstückes auf dem der Kinderzirkus Cabuwazi noch seinen Standort hat ist übrigens die NDC Real Estate Management GmbH. Die taz berichtete am Montag, dass es nach wie vor kein Ersatzgrundstück für den Zirkus gebe. Die NDC will im Herbst mit den Bauarbeiten auf dem Grundstück beginnen.


    Artikel taz

  • ^^
    Zum Taz-Artikel: Jaja, die armen Kinder... :toilet:
    Man kann halt nicht erst das Grundstück an einen Investor verkaufen und dann darauf setzen dass er es einfach brachliegen lässt.

  • ^
    Hä? Das Grundstück gehörte der Post und ich glaube nicht, dass sie darauf setzte das Grundstück würde nach Verkauf eine Brache bleiben.

  • ^ und die Post war bis vor kurzem Staatseigentum und ist es in Anteilen bis heute. Die tote Katze hat nicht ganz unrecht.


    Ich fände allerdings ein Bezirksgrundstück für einen Zirkus für Kinder insbesondere aus prekären Verhältnissen (und darum geht es wohl) wesentlich angebrachter, als eine Vergabe an Wagenburgler, Clubinhaber, ehem. Hausbesetzer etc. pp.


    Im Gegensatz zu den genannten Gruppen von Erwachsenen, die m.E. selbst für sich Sorgen sollen, ist Geld für Kinder wirklich eine Staatsaufgabe. Aber für alle reicht's im Armenhaus sicher nicht. Ich werde jetzt nicht weiter über die Politiker meines Wohnbezirks schimpfen, sonst bekomme ich wieder lauter negative Beurteilungen. - Ick könnte aber ohne Ende! :guns:

  • Die Deutsche Post die ich kenne ist mittlerweile ein global operierender, kapitalmarktorientierter Konzern. Die haben das Grundstück für gutes Geld verkauft und das war's. Es sind ja auch noch nicht alle Grundstücke verkauft. Ergo wird die Post wohl kaum künftige Deals beeinflussen indem sie sich öffentlich für Nutzungskonzepte auf dem Gelände einsetzt die wenig Rendite erwirtschaften.
    Aus dem taz Artikel geht ja sogar hervor, dass ein höheres Angebot, welches den Erhalt des Zirkuses vor sah, abgelehnt wurde.

  • Quartier Am Postbahnhof (Mediaspree)

    Direkt neben dem Postbahnhof kündigt sich per Bauschild seit heute das nächste Bauprojekt an. Die Fläche wird aktuell noch für einen "WM-Strand" genutzt. Auf dem zweiten Grundstück stehen noch die Baucontainer des fast fertiggestellten ersten Wohnhauses und auf dem dritten die Zirkuszelte.
    Man kann damit rechnen dass es dann noch diesen Sommer hier los geht. In den letzten Wochen und Monaten wurden die Grundstücke mit Versorgungsmedien erschlossen. Hat jemand nähere Infos/Visualisierungen?


    IMG_8977 by Stefan Metze, on Flickr

  • Für Turm und Spree Office liegen nun konkrete Planungen vor.


    Der geschwungene Turm kann sich m.E. sehen lassen:



    (C) Eike Becker_Architekten | NDC Real Estate Management GmbH


    Dazu heißt es auf der Projektseite:

    Das Hochhaus Am Postbahnhof wird vom Architekten Eike Becker gestaltet und bietet einen spektakulären Blick über die Stadt. Durch die sanfte Drehung der Etagen im Verbund mit einer plastischen Gestaltung der Fassade entsteht ein skulpturales und unverwechselbares Gebäude, das eine Standort prägende Funktion übernimmt. Das Gebäude ist die städtebauliche Dominante und hat Solitärcharakter.


    Der quadratische Grundriss mit einem festen zentralen Erschließungskern eignet sich hervorragend für eine flexible Aufteilung auch für kleinere Einheiten. Neben einer gewerblichen Nutzung als Büro, Hotel oder Ferienwohnungen sind ab dem 13. Obergeschoss auch Wohnungen möglich. Gemäß Bebauungsplan können ca. 14.400 m² BGF errichtet werden.


    Der Tchoban-Entwurf für das kleinere Bürogebäude fällt da schon deutlich ab:



    (C) nps tchoban voss GmbH & Co. KG | NDC Real Estate Management GmbH


    Die Projektbeschreibung:

    Das Bürohaus Spree Office wird nach einem Entwurf des Architekturbüros nps Tchoban Voss errichtet. Ab dem 1. OG ist ein unverbauter Blick auf die Spree und die East Side Gallery gewährleistet. Hier sorgen helle, moderne Räumlichkeiten mit Spreeblick für gleichermaßen repräsentative wie ansprechende Arbeitsräume.


    Die Nutzungsmöglichkeiten sind sowohl für einen Single-Tenant als auch für kleinteilige Büromieter optimal. Das Gebäude hat Solitärcharakter. Gemäß Bebauungsplan können 12.250 m² BGF errichtet werden.


    Noch ausstehend ist das Verfahren für das sog. East Side Office:



    (C) NDC Real Estate Management GmbH


    Die Projektbeschreibung:

    Es ist das zentrale und von seiner Größe bedeutendste Grundstück des Quartiers am Postbahnhof. Deshalb haben wir im Verbund mit den örtlichen Planungsbehörden ein kooperatives Gutachterverfahren in Auftrag gegeben, um die städtebaulichen und gestalterischen Möglichkeiten voll auszuschöpfen. Das Verfahren wird im Herbst 2014 entschieden sein und die Grundlage für die weitere Realisierung des Vorhabens bieten.


    Das Projekt East Side Offices kann in bis zu vier unabhängige und realteilbare Grundstückseinheiten aufgeteilt werden. Somit werden auch Nutzer mit einem Büroflächenbedarf ab ca. 5000 m² BGF angesprochen, die sich ein eigenes Gebäude wünschen und die Vorteile eines abgeschlossenen Bürogebäudes bevorzugen. Gemäß Bebauungsplan können 26.270 m² BGF errichtet werden.


    Hier geht es zur Projektseite.

  • ^Der Turm sieht wirklich klasse aus. Ein schönes Beispiel dafür, dass moderne Architektur nicht nur langweilige Steintapetenkisten hervorbringen muss wie beim Hauptbahnhof-Areal. Die andere Kiste fällt dagegen leider schon wieder in diese Kategorie wenn auch nicht unambitioniert.

  • In den letzten Monaten wurden die Grundstücke an Ver- und Entsorgungsmedien angeschlossen. Ich bin gestern erst vorbeigelaufen und habe gesehen das rund um das Grundstück ab heute früh Parkverbot herrscht.


    Vielleicht ein Hinweis auf einen baldigen Baubeginn.
    Mir gefallen beide Gebäude gut, das kleinere Gebäude schreit ja förmlich nach einer etwas besseren Gastronomie. Toll wie sich mein Wohnkiez entwickelt.

  • Camondo: Dem kann ich nicht viel hinzufügen (wobei ich das Umfeld des Hauptbahnhofs nicht ganz so kritisch sehe). Wenn der Turm real ähnlich wirkt, wird er ein richtiger Hingucker. Gespannt bin ich wie das Sockelgeschoss genutzt werden wird (ich hoffe auf eine öffentlich zugängliche Nutzung wie Gastronomie oder Einzelhandel). Aber es ist im Sinne der Ensemble-Wirkung natürlich schon etwas schade, dass der Bürobau eher beliebig daherkommt. Könnte in der Art auch in Adlershof stehen...

  • Provokant ausgedrückt

    würde ich als Bausenator eine Genehmigungssperre für Hochhäuser für das gesamte Stadtgebiet verhängen, bis der Alexanderplatz zu einem großstadtwürdigen Zentrum mit entprechender Skyline herangewachsen ist, die ausreichend Eigendynamik entwickelt.
    Im Moment verliert sich die Dynamik in verschiedenen Teilbezirken, anstatt sich erstmal auf ein würdiges Zentrum zu konzentrieren. Ist dies gegeben, entwickeln sich die Ausbezirke auf Grund der Strahlkraft des Zentrums weitestgehend von alleine.
    Das sich dies bauplanungs- und ordnungsrechtlich aufgrund der Entwicklung der letzten Jahre nicht umsetzen lässt ist klar, aber politisch und stadtplanerisch ist es ein interessanter Gedanke.


    Im Übrigen bin ich davon gelangweilt, dass Städteplaner wann im es eine Brache zu beplanen gibt, Klötze, Riegel und ein Hochhaus zur "Auflockerung" ausspucken, was auch immer das bedeutet. Ich muss aber auch gestehen, dass ich ein eindeutiger Vertreter des Clusterhochbaus bin, da für mich Highriser nur in Beziehung zu anderen hohen Gebäuden Geltung erlangen. Für sich allein wirken sie oft fehlplaziert. Das Problem wird hier allerdings durch die Bauprojekte in der Umgebung etwas abgemildert

  • ^ Ich erinnere mich dunkel, dass es im Berliner Unterforum bereits mal Hochhaus-Bauzwang-Ideen gab - die Absurdität beginnt bereits bei der Frage, wer definieren soll, was genau "großstadtwürdiges Zentrum mit entprechender Skyline" ist. Die meisten Millionenstädte Europas haben mehr als einen Hochhaus-Standort - wenn sie denn Hochhäuser haben. Es ist auch nicht verkehrt, dass die Umgebung der East Side um einige Höhepunkte ergänzt wird - besonders wichtig wären jedoch irgendwelche Läden/Bistros entlang der Mühlenstraße, die außer den Mauer-Malereien keinerlei Reizen bietet. Das Latschen entlang der Mauer empfand ich bisher immer wie einen Marsch durch eine antiurbane Wüste.


    Hier ist übrigens der Bahnhof Ost mit Fernverkehr ganz in der Nähe (linker Rand der Karte unter #2), also eine ferne Vorstadt ist das Gebiet keinesfalls. Auch die Treptowers sind von den Spreeufern ganz gut sichtbar.

  • Noch ausstehend ist das Verfahren für das sog. East Side Office:


    http://abload.de/img/gesamtkonzept-postbahlxqgx.jpg
    (C) NDC Real Estate Management GmbH


    Das verfahren ist mittlerweile abgeschlossen (siehe Projektseite). Prämiert wurden Entwürfe der Büros Thomas Müller-Ivan Reimann-Architekten, Axthelm-Rolvien-Architekten und Nieto Sobejano-Arquitectos:

    Diese Entwürfe werden die Grundlage für die weitere Realisierung des Bauvorhabens sein.


    Das Projekt East Side Offices kann in bis zu vier unabhängige und realteilbare Grundstückseinheiten aufgeteilt werden. Somit werden auch Nutzer mit einem Büroflächenbedarf ab ca. 5000 m² BGF angesprochen, die sich ein eigenes Gebäude wünschen und die Vorteile eines abgeschlossenen Bürogebäudes bevorzugen. Eine Hotelnutzung ist auf diesem Baufeld ebenfalls möglich.


    Die Entwürfe:


    Thomas Müller-Ivan Reimann



    Axthelm-Rolvien



    Nieto Sobejano




    alle (C) NDC Real Estate Management GmbH

  • Der Entwurf von Thomas Müller-Ivan Reimann überzeugt mich da noch am meisten. Die (Sandstein?)Fassade ist ganz gut gegliedert und der untere Bereich ausreichend offen und vor allem auch nicht wie so oft gedrückt und zu niedrig. Könnte hochwertig wirken wenns so kommt.


    Der Entwurf von Axthelm-Rolvien fällt im Gegensatz dazu schon deutlich ab - versetzte Fenster und ne glatte (Putz?)Fassade. Nur die Rundungen und der Versatz geben dem Gebäude noch eine gewisse Note, aber überzeugen tut mich das nicht wirklich.


    Zum Entwurf von Nieto Sobejano: Mmh, nee.

  • ^ Ich finde alle drei Entwürfe allenfalls durchschnittlich, der zweite gefällt mir noch am ehesten. Die versetzten Baukörperteile und gerundeten Ecken sind zwar auch nichts außergewöhnliches mehr, aber doch besser als die Rasterkästen der beiden Mitbewerber.


    Außerdem gefallen hier die dunklen Fensterrahmen als Konrast zur hellen Fassade.

  • Positiv finde ich bei Müller-Reimann und Axthelm-Rolvien auch, dass sie mit kleinen Türmen die nördliche Blockkante betonen und somit den Block gut an das benachbarte Mini-Hochhauscluster anbinden.

  • Mir gefällt der Axthelm-Entwurf mit Abstand am Besten. Die Rundungen lassen das Gebäude sehr elegant wirken, die Fassade wirkt hochwertig (woran erkennt man übrigens dass das Putz sein soll?). Den Reimann-Entwurf finde ich furchtbar. Eine öde Raster-Kiste, die wie der Prototyp des durchschnittlichen Neubaus in Berlin nach der Wende aussieht, auch wenn die Fassade hochwertig aussieht. Nieto Sobejano überzeugt mich auch nicht, sieht recht billig aus.