Büro- und Hotelhochhaus "ONE" (191 Meter | Bauphase)

  • Ja, Schneider und Schumacher mit den geschwungenen Linien hätte mir auch mehr zugesagt, da schliesse ich mich Adama an. Das Gesamtpaket Höhe, Entwurf, Realisierbarkeit stimmt beim Sieger für mich trotzdem!


    Auch, dass das Preisgericht bei 7 Teilnehmern einstimmig für Meurer entschied, läßt bei mir den Schluß zu, daß Meurer`s Entwurf der schlechteste nicht sein kann.


    Bin mal auf alle eingereichten Entwürfe (spätestens in der Ausstellung zu sehen) gespannt. Auf baldige Realisierung.

  • Ich finde es sehr gelungen,passt gut dahin.


    Weiß jemand ob was gesagt wurde,wann es realisiert werden soll?


    Und wie groß der Hotelanteil sein soll?

  • Ergebnis Realisierungswettbewerb

    Auch auf mich macht der Schneider + Schumacher Entwurf erst mal einen sehr gelungenen Eindruck. Der zweite Platz mindestens als Ergebnis ist OK. Ich hoffe für den Entwurf, dass er an anderer Stelle vielleicht in ähnlicher Form mal kommt.


    Den ersten Platz für Meurer finde ich auch vertretbar. Hier gefällt mir, dass man auf die gesamte Höhe nur zwei vertikale Versätze hat. Mehr davon hätten zu nervös gewirkt. Beim Turmabschluss habe ich 2 Meinungen. Auf der Visualisierung, die den Versatz oben zeigt, bedarf es meiner Meinung nach nicht unbedingt einen besonderen Abschluss des Turms oben. Bei der anderen Visualisierung, fehlt mir aufgrund der langen und gleichbleibenden Höhe nach dem unteren Versatz oben etwas Abwechslung.

  • Die Einschnitte beim Meurer-Entwurf erinnern ziemlich stark an den zu realisierenden Entwurf von Cyrus Moser Architekten für das geplante Bürohochhaus der Messe. Was sonst noch auffiel:


    Alle Visualisierungen zeigen eine Art Podestgebäude nordwestlich des Turms. Das wird vermutlich ein Parkhaus. Denn die Grundfläche des Areals dürfte zu klein für eine ausreichende Zahl von TG-Stellplätzen sein und die Umgebung bereits verkellert. Und die Baukosten verringern sich natürlich auch. Bei der hochaufgelösten Version von Barkow Leibinger lassen sich abgestellte Autos erkennen, ein Ausschnitt:



    Beim Meurer-Entwurf soll das Raster der Fassade wohl gar nicht so gleichförmig werden wie es zunächst schien. Zumindest sieht es danach aus, wenn man das Rendering in hoher Auflösung betrachtet. Meist sollen die Lisenen anscheinend an die Geschossbänder stoßen, im Wechsel aber auch nach einem bestimmten Muster über diese hinweg geführt werden. Auch hier ein Ausschnitt:



    Bilder: CA Immo


    Eine Anerkennung im Wettbewerb hat neben Gruber + Kleine-Kraneburg, Frankfurt, das Hamburger Büro R plus Architekten erhalten. Auf deren Website gibt es unter "News" einige Grafiken, unter anderem diese und jene. Erster Eindruck: Ein solcher "Goldfinger" würde sich mit dem Tower 185 beißen.

  • Ein Artikel des Deal-Magazine über den rund 175 Meter hohe Turm.


    http://www.deal-magazin.com/ne…fuer-Hochhaus-entschieden


    Freue mich sehr für Frankfurt das dort immer wieder tolle Hochhäuser aus dem Boden gestampft werden. Beneide die Frankfurter richtig dafür, leider in München nicht so der Fall.


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    Anmerkung Mod: Bei diesem "Artikel" handelt es sich um die unveränderte Wiedergabe der Pressemitteilung von CA Immo.

  • Eingerahmt von den nahezu symmetrischen Gebäuden "Kastor" und "Pollux" hätte sich m. E. auch ein auf Symmetrie ausgerichtetes Hochhaus im Hintergrund sehr gut gemacht. Der Entwurf des Architekturbüros Schneider und Schumacher wäre an dieser Stelle ideal für ein stimmiges Gesamtbild gewesen. Die großen, nach innen gewölbten Seitenwände hätten dem Gebäude ein unverwechselbares Aussehen mit großem Wiedererkennungswert verliehen. Schade, dass es wahrscheinlich nicht gebaut wird, aber manchmal setzt sich im Nachhinein doch noch ein zweitplatzierter Entwurf durch, geringe Hoffnung besteht noch.


    Der erstplatzierte Entwurf von Meurer Architekten wirkt hauptsächlich durch seinen schmalen Grundriss in Verbindung mit der vorgegebenen Höhe. Die horizontale Staffelung der schmalen Fronten ist ganz nett, reist aber niemanden mehr vom Hocker. Aus Richtung Skyline Plaza kann die Wirkung eher als "klotzartig" bezeichnet werden. Einzig die von Schmittchen weiter oben im Detail gezeigten Lisenen-Führung ist richtig originell, wird aber leider bei der Weiterentwicklung des Entwurfs schnell zum Kostenfaktorstreichelement. Fazit: Nach den Plänen des Wettbewerbsgewinners würde bestimmt ein imposantes Hochhaus entstehen, was aber hauptsächlich an der großen Höhe auf schmalem Grundriss (beides Vorgaben) liegt.

  • Das scheint derzeit ganz modern zu sein, diese versetzten Rechtecke.
    Wers mag... Architektonisch sonderlich anspruchsvoll ist das allerdings nicht.
    Ich fand den ganz ganz ersten Entwurf am schönsten. Nouvel war das oder?
    Der Gewinner ist auf den zweiten Blick vielleicht noch ganz interessant mit diesen versetzten Fenster-teilen, aber das reissts auch nicht mehr raus.

  • Es wird in der Pressemitteilung darüber gesprochen wie gut sich der Gewinner einfügen würde. Das sehe ich überhaupt nicht so. Abgesehen davon das ich bei längerer Betrachtung immer mehr an Bauklötzchen denken muss, fügt sich der Entwurf meiner Meinung nach gar nicht ein. Als Massstab sollte eben nicht Kastor und Pollux, T185 mit Ihrer strengen Formensprache genommen werden, sondern die 2. Reihe mit Skylineplaza und Wohnturm, beides Gebäude mit bestehenden bzw. kommenden geschwungenen Kubaturen.


    Gerade beim Entwurf von Schneider Schumacher sieht man wie gut zB. das Parkhaus integriert wird, das Hochhaus selbst ist zwar einfach, aber die nach innen geschwungenen Seiten machen hier einen besonderen Reiz aus. Ebenso passt diese Formensprache weitaus besser zur 2. Reihe.


    Der Siegerentwurf ist viel zu kantig, klobig und bringt optisch immense Unruhe in den Hochhauspulk.


    Generell würde ich mich freuen würden sich die Architekten die für FFM entwerfen dürfen, sich endlich einmal von dieser strengen Formensprache verabschieden würden und endlich auch einmal geschwungene Formen eine Chance geben würden.


    Auch ich hoffe das man sich noch umentscheidet und massivst! umplanen lässt bzw. einen anderen Entwurf (zB. SchneiderSchumacher) letztendlich umsetzt.


    Warum das Hotel unten gelagert ist erschliesst sich mir gar nicht. Gerade die Höhe wäre ein tolles Alleinstellungsmerkmal gewesen.

  • ^

    Ja Adama, bin auch schon die ganze Zeit am Vergleichen veröffentlichter Visualisierungen. Ich kann deinen Gedanken verstehen, mir geht es ebenso. Ich finde auch in der Gesamtübersicht, dass der Schneider Schumacher Entwurf sich harmonischer in die Hochhaus-Landschaft eingliedert. Nachfolgend, für den besseren Vergleich, die 3 Übersichtsgrafiken aller Wettbewerber in alphabetischer Reihenfolge. Auf der Übersichtsgrafik von Schneider Schumacher ist auch der Tower 2 / Wohnturm, wenn auch schattiert, zu sehen.




    __________________________________
    Visualisierung: Barkow Leibinger / CA Immo




    _____________________________________
    Visualisierung: Meurer Architekten / CA Immo




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    Visualisierung: Schneider Schumacher / CA Immo




    Aber wir wissen ja eigentlich alle, Architektur ist das eine, Finanzierung und Machbarkeit das andere. Von daher kann ich auch gut mit dem Meurer Entwurf leben. Bei Barkow, obwohl auch farblich elegant gehalten bei der Turm Betrachtung alleine, ist halt in meinen Augen dieser versetzte Turm Ansatz auch zu oft schon genutzt worden.

  • zu #22:


    Realisierung erst, bei entsprechender Vorvermietung, dafür wird wohl ein ähnlich großer Mieter wie pwc beim Tower 185 gebraucht, dürfte also wohl noch eine Weile dauern. Für die großen Banken wahrscheinlich etwas zu weit draußen (da könnte man auch gleich noch ein Stückchen weiter raus, wo es günstiger ist, Richtung Theodor-Heuss-Allee, zumal mir keiner einfällt, der gerade so eine große Fläche sucht), KPMG ist grad erst neu am Flughafen, EY hat in Eschborn für die nächsten 20 (oder 25) Jahre verlängert und sonst fällt mir da gerade eigentlich niemand ein. Da müsste schon jemand seine Konzernzentrale nach Frankfurt verlegen oder ein ausländisches Unternehmen mehr nach Frankfurt verlagern.


    Das Hotel soll die unteren 10 Etagen ausmachen.

  • Was mir auch noch auffällt ist dass die barkow und meurer Entwürfe beide sehr sehr dicht am Kap Europa stehen, und dessen Schokoladen-Seite quasi in einer engen Gasse versteckt. Schneider+Schumacher haben den Turm weiter links (im rendering) positioniert, was den Durchgang verbreitert und mehr vom Kap Europa zeigt. Meines Erachtens eine tausendmal bessere Lösung. Allerdings kann die Positionierung auch den unterirdisch-schlechten Visualisierungen geschuldet sein...

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    Jetzt wo Du es erwähnst Cardiac, stimmt. Wäre schade, wenn diese Seite des Kap Europas zu dicht zugebaut wäre. Beim Schneider Schumacher Entwurf herrscht fast ein Platz-Charakter zwischen den Gebäuden.


    Wenn man sich auf den 3 Gesamtansichten auch mal die Architektur der Parkhäuser - ist ja jetzt nicht wirklich wichtig - anschaut, hat Schneider Schumacher eine relativ flache Form, aber wesentlich großflächiger im Vergleich zu den beiden Wettbewerbern gewählt. Mein Punkt hier: Hier den Erdgeschoss-Level zum Skyline Plaza zuzubauen, stört wesentlich weniger als den Platz zwischen Tower 1 und dem Kap zu minimieren.

  • Noch ist vieles offen. Festgelegt ist die Maximalhöhe (durch den Bebauungsplan bei 195 Metern) und inzwischen auch die Umsetzung eines Entwurfs aus einem der drei mit einem Preis bedachten Büros. Alle drei Entwürfe können grundsätzlich realisiert werden. Die Höhe bleibt flexibel, was auch für die Zahl der Hotelgeschosse gelten dürfte.


    Wie es weitergeht, hängt vor allem von einem Hauptmieter und dessen Wünschen ab. Um einen solchen zu finden, hat CA Immo den jetzt entschiedenen Wettbewerb ausgerichtet.


    Das Preisgericht hat zwar einstimmig für Meurers Entwurf votiert, auf eine Empfehlung zur Realisierung hat es aber verzichtet. CA Immo wolle zunächst den Plan des ersten Preisträgers verfolgen, werde aber auch mit beiden Zweitplatzierten sprechen, heißt es in der Donnerstagsausgabe der FAZ. Wenn "ein Nutzer sich mit einem anderen Entwurf [als den Erstplatzierten] identifizieren kann, werden wir uns nicht wehren", wird ein Sprecher von CA Immo zitiert. Hinsichtlich der mit 175 Meter bezifferten Höhe sagte dieser, es "können auch 15 Meter mehr werden". Viele Hotelbetreiber hätten bereits Interesse signalisiert, heißt es weiter.


    Nachtrag: Laut CA Immo ist eine Vorvermietung von mindestens 40 Prozent Voraussetzung für den Baubeginn (FNP).

  • Es ist sehr schön das hier Bewegung in die Sache kommt. Der Gewinnerentwurf hat was, ist nicht besonders spektakulär aber diese "Bügelfalte" weiß zu gefallen. Auch schön ist wie gut der Turm mit Castor und Pollux aus Sicht Platz der Einheit/Ebert-Anlage harmoniert. Ich frag mich ob, sollte der Turm, in egal welcher Form, gebaut werden, dann endlich der U-Bahneingang zum Platz der Einheit geöffnet wird.

  • Wenn schon dieser Entwurf, dann auf jeder Seite noch mindestens ein oder zwei dieser Rücksprünge mehr. Den Winkel etwas verkleinert, dann geht auch kaum Fläche verloren.
    So wirkt das ganze ziemlich unstimmig und unmotiviert.

  • Finde nicht,dass es zu niedrig geraten ist,es ist schließlich das höchste Gebäude was in Frankfurt zurzeit in direkter Planung ist und möglicherweise das höchste,dass bis mind.2020 gebaut werden kann/wird.

  • Bin gerade in London gewesen, und habe mich mit einigen Bankern unterhalten. Da immer mehr Euro-kritische Politiker in einflussreiche Positionen gewählt werden, gehen inzwischen immer mehr Banken davon aus, das ab 2017 ein Umzug nach Frankfurt ansteht.
    Ich bin deshalb nicht der Meinung, das bis 2020 kein weiterer Wolkenkratzer gebaut wird.

  • Mir hat ja der elegante Nouvel-Entwurf mit der syemmetrischen Form und der extrem schmalen Seite mittig zum Platz der Einheit immer noch am besten gefallen. Der Meurer-Entwurf erinnert in der Tat an das geplante Hochhaus von Cyrus Moser am neuen Suedeingang der Messe. Die kantigen, schraeg versetzt gestapelten Baukoerper sind nicht meins, weder hier noch dort, wobei ich damit drueben an der Europaallee noch eher etwas damit anfangen kann als an dieser Stelle. Aber gut, mal abwarten was am Ende dabei rauskommt. Wie Schmittchen schon schrieb wird der Hauptmieter, sollte denn einer gefunden werden, noch ein Woertchen mitreden.

  • Meurer Architekten haben das Projekt nun auf ihrer Webseite.
    Dort wird auch von 180m für den Entwurf gesprochen, zudem es noch ein PDF Factsheet zu sehen gibt.


    In diesem PDF Dokument sieht man das in der Lageübersicht sogar eine Aussichtsplattform bei diesem Entwurf vorgesehen ist.
    Bilder folgen...


    http://www.meurer-architekten.com/news.html


    Hier Bilder aus der PDF Datei:


    Übersichtsplan:



    Seitenansicht:



    Entwurfsmorphologie:



    Alle Bilder: MEURER ARCHITEKTEN STADTPLANER INGENIEURE