Bauprojekte am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg

  • Frauenhofer Forschungszentrum

    In der Nähe des Flughafens könnte ein neues Forschungszentrum der Frauenhofer Gesellschaft entstehen in dem an der Zukunft der Elektromobiltität und der Energiespeichertechnik geforscht werden soll. Hintergrund ist dass auf der Cebit das nds. Wirtschaftsministerium, die Frauenhofer Gesellschaft und die TU Braunschweig eine Absichtserklärung für ein „Fraunhofer Center für Smarte Energiespeicher und Systeme“, kurz CES unterschrieben haben.


    Aufgrund der räumlichen Nähe zu VW, der Dichte an Forschungseinrichtungen in Braunschweig und dem wirtschaftlichen Schwerpunkt der Region Braunschweig bietet sich Braunschweig als Standort und Oberzentrum an.


    Jedoch haben sich auch andere Standorte in der Regio Braunschweig u.a. Peine beworben.


    http://www.waz-online.de/Wolfs…um-Landkreis-bewirbt-sich

  • BWE Airport in der Entwicklung

    Es wird auch diskutiert, ob ein Flughafenhotel in Autobahnnähe sinnvoller ist, als das neue Eichtalhotel.


    Wird nur noch eine Frage der Zeit sein, bis ein abgespecktes Mini Angebot an Fluggesellschaften auch Braunschweig anfliegt. Die Infrastruktur, Pisten und Anbindungen sind schon alle gegeben.

  • Laut BZ wird ja das Hotel im Eichtal sowieso kritisch gesehen, da die Angst vor Überkapazitäten besteht, obwohl die Übernachtungszahlen immer wieder neue Rekordergebnisse hervorbringen. Aber vor dem Hintergrund der noch anstehenden Hotelplanungen z.B. an der Stadthalle verständlich.


    Weiß denn jemand wie weit die Bauphase am Lillienthalhaus ist?

  • Nicht nur Überkapazität ist ein Thema

    Es handelt sich hierbei ja nicht um ein klassisches Hotel, sondern um Hotel-/Serviced Apartments.


    Was mich das Projekt kritisch beäugen läßt, sind folgende Punkte:


    1. Die Anzahl von Apartments. Es sollen 160 Wohneinheiten entstehen, dies entspricht im besten Fall min. 80 Fahrzeuge die geparkt werden wollen.
    Auf den bisherigen Skizzen ist nicht erkennbar, dass an eine Tiefgarage oder ähnliches gedacht oder konkret geplant wird. Wobei dies bei der Grundwassersituation ein erheblicher Kostenfaktor wäre.


    2. Nach einem Bericht der BZ, soll der Komplex nicht die ganze Fläche beanspruchen und man plane weitere Wohneinheiten an der westlichen und nördlichen Seite. Dies würde weitere benötigte Parkplätze bedeuten und aus meiner Sicht würde diese Fläche sehr stark beengt wirken.


    3. Wird der Autoverkehr in diesem Bereich erheblich zunehmen und gerade das Ausfahren aus der Spinnerstraße auf den Ring noch abenteuerlicher werden.


    4. Soll eine Gastronomie in dem alten Portal entstehen die für jedermann zugänglich sein soll (Forderung der Stadt)...also noch mehr benötigte Parkplätze und Verkehrszunahme. Wenn man sich dann auch noch die Skizze anschaut, ist davon auszugehen das der Küchenbereich auf der südlichen Seite landen wird und somit auch in diesem Bereich der Entsorgungsbereich und auch die Ablüftung etc. entstehen dürfte. In diesem Bereich befinden sich in direkter Nähe Wohnbereiche.


    Fazit: Die Lage ist aus meiner Sicht ganz und gar nicht ideal und sollte im Vorfeld äußerst kritisch hinterfragt werden, was mich zu der Frage bringt.
    Wo kann man den detaillierten Bauantrag einsehen, um sich die Planungen einmal genauestens anzuschauen und ggf. Einspruch, Einwendungen oder Anforderungen einzureichen.


    Anbei noch einmal der Link zu dem Projekt:
    http://www.realique.com/realiq…-adapt-am-juteportal.html

  • Ich finde es zumindest bemerkenswert, dass jemand im Jahr 2017 ein derartiges Unterfangen das Gebiet zu entwickeln Punkt für Punkt lediglich anhand der hierfür benötigten Parkplätze bemisst !


    Ich konnte mir da ein Lächeln nicht verkneifen und unterstelle mal Unerfahrenheit hier im Forum, was Bauvorhaben dieser Größe und Bebauungspläne im allgemeinen angeht . . .nebst einer gewissen Rückwärtsgewandheit in bezug auf Automobilität !


    ;-))

  • ^


    Ach wurden in Deutschland neuerdings Autos abgeschafft oder fahren jetzt alle Fahrrad?
    Manchen würde ein wenig Realismus gut zu stehen kommen. Und der Trend geht nicht nur zu einem Auto pro Haushalt, in Zeiten von zwei Erwerbstätigen pro Haushalt und Gewerbegebieten am Stadtrand nicht selten sogar zum Zweitwagen.. Wir haben an vielen Stellen in der Stadt Probleme mit den Parkräumen und durch fehlende Planungen für neue Stellplätze spitzt sich das alles nur weiter zu. Ich sag nur: Parkraummanagementkonzept Östliches Ringgebiet, Innenstadt, Stadthalle..


    Ich wohne zwar nicht in Innenstadtnähe, aber hier herrscht nicht nur akute Parkplatznot, die Leute parken mittlerweile mitten auf der Straße (da zur 30-Zone erklärt), in Kreuzungsbereichen, Gehwege, Feuerwehrzufahrten und jede mögliche Grünanlage zu (ich find's nicht gerade schön, wenn der Rasen nur noch einer braunen Pfütze ähnelt)... Das gerade im Jahr 2017. ;)
    Und obwohl ich kein Auto besitze und mich somit nicht mit der Suche nach einem freien Platz plagen muss, steht es mir bis ganz oben dieses Chaos und der Dreck in den letzten Jahren..


    Und dann muss ich auch noch trotz all dem lesen, dass man von Seiten der Stadt gerne die Garagen im Viertel abbauen möchte (!)


    Und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es besonders gut für die Luft und Einwohner ist, wenn die ganzen Autos mehrere Runden auf der Suche nach freien Parkplätzen durch die Straßen drehen..


    Im Östlichen Ringgebiet ist das noch dadurch zu entschuldigen, weil es zu einer Zeit bebaut wurde, als es kaum Autos gab.. Aber bei Neubauprojekten und Neubaugebieten ist so eine verfehlte Planung in keinster Weise mehr zu entschuldigen..

  • ^^


    Stimmt wie könnte ich das vergessen, wir sind ja im Jahr 2017.
    Da muss es gleich ne Auflage geben, Parkraum mit Elektroladesäulen zu schaffen und das Hotel nimmt nur Gäste auf die zu Fuß, mit dem Rad, mit den öffentlichen Verkehrmitteln und/ oder zu guter letzt, mit Ihrem 100% umweltverträglichen E-Auto daherkommen.
    Dann lächel mal weiter, ich bin da dann doch eher ein Realist.

  • Trotzdem bleibt festzuhalten - auch ob deiner Bestrebungen meinen Betrag ins Lächerliche zu ziehen - das du das Vorhaben einzig und allein anhand der Bereitstellung von Parkplätzen bewertest und auch nach meiner kritischen Bemerkung dieses sogar noch bestätigst und eben nicht auf weitere relevante Punkte eingehst !


    Das finde ich schon bemerkenswert !


    Sicherlich fällt dann anhand deiner Kriterien auch die Umgestaltung und der Rückbau der Stobenstraße / des Ägidienmarktes bei dir durch, da hier "frevelhafterweise" die Zahl der Fahrspuren nebst deren Breite reduziert, verschwenkt, Tempo 30 eingerichtet und Parkplätze rückgebaut werden !


    Da dies ja dein einziges Kriterium ist fallen Punkte wie folgende wohl eher weg bei dir :


    - Wiederherstellung eines Stadtplatzes
    - Stadtraum für Menschen erschaffen
    - Aufenthaltsqualität steigern
    - Lärm- und Abgasreduzierung
    - Schaffung von Stadtgrün durch Rasengleise und Baumpflanzungen
    - Reduzierung des MIV insgesamt durch diese Maßnahmen



    Ich bin gespannt ob deiner Reaktion - auch wenn sie wohl eher gemäß Harry Potter als "Ridiculus" zu erwarten ist !

  • Ich wäre eher dafür die Parkplätze auszugleichen, d.h. wenn Parkplätze gestrichen werden, dann nah oder an anderer Stelle wiederherzustellen.
    So wird es doch mit Baumfällungen teilweise auch gehandhabt.
    Das Prinzip, wenn z.B. 80 Parkplätze in einer Braunschweiger Straße sind und nach einem Umbau nur noch 35 da sind, weil sie durch Baumpflanzung oder einfache Poller ersetzt werden, ist mit Sicherheit kritisch zu betrachten.
    Im Östlichen Ringgebiet haben sich jetzt zum ersten Mal nach Jahren einige Straßenanwohner öffentlich gewehrt und Erfolg gehabt - auch die Maschstraße war betroffen.

  • Bei solch einem Wetter wie gestern wird dann wohl der öffentliche Raum gemieden und das Fahrrad bleibt angekettet. Da kommt dann wieder das Auto ins Spiel für diejenigen, die weiter von der Innenstadt entfernt leben und wo die ÖPNV Verbindung schlecht getaktet ist.
    Man stelle sich nur ein Vorstellungsgespräch im Kostüm oder Anzug vor,wenn es Regen gibt und man das Fahrrad benutzen müsste.

  • Vielleicht muss auch mal der subjektive Hintergrund betrachtet werden.


    Die Mehrheit hier scheint gerne ein Auto zu benutzen, wohnt vllt außerhalb und hat daher Schwierigkeiten mit ÖPNV gut ans Ziel zu kommen. Mit dem Fahrrad ist es zu weit oder das Wetter spielt nicht mit. Auch wenn man sich fein anzieht und z.B. ins Theater geht/Empfang etc., wird keiner schwitzend 10km radeln oder Pfützen durchradeln.
    Ja, jetzt gibt es immer weniger Parkplätze!
    Was ergibt sich daraus, die Innenstadt von Braunschweig wird gemieden und man macht alles woanders oder zahlt viele Euros bzw. kurvt stundenlang durch die Straßen unserer Stadt.


    Die Gegenmeinungsperson hier hat ggf. gar kein Auto, fährt täglich Rad, wohnt stadtnah und geht vllt nicht morgens um 6 mit dem Kleid/Anzug aus dem Haus oder muss die Kinder mit Sack und Pack rumfahren - den Hund wegbringen. Dann hat man es natürlich viel leichter.


    Die Kinder wollen auch schon in jungen Jahren eigene Autos, einkaufen fahren, Freunde besuchen/daten! Führerschein ab 17!


    Es muss also eine Lösung für alle gefunden werden und nicht nur für eine bestimmte Fraktion. Und Autos wird es auch noch in 20 Jahren geben-auch wenn manche das nicht wahrhaben wollen.

  • Die Argumentationen in diesem Beitrag sind gelinde gesagt abstrus und haben kaum etwas mit der Realität zu tun bzw. verweigern auch konsequent jeden real nachprüfbaren bezug !


    Wo wird die Innenstadt von BS aufgrund von nicht mehr vorhandenen Parkplätzen gemieden und verzeichnet aufgrund welcher Datenlage / Untersuchungen einen Rückgang an Besucherfrequenz in welchem Zeitraum um wieviel Prozent ? Quellen ?


    Wer hat behauptet das es in 20 Jahren keine Autos mehr gibt und man deshalb jetzt wo in BS anfängt massiv Parkplätze abzubauen ?


    Wo im Umland von BS erfolgt bei welchen Zielen / Einrichtungen ein signifikanter Zuwachs an Besuchern aus der Stadt BS, die aufgrund Parkplatzmangels nicht mehr die Angebote der Innenstadt wahrnehmen können? Quellen ? Welche Zielgruppe wandert wohin ab aufgrund welchen Standortvorteils ?


    Welche Zielgruppe wird denn aufgrund welcher konkreten Maßnahme am Beispiel der Aufwertung / des Umbaus des Ägidienmarktes einseitig mit was genau bevorzugt und wer konkret wodurch benachteiligt ?


    Wer hat auch nur ansatzweise behauptet, dass man im Anzug durch Pfützen 10 km radeln muss um ins Theater / zur Arbeit / zum Vorstellungsgespräch kommen zu müssen ??? Durch welche Maßnahme der Stadtplanung ist denn dieser Aussage nach offenbar jede andere Möglichkeit sein Ziel zu erreichen ausgeschaltet worden bzw wer hat das behauptet das es so ist oder angestrebt wird dieses Ziel durchzusetzen ?


    Wo in der Stadt sind konkret im größeren Umfang bei welchen Baumaßnahmen wieviele Parkmöglichkeiten entfallen ? Zahlen ? Quellen ?


    Demgegenüber ist aber augenfällig, dass der "Gegenmeinungsperson" - diese Wortneuschöpfung muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen - mal eben unterstellt wird ein realitätsferner Ökolangschläfer ohne kulturelles Interesse, Familie und Bedürfnisse zu sein, da er offenbar alles mit dem Rad machen kann und nichts transportieren muss und daher vom realen Leben anderer nichts weiss und auch nicht nachvollziehen kann und will!


    Da hat ja einer richtig Grundlagenforschung betrieben für seien Beitrag und Erkundigungen eingeholt - nur offenbar nicht bei mir!


    Mich hat seltsamerweise keinerlei Anfrage diesbezüglich erreicht - woher stammen denn diese Informationen ? Oder handelt es sich am Ende doch um reine Mutmaßungen ??

  • Entwicklungen

    Verschiedene Entwicklungen im Flughafen Umfeld werden angestrebt:
    - Das Immobilienportfolio soll weiterentwickelt werden z.B. durch die Ansiedlung von Hotellerie
    - Das im Sommer eröffnete Lilienthalhaus als neuer Standort für Wissenschaft sowie Start-Up-Unternehmen soll Vorbild für weitere Projekte sein
    - Gewerbeflächen sollen weiter vermarktet werden
    - Für 2,5 Millionen wird eine neue Feuerwache gebaut
    - Das Empfangsgebäude soll modernisiert werden


    https://www.news38.de/braunsch…aucht-neue-Einnahmen.html

  • Hier gibt es ein Video mit Infos zum geplanten Viertel am Flughafen mit dem Namen "LilienthalQuartier" mit einem kurzen Überblick über die weiteren geplanten Gebäude.
    http://www.braunschweig.de/wir…/forschungsflughafen.html
    http://www.youtube.com/watch?v=uayIQpiEW9s


    So ist geplant, nach dem Vorbild des Lilienthalhauses, drei weitere Häuser zu errichten (Lilienthalhaus 2-4), sowie zwei Parkhäuser zur Autobahn hin und ein weiteres Bürogebäude.

  • Neues Parkhaus am Flughafen BWE

    Am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg wird ein neues Parkhaus gebaut.


    http://regionalbraunschweig.de…ughafen-weiter-aufwerten/



    Im Gegensatz zu Braunschweig, setzt der 200Km entfernte Lübecker Flughafen auf ein neues Terminal mit Fluggaststeig und wird dadurch attraktiver in ganz Norddeutschland. Hingegen ist das geplante Terminal in Braunschweig noch nicht realisiert.


    In Deutschland ist das Fluggastaufkommen in 2017 stark gestiegen.

  • Du vergleichst Äpfel mit Birnen !


    Der Flughafen BS-WOB ist ein Forschungsflughafen von wenigstens europäischem Rang und beherbergt und vernetzt private Forschungseinrichtungen der Industrie, universitäre Einrichtungen und öffentliche Organe wie die DLR zu einem Intelligenzcluster von nahezu weltrang und sieht schon in seiner Philosophie und Selbstdefinition seine Aufgabe nicht im Passagierverkehr!



    Der Lübecker Flughafen ist das genaue Gegenteil und sieht sich als regioanler Passagierflughafen - welcher allerdings wirtschaftlich eine untergeordnete Rolle spielt, nur ein geringes Passagieraufkommen hat und zudem eher dadurch bekannt wurde Jahr für Jahr ein Minus zu erwirtschaften und jur durch Ryanair un deren dubiose Machenschaften in den Ruf kam nur aufgrund versteckter Subventionen an Ryanair überhaupt auf diese Zahlen gekommen zu sein !


    Im Gegenteil reiht sich Lübeck damit ein in die Reihe jener Flughäfen, in die Milionen öffentlicher Mittel investiert werden im Glauben daran, dass sich das Passagieraufkommen umverteilt !


    Dies ist jedoch mitnichten der Fall wie auch Flughäfen wie Cochstedt beweisen! Der technische Aufwand einen Flughafen zu betreiben ist derartig groß, dass sich das in den allermeisten Fällen so nicht rechnet auf regionaler Ebene! So auch in Lübeck - wo nur nach Mühen und einer kompletten Überarbeitung des Erweiterungskonzepts überhaupt ein Investor gefunden wurde!


    In BS ist die Wertschöpfung durch die Gewinnung von know how auf Weltniveau un dessen Umsetzung in innovative neue Firmen und Einrichtungen dagegen enorm und die Gewerbeflächen werden allmählich knapp, die Zahl der Arbeitsplätze dort steigt stetig.


    Wer mehr wissen will : Der wikipedia-Artikel zum Flughafen Lüneburg ist sehr lesenswert! Zum Flughafen BS spricht dieser Thread allein schon eine eindeutige Sprache.