Neuer Henninger-Turm (140 m / realisiert)

  • Der neue Entwurf scheint mir zeitgemäß, und ich freue mich dann auf den phantastischen Blick aus 130 Metern auf mein geliebtes Frankurt !

  • Ich sehe das ganze mit einem lachenden und einem weinende Auge. Ich hatte eigentlich auf den Erhalt des Henninger Turms gehofft, aber der Enwurf ist wirklich sehr gelungen.

  • Ganz passabler Entwurf und dabei noch sehr angelehnt an das "Original"!


    Ich frage mich aber wie das mit dem Grün funktioniert? Sehe ich als Augenwischerei auf dem Rendering an, da es ja ein Wohnturm werden soll und ich nicht ehrlich glaube, dass jede Woche der Gärtner bei allen Mietern vorbeischaut. Überläst man die "Balkongestaltung" den Mietern, dann wird es definitiv nicht so aussehen. Aber ok genug gemeckert, vielleicht lieg ich auch falsch ;)

  • Sieht man mal vom vermeidbaren Verlust des Originals ab ist das aus meiner Sicht der beste der Entwürfe der gewonnen hat – umso erfreulicher, dass die Jury das genauso sah. Einzig der Abschluss des „Fasses“ wirkt etwas grobschlächtig, aber das kann ja noch im Nachklapp etwas Detaillierung erfahren.

  • Großartiger Entwurf. Ich weine dem alten Turm ja keine Träne nach, weil ich ihn für potthässlich halte und wenig nostalgisch veranlagt bin. Aber das man es geschafft hat, einen ansprechenden Neubau zu kreieren, der den alten Henninger Turm in der kompletten Silhouette nachahmt: Allen Respekt.


    Daneben noch weitere Pluspunkte:


    1. (Reiner) Wohnturm! Das findet hoffentlich Nachahmer.
    2. Drehrestaurant (hätte ich nicht gedacht, dass sich das einer traut. Hoffentlich wird es auch wirklich realisiert).
    3. Begrünung! Ich habe mir vor Kurzem die Ausstellung von WOHA (haben auch einen Entwurf eingereicht im DAM (http://www.dam-online.de/porta…mod891-details1/1594.aspx) angesehen. Die haben ja offenbar ein Faible dafür. Dafür sind natürlich tropische Lagen prädestiniert. Wenn das hier auch klappt, umso besser!

  • Entwurf für Henninger hoch zwei

    :lach:


    Na, da bin ich aber erleichtert, dass 'mal endlich wieder was verdient werden kann. Sonst hätte ich der Actris wirklich noch persönlich den Bettelstab reichen müssen ... Und 4000 Euro pro m hoch 2 hat ja nun wirklich jeder, nicht wahr?:daumen:


    Was man so unter "städtebaulicher Veränderung" zu verstehen beliebt, ist mitunter in Wirklichkeit Vandalentum - siehe die ganze Bebauung hinter dem Thurn & Taxis Palast. Außerdem gab's doch mal - wenn ich mich nicht täusche - im Frankfurter Osten ein seinerzeit innovatives Gebäude namens Grossmarkthalle, oder? Ja, ja - weiß schon. Damit konnte man am Ende auch kein Geld mehr verdienen.


    Aber abgesehen davon, sieht der Entwurf für den Henninger Turm auf den ersten Blick ganz ansprechend aus - zumindest auf dem Foto. Immerhin ist versucht worden, einige charakteristischen Elemente in neuem Gewand zu bewahren. Insofern gibt es offenbar noch Restbestände von architektonischer Sensibilität.:D

    • ein Quadratmeterpreis von 4.000 Euro wird angestrebt


    Das glaube ich erst, wenn die ersten Anzeigen bei Immobilienscout24 mit dieser Zahl erscheinen... :lol:


    (Aufwendiger Abriss, Hochhaus, Passivhausstandard,... oder das Hochhaus wird vom umstehenden Blockrand massiv quersubventioniert)

  • Wer meine Vorbeiträge zu diesem Thema gelesen hat, weiss, dass ich eher gegen den Abriss des Henninger-Turmes als eines der identitätsstiftenden Wahrzeichen der Stadt war.


    Umso mehr bin ich aber jetzt von dem Gewinner-Entwurf geradezu begeistert. Denn er hält das "historische" Erbe aufrecht und wird uns mit seiner sehr ähnlichen und dem Original stark nachempfundenen Silhouette stets an den alten Henninger-Turm erinnern. Ich bin daher sehr froh, dass man diesen Entwurf ausgewählt hat. Er ist zwar aus rein architektonischer Sicht nicht der schönste und eleganteste (das ist der HT ja schließlich auch nicht). Aber dafür zitiert er seinen Noch-Vorgänger auf eine sehr gelungene Weise und führt den Turm endlich wieder einer richtigen Bestimmung und Verwendung zu.


    Als Sachsenhäuser freue ich mich sehr, dass der gegenwärtige, mehr als traurige Zustand fortschreitenden Verfalls endlich bald beendet wird. Und ich freue mich auf die Aussicht, bald mit Aussicht speisen zu können.


    Und als Frankfurter freue ich mich, dass wir ein weiteres Qualitäts-Wohn-HH bekommen, so dass diese Gebäudeform vielleicht bald noch mehr Zuspruch bekommen wird.

  • Ich hatte heute nicht viel Zeit mich zu äußern, aber hier noch meine „5 Cent“ dazu. Ich hätte niemals gedacht, das a) ein Entwurf gemacht wird der sich an der aktuellen Realität orientiert und erst Recht b) dann auch noch gewinnt. Als Kind konnte ich den Turm von der Haustür aus blinken sehen, der Neubau mit seiner Höhe wird das auch nicht mehr bringen - da leider das Sichtfeld mittlerweile zugebaut wurde/zugewachsen ist. ABER, das sich der Siegerentwurf so nahe am Original orientiert – EINFACH NUR TOLL !! Somit hat zu Recht der herausfordernde Entwurf das Rennen gemacht !


    Außerdem, Harbour Centre Vancouver lässt Grüßen, man muss sich auch manchmal an Objekten reiben können und dann gehören sie einfach zum Stadtbild ! Punkt !

  • Heute auf der Eröffnung der Ausstellung Wettbewerb Henninger-Turm, habe ich ein paar Fotos geschossen, hier stell ich aber nur die von Meixner Schlüter Wendt ein, Pflicht + Kür, weitere findet Ihr hier


    By thomasfra at 2012-03-13


    By thomasfra at 2012-03-13


    By thomasfra at 2012-03-13


    By thomasfra at 2012-03-13 - Text hier + hier klicken


    By thomasfra at 2012-03-13


    By thomasfra at 2012-03-13

    Kür


    By thomasfra at 2012-03-13


    By thomasfra at 2012-03-13


    By thomasfra at 2012-03-13


    By thomasfra at 2012-03-13


    By thomasfra at 2012-03-13

  • Na guck, und wozu nu die ganze Hin und Herdiskutiererei im Vorfeld? Alle sind nun happy und zufrieden. Hört sich fast an wie ein Märchen mit Fee und Wunscherfüllung und so.


    Ich war zwar nicht unbedingt für einen expliziten Abriss des alten Turms, empfand ihn jedoch als notwendig - früher oder später. Immerhin war er vollkommen nutzlos, wenn man von seinem ideellen Werten absieht. Und wäre bei nicht ständiger Wartung und Pflege eine tickende Zeitbombe für die nächste Umgebung geworden.
    Die vorliegende Lösung scheint tatsächlich die allgemein naheliegenste zu sein.
    Mach das optisch fragwürdige (aber liebgewonnene) und nutzlose Bestandsgebäude gefälliger (ohne zu vielen Veränderungen) und nutzbar. Welch sinple Formel :daumen:

  • Der Abriss des Henninger Turms soll bereits im kommenden Herbst beginnen, wie sich aus einem der zahlreichen Berichte der Tagespresse heute ergibt. (Die FAZ übrigens mit dem Kür-Entwurf von MSW, also mit der falschen Visualisierung. Edit: Inzwischen berichtigt.)


    Ganz oben im neuzeitlichen Bierfass sehen Meixner Schlüter Wendt eine Wohnung vor, die sich naturgemäß mit drehen wird und zu den begehrenswertesten Domizilen der Stadt gehören dürfte. Sehr interessant auch die Text-Erläuterungen zum Siegerentwurf, danke thomasfra. Weil weiter oben nach der Pflege der Fassadenbegrünung gefragt wurde: Über Unterhaltswege an der Fassade erhalten Gärtner Zugang von außen, so können Pflanzen und Substrate gepflegt und ersetzt werden. Die Pflanzen sollen in Trögen auf den in jeder zweiten Etage hervorspringenden Deckenplatten stehen, an Edelstahlseilen nach oben ranken und automatisch bewässert werden.


    Alles in allem ein stimmig und durchdacht erscheinendes Konzept von MSW. Das gilt auch für die U-förmige Sockelbebauung mit Geschäften, Gastronomie, Fitness mit Schwimmbad, weiteren Wohnungen und einem Parkhaus mit 580 Stellplätzen an der Grenze zur Binding-Brauerei. Auch die Planung für den Innenhof am Fuße des Turms sowie die Dachterrassen und -gärten der Sockelbebauung überzeugt. Übrigens will die Familie Hopp in den nächsten Jahren stolze 300 Millionen Euro investieren (Q). Der Betrag umfasst das gesamte ehemalige Henninger-Areal, nehme ich an, insgesamt sollen es 800 neue Wohnungen werden.

  • ^ Zur Ehrenrettung der FAZ sei angemerkt, dass ihre heutige Druckausgabe das richtige Rendering zeigt. Und zwar auf der ersten Lokalseite über 2/3 der Seitenhöhe. Prominent. Auf der Folgeseite steht der Artikel "18 Mal Pflicht und Kür" mit Renderings von vier weiteren Wettbewerbseingaben (u.a. der 2. von MSW). Bis 2015 soll der Entwurf umgesetzt sein. Der Wohnturm sei das erste Gebäude, das im Rahmen der Actris-Bebauung entstehen wird.


    Dass ein Drehrestaurant entstehen wird, freut mich sehr. Wegen des Adjektivs "gradlinig" in der Ankündigung hatte ich nicht daran geglaubt. Insgesamt wird der Turm durch die Kubatur-Replik und durch die leichte Vergrößerung der Dimensionen seines Vorbildes die Sachsenhäuser Silhouette sogar stärken. Kompliment!


    Auf dem Rendering sieht man zwar nur wenige Details, aber die Fassade finde ich gelungen. Sie greift die alte Gliederung auf, bringt viel Licht in die Wohnungen, hat Balkone zu den Sonnenseiten etc. Allerdings werden nur wenige Bewohner in den Genuss eines vollen Skyline-Blickes kommen; denn der Rücken Turms zeigt genau in Richtung Bankenviertel.

  • Der Entwurf gefällt mir gut, hatte nicht erwartet dass er sich so an das original anlehnt.
    Zudem ich es als positiv erachte dass es wohl ein reiner Wohnturm wird.
    Weiss jemand ob auch eine Aussichtsplattform geplant ist oder nur das Drehrestaurant?
    Wäre nämlich fantastisch von einem statischem Punkt aus den Ausblick von dort oben geniessen zu können...

  • Zum Vergleich mit den Renderings liefere ich ein aktuelles Foto des Turms von der Untermainbrücke:



    Bild: epizentrum


    thomasfras Foto des Gewinner-Modells aus der etwa gleichen Blickrichtung (aber höher):



    Bild: thomasfra


    Die letzten Bilder stellten RMA (Panorama von Oktober) und marty-ffm (Fata Morgana von Februar) hier ein. Ältere Fotos vom Bestand sind hier im Thread nicht (mehr) enthalten.

  • neuer Turm

    also, die Messe scheint mir für den alten Turm nun gelesen zu sein.
    Der neue Entwurf wahrt zwar Anklänge an die alte Silhouette, aber das ist es dann auch. In der Kuppel wird es schwerlich wieder ein Restaurant geben, denn es dürfte lukrativer sein, ihn als 'first class' Wohngelegenheiten an den Mann/die Frau zu bringen. Zu der Idee, seine Lieben dorthin zum essen auszuführen, Kann man sich also wohl schon 'mal verabschieden. Man wird von Glück reden können, wenn die Öffentlichkeit überhaupt Zutritt erhält, denn schließlich soll das Ganze eine gehobene Wohnanlage werden - wahrscheinlich nicht gerade für die 'Ortsarmen' - und kein zweiter Goethe-Turm. Ich bin mir auch sicher, dass man die Wohnungen ungeachtet des real existierenden Fluglärms gut wird verkaufen können.
    Außerdem werden sie den neuen Turm nach Süden Richtung Aschaffenburger Str. verschieben, und der 'Rumpf' wird auch etwas breiter. Es ist also ein neues Gebäude, das Charakteristika des alten aufnimmt, um so den Abriss für die Liebhaber des Henninger Turms akzeptabel zu machen, und gleichzeitig damit einträglicher zu bauen.
    Tja - so ist das, wenn man ein derartiges Gebäude NICHT unter Denkmalschutz stellt; man kann sich fragen, warum das nicht geschehen ist. Aber so ... siehe oben:cool:

  • Lieber Turmwächter, solltest Du tatsächlich in die Zukunft schauen können, dürftest du mit dieser besonderen Gabe wohl selbser nicht zu den "Ortsarmen" zählen. Vielleicht könntest du ja für uns live von den Interessentenveranstaltungen berichten? Für die Normalsterblichen unter uns gab es bisher keinen Anhaltspunkt den Aussagen von Herrn Hopp uns seiner Gesellschaft zum Drehrestaurant zu misstrauen. Im Rhein-Neckar-Raum ist Vadder Hopp bisher auch noch nicht als "Raubtierkapitalist" oder ähnliches bekannt geworden.


    Im übrigen war der Turm schon seit Jahren aus Brandschutzgründen nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich. Selbst ohne Restaurants - was ich natürlich nicht hoffe - würde sich also nichts ändern. Auch war der Turm nie öffentliches Eigentum, einen rechtlich-moralischen Anspruch für eine wünschenswerte öffentliche Nutzung kann ich daher auch nicht erkennen. Und zum Thema Denkmalschutz: Den muss man sich auch leisten können. Mit den Einnahmen deiner Hellseherfähigkeiten ließe sich der sicher nicht günstige Unterhalt eines Hochhauses wohl locker finanzieren. Ob die Öffentlichkeit in der Mehrheit jedoch Millionen dafür ausgeben wollte, die an anderer Stelle dann fehlen, wäre zumindest fraglich gewesen.


    Ein größerer Umbau für eine zukünftige Nutzung hätte den Charakter des Turms ja in ähnlicher Weise verändert.